Autor Thema: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront  (Gelesen 313318 mal)

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #375 am: 29.04.15 (00:32) »
Josef Barth erhielt den PLM am 9. August 1918 als Major und Kommandeur Infanterieregiment 30 / 34. Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die Abwehrschlacht zwischen Reims und Soissons, beginnend am 18. Juli 1918.

Als die Alliierten am 18. Juli 1918 ihren Angriff begannen, konnten sie einige gute Anfangserfolge erzielen, so drohte beispielsweise ein Durchbruch auf Soissons. Schnell mußte dies verhindert werden. Major Barth wurde mit seinem IR 30 ins Vorfeld von Soissons geworfen. Er hielt mit seinem Regiment bis zum 23. Juli die Höhen von Vauxbuin und wies alle Angriffe, unterstützt auch durch Tanks, im stärksten Artilleriefeuer ab. Dies gab der höheren Führung die Möglichkeit, die weitere Verteidigung zu organisieren. Der Durchbruch auf Soissons wurde verhindert.


Für die "Operation Michael" war Major Barth schon einmal zum PLM eingereicht gewesen.


Bei Josef Barth habe ich derzeitig keinerlei Todesdaten.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #376 am: 29.04.15 (23:38) »
Richard d' Alton-Rauch erhielt den PLM am 15. August 1918 als Oberstleutnant und Kommandeur Infanterieregiment 20 / 5. Garde-Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die Abwehrschlacht zwischen Reims und Soissons, obwohl im Verleihungsvorschlag auch auf eine Tat aus der Angriffsschlacht zwischen Soissons und Reims (27. Mai - 4. Juni 1918) Bezug genommen wird.

"...
In hohem Maße zeichnete sich Oberstleutnant d' Alton-Rauch erneut durch seine geschickte und entschlossene Führung bei der Abwehr des großen französischen Angriffes aus. Hier war am 22. Juli sein Regiment aus der zweiten Linie zum Gegenstoß vorgezogen. Auf Grund eigener Erkundung des Angriffsgeländes führte Oberstleutnant d' Alton-Rauch seine Bataillone persönlich zum Stoße vor. Er wurde dabei durch Granatsplitter in den Unterarm verwundet.
..."


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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #377 am: 30.04.15 (04:13) »
Moritz Rothenbücher erhielt den PLM am 15. August 1918 als Oberstleutnant und Kommandeur Infanterieregiment 47 / 10. Infanteriedivision

Auch diese Verleihung erfolgte für die Abwehrschlacht zwischen Reims und Soissons.

Das IR 47 hatte an der deutschen Offensive, beginnend am 15. Juli 1918, teilgenommen und hatte beim Übersetzen über die Marne schwerste Verluste erlitten, so daß es auf das nördliche Ufer wieder zurückgenommen werden mußte. Am 16. Juli 1918 belief sich die Gefechtsstärke nur noch auf 400 Mann. Am folgenden Tag wurde das Regiment mit Kraftwagen an die große Straße Soissons - Château-Thierry befördert. Es kam damit genau in den Abschnitt, wo nun die Franzosen zur Gegenoffensive übergingen. Vom 19. bis 21. Juli 1918 hielt Oberstleutnant Rothenbücher mit seinem Regiment das Dorf Tigny, unter dauerndem schwerem Artilleriefeuer immer mehr zusammenschmelzend. Alle Angriffe, teilweise bis zu neun an einem Tag und unterstützt durch Tanks, wurden abgewiesen. Der Kommandeur führte selbst in vorderster Linie. Durch diesen Abwehrerfolg konnte die Gesamtverteidigung des Abschnittes organisiert werden. Am 21. Juli verfügte das IR 47 an Gefechtsstärke nur noch über 18 Offiziere, 58 Unteroffiziere und 199 Mannschaften.
« Letzte Änderung: 30.04.15 (13:04) von IM »

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #378 am: 04.05.15 (19:47) »
Ferdinand Müller erhielt den PLM am 15. August 1918 als Major und Kommandeur Reserve-Feldartillerieregiment 3 / 3. Reservedivision

Auch diese Verleihung erfolgte für die Abwehrschlacht zwischen Reims und Soissons.

