Autor Thema: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront  (Gelesen 313346 mal)

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #390 am: 10.06.15 (00:51) »
Otto Plath erhielt den PLM am 27. August 1918 als Hauptmann d.R. und Führer  II. Bataillon / 4. Garde-Regiment zu Fuß / 1. Garde-Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die Abwehrschlacht zwischen Reims und Soissons.

"...
In allen Schlachten und Gefechten des Regiments in hervorragender Weise bewährt und durch persönliche Tapferkeit ausgezeichnet, vollbrachte Hauptmann Plath in der Marneschlacht eine Tat von beispielloser Tapferkeit und Entschlußfreudigkeit. Mit seinem, durch zehntägige Kämpfe stark gelichteten und sehr erschöpften Bataillon erhielt er den Auftrag, eine Vorfeldlinie im Bois de Ris auf dem Nordufer der Marne zwischen Barzy und Vincelles zu besetzen und unter allen Umständen zu halten, um hierdurch zu verhindern, daß der stark nachdrängende Gegner in die in der Zurücknahme begriffene Front hineinstieß.
Das stark bewaldete und mit dichtem Unterholz bewachsene Bois de Ris machte eine einheitliche Gefechtsführung zur Unmöglichkeit. Auf 5 Schritt war jede Beobachtung infolge der dichten Bewachsung ausgeschlossen und eine sichere Verbindung untereinander nicht herzustellen. Hauptmann Plath, der sich der Schwierigkeit eines Waldkampfes bewußt war, hatte sich schon bei der Einnahme der Stellung mitten in die vorderste Linie seines Bataillons gelegt, um hierdurch den Einfluß seiner Persönlichkeit auf die ermüdeten Leute voll zur Geltung bringen zu können. Der Franzose, der sich bereits mit starken Kräften auf dem Nordufer der Marne festgesetzt hatte und sich von Westen her dauernd verstärkte, griff am 25. Juli früh nach starkem Artilleriefeuer die Stellung des Hauptmanns Plath an. Das Bataillon befand sich in kritischer Lage, da sich die nur noch aus 20 bis 30 Mann bestehenden Kompanien durch Einbruch in der Front und an den Flanken zum Teil umfaßt und umgangen sahen. Die von allen Seiten vordrängenden und erst auf 3 bis 5 Schritt wahrzunehmenden Franzosen konnten von den schwachen Kompanien und den MG auf so kurze Entfernungen nicht wirkungsvoll bekämpft werden. Es entspann sich ein hin- und herwogender Nahkampf, und Hauptmann Plath griff mit seinem Bataillonsstab persönlich in das Gefecht ein. Selbst vom Feinde umgangen, schlug er sich mit dem Gewehr in der Hand von Posten zu Posten durch, setzte die MG persönlich an den bedrohten Stellen ein, stieß mit seinem Bataillonsstab im Bajonettkampf vor und half hierdurch seinen in verzweifeltem Kampf befindlichen Leuten.
Das Bewußtsein, ihren Bataillonsführer kämpfend neben sich zu wissen und angefeuert durch sein beispielloses tapferes Verhalten, harrten die Grenadiere auf ihren Posten aus, schlugen den Feind zurück und hielten die Stellung. Noch drei Mal wurde das Bataillon vom Feinde angegriffen und genau in derselben Weise wie beim ersten Ansturm der Franzosen wehrte sich das Bataillon, allen voran Hauptmann Plath mit seinem tapferen Adjutanten.
Als der Feind bei der an die Stellung des Hauptmanns Plath links anschließenden Division mit starken Kräften in den Wald eindrang und den linken Flügel des Bataillons umfaßte und aufzurollen begann, erhielt Hauptmann Plath, da seine Stellung unhaltbar wurde und aller Voraussicht nach mit einer Gefangennahme eines Teiles der Besatzung gerechnet werden mußte, den Befehl, sich auf eine weiter rückwärts angegebene Linie zurückzuziehen. Hauptmann Plath führte diesen Befehl nicht aus, sondern nahm den fast aussichtslosen Kampf an. Abgeschnitten von jeder Unterstützung, schlug er im Kampf Mann gegen Mann in langem, heißem Kampf den Feind zurück.
Das Halten der vorgeschobenen Stellungen, das in der Hauptsache nur dem persönlichen Eingreifen, dem rücksichtslosen Einsatz der Person und dem verantwortungsfreudigen Verhalten des Hauptmanns Plath zu verdanken ist, ermöglichte die Durchführung der für den Abend des Tages befohlenen planmäßigen Zurücknahme der Front auf die Höhen von Cierges."


