Autor Thema: EK I im Polenfeldzug  (Gelesen 281716 mal)

MM

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #360 am: 13.12.12 (23:10) »
Na die schon mehrfach genannte EK1-Seite aus dem www


so, dann hätten wir noch

Josef Häfele,  späterer Ritterkreuzträger

EK1 am 02.11.1939 als ?? bei ?? 
~ sic transit gloria mundi ~

Suche Informationen, Unterlagen, Fotos, Urkunden und Sonstiges zum KGzbV 323/Transportgeschwader 5 (Me 323 Gigant), der schweren Panzerjägerabteilung 560 (Nashorn/Jagdpanther)
Ausserdem Feuerzeuge die in Kriegsgefangenschaft in Tunesien/Afrika hergestellt wurden.

IM

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #361 am: 14.12.12 (15:32) »
Also, wie schon gesagt, das mit dem Verleihungsdatum 1. September 1939 kann nicht sein. Eventuell ist es so, daß er in seiner Datenbank einen Tag eintragen mußte, das wirkliche Datum ihm aber nicht bekannt ist. Es bleibt also bei der Angabe "September 1939".


Häfele ist wiederum sehr interessant, ein weiterer Unteroffiziersdienstgrad. Eventuell finden sich Angaben zum genauen Dienstgrad und zur Einheit in den Biblio-Bänden über die Gebirgsjäger ?

Ich selbst habe gerade wieder etwas in unserem Zeitungsarchiv gefunden. Es paßt zwar nicht direkt zum Thema, aber hier mal die Info, wofür Häfele später das Ritterkreuz erhielt. Es ist ein Artikel anläßlich seines Todes:

"Bei der Kesselschlacht im Raume von Charkow fiel am 17. Mai 1942 Ritterkreuzträger Oberfeldwebel Josef Häfele. Seit dem ersten Tage des Ostfeldzuges stand er mit seinen Gebirgsjägern im Kampf gegen den Bolschewismus und hat durch seinen hervorragend tapferen Einsatz mehrfach Anteil an den großen Erfolgen seines Regiments.
Mitte November 1941 wurde Oberfeldwebel Häfele für eine hervorragend schneidige Waffentat vom Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Während des Vormarsches hatte das Regiment von einem Zivilisten einen Brief eines deutschen Kriegsgefangenen erhalten, in dem in einer vom Feind besetzten Ortschaft die Lage eines Hauses genau beschrieben war, in welchem deutsche Soldaten gefangengehalten würden. Freiwillig meldete sich Oberfeldwebel Häfele, die Kameraden zu befreien. Unerschrocken und kühn stieß der Oberfeldwebel, nur von wenigen Jägern begleitet, unbemerkt bis zu dem bezeichneten Haus vor, als sie plötzlich von einer erdrückenden feindlichen Übermacht umringt wurden und einer der Bolschewisten mit einem Maschinengewehr zu feuern begann. Oberfeldwebel Häfele schrie die Bolschewisten so engerisch an, daß diese tatsächlich die Waffen niederlegten. Dann befreite der Oberfeldwebel Häfele die aufgefundenen 18 deutschen Kriegsgefangenen und kehrte mit ihnen und etwa 1.500 gefangenen Bolschewisten zu seinem Regiment zurück."

So, das fand ich so interessant, das mußte hier mit rein, ...  ;D

Balsi

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Balsi

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #363 am: 02.01.13 (23:00) »
hab da noch einen Oberleutnant Büttner Chef 4./AR 58.. der soll auch das EK I in Polen bekommen haben..

IM

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #364 am: 03.01.13 (17:18) »
Was heißt soll ?

Ist es so zuverlässig, daß wir ihn namentlich mit aufnehmen können ?

Loerscher

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #365 am: 23.02.13 (17:16) »
Moin,
frisch aus dem BAMA, Zufallsfunde von mir:

Der spätere Ritterkreuzträger Hans Hauptmann, geb. 13.05.1914:

EK II am 02.09.1939
EK I am 15.12.1939

Damaliger Dienstgrad und Funktion sind mir leider nicht bekannt.

Der spätere Ritterkreuzträger und Träger des Deutschen Kreuz in Gold Franz Knapp, geb. 02.04.1915:

EK II am 22.09.1939
EK I am 04.11.1939 als Oberleutnant, Pz.Abw.Abt. 46, 44. Inf.Div.

Und noch eine Ergäzung (Dienstgrad, Einheit) für Karl von Sivers:

EK II am 20.09.1939
EK I am 14.10.1939 als Oberleutnant, Reiter-Regiment 2, 1. Kav.Div.


Oliver

Loerscher

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #366 am: 21.04.13 (23:20) »
Dann haben wir noch eine Spange zum EK I, gefunden hier:

http://www.germancombatawards.com/thread.php?threadid=40607

Major Wilhelm Hochbaum (später DKiG)
23.09.1939 = Spange zum EK II
05.10.1939 = Spange zum EK I

Er war damals Kommandeur der II./Panzer-Regiment 35.

Oliver

IM

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #367 am: 22.04.13 (16:51) »
Damit hätten wir für die 4. Panzerdivision bereits 14 Verleihungen.

Balsi

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #368 am: 18.05.13 (22:05) »
Praun, Albert: Soldat in der Telegraphen- und Nachrichtentruppe; Würzburg  ohne Jahr S. 113:

"Der neue Heeresgruppennachrichtenführer, Oberst [Rudolf] Schrader, brachte endlich mit neuen Gedanken Schwung in die Sache. Er hatte für seine guten Verbindungen bei der Armee List die Spange zum EK 1 in Polen erhalten."