Am 20. und 21. Juli 1918 griff der Feind die Stellungen der 3. RD je 5 bis 7 mal mit starker Infanterie und Tanks an. Als einem Teil der Tanks ein Einbruch in die deutschen Linien bei Taux gelang und dichte Massen feindlicher Infanterie nachstießen, verließ Major Müller seinen Gefechtsstand, übernahm selbst das Kommando der 3. Batterie und brachte, durch beispiellose Tapferkeit seine Leute mitreißend, den Angriff zum Stehen. 42 Tanks lagen am Abend des 21. Juli zerschossen 200 m vor und zwischen den Batterien. Daß die Schlacht in diesem hochwichtigen Teil des Kampffeldes zum Stehen kam, war allein der Verdienst von Major Müller.


Für die "Operation Gneisenau" war Major Müller schon einmal zum PLM eingereicht worden. Die Tat war ähnlich. Am 11. Juni 1918 hatte er bei Mery einen massiven feindlichen Gegenangriff zum Stehen gebracht, der von 50 Tanks unterstützt worden war. Die deutsche Infanterie hielt nicht stand, erst die Artillerie unter Führung von Major Müller rettete die Lage. Mit größter Kaltblütigkeit leitete er das Feuer seiner Batterien mit dem Ergebnis, daß sie 35 Tanks zusammenschossen. Doch statt des beantragten PLM erhielt Müller ein von Kaiser Wilhelm eigenhändig signiertes Bild als Auszeichnung.

Als der zweite PLM-Vorschlag vom Kommandeur der 3. Reservedivision erstellt wurde, also wohl direkt nach den Kämpfen am 21. Juli 1918, schien über den ersten wohl noch nicht entschieden worden zu sein, denn im Vorschlag wurde das Eichenlaub zum PLM für Major Müller beantragt.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #379 am: 05.05.15 (19:29) »
Rudolf Müller erhielt den PLM am 15. August 1918 als Major und Führer Infanterieregiment 135 / 33. Infanteriedivision

Eine weitere Verleihung für die Abwehrschlacht zwischen Reims und Soissons.

Am 21. Juli 1918 verteidigte das I. Bataillon des IR 135 seine Stellung nördlich La Croix, wurde aber vom Feind beiderseits umfaßt und geriet nach heftigster Gegenwehr größtenteils in Gefangenschaft. Das dahinterstehende, durch Artilleriefeuer bereits schwer mitgenommene III. Bataillon wich kämpfend zurück, um sich erst öftlich der Straße Brény - Château-Thierry wieder zu setzen, wo etwa 60 Mann mit sechs Maschinengewehren die Front des IR 135 bildeten. Allerdings stand das II. Bataillon in Reserve. In diesem Moment griff Major Müller ein. Er formierte aus den Trümmern seines I. und III. Bataillons drei Gruppen mit 6 Maschinengewehren und stieß, von der Begleitbatterie unterstützt, in Richtung des Waldes nordöstlich von Montigny-Château vor, konnte aber keinen Erfolg erzwingen, da zu seiner zahlenmäßigen Schwäche auch noch das frontale und flankierende feindliche Feuer kam. Es gelang jedoch, auch in den folgenden Tagen die HKL mit den geringen Kräften zu halten, was entscheidenden Einfluß auf den gesamten Gefechtsabschnitt hatte.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #380 am: 06.05.15 (18:46) »
Martin Otto erhielt den PLM am 15. August 1918 als Major und Kommandeur  Kaiser-Franz-Garde-Grenadierregiment 2 / 2. Garde-Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die Angriffsschlacht beiderseits Reims ("Operation Marneschutz-Reims") vom 15. - 17. Juli 1918, in der Major Otto mit seinem Regiment große Erfolge erringen konnte, bis auch sein Angriff auf Grund der Lage in den anderen Angriffsabschnitten abgebrochen werden mußte. Das Regiment war 9 km tief in die gegnerischen Stellungen eingedrungen, hatte 14 Offiziere und 932 Mann an Gefangenen gemacht und 14 Geschütze und unzählige Maschinengewehre erbeutet. Major Otto hatte den Angriff in der vordersten Linie geführt, unermüdlich selbst erkundend, einzelne Teile seines Regiments persönlich ansetzend und die sich gegenseitig ergänzende Waffenwirkung regelnd. Dabei hatte er stets die Übersicht behalten und die Erfolge ermöglicht.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #381 am: 07.05.15 (18:10) »
Fritz Freiherr von Wedekind erhielt den PLM am 15. August 1918 als Major und Kommandeur Kaiser-Alexander-Garde-Grenadierregiment 1 / 2. Garde-Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die Angriffsschlacht beiderseits Reims ("Operation Marneschutz-Reims") vom 15. - 17. Juli 1918.

