Autor Thema: Krieg in Afghanistan  (Gelesen 200296 mal)

waldi44

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #435 am: 31.12.09 (10:29) »
In allen Medien wird über dieses anscheinend bevorstehende Ereignis diskutiert. Wenn ich als Terrorist im Jemen sitzen würde, würde ich mein Bündel packen und vorsichtshalber die Stellung wechseln. Vielleicht will man ja auch nur das erreichen- sie aus ihren Verstecken scheuchen um- ja um was dann zu machen? Viele Länder bleiben in der Region nicht mehr, gegen die keine Militärschläge geführt werden oder wurden.

Dennoch ist immer wieder auffallend, dass gegen die Torrorbekämpfer politisch und medial mehr gewettert wird als gegen die Terroristen. Wird grossflächig bombardiert, ist das falsch, wird "chirurgisch" operiert ist das auch falsch. Schickt man Truppen ist das falsch, zieht man sie ab auch nicht richtig und wohin solch eine Schlingerpolitik führt sieht man an den entlassenen Guantanamohäftlingen, von denen einige schon wieder an Bomben basteln sollen.

IM

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #436 am: 31.12.09 (10:41) »
Die Öffentlichkeit wird ja bewußt über die Medien beeinflußt, teilweise widersprechen sich die Meldungen dann selbst nach einigen Tagen.

Das beste Beispiel ist gerade jetzt wieder zu beobachten. Gestern hieß es, bei einem Anschlag in Afghanistan hätten 8 US-Bürger ihr Leben verloren. Es wurde bewußt der Eindruck erweckt, es hätte sich um unschuldige Zivilisten gehandelt. Doch wo soll eine solche Gruppe plötzlich herkommen ? Heute nun sickert durch, daß es ein Angriff auf ein Camp der CIA war, und die Toten alle CIA-Agenten sind.

Und was die bisher aus Guantanamo Entlassenen betrifft. Es waren sicher einige dabei, die mehr oder weniger unschuldig waren und  aus zweifelhaften Gründen dorthin geschleppt wurden. Wenn es vorher keine sogenannten Terroristen waren, spätestens jetzt sind es welche. Wer kann es ihnen nach jahrelangen Folterungen verübeln, ...

Nomen Nescio

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #437 am: 31.12.09 (12:06) »
Die Öffentlichkeit wird ja bewußt über die Medien beeinflußt, teilweise widersprechen sich die Meldungen dann selbst nach einigen Tagen.
Und was bedeutet das? Daß wir nicht ein fundiertes JA oder NEIN sagen können gegen Maßnahmen. Wir wissen einfach zu wenig. Ich bin froh nicht die Verantwortung tragen zu müßen.

@Waldi: Logisch, daß mehr gegen die Kämpfer als gegen die Terroristen gewettert wird. Die erste Gruppe wird ja demokratisch kontrolliert und muß sich an Spielregeln halten. Und Wehe, wenn diese Regeln verletzt werden.

Bruno

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #438 am: 31.12.09 (12:35) »
Logisch, daß mehr gegen die Kämpfer als gegen die Terroristen gewettert wird. Die erste Gruppe wird ja demokratisch kontrolliert und muß sich an Spielregeln halten. Und Wehe, wenn diese Regeln verletzt werden.
Mann, ist dieser Typ albern. Wo sind denn z.B. die "Chemical Weapons" im Irak abgeblieben um die es angeblich vor Jahren auch mal angefangen hat? Die USA macht doch was sie wollen, Spielregeln oder nicht. Kriegstreiber USA wohl zu verstehen. War da nicht ein Spruch "USA befiehl, wir folgen Dir!"

Nomen Nescio

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #439 am: 31.12.09 (13:11) »
Mann, ist dieser Typ albern.
Wenn Du damit mich meinst, ich sagte genau das, was Du selbst jetzt hervorbrachtest. Da wurde durch die CIA gelogen. Na klar, daß es dann donnert.