Otto Plath verstarb am 23. Juni 1968 und damit nur rund zwei Monate, bevor ihm die Krone zum PLM hätte überreicht werden können.
« Letzte Änderung: 10.06.15 (12:20) von IM »

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #391 am: 11.06.15 (00:51) »
Karl von Wenckstern erhielt den PLM am 27. August 1918 als Hauptmann und Kommandeur III. Bataillon / Reserve-Infanterieregiment 87 / 21. Reservedivision

Die Verleihung erfolgte für die Zweite Schlacht von Bapaume (21. August bis 3. September 1918).

Hauptmann von Wenckstern zeichnete sich am 23. August 1918 abends bei Abwehr eines starken Infanterie- und Tankangriffs gegen die Linien seines Bataillons bei Croisilles - St. Léger besonders aus.


Die Verleihung wurde am 26. August 1918 vom Divisionskommandeur, Generalleutnant Briese, telepraphisch beantragt und es wurde darin um eine schnelle Verleihung gebeten. Schon am nächsten Tag erfolgte diese Verleihung des PLM an Hauptmann von Wenckstern dann auch.


Auch Karl von Wenckstern verstarb im Jahr 1968, ohne daß ihm die Krone zum PLM überreicht werden konnte.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #392 am: 11.06.15 (02:26) »
Leopold Freiherr von Ledebur erhielt den PLM am 29. August 1918 als Oberst und Kommandeur  Infanterieregiment 79 / 20. Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die Abwehrschlacht zwischen Reims und Soissons.

Am 18. Juli wurde Oberst von Ledeburg mit seinem IR 79 in der Durchbruchsstelle der Franzosen südlich von Soissons eingesetzt. In einem achttägigen Großkampf hielt er gegen massierte Infanterie- und Tankangriffe und in einem gewaltigen Artilleriefeuer die Ortschaft Villemontoire. Der Regimentskommandeur war dabei selbst in der vordersten Linie.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #393 am: 12.06.15 (00:29) »
Friedrich von Luck und Witten erhielt den PLM am 29. August 1918 als Oberst und Kommandeur 6. Garde-Infanterieregiment / Garde-Ersatzdivision

Eine weitere Verleihung für die Abwehrschlacht zwischen Reims und Soissons.

Oberst von Luck konnte mit seinem Regiment bei Bengneux mehrere Male äußerst kritische Situationen bereinigen, so beispielsweise am 25. Juli 1918 und am 30. Juli / 1. August 1918. Selbst in vorderer Linie kämpfend, führte er sein Regiment zu Gegenangriffen und konnte starke feindliche Angriffe abwehren. Der Kampf des 6. GIR hatte auf die Gesamtlage entscheidenden Einfluß.


Oberst von Luck war schon für die am 15. Juli 1918 beginnende Angriffsschlacht zwischen Reims und Soissons zum PLM eingereicht worden. Sein Einsatz in den Abwehrkämpfen war so enorm, daß wenige Tage später ein zweiter Vorschlag nachgereicht wurde.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #394 am: 12.06.15 (04:45) »
Wilhelm von Dücker erhielt den PLM am 29. August 1918 als Oberstleutnant und Kommandeur Infanterieregiment 373 / 225. Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die am 21. August 1918 beginnende Schlacht bei Albert.

Am 21. August 1918 erhielt Oberstleutnant von Dücker den Befehl, mit seinem Regiment und weiteren unterstellten Truppen Albert zu erstürmen und die Lage wieder herzustellen. Da das IR 373 mehr als abgekämpft war, ließ sich dies nicht ausführen. Aber Oberstleutnant von Dücker gelang es dennoch, einige von ihm aufgegriffene Truppensplitter, Geschütze und Pioniere zusammenzuraffen und trotz drohender Tankumfassung durch einen glücklich angesetzten, überraschenden Angriff das Dorf Pozières zu nehmen. Dadurch wurde die Armee Marwitz aus der Umklammerung befreit und ihr wurde das nächtliche Herauswinden aus dem gefährlichen Stellungsbogen ermöglicht, so daß der feindliche Umfassungsversuch ins Leere stieß.


