Autor Thema: Krieg in Afghanistan  (Gelesen 200300 mal)

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #225 am: 13.11.08 (16:33) »
Am gestrigen 12. November 2008 verloren erneut 2 britische Soldaten in der Helmand-Provinz ihr Leben.

Damit steigt die Zahl der getöteten und ums Leben gekommenen britischen Soldaten seit Kriegsbeginn auf 300. Davon entfallen 176 auf den Irak-Feldzug und 124 auf Afghanistan.

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #226 am: 14.11.08 (15:01) »
Mal wieder etwas zur aktuellen Truppenstärke. Mein letzter diesbezüglicher Post war am 21.06.2008. Damals lag die Gesamtstärke bei 62.029 Mann. Inzwischen sind weitere rund 2.000 Mann dazu gekommen. Die Gesamttruppenstärke der Koalition beträgt derzeit 63.996 Mann. Diese kommen aus insgesamt 42 Staaten und verteilen sich wie folgt:

32.500   USA (davon 20.600 unter ISAF)
8.330   Großbritannien
3.310   Deutschland
2.730   Frankreich
2.500   Kanada
2.350   Italien
1.770   Niederlande
1.600   Polen
1.150   Türkei
1.080   Australien
780   Spanien
750   Dänemark
725   Rumänien
460   Bulgarien
455   Norwegen
420   Belgien
415   Tschechien
375   Schweden
280   Kroatien
265   Jordanien
240   Ungarn
200   Litauen
170   Vereinigte Arabische Emirate
155   Neuseeland
140   Albanien
135   Mazedonien
130   Griechenland
120   Estland
80   Finnland
70   Portugal
70   Lettland
70   Slowenien
70   Slowakei
45   Aserbaidschan
15   Mongolei
10   Ukraine
9   Luxemburg
8   Island
7   Irland
5   Serbien
1   Ã–sterreich
1   Georgien


waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #227 am: 14.11.08 (15:21) »
Man sollte mal die Österreicher, pardon, den Österreicher auf Patrouille schicken und damit er sich nich unnötigt ängstig, den Georgier als Nachhut hinterher....
Ob die Mongolen wohl als wilde Horde durchgehen würden? Immerhin 15 Mann- die können eine ganze Menge Staub aufwirbeln, so hoch zu Pferde.
Das muss doch ein Kompetenz- und Befehlswirrwar ohne Ende sein. Mich würde mal interessieren, wie die Logistik dahinter aussieht bzw, wieviele Menschen damit beschäftigt sind, die 63.996 (nana, die vier Mann bis zur runden Zahl hätte man doch auch noch finden können;)), am Kämpfen zu halten.

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #228 am: 14.11.08 (15:26) »
Der Österreicher sitzt im Stab in Kabul. Georgien will insgesamt 150 Mann nach Afghanistan schicken, man hat der NATO sogar 500 Mann angeboten. Die 2.000 Mann aus dem Irak hatte man während des Konfliktes mit Rußland nach Hause geholt. Nach dessem vorläufigen Ende biedert man sich dem Westen wieder an, ...

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #229 am: 14.11.08 (15:35) »
Da das Stichwort Irak schon gefallen ist. Im gleichen Zeitraum in die Truppenstärke im Irak weiter gesunken. Die Zahl der Truppensteller ist von 24 auf 15 Länder zurück gegangen. Die Truppenstärke liegt derzeit bei 150.616 Mann und verteilt sich wie folgt:

144.000   USA
4.100   Großbritannien
600   Südkorea
501   Rumänien
300   Australien
240   Albanien
200   El Salvador
161   Singapur
155   Bulgarien
88   Aserbaidschan
85   Bosnien-Herzegowina
77   Mazedonien
55   Tonga
37   Ukraine
17   Tschechien

Leutnant

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #230 am: 14.11.08 (16:58) »
Hurra, ich kenne eine Berühmtheit...mit dem einen Österreicher habe ich tatsächlich schon zusammengearbeitet...netter Typ! ;D

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #231 am: 14.11.08 (19:01) »
Hurra, ich kenne eine Berühmtheit...mit dem einen Österreicher habe ich tatsächlich schon zusammengearbeitet...netter Typ! ;D
Bestelle ihm mal schöne Grüsse vom Forum ;)!

Mal eine andere Frage: Irgendwie sehe ich da ein Missverhältnis in der Truppenstärke. Im Irak sind mehr als doppelt so viele Soldaten als in Afghanistan. Mich deucht, es müsste umgekehrt sein, oder?