IM

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #369 am: 25.06.13 (20:10) »
Der spätere Ritterkreuzträger Hans-Joachim Künzel erhielt sein EK I bereits am 28. September 1939 als Leutnant und Zugführer in der 3. Kompanie / Kavallerie-Schützenregiment 10 / 4. Leichte Division.

Loerscher

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #370 am: 30.06.13 (14:19) »
Da haben wir noch einen  ;D

Der spätere Ritterkreuzträger Josef Gretschmann:

Am 30. Juli (1941) wurde bei U. eine stützpunktartig vorgeschobene Kompanie des Schützenregiments A (S.R. 40), bei der sich der Oberfeldwebel Josef Gretschmann befand, sowohl rechts wie links vom Feind überflügelt: auf der einen Seite brachen Schützen, auf der anderen zwanzig bis dreißig Panzer durch, darunter Zweiundfünfzigtonner; Oberfeldwebel Gretschmann, der schon im Polenfeldzug das EK.II und I erworben und in Frankreich als erster der Division die Weygandlinie durchbrochen hatte, hielt in dieser geradezu verzweifelten Lage - die Bolschewisten schwenkten hinter ihm ein - nicht nur stand, sondern stellte wiederholt die Verbindung mit den benachbarten deutschen Einheiten her, griff schließlich die Panzer mit Benzinflasche und Leuchtpistole an und riß seine Leute - selbst in diesen Augenblicken niemals von seinem unverwüstlichen bayerischen Humor verlassen - stets und solange auf, bis die Lage zugunsten der Deutschen geklärt war. Dem einige Tage später schwer Verwundeten wurde als erstem Divisionsangehörigen das Ritterkreuz verliehen.


Quelle: "Panzer im Osten - Vom Kampf einer Division in Sowjetrussland", München 1943, Text Dr. Horst W. Geißler - es geht dort um die 17. Pz.Div. in 1941

Oliver

IM

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #371 am: 30.06.13 (19:30) »
Das Schützenregiment 40 war ja erst im Oktober 1940 aufgestellt, somit müßte Gretschmann in Polen einer anderen Einheit angehört haben. Aber wir hätten zumindest einen weiteren Namen.




Und die Wortmeldung von Balsi vor einiger Zeit hatte ich irgendwie ignoriert:

Zitat
Praun, Albert: Soldat in der Telegraphen- und Nachrichtentruppe; Würzburg  ohne Jahr S. 113:

"Der neue Heeresgruppennachrichtenführer, Oberst [Rudolf] Schrader, brachte endlich mit neuen Gedanken Schwung in die Sache. Er hatte für seine guten Verbindungen bei der Armee List die Spange zum EK 1 in Polen erhalten."

Rudolf Schrader wurde im Laufe des Krieges mit dem Deutschen Kreuz in Silber und dem Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet. Seine Verwendung im Polenfeldzug ist mir jedoch nicht so klar. Er war auf alle Fälle höherer Nachrichtenoffizier, nur wo ?

Die "Armee List", ... List führte in Polen die 14. Armee.

Ein Werdegang zu Schrader findet sich im AHF:

http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?f=5&t=66810&p=1236663#p1236663

Schrader war ab dem 1. September 1939 Höherer Nachrichtenoffizier der Heeresgruppe C. Nur, die lag im Westen.

Loerscher

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #372 am: 02.07.13 (21:13) »
Das Schützenregiment 40 war ja erst im Oktober 1940 aufgestellt, somit müßte Gretschmann in Polen einer anderen Einheit angehört haben. Aber wir hätten zumindest einen weiteren Namen.

Hallo Ingo,

klar, der Text bezieht sich ja auch auf die RK-Tat von Ofw. Gretschmann, im Sommer 1941 war's das Schützenregiment 40. Aber das wurde ja einfach zusammen mit der Umgliederung der 27. Infanterie-Division zur 17. Panzer-Division von Infanterie-Regiment 40 in Schützen-Regiment 40 umgetauft.

Er war schon Angehöriger dieser Division in Polen = Inf.Rgt. 40.

Oliver

IM

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #373 am: 03.07.13 (12:13) »
Ist ergänzt, ...


Wir haben jetzt bereits 356 Namen. Das ist doch mehr, als ich anfangs gedacht hätte, was da so zusammenkommen könnte, denn immerhin kratzen wir ja doch nur zufällig ein weniger auf der Oberfläche herum.

Allerdings muß ich an dieser Stelle auch etwas anderes sagen. Ich habe in den letzten Monaten so viele Personalunterlagen gesehen, ... es ist ein Graus. Gerade bei den EK-Daten ist die Frage nach dem richtigen Datum gar nicht so einfach zu beantworten. Als Extrem-Beispiel hatte ich einen Fall, da hatte ich einen einen detaillierten militärischen Lebenslauf, ein Dokument (ich glaube ein Antrag auf vorzeitige Beförderung) mit militärischem Werdegang, den Vorschlag zum RK und den Vorschlag zum DK. Alles waren zeitgenössische Quellen, jedoch in allem jeweils ein anderes Datum für die EK´s. Und ich spreche da nicht nur von einigen Tagen Abweichung.

Balsi

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Re: EK I im Polenfeldzug
« Antwort #374 am: 18.09.13 (11:14) »
Hallo,

keien Ahnung ob wie den schon haben:

Philipp, Ernst - http://www.ritterkreuztraeger-1939-45.de/Infanterie/P/Ph/Philipp-Ernst.htm