Autor Thema: Krieg in Afghanistan  (Gelesen 200434 mal)

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #270 am: 23.12.08 (10:35) »
Der bisher ranghöchste Gefallene der Koalition in Afghanistan ist Colonel James W. Harrison Jr. Er fiel am 6. Mai 2007 bei einem Gefecht in Kabul.

Wenn ich richtig liege, sind im Irak bereits 11 US-Soldaten im Rang eines Obersten ums Leben  gekommen.

Der letzte US-General, der im Einsatz ums Leben kam, düfte Brigadier General Richard Joseph Tallman gewesen sein. Er fiel am 9. Juli 1972 in Vietnam.

Leutnant

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #271 am: 25.12.08 (17:44) »
Hi Ingo...bist du dir sicher, dass der Colonel bei Gefechten in Kabul (2007) gefallen ist? Meiner Meinung nach war zu dieser Zeit schon "Ruhe" in der City oder war es ein IED?

Andi

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #272 am: 25.12.08 (18:05) »
Eventuell hilft bezüglich des gefallenen Colonels dieser Link weiter:

Militarytimes

Grüße,

Andreas

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #273 am: 25.12.08 (22:10) »
Genau, der Link bringt schon die nötigen Infos.

Es war ein Schußwechsel am oder im Pol-E-Charki Gefängnis in Kabul, bei dem zwei US-Soldaten starben, darunter der erwähnte Colonel.

Wo ist man in diesem Land schon wirklich sicher? Das zeigte ja auch der Raketenangriff zu Heiligabend auf das deutsche Camp. Bisher verfehlten alle Raketen stets ihre Ziele, aber es ist sicher nur eine Frage der Zeit, ...

Ronny22

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #274 am: 26.12.08 (18:51) »
Es war ein Schußwechsel am oder im Pol-E-Charki Gefängnis in Kabul, bei dem zwei US-Soldaten starben, darunter der erwähnte Colonel.

Erschossen von einem afghanischen Soldaten...  :-X
Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre.
Bertrand Russell

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waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #275 am: 27.12.08 (00:21) »
Es war ein Schußwechsel am oder im Pol-E-Charki Gefängnis in Kabul, bei dem zwei US-Soldaten starben, darunter der erwähnte Colonel.

Erschossen von einem afghanischen Soldaten...  :-X

Naja Tod durch "Eigenes Feuer" ist immer Scheisse, aber es sind auch genug regierungstreue afghanische Soldaten durch US- Feuer gestorben. Kein Oberst, aber auch ein Oberst ist "nur" ein Mensch...

Leutnant

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #276 am: 27.12.08 (11:06) »
Jetzt hab ich´s auch verstanden...war also kein richtiges Gefecht, sondern mehr oder weniger ein Anschlag.
Das besagte Gefängnis liegt übrigens knapp 20 km außerhalb von Kabul City - mitten im Nirgendwo!

Ronny22

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #277 am: 11.01.09 (14:19) »
Im November 2001 kapitulierten ca. 8000 Taliban- und Al-Kaida-Kämpfer vor den Truppen der Nordallianz und amerikanischen Spezialeinheiten in Kunduz.

Circa 3000 von ihnen sind seither verschwunden und die Indizien für ein großes Massaker verdichteten sich.


Video 1/6

Video 2/6

Video 3/6

Video 4/6

Video 5/6

Video 6/6


Ein weiterer Artikel zum Thema.
Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre.
Bertrand Russell

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #278 am: 11.01.09 (18:12) »
Afghanistan hat doch mit heutigem Standpunkt auf Jahre hinaus keine Aussicht auf Frieden.

Die jetzige militärische Opposition zur derzeitigen Kabuler Regierung, hierzulande leichtfertig als "Terroristen" abgetan, wird solange weiterkämpfen, bis die ausländischen Soldaten das Land verlassen haben. Allein dies kann noch viele Jahre dauern.

Haben die Truppen der Koalition das Land verlassen, wird sich die jetzige Kabuler Regierung wohl nicht lange halten können und dann geht die Abrechnung mit der Gegenseite in eine neue Runde, ...

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #279 am: 29.01.09 (22:21) »
Aber hallo!