Als am 15. Juli 1918 der Angriff der 2. Garde-ID nach ersten Anfangserfolgen zum Erliegen zu kommen drohte, war es das Verdienst von Major von Wedekind, daß dieser neuen Schwung erhielt. Sein Regiment selbst war an der französischen Artillerieschutzstellung, die sich von nördlich Chatillon über Montigny hinzog, zum Stehen gekommen. Diese erwies sich als dicht besetzt und als nahezu unbeschadet durch die vorangegangene deutsche Artillerievorbereitung. Major von Wedekind erkannte die Wichtigkeit der Situation, raffte alle greifbaren Geschütze und mögliche Hilfswaffen zusammen. Mit ihm an der Spitze gelang der Durchbruch und das anschließende Aufrollen der gegnerischen Stellung. Sein Eingreifen ermöglichte seiner Division weitere Angriffserfolge.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #382 am: 19.05.15 (00:43) »
Maximillian von Knoch erhielt den PLM am 15. August 1918 als Major und Kommandeur Reserve-Feldartillerieregiment 10 / 10. Reservedivision

Die Verleihung erfolgte für die Abwehrschlacht zwischen Reims und Soissons.

Aus dem Verleihungsvorschlag:

"...
In den letzten schweren Kämpfen südlich der Marne hat er, als im Nachbarabschnitt der Franzose durchbrach, obwohl nicht unerheblich verwundet, und seines Adjutanten sowie eines großen Teiles seines Unterstabes durch feindliches Feuer beraubt, durch Bildung eines Feuerriegels das Aushalten unseres braven IR 155 ermöglicht und das Zurückwerfen des eingedrungenen Feindes auf das wirksamste vorbereitet."

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #383 am: 19.05.15 (23:05) »
Wilhelm Haupt erhielt den PLM am 18. August 1918 als Major und Kommandeur Infanterieregiment 99 / 30. Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die deutsche Angriffsschlacht zwischen Noyon-Montdidier vom 9. bis 13. Juni 1918, die sogenannte "Operation Gneisenau".

Am 10. Juni 1918 führte Major Haupt sein Regiment in vorderster Linie zum Angriff, der an stark ausgebauten und unerschütterten feindlichen Verteidigungsanlagen in und bei Courelles zum Halten kam. In der erreichten Stellung wies das IR 99 in zähem Ringen außer 9 Teilvorstößen des Gegners am 11. Juni den großen französischen Tankangriff auf seiner Front restlos ab und am 13. Juni 1918 wurde ein nach stärkster Artillerievorbereitung mit großer Wucht vorgetragener Angriff der Franzosen trotz des hohen Ausfalls an Führern und Mannschaften abgewehrt. Major Haupt hatte an diesen Erfolgen maßgeblichen Anteil.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #384 am: 20.05.15 (23:34) »
Alois Caracciola-Delbrück erhielt den PLM am 25. August 1918 als Major und Chef des Generalstabes  Generalkommando z.b.V. Nr. 54

Damit kommen wir zu einem neuen Verleihungskomplex.

Am 8. August 1918 kam es zur Schlacht bei Amiens, der zum "Schwarzen Tag des Deutschen Heeres" wurde. Die Verleihung an Alois Caracciola-Delbrück hatte zwar nur indirekt damit zu tun, aber ich ordne sie hier mit ein.

Major Alois Caracciola-Delbrück erhielt den PLM für persönlich durchgeführte Erkundungen zwischen den vordersten deutschen und englischen Linien, die die Grundlage für einen erfolgreichen Angriff auf dem Südflügel des Korps bildeten. Dadurch kamen am 6. August 1918 beherrschende Höhen in den Besitz, die beim Beginn des alliierten Angriffes am 8. August 1918 die Widerstandskraft der deutschen Verteidiger nördlich der Somme maßgeblich verstärkten.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #385 am: 21.05.15 (23:55) »
Alfred von Larisch erhielt den PLM am 25. August 1918 als General der Infanterie und Führer Generalkommando z.b.V. Nr. 54

Auch diese Verleihung erfolgte für die Schlacht bei Amiens am 8. August 1918.

Aus dem Verleihungsvorschlag:

"...
Als am 8. August 1918 der feindliche Großangriff gegen die Front des XI und LI. Armeekorps einsetzte, war es die Aufgabe des Generalkommandos 54, die Bewegungen seiner linken Flügeldivision an der Somme entlang in Einklang zu bringen mit denen des zurückgehenden XI. Armeekorps, während der rechte Flügel des LIV. Armeekorps stehen bleiben mußte. Den großen Schwierigkeiten, welche diese verschiedene Verwendung der ihm unterstellten Divisionen in sich schloß, ist General von Larisch voll gerecht geworden, so daß sich die eingeleiteten Operationen in der von der Armee beabsichtigten Weise ohne Reibung vollziehen konnten und der Durchbruch des Gegners, der wiederholt auch gegen linken Flügel und Mitte des Korps ansetzte, verhindert wurde.
..."

