Hans Preusker erhielt den PLM am 27. Juli 1917 als Oberstleutnant und Kommandeur des Infanterieregiments 155.
Diese Verleihung erfolgte für den Stellungskrieg bei Verdun im Juni und Juli 1917. Dazu heißt es im Verleihungsvorschlag:
"Am 29. Juni 1917 stürmte das IR 155 in einer Frontbreite von über einem Kilometer den Südhang der Höhe 304 hinab, räumte zahlreiche Gräben und Schanzen aus und behielt mehr und günstigere Stellungen in der Hand,als ursprünglich beabsichtigt. Oberstleutnant Preusker hatte persönlich darum gebeten, die anfängliche Verbesserung der Stellung von mehreren hundert auf 1.200 m zu erweitern. Der Angriff vollzog sich planmäßig in kürzester Frist und übertraf die von ihm erhofften Erfolge."
Weiter heißt es dann:
"Die Stellung des Feindes, die das Regiment am 29. Juni 1917 genommen hat, ist von ihm unter schwierigsten Verhältnissen verteidigt worden, ein noch am 7. Juli 1917 vom Feinde erzielter Teilerfolg durch Gegenangriff vom 12. Juli 1917 ausgeglichen. Das Regiment befindet sich im vollen Besitz der feindlichen Stellungen, die zur Verbesserung unseres Grabensystems gehalten werden sollen. Das Verdienst an der tapferen Haltung des Regiments gebührt dem Oberstleutnant Preusker in erster Linie, ..."
Preusker führte das Regiment seit dem 10. September 1914. Er hatte sich bereits im Kampf um Verdun im Jahre 1916 besonders ausgezeichnet, dann in der Schlacht an der Somme im Spätsommer 1916, dann wieder vor Verdun und in der Schlacht an der Aisne im Frühjahr 1917.
Hans Preusker führte sein Regiment, nunmehr als Oberst, auch während der "Großen Schlacht in Frankreich", wobei er am 30. März 1918 verwundet wurde. An dieser Verwundung verstarb er in einem Lazarett in Karlsruhe am 12. April 1918.