Albrecht Freiherr von Rotberg erhielt den PLM am 30. Juni 1918 als Major und Kommandeur Garde-Reserve-Schützenbataillon / Jägerdivision
Die Verleihung erfolgte für die deutsche Angriffsschlacht zwischen Noyon-Montdidier vom 9. bis 13. Juni 1918, die sogenannte "Operation Gneisenau".
Aus dem Verleihungsvorschlag:
"Am 9. Juni setzte Major Freiherr von Rotberg den Angriff auf die französische Stellung südlich Lassigny persönlich an. Infolge des starken Nebels und der Einwirkung von Gas waren die Kompanien des Bataillons derart durcheinandergekommen, daß der Angriff beim Schloß und Dorf Plessier zu stocken drohte. Major Freiherr von Rotberg griff selbst in der vordersten Linie ein, ordnete die Verbände, so gut es ging, so daß der Angriff ohne weitere Stockungen vorgetragen werden konnte. Der Feind hatte sich dann in stark verdrahteten Stellung bei St.-Claude-Ferme festgesetzt, sein Widerstand sollte durch einen mit der Artillerie vorbereiteten Angriff gebrochen werden. Major Freiherr von Rotberg begab sich zu den nordöstlich der St.-Claude-Ferme liegenden Teilen des Bataillons. Während er in vorderster Linie sich befand, wurde das Bataillon, das an die Bayern keinen Anschluß hatte, von vorn, vom Rücken und von der Seite aus angegriffen. Major Freiherr von Rotberg griff selbst mit in den Kampf ein. Der Angriff wurde glatt abgewiesen, mehr als 200 Gefangene, darunter ein Major, blieben in der Hand des Bataillons. Es galt nun, möglichst schnell in den Besitz der St.-Claude-Ferme zu kommen. Major Freiherr von Rotberg erkundete selbst mit zwei Kompanieführern die Angriffsmöglichkeiten auf die St.-Claude-Ferme. Es gelang, durch kühnen Vorstoß von der Flanke her den feindlichen Graben aufzurollen und die St.-Claude-Ferme zu nehmen. Hierdurch konnte der Vormarsch auf Elincourt fortgesetzt werden. Zum großen Teil ist somit das Erreichen des Matz-Grundes der hervorragenden Tüchtigkeit des Majors Freiherrn von Rotberg zu danken."