Autor Thema: Krieg in Afghanistan  (Gelesen 200429 mal)

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #330 am: 17.04.09 (19:53) »
Richtig, dass du "richtige" islamische Gelerhrte in Gänsfüsschen gesetzt hast! Welches sind denn die richtigen Gelehrten? Was ist den der richtige Islam? Das klingt für mich immer so, dass die Nazis im Grunde richtige Sozialisten waren, dass nur die Führer nichts taugten und auch der Sozialismus in der DDR war eigentlich eine prima Sache, nur falsch angepackt.
Nicht an seinen Visionen muss sich eine Ideologie, dazu zähle ich auch den Islam, messen lassen, sondern an seinen Taten und wie ich immer zu sagen pflege: die Islamisten leben geistig noch im Mittelalter und bis sie bei uns angekommen sind, dauert noch. Was aber bis dahin mit ihnen machen? Aufpassen, dass sie uns nicht vorher fressen....

Ps: Das 13. Gebot der Lustzeraner lautete: Du sollst nicht korrekturlesen!
Ist doch "F" wie "V" ;D!

Ronny22

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #331 am: 18.04.09 (15:52) »
Richtig, dass du "richtige" islamische Gelerhrte in Gänsfüsschen gesetzt hast! Welches sind denn die richtigen Gelehrten? Was ist den der richtige Islam?

Eben der wirkliche Islam, nicht das was Islamisten darunter verkaufen wollen...

Verwechsele nicht Moslems und Islamisten, letztere sind radikale Fundamentalisten die die Religion aufs Schärfste auslegen.

 

Das klingt für mich immer so, dass die Nazis im Grunde richtige Sozialisten waren, dass nur die Führer nichts taugten und auch der Sozialismus in der DDR war eigentlich eine prima Sache, nur falsch angepackt.

Sorry, aber diesen Vergleich würde ich nicht ziehen und der passt hier meiner Meinung nach auch nicht her.  :-\

Nicht an seinen Visionen muss sich eine Ideologie, dazu zähle ich auch den Islam, messen lassen, sondern an seinen Taten und wie ich immer zu sagen pflege: die Islamisten leben geistig noch im Mittelalter und bis sie bei uns angekommen sind, dauert noch. Was aber bis dahin mit ihnen machen? Aufpassen, dass sie uns nicht vorher fressen....

Du kannst aber eine Religion nicht an dem messen was eine Splittergruppe daraus macht!?

In den USA gibt es genau solche Radikalen, die letzte Regierung berief sich als Christen, brach Kriege um Macht & Geld vom Zaun, erlaubte die Folterung von Menschen und beschnitt auch sonst sehr rigeros die Freiheiten der eigenen Bürger.

So könnte man sagen das auch diese Evangelikalen radikale Fundamentalisten sind....
Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre.
Bertrand Russell

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waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #332 am: 19.04.09 (12:17) »
Ich gehe nach dem, was ich in meiner Umgebung schon seit Jahren beobachten kann. Aus normalen jungen Männern werde "plötzlich" fromme Moslems? Ihre bisher unverschleierten Frauen müssen sich verschleiern, hinter ihnen laufen und diese unseeligen Einheitsmäntel tragen. Die neuerdings fünf mal am Tag beten und einen Teil ihres Lohnes den geistlichen zukommen lassen, "freiwillig" natürlich! Die heute darauf achten, dass in der Kantine nicht der falsche Löffel für ihr Essen benutzt wird. Die neuerdings darauf bestehen, dass die Kassiererin das Wechselgeld in erst in die Schale legt, damit sie ja nicht die Haut einer ungläubigen Frau berühren. Das von ihr berührte Geld aber nehmen sie!
Das soll tolerant sein? Tollerant vielleicht....
Ich lass mir von denen nichts mehr erzählen. Augen und Ohren auf Leute!