Das ist aber was anders als die Frage, wie ein Land (sei es USA, Rußland, China oder welches Land denn auch) sich benimmt.

waldi44

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #440 am: 31.12.09 (14:02) »
Theoretisch hat @Nomen Nescio schon Recht. 1. Geht in einer Demokratie alle Macht vom Volke aus (eben durch die von ihm gewählte Regierung) und zweitens wird die Regierung (und ihre Handlungsweise und Beschlüsse) durch das Volk kontrolliert, nicht umgekehrt ::). Soweit die Theorie ;D! Die Praxis sieht hingegen anders aus :o.
@Im hat schon Recht mit seiner Vermutung, wer es vorher nicht war, wird es mit Sicherheit hinterher sein, aber wer sagt, dass sie es nicht doch schon vorher waren ::)?

Nomen Nescio

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #441 am: 31.12.09 (14:44) »
@Im hat schon Recht mit seiner Vermutung, wer es vorher nicht war, wird es mit Sicherheit hinterher sein, aber wer sagt, dass sie es nicht doch schon vorher waren ::)?
Dennoch soll man nie vergessen, daß Terroristen Gott noch Gebot achten. Regeln sind allein da um nicht befolgt zu werden. Zimperlich sind sie bestimmt nicht, vide diese Schule in Rußland.

Jedes Ding hat zwei Seiten.

GR162

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #442 am: 31.12.09 (14:57) »
Tja was soll man da sagen ? Die USA machen sowieso was sie wollen. An der UNO vorbei gegen den Irak Krieg geführt und im nachhinein stellt sich raus das da gar keine Chemiewaffen etc. waren. Alles nur ein Vorwand wegen dem Öl und um die Saudis auf der eigenen Seite zu behalten die auch auf dem Öl sitzen.

Freiheit bringen ? Von wegen,reiner kapitalistischer eigennutz in Verbindung mit Selbstüberschätzung.

Schade um jeden der in diesem nutzlosen Krieg sterben musste udn es heute noch tut.

Der Zweck heiligt für die USA die Mittel,sie erkennen keine andere Autoritaet an wie z.B die UNO und machen was sie wollen.

In Guantanamo werden entgehen Amerikanischen Gesetzen Menschen ohne Gerichtsverfahren etc. festgehalten. In Irakischen  Gefängnissen werden Gefangene gefoltert und gequält.

Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gilt da nicht wos keiner vermeintlich mitbekommt. Achja ist ja nicht auf US Boden deshalb gelten die US Gesetze nicht ?

Aber wenn die Kacke am dampfen ist dann rufen sie ihre Alliierten um Hilfe für eine Suppe die sie selber eingebrockt haben und wenns nur ist weil das Geld ausgeht.

Der große Friedensstifter Obama plant nun im Jemen eine Aktion ? Tja,meinen Vertrauensvorschuss hat er wenn ers tut damit verspielt. Da wird dann wieder eine Region gegen die USA aufgebracht und der nächste Kriesenherd entsteht.

Will man damit die eigene Unfähigkeit des heimatschutzes überspielen ? Sie wurden gewarnt und haben nichts unternommen. Was für ein Witz und man sieht das die Maschinerie nicht funktioniert aber der Tori darf keien Colaflasche mit in den Flieger nehmen. Man müsste lachen wenns nicht so traurig waere.

Und da die Holländer offensichtlich auch als Sündenbock herhalten müssen(der terroprist flog aus den Niederlanden ein) bauen die jetzt mit neuen Scannern vor.

Die USA lernen nicht aus der Vergangenheit und machen immer die selben Fehler. Die USA sidn halt nicht John Wayne der im alleingang immer nur gewinnt.

Erst einen Diktator hochrüsten weil er nützlich oder das kleinere Übel ist und am Ende machen sie ihn dann platt und das auch Plan und Ziellos.

Wann erkennt Amerika endlich das sie erstens nicht Weltpolizei nach eigenen Masstaeben sind und wann erkennen sie das ihr Grossmachtstatus fast abgelaufen ist ?

