Autor Thema: Krieg in Afghanistan  (Gelesen 200165 mal)

wal

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #120 am: 27.02.08 (22:34) »
Daß Hitler oder gar auch Mussolini mit Hilfe der USA an die Macht gekommen sind gehört wohl eher in die Spalte der Verschwörungstheorien, ...

Daß Stalin im Zweiten Weltkrieg US-Hilfe erhielt, war wohl eher reiner Eigennutz gegen den gemeinsamen Feind. Ich erinnere nur an den Russischen Bürgerkrieg, da unterstützten die USA nicht die Roten sondern aktiv die Weißen. Damit wäre die Aussage schon einmal falsch, Stalin wäre mit US-Hilfe an die Macht gekommen, ...

In China unterstützten die USA nicht den Kommunisten Mao, sondern Tschiang Kai-schek !!!

Und daß die USA auch noch Ho Tschi Minh unterstützen haben sollen entbehrt ebenso jeglicher Grundlage.



Russen bekamen Geld von irgendwo  bevor Zweiten Weltkrieg. Oder, wie kann man Aufschwung in 30en Jahren erklaeren?
In der gleiche Zeit war die Grosse Depression in USA. Wohin das Geld verschwunden?

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #121 am: 27.02.08 (22:35) »
Also bitte, die Diskussionen hier werden immer obskurer, ...

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #122 am: 28.02.08 (22:48) »
Die Nummer drei der britischen Thronfolge, Prinz Harry, war 10 Wochen lang im Fronteinsatz in Afghanistan:

http://www.welt.de/vermischtes/article1736963/Prinz_Harry_kaempft_gegen_Taliban_in_Afghanistan_.html

Im Jahr 2007 hatte der Prinz mehrfach vergeblich darum gebeten, im Irak dienen zu dürfen. Nun hatte man seinem Wunsch unter größter Geheimhaltung zumindest für einen Einsatz in Afghanistan nachgegeben.

Allerdings haben die Amis mal wieder alles versaut. Das britische Verteidigungsministerium hatte mit den britischen Medien vereinbart, nicht darüber zu berichten. Diese hatten sich bis jetzt auch daran gehalten. Allerdings wurde dies nun in amerikanischen Medien verbreitet. Daraufhin wurde Prinz Harry von der Front abgezogen, ...

Andi

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waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #124 am: 29.02.08 (17:46) »
Menschenskinder, DAS müssen wir uns doch nicht ausgerechnet von den Russen sagen lassen:„Weitere Truppen werden das Problem nicht lösen, das ist unsere Erfahrung. Sie machen die Tragödie nur noch größer“, zitiert die Berliner Zeitung. Aber ich denke, Merkel und & Co wissen das auch, ist nur die Frage, wie lange sie dem amerikanischen Druck standhalten.
Hoffen wir auch, Obamas starke Worte diesbezüglich sind nur Wahlkampfgetöse!

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #125 am: 29.02.08 (18:50) »
Obamas Worte sind da eher noch als human zu bezeichnen.

Ganz anders hört sich da schon John McCain an. Der fordert sogar lautstark, die Truppenpräsenz im Irak weiter erheblich zu verstärken, ...

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #126 am: 01.03.08 (13:29) »
Im Februar 2008 verloren in Afghanistan 7 Soldaten der Koalition ihr Leben. Das sind die geringsten Verluste seit 13 Monaten.

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #127 am: 01.03.08 (14:38) »
Hier mal wieder etwas zur aktuellen Truppenstärke in Afghanistan. Seit meinem letzten Post vom 16. Januar 2008 hat sich einiges verändert. Damals lag die Gesamttruppenstärke bei 53.758 Mann. Derzeit liegt sie bei 56.245. Sie ist somit um rund 2.500 Mann gestiegen. Derzeit verteilt es sich wie folgt:

28.000   USA   (davon 14.000 unter ISAF)
7.800   Großbritannien   
3.210   Deutschland   
2.880   Italien   
2.500   Kanada   
1.650   Niederlande   
1.515   Frankreich   
1.100   Polen   
1.070   Australien   
780   Dänemark   
740   Spanien   
675   Türkei   
535   Rumänien   
495   Norwegen   
420   Bulgarien   
370   Belgien   
345   Schweden   
260   Litauen   
230   Ungarn   
190   Kroatien   
160   Portugal   
150   Griechenland   
140   Albanien   
135   Tschechien   
130   Estland   
130   Mazedonien   
115   Neuseeland   
105   Finnland   
100   Lettland   
90   Jordanien   
70   Slowakei   
70   Slowenien   
50   Aserbaidschan   
10   Island   
9   Luxemburg   
7   Irland   
3   Ã–sterreich   
3   Ukraine   
2   Singapur   
1   Georgien   

= 56.245

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #128 am: 01.03.08 (14:52) »
Im einzelnen gab es folgende Veränderungen:

Folgende Länder haben ihre Kontingente ausgebaut:

USA + 1.000
Großbritannien + 47
Deutschland + 55
Italien + 522
Kanada + 770
Niederlande + 35
Frankreich + 223
Australien + 178
Dänemark + 152
Bulgarien + 19
Belgien + 1
Ungarn + 11
Litauen + 64
Griechenland + 7
Albanien + 2
Estland + 5
Mazedonien+ 5
Finnland + 5
Lettland + 4
Neuseeland + 41
Slowenien + 4
Aserbaidschan + 28 (damit mehr als verdoppelt)

Dies macht insgesamt 3.178 Mann.