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #333 am: 19.04.09 (13:17) »
Vielleicht solltest Du doch lieber den Stammtisch nutzen, ...  ;D

Ronny22

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #334 am: 19.04.09 (14:03) »
Bitte mal in den Stammtisch verschieben.......das verwässert hier nur das Thema.  ;)
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waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #335 am: 19.04.09 (15:24) »
Das ist kein Problem mit dem Verschieben, aber nun erklärt mir doch bitte, was die Präsenz der alliierten Truppen in Afghanistan bisher bewirkt hat. Wie die letzten Ereignisse doch ganz deutlich gezeigt haben: Nichts! Werden die Truppen abgezogen wird alle so sein wie vorher, nur, dass dann eben niemand mehr da sein wird, der die demonstrierenden Frauen vor ihrer Steinigung schützt (wahrscheinlich wird es aber auch keine demonstrierenden frauen geben)! Soll das der ganze Fortsschritt sein, zumal sie ja gegen eine Gesetzesinitiative ihrer eigenen Regierung demonstriert haben.
Übrigens. das mit dem "Verschieben" ist typisch! Verschieben wir das Problem erst einmal auf später...... ;D ;D ;D ;D ;D!
Aber auch darüber muss gesprochen werden, wenn es um den Afghanistankonflikt geht und eben nicht nur/im am Stammtisch ;)! Sicwer wird jetzt auch noch jemand kommen und erklären, dass er sich gelohnt habe der Afghanistaneinsatz und sei es nur um der paar Demonstrantinnen. DAS sei der Anfang. Nun, wenn das der Anfang ist, dann wird zumindest dieses Jahrhundert noch gebraucht um wirkliche Fortschritte zu erzielen. Das wird uns viel kosten an Geld und Menschenleben!

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #336 am: 19.04.09 (15:45) »
Oh je Waldi, welche Laus ist Dir eigentlich über die Leber gelaufen ?

Du klingst, als würde man Dich persönlich verantwortlich machen und die Kosten von Deinem Konto abbuchen, ...

Ronny22

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #337 am: 19.04.09 (16:31) »
Das ist kein Problem mit dem Verschieben, aber nun erklärt mir doch bitte, was die Präsenz der alliierten Truppen in Afghanistan bisher bewirkt hat.

Der Onkel bin Laden wuselt da nicht mehr so aktiv rum wie früher....die Camps sind jetzt woanders und sicher nicht mehr in dem Maßstab wie sie es früher einmal gegeben hat.

Keine Frage die Organisation Al-Kaida ist noch da, aber ich denke sie hat ein enormes Potential in Afghanistan verloren, einerseits Infrastruktur und sicher auch einige tausend Männer, kampferprobte Männer und die fehlen auf anderen Schauplätzen.

Ist vielleicht eine Milchmädchen-Rechnung, aber man merkt das es seit dem Krieg in Afghanistan zu Verschiebungen auf anderen Kriegsschauplätzen gekommen ist, Al-Kaida muss hier und im Irak ebenfalls seine Kräfte bündeln, da bleibt wenig für andere Ecken der Welt übrig.

In Tschetschenien wird es seit Jahren immer ruhiger, die Russen wollen inzwischen ihre "Bandenkampf-Einheiten" abziehen und auch auf anderen Schauplätzen wirds ruhiger bzw. werden islamistische Rebellen zurückgeschlagen.

Sicher ist die sinkende Unterstützung von Al-Kaida ein Hauptproblem dabei.....es kommen weniger Kämpfer, Ausbilder und Waffen in diese Regionen.......die gehen nach Afghanistan, Pakistan und in den Irak.

Und ich denke das große Ziel wird es sein die afghanische Armee und Polizei soweit zu bringen das sie mit dem Problem: "Taliban" alleine zurechtkommen.
Sicher wird es selbst dann noch eine amerikanische Präzens geben, die dann die Afghanen mit Drohnen und Luftangriffen unterstützt, aber der direkte Kampf liegt dann in Händen der afghanischen Militärs.