Man schaue sich die Verquickung des Kapitals an und wie China über die Finanzen die USA schon ganz gut im Griff hat bzw. kontrolliert.
Auf dem Afrikanischen Sektor ist China wirtschaftlich schon Tonangebend usw.

China und Indien werden in den nächsten jahrzehnten sagen wo es hingeht ohne das wir was dagegen tun können.

Die alten Großmächte UDSSR und USA sind nur noch ein Schatten ihrer selbst und wissen nicht wann sie in die zweite Reihe treten müssen um nicht Ruhmlos unter zu gehen.

Liebe Amis euer Rang ist abgelaufen,erkennt es endlich und verhaltet euch friedlicher.

Das die Terroristen und viele im nahen Osten so anti Amerikanisch eingestellt sind haben die USA sich selber zuzuschreiben. Durch Kriege gewinnt man selten neue Freunde und erreicht im Endeffekt nichts.

Mit dem Ungetüm Saddam war die Region friedlicher und den Irakis ging es besser als heute. Ausserdem hätte man Saddam noch als Gegenpol gegen den Iran nutzen können wo der nächste Kriesenherd ist und es in den nächsten Jahren fürchterlich rappelt.

Ich habe weder etwas für Dikatoren noch für Terroristen übrig aber alles hat eine Ursache die eine Wirkung erziehlt und das liegt letzten endes an der Aussenpolitik der USA.

Die Russen haben nichts aus Afghanistan gelernt und haben sich in Tschetschenien probiert.

Die USA haben aus Vietnam nichts gelernt und bekommen im Irak und in Afghanistan den hintern versohlt.

Hitler hat nichts von Napoleon gelernt und ist ebenfalls an Russland gescheitert.

Warum wiederholen sich immer wieder die gleichen Fehler in der Geschichte  und müssen unschuldige darunter leiden ?

Ich hab auch keine Patentlösung,aber was aus den Kriegen wird die in Terrorismus und Partisanenkämpfen enden sieht man ja. Man kann sowas immer nur verlieren.

Auf das es im neuen Jahr etwas friedlicher werde auf Erden.

Ronny22

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #443 am: 31.12.09 (16:26) »
Das beste Beispiel ist gerade jetzt wieder zu beobachten. Gestern hieß es, bei einem Anschlag in Afghanistan hätten 8 US-Bürger ihr Leben verloren. Es wurde bewußt der Eindruck erweckt, es hätte sich um unschuldige Zivilisten gehandelt. Doch wo soll eine solche Gruppe plötzlich herkommen ? Heute nun sickert durch, daß es ein Angriff auf ein Camp der CIA war, und die Toten alle CIA-Agenten sind.


Brisant ist, dass der Sprengsatz von einem Offizier der afghanischen Armee gezündet wurde.


Hmm, da fragt sich dann wieder wie konnte ein afghanischer Offizier zum Selbstmordattentäter der Taliban werden!?  ::)

Desweiteren wurde heute bekannt gegeben das auch 4 kanadische Soldaten und 1 kanadische Journalistin am Dienstag
einem am Straßenrand gezündeten Sprengsatzes zum Opfer gefallen sind.



Und was die bisher aus Guantanamo Entlassenen betrifft. Es waren sicher einige dabei, die mehr oder weniger unschuldig waren und  aus zweifelhaften Gründen dorthin geschleppt wurden. Wenn es vorher keine sogenannten Terroristen waren, spätestens jetzt sind es welche. Wer kann es ihnen nach jahrelangen Folterungen verübeln, ...