Wilhelm von Dücker war zu Beginn Kommandant eines Luftschiffes. Beim Sturm auf Lüttich flog er einen Bombenangriff auf die belgische Festung. Dies war die erste Kriegsunternehmung eines Luftschiffes.
« Letzte Änderung: 03.07.15 (01:39) von IM »

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #395 am: 12.06.15 (22:47) »
Wolff von Stutterheim erhielt den PLM am 29. August 1918 als Oberleutnant und Adjutant Kaiser-Alexander-Garde-Grenadierregiment 1 / 2. Garde-Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die Angriffsschlacht an der Marne beiderseits Reims, beginnend am 15. Juli 1918.

Wiederum aus dem Verleihungsvorschlag:

"...
Bei der jüngsten Offensive am 15. und 16. Juli 1918, dem erfolgreichen Stoß des Regiments nördlich der Marne über Montigny bis Tincourt, hat er sich erneut durch rücksichtslosen Einsatz seiner starken Persönlichkeit hervorragend ausgezeichnet. Als am zweiten Angriffstage, dem 16. Juli mittags, der Angriff des Regiments im Walde von Savarts und in den Weinbergen beiderseits der Straße Villers - Tincourt infolge zahlloser flankierender Widerstandsnester ins Stocken zu kommen drohte, stellte er im schwersten feindlichen Artillerie- und MG-Feuer die Lage der Bataillone vorderer Linie fest und erkannte, daß ein frontaler Angriff gegen Tincourt wegen der flankierenden MG-Wirkung von dem hochgelegenen Waldrand halblinks her aussichtslos, eine Umfassung von Süden her aus dem Abschnitt des rechen Nachbarregiments dagegen möglich sei. Mit der ihn kennzeichnenden Energie traf er sofort selbständig Anordnungen für die Feuervorbereitung der II. / 2. Garde-Feldartillerieregiment, der Begleitgeschütze und schweren MG zur Unterstützung des umfassenden Angriffs, zu dem er die in dem unübersichtlichen, von feindlichen MG bestrichenen Weinberggelände zerstreuten Reste zweier Kompanien des I. Bataillons über Echelle nach Norden umdrehend einsetzte. In engster Zusammenarbeit der Infanterie mit den zugeteilten Hilfswaffen wurden die feindlichen MG-Nester genommen, der Waldrand nach Osten aufgerollt und vom Feind gesäubert, während die von ihm angefeuerten Stoßtrupps des I. Bataillons von Süden her in Tincourt eindrangen. Die Wegnahme des Waldes von Savarts und des Dorfes Tincourt, welche den abhängenden Nachbarregimentern den Weg zur Weiterführung des Angriffs bahnte, war von ausschlaggebender Bedeutung für die Fortführung des Angriffs. Dem selbständigen Entschluß Oberleutnants von Stutterheim und seinen im starken feindlichen Feuer mit Umsicht und über jedes Lob erhabenen Tatkraft getroffenen Maßnahmen verdankt das Regiment den Erfolg des zweiten Angriffstages. Er hat damit eine Tat vollbracht, die ihn der hohen Auszeichnung mit dem Orden PLM für würdig erscheinen läßt. Bei der Übermittlung eines Befehls an das als Reserve folgende II. / Augusta erlitt der heldenhafte Offizier seine achte Verwundung in diesem Kriege durch Granatsplitter am Unterarm."


Für seinen Einsatz in der Somme-Schlacht war Wolff von Stutterheim bereits als Leutnant am 31.10.1916 mit dem Ritterkreuz des Hausordens von Hohenzollern ausgezeichnet worden.

Am 29. August 1918 war er immerhin erst der dritte Oberleutnant, der für die Kämpfe an der Westfront den PLM erhielt.

Wolff von Stutterheim wurde während des Krieges insgesamt 9 Mal verwundet. Nach Kriegsende stürzte er am Heiligen Abend des Jahres 1918 mit dem Pferd so schwer, daß er wegen der Folgen des dabei erlittenen Schädelbruchs aus dem Heeresdienst ausscheiden und 4 1/2 Jahre (!!) im Lazarett und Sanatorium verbringen mußte.

