Autor Thema: Suche nach einem deutschen Soldaten  (Gelesen 530 mal)

HansF

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Suche nach einem deutschen Soldaten
« am: 08.01.25 (14:45) »
Hallo alle,

ich bin im Namen eines Freundes auf der Suche nach dessen in der Ardennenschlacht gefallenen Bruder.
Wir haben über das DRK, die Kriegsgräberfürsorge und das Berliner Bundesarchiv bereits recht viele Informationen erhalten.
Der einzige Schlüssel, der uns noch fehlt, um einen genauen Einblick in Gerhards Schicksal zu erhalten, ist das Regiment dem er zu Kriegsende unterstellt wurde.
Gerhard war Angehöriger des 92. Flieger-Regiments. Ein Bekannter von mir meinte, dass Angehörige des 92. Flg Rg dem 13.-14.-15. Fallschirmjäger-Regiment unterstellt wurden.
Laut Rückmeldung des Bundesarchivs, taucht Gerhards Name aber nicht in den verfügbaren Dokumenten auf, weil Versetzungsnachweise in andere Truppenteile bei der Luftwaffe nicht die Regel waren.
Die einzige indirekte Spur ist Gerhards "Burrial report" (Bestattungsbericht), das von der 3043 QMGR Company erstellt wurde. Diese Company soll ab dem 08. Februar 1945 im Operationsgebiet ostwärts St. Vith bis hin zur Prüm-Stellung tätig gewesen sein.

Jetzt meine Frage: Hat jemand von Ihnen genauere Informationen zum 92 Fliegerregiment und dessen Unterstellung bei Fallschirmjäger-Regimentern?

Herzliche Grüße
Hans

Flensburger

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Re: Suche nach einem deutschen Soldaten
« Antwort #1 am: 10.02.26 (00:28) »
Regiment wurde 1.4. 44 in Quakenbrück aufgestellt, bestand aus einem Regimentsstab und zwei Bataillonen (I. und II. Bataillon) ,
diente der Grundausbildung von Luftwaffen-Rekruten.

Im Sommer 1944, nach Landung der Alliierten in der Normandie, wurde das Regiment nach Frankreich verlegt (Raum Toul).
Dort sollte es als Teil der Sicherungstruppen im Hinterland dienen.

Nach dem Rückzug (Spätsommer 44) wurd das Regiment im Raum Eifel/Luxemburg stationiert.

Januar 45 wurd das Flieger-Regiment aufgelöst und ein Teil als "Luftwaffen-Ersatz" der Fallschirmtruppe zugeteilt.
Einheiten erlitten in den Ardennen so schwere Verluste, dass sie oft nur noch aus "Kampfgruppen" bestanden.
Gerhards Name taucht vermutlich nicht in den Stammrollen auf, weil im Chaos der Rückzugskämpfe
oft nur noch handschriftlich vermerkt wurde.

Wurden also faktisch der 5. Fallschirmjäger-Division einverleibt.
Die bestand aus drei Regimentern: 13.FJR, 14.FJR und 15.FJR



St. Vith diente der 3043rd QMGR Company als zentraler Sammelpunkt für Gefallene,
die an der Frontlinie (ca. 10–15 km weiter östlich bei Prüm/Schönfeld) geborgen wurden.

Zu diesem Zeitpunkt verteidigte die 5. Fallschirmjäger-Division den Bereich direkt an der Reichsgrenze
gegen den Vorstoß des VIII. US-Korps (insbesondere der 4. US-Infanterie-Division).




Gruß