Es wird Zeit das die Afghanen ein eigenes, unabhängiges Militär bekommen und nicht jeder selbsternannte Warlord seine Privatarmee hat und diese nach seinem eigenen Ermäßen einsetzen kann.  :-\



Auf der anderen Seite kann man sicher nicht tatenlos zusehen wie eine Gruppe wie Al-Kaida ein System etabliert das an Willkür und Menschenverachtung kaum zu überbieten ist. Und noch dazu internationalen Terrorismus unterstützt, das lässt sich die Weltgemeinschaft nicht lange gefallen und da es hier nicht um ein repräsentativen Staat wie Iran oder Syrien geht, wurde halt nicht verhandelt sondern gehandelt....
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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #338 am: 19.04.09 (16:58) »
Neben den unverminderten Kämpfen im Süden Afghanistans, sind die Taliban, sicher auch Al-Kaida als Sammelbegriff, immer mehr in Pakistan tätig. Auch dort kommt es stellenweise zu heftigen Gefechten mit der pakistanischen Armee. Und genau wie in Afghanistan werden die Taliban auch in Pakistan immer stärker und können Teilerfolge erzielen, wie jüngst die Einführung der Scharia im Swat-Tal mit Duldung der pakistanischen Zentralregierung gezeigt hat.

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #339 am: 20.04.09 (12:32) »
Oh je Waldi, welche Laus ist Dir eigentlich über die Leber gelaufen ?

Du klingst, als würde man Dich persönlich verantwortlich machen und die Kosten von Deinem Konto abbuchen, ...

Du hast recht @IM. Diese "Laus", die sozusagen dam Fass die Krone in's Gesicht schlug und zum Überlaufen brachte, war oben erwähnte Demonstration und die Reaktion der Männer darauf. Obwohl zu gähren begann es, als die Regierung so ein Gesetz verabschiedete. Ich weiss: keine Vergleiche mit unserer Gesellschaft, aber bei uns würde das als sexuelle Gewalt in der Ehe laufen ubnd wäre strafbar.
Frauen sind doch auch Menschen, das hat sich aber bei den (allermeisten) Muslimen noch nicht rumgesprochen. Das ist keine Minderheit! Von Demokratie und Menschenrechte hält die Regierung unter  Karzai trotz aller Beteuerungen nicht viel. Andererseits hat eine angeblich souveräne Regierung ein, wenn auch fragwürdiges Gesetzt erlassen und auf Druck des Auslandes wieder rückgängig gemacht bzw. erst mal ausgesetzt wurde. Unabhängig sieht anders aus- das sind Marionetten.
Erst waren sie Marionetten der Russen, dann der Taliban, jetzt der westlichen Allianz und wenn Micky Maus kommt, laufen sie dem hinterher! Man sollte mal bei Schollatour nachlesen, was der zum Thema zu sagen hat!
@IM klar wird das Geld von mir über die Steuern direkt eingefordert! Von JEDEM von uns! Richtig ist, dass es Wurscht ist, ob das Geld in Afghanistan verpulvert wird oder im Sudan oder im Kongo oder oder oder....! Egal aber ist es nicht, wofür deutsche Soldaten ihr Leben und ihre Gesundheit zum Basar tragen!
Wie heisst es doch so richtig: Wichtig ist, was hinten raus kommt! Bisher kam "hinten" nur das raus, was sonst auch immer dort rauskomm!

