Autor Thema: Krieg in Afghanistan  (Gelesen 200175 mal)

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #195 am: 22.09.08 (10:28) »
Am Wochenende hat die Zahl der toten US-Soldaten infolge der "Operation Enduring Freedom" die 600 überschritten. Erst am 9. Mai 2008 war die Zahl 500 erreicht worden.

Der Einsatz wird immer verlustreicher. In den Medien hört man darüber so gut wie gar nichts, ...

Andi

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #196 am: 22.09.08 (20:34) »

Allein im August verloren 47 Soldaten der Koalition ihr Leben, darunter zwei Deutsche.

Beziehst Du das auf 2008? Mir ist nur der Fallschirmjäger-Hauptfeldwebel bekannt. Meinst Du mit dem zweiten den, der auf dem Flugplatz (Termez ?) umgekommen ist? Der Flugplatz liegt aber, soweit mir bekannt, nicht in A-stan.
Grüße,

Andreas

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #197 am: 22.09.08 (20:49) »
Jawohl, den meine ich. Dies ist ein ISAF-Stützpunkt.

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #198 am: 23.09.08 (09:12) »
Am 20. September 2008 stieg die Zahl der Todesopfer auf Seiten der Koalition seit Jahresbeginn offiziell auf 232. Damit wurde die Zahl des bisher verlustreichsten Jahres 2007 erreicht, und noch liegen bis zum Jahresende mehr als 3 Monate, ...

Andi

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #199 am: 23.09.08 (18:06) »
Wenn das so weitergeht kommen wir bis Jahresende auf über 300.  :o :-\
Grüße,

Andreas

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #200 am: 26.09.08 (00:44) »
Der Konflikt hat sich ja schon seit Monaten auf das pakistanische Grenzland ausgeweitet. In den letzten Wochen ist es dabei auch immer wieder zu "Zwischenfällen" gekommen.

Die US-Truppen fliegen Luftangriffe auf pakistanisches Grenzland, treffen dabei vor allem Zivilisten, schrecken aber auch nicht vor pakistanischen Grenzposten zurück. Zu Beginn der Woche hatten die Pakistanis nun zum ersten Mal zurückgeschossen und zwei Hubschrauber am Überfliegen der Grenze gehindert.

Am gestrigen Donnerstag kam es nun zu einem Feuergefecht zwischen zwei ISAF-Hubschraubern und pakistanischen Truppen, als erneut die Grenze überflogen werden sollte.

http://www.netzeitung.de/politik/ausland/1166797.html

Zitat
Erst vor wenigen Tagen wurde im benachbarten Süd-Waziristan eine US-Drohne von pakistanischen Soldaten und Stammeskämpfern abgeschossen, wie Medien unter Berufung auf pakistanische Sicherheitskreise berichteten.

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #201 am: 30.09.08 (15:22) »
Der Taliban-Chef hat der NATO einen ehrenvollen Rückzug angeboten und ihnen freies Geleit zugesichert.

http://www.welt.de/politik/article2511113/Taliban-Chef-bietet-Nato-ehrenvollen-Rueckzug-an.html

Zitat
Mullah Omar, der Chef der Taliban, hat der Nato und den USA ehrenvolle Bedingungen angeboten, sollten sie Afghanistan verlassen. "Überdenken Sie ihre falsche Entscheidung", sagte Omar in einer Internetbotschaft. Sollte die Besetzung weiter gehen, würden die Truppen "geschlagen".

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #202 am: 30.09.08 (16:03) »
Ich denke mal, DAS kann so keiner annehmen! Bedingungslos  abziehen und die Verbündeten im Stich lassen? Nunja, die Amis haben das seinerzeit in Vietnam allerdings schon einmal getan auch getan.