Bundeswehr verweigert "Tötungsbefehl"

So habe Craddock befohlen, "tödliche Gewalt" sei auch dann erlaubt, wenn nicht bewiesen sei, dass "jeder der Drogenhändler oder jede Drogeneinrichtung in Afghanistan auch die Kriterien eines militärischen Ziels erfüllt", berichtete "spiegel-online".

http://nachrichten.t-online.de/c/17/51/98/90/17519890.html

Worin nun unterscheidet sich Craddock von den Terroristen?

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #280 am: 29.01.09 (22:37) »
Auf alle Fälle dürfte es gut dazu beitragen, sich in dem Land noch unbeliebter zu machen, ...

Richtschuetze

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #281 am: 30.01.09 (07:37) »
Und das in diesem Land auch nur ein deutscher Soldat sich verletzten muss finde ich zum kotzen!



Gruss

P.S Wer weiss wie viele Soldaten der Bundeswehr da wirklich gefallen sind! :'(

Leutnant

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #282 am: 30.01.09 (12:28) »
„Ich habe gesagt, ich werde zu irgend welcher aktiven Beteiligung Deutschlands nicht raten, so lange in dem ganzen Streite
 für Deutschland kein Interesse in Frage steht, welches auch nur die gesunden Knochen eines einzigen pommerschen Musketiers wert wäre. Ich habe damit ausdrücken wollen, dass wir mit unseren Landsleuten und Soldaten
sparsamer sein müssten, als dass wir sie für eine Politik einsetzen, für die wir kein Interesse haben."

„Deutschlands Stellung zu Rußland und zur orientalischen Frage“
Fürst Bismarcks gesammelte Reden, Berlin 1894; Verlag Siegfried Cronbach


...soll heißen, das ich mir nicht vorstellen kann, dass deutsche Soldaten in Afghanistan Dienst tun, nur um als "Welthelfer" aufzutreten! Auch die Bundesrepublik Deutschland hat sicherlich gewisse nachvollziehbare (wirtschaftliche?) Interessen!

Jan-Hendrik

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #283 am: 30.01.09 (12:45) »
Zitat
Auch die Bundesrepublik Deutschland hat sicherlich gewisse nachvollziehbare (wirtschaftliche?) Interessen

Aber wohl kaum in Analistan  ;)

Jan-Hendrik

Leutnant

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #284 am: 30.01.09 (15:01) »
http://www.salonrouge.de/afghanistan.htm

oder auch dieses kurze Zitat:
"Obwohl Afghanistan über nennenswerte Bodenschätze verfügt, spielen sie wegen ihrer ungünstigen Lage zu den Absatz- und Verarbeitungsstandorten für die industrielle Entwicklung des Landes nur eine geringe Rolle. In größerem Umfang wurden bisher nur Kohle und Erdgas genutzt. Kohlevorkommen befinden sich bei Darrahi-Suf, Karkar, Ischpuschta und Herat. Erdöllagerstätten sind im Norden bei Koh-i-Angot entdeckt worden. Wegen der relativ geringen Reserven von ca. 12 Mio. t lohnt sich die Förderung kaum. Bei Shibergan wurden reiche Erdgasvorkommen entdeckt, die von sowjetischen Technikern systematisch ausgebeutet wurden. Das Gas wurde in einer Pipeline in die GUS exportiert, die Pipeline aber im Krieg immer wieder unterbrochen. Drei neu entdeckte Erdgasfelder sollen in absehbarer Zeit nutzbar gemacht werden. Unter den neueren Funden sind die hochwertigen Eisenerzreserven (1,7 Mrd. t, 62 % Eisengehalt à bei optimaler Gewinnung: ca. 1 Mrd. t Eisen) am vielversprechendsten. Allerdings liegen die Vorkommen großenteils in Höhen über 3,5 km. Ein wichtiges Potential stellen auch die Kupfervorkommen bei Aynak (nach EIU: 3,5 Mio. t) dar, mit deren Ausbeutung von den Sowjets begonnen wurde. Ferner eine Reihe anderer Mineralien wie Blei, Zink, Gold, Silber, Asbest, Glimmer, Schwefel, Beryll. Afghanistan ist der bedeutendste Fundort von Lapislazuli (mit geschätzten Reserven von 2.700 t) der Welt (Badakhshan). Deutsche Geologen hatten maßgeblichen Anteil bei der Suche nach den Bodenschätzen."