Am 1. Juli 1935 wurde von Stutterheim als Major mit dem Eintritt in die Luftwaffe der Wehrmacht zum Militärdienst reaktiviert und er absolvierte eine Fliegerausbildung.  Am 28. Juni 1936 stürzte er mit einem Flugzeug ab und erlitt erneut schwerste Verletzungen.

Am 15. Juni 1940 wurde von Stutterheim während eines Luftkampfes über Frankreich schwer verwundet. An diesen Wunden verstarb er am 3. Dezember 1940.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #396 am: 15.06.15 (18:22) »
Friedrich-Wilhelm Dernen erhielt den PLM am 29. August 1918 als Leutnant d.R. und Führer der 3. Kompanie / Grenadierregiment 110 / 28. Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die Abwehrschlacht zwischen Reims und Soissons, beginnend am 18. Juli 1918.

Am 18. Juli 1918 wies Leutnant d.R. Dernen mit seiner Kompanie südlich Soissons bei Parcy-Tigny zwei feindliche Angriffe restlos ab und behauptete seine Stellung. Am 19. Juli hielt die 3. / GR 110 erneut ihre Stellung gegen immer wiederholte feindliche Angriffe, die auch mit Tankunterstützung und in zwanzigfacher zahlenmäßiger Überlegenheit erfolgten. Erst als der Gegner rechts der Kompanie 600 m im Rücken saß, links nach der anschließenden Kompanie kein Anschluß mehr vorhanden war und sämtliche MG-Munition (25.000 Schuß) verschossen war, wurde der Rückzugsbefehl gegeben. Auch in der neuen Stellung konnte Leutnant Dernen am gleichen sowie am darauffolgenden Tag erneut überlegenen feindlichen Angriffen standhalten.



Friedrich-Wilhelm Dernen war am 29. August 1918 der siebente Offizier im Rang eines Leutnants, der für die Kämpfe an der Westfront den PLM verliehen bekam.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #397 am: 16.06.15 (16:32) »
Carl Briese erhielt den PLM am 30. August 1918 als Generalleutnant und Kommandeur der 21. Reservedivision

Die Verleihung erfolgte für die Zweite Schlacht von Bapaume (21. August bis 3. September 1918), in der die 21. Reservedivision ihre Stellungen bei Croisilles - St. Léger halten und damit einen feindlichen Durchbruch verhindern konnte.


Die Verleihung erfolgte somit noch während der Schlacht, bzw. vor deren endgültigen Ende mit dem deutschen Rückzug auf die Siegfried-Stellung.



Ich habe damit jetzt 375 Verleihungen erfaßt.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #398 am: 17.06.15 (19:07) »
Kurt-Moritz von Quednow erhielt den PLM am 30. August 1918 als Major und Kommandeur  Reserve-Infanterieregiment 262 / 79. Reservedivision

Die Verleihung erfolgte für die am 8. August 1918 beginnende Abwehrschlacht zwischen Somme und Oise.

Vom 9. bis 14. August hielt das RIR 262 bei Méharicourt schweren Angriffen stand. Das Regiment war dabei auf Lastwagen herangeführt und in den Kampf geworfen worden, ohne das Herankommen der Artillerie der Division, der Hilfswaffen und Nachrichtenmittel abwarten zu können. Unter schwierigsten Verhältnissen konnte jedoch schwersten feindlichen Tankangriffen standgehalten werden. Major von Quednow hatte daran entscheidenden Anteil.
« Letzte Änderung: 03.07.15 (01:40) von IM »

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #399 am: 18.06.15 (20:54) »
Kurt Kühme erhielt den PLM am 30. August 1918 als Hauptmann und Kommandeur  I. Bataillon / Reserve-Infanterieregiment 261 / 79. Reservedivision

Auch diese Verleihung erfolgte für die am 8. August 1918 beginnende Abwehrschlacht zwischen Somme und Oise.