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #232 am: 14.11.08 (19:03) »
Zitat
Mal eine andere Frage: Irgendwie sehe ich da ein Missverhältnis in der Truppenstärke. Im Irak sind mehr als doppelt so viele Soldaten als in Afghanistan. Mich deucht, es müsste umgekehrt sein, oder?

Wie kommst Du auf diesen Gedanken ?

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #233 am: 14.11.08 (19:43) »
Weil ich meine, das Afghanistan erstens deutlich grösser ist und dass dort eigentlich ein eher aktiver Krieg herrscht als der Terrorkrieg im Irak. Im Irak sind die Soldaten eher wehrlos und, ich sage das mal ganz kühn: Nutzlos!
Die Terroristen können wann immer sie wollen und wo immer sie wollen zuschlagen, selbst wenn noch mehr Soldaten dort wären. Das Konzept ist falsch, aber fragt mich nicht nach dem richtigen. In Afghanistan hingegen ist der Gegner eher Greifbar und somit bekämpfbar, aber da scheinen mir zu wenig Truppen dafür vorhanden zu sein. Allerdings haben die Russen schon bewiesen, dass Masse allein da auch nichts bringt.
Der Irak scheint mir auch dichter besiedelt zu sein als Afghanistan und in solchem Umfeld lässt sich schlecht Krieg führen ohne Unschuldige (wer ist aber dort schuldig und wer unschuldig?) in Mitleidenschaft zu ziehen, was wiederum für schlechte Stimmung bei allen Beteiligten sorgt und dem Terrorismus vorschub leistet.
Der Irak muss mehr von innen sich selbst befreien in Afghaniostan kann man hingegen die Rebellen der Taliban schlagen.
Natürlich braucht die Befreiung von innen im Irak bewaffneten Schutz, aber da gibt es doch auch jede Menge rivalisierender Stämme und politischer Gruppen. DA muss der Hebel angesetzt werden.

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #234 am: 14.11.08 (19:58) »
Uha, ... zu diesen Äußerungen könnte man jetzt viel schreiben.

So wesentlich viel größer ist Afghanistan nicht unbedingt, die Einwohnerzahl ist ungefähr gleich.

In beiden Fällen macht es auch keinen Sinn, von Terroristen zu sprechen. Das ist eher der Sprachgebrauch der US-Besatzer.

Der Krieg im Irak nach dem verkündeten "Ende der Hauptkampfhandlungen" war und ist sicher kein Terrorkrieg. Ich würde sogar sagen, da war der Gegner teilweise besser "greifbar" als in Afghanistan. Die US-Truppen waren zu umfangreichen Offensiven gezwungen. Die erbitterte zweite Schlacht um Falludscha im November 2004 war für die US-Truppen die verlustreichste seit Vietnam. In einem wochenlangen blutigen Häuserkampf wühlten sich die Amerikaner von Straße zu Straße.

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #235 am: 14.11.08 (20:59) »
WAR @IM WAR und jetzt?

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #236 am: 14.11.08 (21:23) »
Wie und jetzt ?

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #237 am: 14.11.08 (21:27) »
Wie und jetzt ?
Und heute? Du bechreibst im Irak ein vergangenes Szenario.

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #238 am: 16.11.08 (08:15) »
Zitat
Mich würde mal interessieren, wie die Logistik dahinter aussieht bzw, wieviele Menschen damit beschäftigt sind, die 63.996 (nana, die vier Mann bis zur runden Zahl hätte man doch auch noch finden können;)), am Kämpfen zu halten.

Eine Million Liter Bier für deutsche Soldaten in Afghanistan

http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Afghanistan-Bundeswehr;art122,2659637

Zitat
Die Bundeswehr in Afghanistan hat sich im vergangenen Jahr mehr als eine Million Liter alkoholische Getränke in ihre Lager liefern lassen. Konkret waren es rund 990.000 Liter Bier sowie rund 69.000 Liter Wein und Sekt, wie der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, am Mittwoch in Berlin bestätigte. Damit liege der Alkoholkonsum in den Bundeswehrlagern allerdings unter dem erlaubten Niveau.

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #239 am: 16.11.08 (14:46) »
"Ersetzt Alkohol dort ein fehlendes Freizeitangebot? Was machen die Vorgesetzten?" fragt die  FDP-Verteidigungspolitikerin Elke Hoff. Für wen meint die gute Frau, sind die  rund 42.000 Liter Wein und Sekt?
Bei diesem "Problem" sehe ich weniger die Menge an Bier, sondern die Frage nach einer soliden Grundlage dafür. Ich meine "mampfmampf"! Gibt es auch darüber Angaben? Anhand dieser Mengen könnte man dann feststellen, ob es viel oder wenig Bier ist ::)!

 

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