Ist leider so, die Amerikaner schaffen sich ihre Gegner selbst. Es gab schon Berichte darüber das vorher Unbescholtene in ihre Heimatländer zurückkehrten, sich dort an Kontakte wendeten die ihnen in Guantanamo vermittelt wurden, oder eben
sich auch an ehem. Mitgefangene vor Ort wendeten.
Diese Männer tauchten dann teilweise im Irak wieder auf als Al-Kaida-Kämpfer oder Selbstmordattentäter...
Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre.
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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #444 am: 03.01.10 (17:24) »
Ja, jetzt ist der Jemen im Fadenkreuz. Vorab wird natürlich erstmal eine große Welle gemacht, um den Bürgern die große Gefahr vor Augen zu halten und das beinhaltet natürlich auch so tragende Aktionen, wie z.B. das Botschaftspersonal abzuziehen. Im Iran wird es natürlich auch gemacht. Wobei ich da mal gespannt bin, ob und wann es da überhaupt losgeht.

 

IM

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #445 am: 16.01.10 (19:56) »
Auch im Jahr 2010 setzt sich die Tendenz der stetig wachsenden Verluste auf Seiten der Koalitions-Truppen fort.

Allein seit Jahresbeginn bis zum 16. Januar haben bereits schon wieder 27 NATO-Soldaten in Afghanistan ihr Leben verloren. Damit ist es schon jetzt der verlustreichste Januar seit Kriegsbeginn im Jahr 2001.

IM

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #446 am: 26.01.10 (19:57) »
Im laufenden Afghanistan-Krieg wurde bis jetzt drei Mal das Victoria Cross verliehen. Es war dies einmal das bisherige britische Victoria Cross und je einmal das neuseeländische und das australische Victoria Cross.

Die neuseeländische Auszeichnung erhielt Lance Corporal Bill Henry Apiata. Er wurde mit dem Victoria Cross am 2. Juli 2007 ausgezeichnet. Als Angehöriger der NZSAS hatte er im Jahr 2004 unter Einsatz seines eigenen Lebens einen verwundeten Kameraden gerettet.

http://en.wikipedia.org/wiki/Willie_Apiata

Vor wenigen Tagen ging sein Name erneut durch die Presse.

Als am 18. Januar 2010 die Taliban Regierungsgebäude in Kabul angriffen und es zu längeren Gefechten in der Stadt kam, machte ein französischer Fotograf einige Aufnahmen von neuseeländischen SAS-Soldaten, als sie gerade ein Gebäude verließen, in dem später einige Leichen vermeintlicher Angreifer gefunden wurden.

Einer der fotografierten Soldaten war Bill Apiata, der sich erneut zum Einsatz in Afghanistan befindet. Als die Bilder dann auch noch veröffentlicht wurden, sorgte dies für erhebliche Unruhe. Bisher war es nicht üblich, daß Angehörige solcher Spezialeinheiten so offen und dazu noch im Einsatz gezeigt wurden.

Hier mal ein Link zu einem Bericht darüber, zu sehen sind auch die Fotos:

http://www.3news.co.nz/Willie-Apiata-there-to-fight-says-photographer/tabid/423/articleID/138324/Default.aspx

Macht schon einen recht martialischen Eindruck, ...



Ronny22

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #447 am: 28.01.10 (08:10) »
Hier mal ein Link zu einem Bericht darüber, zu sehen sind auch die Fotos:

http://www.3news.co.nz/Willie-Apiata-there-to-fight-says-photographer/tabid/423/articleID/138324/Default.aspx

Macht schon einen recht martialischen Eindruck, ...

Ich denke mal der Lance Coporal kann sich mit diesem Aussehen und einheimischer Kleidung gut hinter den feindlichen
Linien bewegen.........  ::)
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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #448 am: 28.01.10 (20:55) »
Welchen Ausgang eine derartige Aktion haben kann, zeigte 2005 die Aktion unter Führung von Lieutenant Murphy.

http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_P._Murphy

Ronny22

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Re:Krieg in Afghanistan
« Antwort #449 am: 29.01.10 (00:06) »
Also innerhalb dieser Operation wurde dieser Chinook abgeschossen, habe damals nur davon gehört aber nichts über den
größeren Rahmen.  ;)
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