Am 9. August 1918 wurde Hauptmann Kühme mit seinem Bataillon in die tags zuvor entbrannte Abwehrschlacht geworfen. Er warf sich überlegenen Feindkräften entgegen, die bereits dabei waren, deutsche Stellungen zu durchbrechen. Er behauptete sich mit seinem Bataillon gegen die mit großer Übermacht und unter Einsatz zahlreicher Tanks vorbrechenden Gegner, bis er am nächsten Morgen befehlsgemäß vor Tagesanbruch zurückgenommen wurde. Der Durchbruch hatte verhindert werden können. In der neuen Stellung bot Kühme mit seinem Bataillon, trotzdem er in seiner linken Flanke umfaßt wurde, dem Feinde nochmals einen langen Widerstand, der für die ganze Lage von bedeutendem Wert war. Hauptmann Kühme verließ, trotzdem er am Arm verwundet und dieser stark geschwollen war, seinen Platz nicht. Er ging erst zurück, als das Bataillon befehlsgemäß zurückgenommen wurde.
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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #400 am: 18.06.15 (21:26) »
Damit wäre ich jetzt im September 1918 angekommen.

Es verbleiben somit zwar nur noch drei Kriegsmonate, aber wohl noch mehr als 100 weitere Verleihungen.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #401 am: 19.06.15 (16:01) »
Theodor Renner erhielt den PLM am 1. September 1918 als Generalmajor und Kommandeur 247. Infanteriebrigade / 243. Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die am 8. August 1918 beginnende Abwehrschlacht zwischen Somme und Oise.

Generalmajor Renner wurde am 8. August 1918 in den gegnerischen Großangriff an der Römerstraße geworfen, der hier bisher keinen Widerstand gefunden hatte. Renner übernahm den Befehl über die gesamte zwischen Somme und der Römerstraße kämpfende Infanterie. Unter seiner Führung konnte der Angriff abgewehrt und die Lage wiederhergestellt werden.

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #402 am: 03.07.15 (00:06) »
Georg von Kranold erhielt den PLM am 1. September 1918 als Major und Kommandeur  Feldartillerieregiment 221 / 107. Infanteriedivision (unterstellt)

Die Verleihung erfolgte für die am 8. August 1918 beginnende Abwehrschlacht zwischen Somme und Oise.

In dieser wurde Major von Kranold mit seinem Regiment zwischen Proyart und Rainecourt eingesetzt, wo es durch seine Führung und durch die Unterstützung seiner Artillerie gelang, einen feindlichen Durchbruch zu verhindern. Dank der Artillerie gelang das Halten einer extreme dünnen Infanterielinie gegen massive Tankangriffe.




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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #403 am: 03.07.15 (04:48) »
Otto Gabcke erhielt den PLM am 1. September 1918 als Hauptmann und Kommandeur II. Bataillon / Infanterieregiment 158 / 50. Infanteriedivision

Die Verleihung erfolgte für die bewegliche Abwehrschlacht zwischen Marne und Vesle.

"...
Am 21. und 22.7.1918 wies das Bataillon Gabcke im Abschnitt Marfaux - Reimser Wald mehrere Teilangriffe ab. Am 23.7. schritt der Feind zu einem größeren Angriff. Er griff in dichten Kolonnen und im Bataillonsabschnitt mit 7 Tanks an. Ungeachtet der feindlichen Feuerwalze ging Hauptmann Gabcke sofort von seinem Gefechtsstand nach vorn und brachte durch geschicktes Einsetzen seiner wenigen Reserven den Ansturm zum Scheitern. Durch rücksichtsloses Einsetzen seiner eigenen Person in der vorderen Linie seinen Leuten ein glänzendes Beispiel geben, gelang es ihm, den Ardre-Grund bis zum allgemeinen Rückzug zu behaupten.
..."

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Re: Verleihungen des "Pour le Mérite" an der Westfront
« Antwort #404 am: 09.07.15 (12:42) »
Albert Hermann von Fritsch erhielt den PLM am 3. September 1918 als Generalleutnant und Kommandeur der 26. Reservedivision

Die Verleihung erfolgte für die ab dem 21. August 1918 beginnende Zweite Schlacht von Bapaume. In dieser Kämpfe die 26. RD bei Vis en Artois an der Straße Arras - Cambrai. Unter der umsichtigen und tatkräftigen Führung von Generalleutnant von Fritsch konnte zwischen dem 27. und dem 30. August 1918 allen Angriffen standgehalten werden.

 

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