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #203 am: 05.10.08 (16:09) »
Naja Waldi, scheinbar war dies doch gar nicht so einfach daher gesagt, ...  ;D

Zitat
Britischer General gibt Afghanistan-Krieg verloren

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,582266,00.html

Zitat
Die Lage in Afghanistan wird zunehmend aussichtslos, glaubt man ranghohen britischen Militärs und Politikern. Ein Luftwaffengeneral hält den Krieg bereits für verloren. Londons Botschafter in Islamabad soll gar gesagt habe, der einzige Ausweg sei die Installation eines "akzeptablen Diktators".

Zitat
Wir werden diesen Krieg nicht gewinnen", sagte Mark Carleton-Smith, britischer Luftwaffen-Brigadegeneral in Afghanistan, jetzt in einem Interview mit der "Sunday Times". Seine Truppen hätten den radikal-islamischen Taliban für das Jahr 2008 zwar "den Stachel gezogen". Es sei aber "unrealistisch", zu glauben, dass die internationalen Truppen das Land von den Rebellen befreien könnten. Die Öffentlichkeit solle ihre Erwartungen zurückschrauben und nicht mit einem "militärischen Sieg" rechnen, sagte Carleton-Smith.

Der ranghöchste unter den 7800 britischen Soldaten in Afghanistan empfahl seinen Landsleuten, sich auf ein mögliches Abkommen mit den Taliban einzustellen.

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #204 am: 06.10.08 (18:50) »
Das wäre ja nicht die erste britische Niederlage in Afghanistan ::)!

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #205 am: 06.10.08 (18:55) »
Stimmt, im zweiten Afghanistan-Krieg von 1878-1880 eilte man anfangs auch von Sieg zu Sieg, den Krieg verlor man aber doch, ... zumindest war es kein britischer Sieg. In den letzten Monaten des Krieges gab es schwere britische Niederlagen.

Beispielsweise die Schlacht bei Maiwand Ende Juli 1880, als fast 3.000 Mann britischer Truppen eingekreist und niedergemetzelt wurden, fast 1.000 britische Soldaten starben.

http://www.britishbattles.com/second-afghan-war/maiwand.htm

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #206 am: 08.10.08 (06:26) »
Am 7. Oktober 2001 begannen die USA und Großbritannien mit ersten Luftangriffen den Feldzug gegen Afghanistan. Der Krieg geht damit heute nunmehr bereits in sein 8. Jahr. Und ein wirkliches Ende ist derzeit noch nicht abzusehen, ...

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #207 am: 11.10.08 (23:02) »
Zitat
Seit Dezember 2001 hat der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan im Rahmen der Stabilisierungstruppe Isaf den deutschen Steuerzahler nach Informationen des SPIEGEL fast drei Milliarden Euro gekostet. Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Gesine Lötzsch hervor.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,583551,00.html

Obwohl, der Begriff einer Milliarde hat ja derzeit eh seinen Schrecken verloren, ...

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #208 am: 12.10.08 (10:15) »
'Ne Milliarde mehr oder weniger nach Afghanistan, ein paar hundert Millionen an Lehmans Brothers, ein paar Milliarden bei der Treuhand versenkt usw usw. Ist doch egal! Erstens haben wir doch reichlich und zweitens landet eh alles im Orkus. Neuerdings gibt's anscheinend nur noch bodenlose Fässer.
Übrigens kam gestern ein Bericht darüber, dass in Afghanistan wieder verstärkt Frauen zur Polizei einberufen werden (freiwillige). Ausserdem wird ihnen wieder gestattet, Waffen zu führen. Vor etwa einem Jahr wurde auf Druck fundamentalistischer Kräfte, dies für Frauen verboten. Hintergrund dieser Aktion sind die verstärkten Terroranschläge durch Frauen, deren einziges Recht im fundamentalen Islam darin besteht, für Allah sterben zu dürfen. Am Leben dürfen sie nicht teilnehmen, dann wenigstens am Sterben!
Elende Saubande!

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #209 am: 12.10.08 (13:36) »
War der Bericht nicht über die Frauen im Irak ??

 

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