Ps: Es gibt übrigens kein Problem, die letzten Beiträge aus diesem Thread zu entfernen um ihn nicht zu "verwässern ;)"!
« Letzte Änderung: 20.04.09 (14:15) von waldi44 »

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #340 am: 23.04.09 (08:47) »
Die Taliban dringen immer tiefer nach Pakistan ein und haben einen weiteren Distrikt unter ihre Kontrolle gebracht.

http://www.nytimes.com/2009/04/23/world/asia/23buner.html?_r=2&hp

Und hier noch auf deutsch:

http://www.welt.de/die-welt/article3606633/Taliban-marschieren-in-weiteren-Distrikt-ein.html

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #341 am: 29.04.09 (21:47) »
Am heutigen 29. April 2009 wurden in einem Hinterhalt in Faizabad erneut ein deutscher Soldat getötet und vier weitere verletzt. Erst wenige Stunden vorher hatte es einen Selbstmordanschlag auf einen Fahrzeugkonvoi der Bundeswehr in Kunduz gegeben, dabei hatte es fünf Verletzte gegeben.

Damit steigt die Zahl der toten Deutschen auf 35. Bereits am 14. März war ein deutscher Soldat in Faizabad bei einem Unfall ums Leben gekommen.

Ronny22

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #342 am: 30.04.09 (09:18) »
Können wir das nochmal auflösen???

In den Medien wird von 31 getöteten / gefallenen deutschen Soldaten geredet....sind die anderen 4 bei Unfällen ohne
Kampfeinwirkung ums Leben gekommen???
Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre.
Bertrand Russell

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #343 am: 30.04.09 (09:37) »
Ja, die Medien, ...

Derzeit schwanken die Angaben zwischen 32 und 31. Die, die 31 angeben, haben derzeit noch nicht den erwähnten Todesfall vom 14. März 2009 erfaßt, da der mal wieder nicht durch die Presse ging.

Dann werden offiziell gerne die 3 Todesopfer vom Anschlag am 15. August 2007 in Kabul weggelassen. Dabei handelte es sich um drei Polizisten. Mal ganz plump gesagt, sie gehörten einer Art Schutztruppe für die Deutsche Botschaft an.

Aber wozu die Untergliederung in Soldaten und Polizisten ? Daher hatte ich in meinem gestrigen Post bewußt von 35 getöteten Deutschen gesprochen. Wie man auch immer sie bezeichnen möge, es waren alles bewaffnete Einsatzkräfte. Die Taliban werden da sicher keine Unterschiede machen.

Auffällig ist halt nur immer wieder, daß offiziell versucht wird, die Zahl möglichst klein zu halten. Einige Todesopfer werden nicht offiziell verkündet, gelangen aber später doch an die Öffentlichkeit.

Hier mal ein interessanter Link:

http://en.wikipedia.org/wiki/German_Armed_Forces_casualties_in_Afghanistan

Da macht sich jemand die Mühe, alle bekannten Angriffe und Anschläge auf deutsche Soldaten aufzulisten.

Neben den 35 Todesopfern wird dort auch die Zahl von bisher 117 Verwundeten bekannt gegeben.


IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #344 am: 30.04.09 (15:15) »
Zu dem gestrigen Gefecht mit einem toten deutschen Soldaten hat das Bundesverteidigungsministerium heute folgendes veröffentlich:

Zitat
Eine Patrouille des Regionalen Wiederaufbauteams – bestehend aus neun geschützten Fahrzeugen – war gegen 18.50 Uhr Ortszeit in der Nähe des deutschen Feldlagers Kunduz zunächst in einen ersten Hinterhalt geraten. Nach dem Beschuss gelang es ihr durchzustoßen.

Fünf Kilometer weiter geriet sie in einen zweiten, massiven Hinterhalt. Das sich hier entwickelnde Feuergefecht dauerte mehrere Minuten. Eine Panzerabwehrwaffe (RPG) der Angreifer traf den Dingo. „Unser Kamerad ist dabei gefallen“, so der Generalinspekteur.

Bei dem getöteten Soldaten handelt es sich um einen Hauptgefreiten des Jägerbataillons 292 aus Donaueschingen, welches zur Deutsch-Französischen Brigade gehört. Vier weitere Soldaten wurden verletzt. Sie wurden noch am Abend mit dem MedEvac-Hubschrauber in das deutsche Einsatzlazarett nach Mazar-e Sharif geflogen.


 

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