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #386 am: 27.05.15 (16:16) »
Georg von Harder erhielt den PLM am 25. August 1918 als Major und Kommandeur Infanterieregiment 151 / 37. Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die Abwehrschlacht zwischen Reims und Soissons.

In diesen Kämpfen kam es am 27. Juli 1918 zu einem feindlichen Einbruch zwischen zwischen der 37. ID und der 1. GID. Major von Harder persönlich führte einen Gegenstoß. Er eilte in die vorderste Linie seines Regiments und führte persönöich mehrere Kompanien zum Sturm. Der Einbruch konnte bereinigt werden.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #387 am: 28.05.15 (16:40) »
Hermann von Brandenstein erhielt den PLM am 27. August 1918 als Oberstleutnant und Kommandeur Infanterieregiment 121 / 26. Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die Angriffsschlacht beiderseits Reims ("Operation Marneschutz-Reims") vom 15. - 17. Juli 1918, in der Oberstleutnant von Brandenstein mit seinem Regiment große Erfolge erringen konnte, bis auch sein Angriff auf Grund der Lage in den anderen Angriffsabschnitten abgebrochen werden mußte. Von den Regimentern der beiden Stoßdivisionen im Angriffsabschnitt war das IR 121 das, welches am weitesten in die feindliche Stellung eindringen konnte. Oberstleutnant von Brandenstein führte den Angriff persönlich, teilweise unter offenen Flanken, die das Regiment selbst decken mußte.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #388 am: 29.05.15 (16:20) »
Arnold von Detten erhielt den PLM am 27. August 1918 als Major und Kommandeur I. Bataillon / Grenadierregiment 9 / 3. Infanteriedivision

Eine weitere Verleihung für die Angriffsschlacht beiderseits Reims ("Operation Marneschutz-Reims") vom 15. - 17. Juli 1918.

Am 15. Juli 1918 überrannte Major von Detten mit seinem Bataillon in dem äußerst schwierigen, stark verdrahteten Grabensystem bei schwerster feindlicher Gegenwirkung und in dichtem Nebel ohne Rücksicht auf die Nachbarn die vier vordersten französischen Gräben und war mit Teilen bereits 9.00 Uhr an der Römerstraße. Als er am Nachmittag des 16. Juli sein Bataillon erneut versuchte vorzureißen, wurde er schwer verwundet. Er verlor sein linkes Auge.

Arnold von Detten erhielt den PLM erst im dritten Anlauf. Er war bereits für die Tankschlacht bei Cambrai und für die "Operation Michael" eingereicht worden.

Major von Detten war bis zum Zeitpunkt seiner Verwundung ununterbrochen mit dem GR 9 im Einsatz gewesen. Er war vorher nie verwundet worden und auch nicht krank gewesen. Außerdem hatte er nie einen Tag Urlaub genommen, der ihm mehrfach angeboten worden war. Einen solchen Fall dürfte es allgemein im deutschen Heer sehr selten gegeben haben.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #389 am: 08.06.15 (23:47) »
Emil von Schnizer erhielt den PLM am 27. August 1918 als Major und Kommandeur Württembergisches Gebirgsregiment / 10. Reservedivision

Eine weitere Verleihung für die Angriffsschlacht beiderseits Reims ("Operation Marneschutz-Reims") vom 15. - 17. Juli 1918.

Das Württembergische Gebirgsregiment war am 15. Juli 1918 die Spitzentruppe der 7. Armee. Es setzte bei Port à Binson über die Marne und drang auf dem südlichen Ufer 15 km auf Epernay vor. Dieser örtliche Erfolg hatte jedoch keinen Einfluß auf die Gesamtlage, so daß der Angriff eingestellt warden mußte. Major von Schnizer führte sein Regiment, das auf die Stärke von nur zwei Kompanien zusammengeschrumpft war, auf das nördliche Marne-Ufer zurück. Das Regiment hatte im Angriff 27 Offiziere und 1.200 Mann an Gefangenen gemacht, 4 Geschütze und 146 MG erbeutet. An diesen Erfolgen hatte Major von Schnizer entscheidenden Anteil.