Folgende Länder haben ihre Truppen in Afghanistan reduziert:

Türkei - 544 (damit Kontingent halbiert)
Polen - 41
Spanien - 23
Rumänien - 2
Norwegen - 13
Schweden - 5
Tschechien - 105 (damit Kontingent nahezu halbiert)
Kroatien - 21
Portugal - 3
Schweiz - 2 (damit vollständig Einsatz beendet)

Insgesamt haben diese Länder damit 759 Mann aus Afghanistan abgezogen.


Die Schweiz hat ihre Beteiligung beendet. Neu hinzugekommen sind dafür die Ukraine, Georgien und Singapur.

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #129 am: 01.03.08 (18:15) »
Nun, wenigstens Harry ist aus der Schusslinie ;D...... zumindest in Afghanistan. Ob er aber jetzt wieder so einfach durch die englischen Pubs tingeln und Pubsen kann wie vor seinem Kampfeinsatz in Afghanistan wage ich zu bezweifeln :-\.  Schade eigentlich. Dadurch entgeht uns einiges an Amüsemant :o. Hoffentlich begreift er das rechtzeitig, sonst... :P!

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #130 am: 01.03.08 (20:30) »
Naja, das mit dem Kampfeinsatz von Prinz Harry ist sicher nicht so, wie es scheint. Die verantwortlichen Stellen werden schon dafür gesorgt haben, daß er nicht in der direkten Schußlinie war.

waldi44

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #131 am: 01.03.08 (21:06) »
......, daß er nicht in der direkten Schußlinie war.

Wo ist dort oder im Irak, die "direkte Schusslinie" bzw. wo ist sie nicht?

SIEGMAR

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #132 am: 02.03.08 (03:52) »
 8) 8) 8)

Ja ja!
Der gemeinsame Kampf gegen die Japaner.
Immerhin wurden, wenn ich Scholl Latour glauben kann, auch nach der Kapitulation Japans noch japanische Soldaten benötigt und wieder bewaffnet!!! (einer recht frühe Wiederbewaffnung ;D ;D), zumindest in Nordvietnam.
Ansonsten solltest du den Bericht mal genau lesen. Die Zusammenarbeit mit den Kommunisten ging schon über den Krieg hinaus, auch im Kampf gegen die eigenen Allierten...

Man muß ja nur mal fragen, wer denn dagegen war, daß der afghanische König wieder eingesetzt wird.
Der hätte sicher mehr werden können, als Bürgermeister von Kabul, war den us-amis aber eben nicht genehm.

SIEGMAR

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #133 am: 02.03.08 (04:07) »
 8) 8) 8)

Im
Es geht hier um die Art und Weise wie die us-amis ihre erbündeten behandeln.
Und das Du allen Ernstes nichts über die Geldflüsse nach 1918 wissen willst 8) 8) 8)...

Vorsicht mit den us-amerikanischen Verlustzahlen.
Es ist ja nun endlich allgemein bekannt geworden, daß die us-amis das Kunststück fertiggebracht haben nur die direkt im Kampf Getöteten als Kriegstote zu bezeichnen.
Sobald die Verwundeten in irgendeiner Weise abtransportiert worden sind gelten sie, sollten sie an den Verwundungen sterben, nicht mehr als Kriegstote!!! ;D ;D
Kreative Buchführung auf us-amerikanisch.
Da werden einem unsere europäischen Freunde mit ihrer euro-trickserei auf einmal ganz symphatisch ;).


Übrigens.
Auch wenn man über Michael Moore streiten kann.
Ist eben ein alter Linker.
Sein Buch "Verraten und verkauft" kann ich nur empfehlen.
Es enthält Briefe bzw. e-mails  von us-amerikanern an Michael Moore, in denen  sich die Schreiber mit dem Kriegen und der Politik des  G W B auseinandersetzen.

IM

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Re: Krieg in Afghanistan
« Antwort #134 am: 02.03.08 (09:00) »
Zitat
Vorsicht mit den us-amerikanischen Verlustzahlen.
Es ist ja nun endlich allgemein bekannt geworden, daß die us-amis das Kunststück fertiggebracht haben nur die direkt im Kampf Getöteten als Kriegstote zu bezeichnen.
Sobald die Verwundeten in irgendeiner Weise abtransportiert worden sind gelten sie, sollten sie an den Verwundungen sterben, nicht mehr als Kriegstote!!! 

Das stimmt schon mal nicht. Schau einfach in die Verlustlisten !! Sicher sind nicht alle mit verzeichnet, die noch Monate an ihren Verwunden sterben, aber sie werden aufgeführt.

 

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