Autor Thema: Hochausgezeichnete des Sanitätswesens  (Gelesen 128177 mal)

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #105 am: 21.03.10 (09:23) »
Zitat
- Dr. Carl Langemeyer, DKiG am 12. Dezember 1943 als Stabsarzt und Chef der 1. Kompanie / Fallschirmsanitätsabteilung 2

Auch er wurde neben dem Deutschen Kreuz in Gold noch mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.

Ihn hatten wir daher schon hier mit erwähnt:

Carl Langemeyer


An dieser Stelle sei auch noch einmal der Hinweis genannt, daß sich im Biblio-Buch über die Fallschirmjäger sicher noch etwas über ihn finden lassen würde, ...

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #106 am: 24.03.10 (09:51) »
Zitat
- Dr. Leo Dietzel, DKiG am 16. Januar 1944 als Stabsarzt und Chef der 1. Kompanie / Fallschirmsanitätsabteilung

Genau wie Neumann, Mallison oder Langemeyer hatte sich Dr. Dietzel bereits beim Kampf um Kreta besonders ausgezeichnet.

Nach dem Krieg war Dr. Dietzel übrigens Präsident eines Fußballvereins, des SV Alsenborn, dessen Siegeslauf damals für Schlagzeilen sorgte:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46094018.html

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #107 am: 25.03.10 (10:26) »
Zitat
- Prof. Dr. Heinrich Bürkle de la Camp, DKiG am 26. Oktober 1944 als Generalarzt d.R. im Generalkommando der Luftflotte 2


Unter den mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichneten Ärzten stellt Prof. Dr. Heinrich Bürkle de la Camp eine Besonderheit dar.

Er wurde am 1. Februar 1945 als Generalarzt d.R. und Beratender Chirurg beim Luftflottenarzt II mit dem Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet.

Im Netz lassen sich zu ihm einige Infos finden. Hier einige biographische Daten aus dem AHF:

Zitat
Prof. Dr. med. Dr.med.h.c. Heinz Bürkle de la Camp
(RK KVK mS 01.02.1945) (Deutsches Kreuz in Gold 26.10.1944) (Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1950)
* 03.06.1895 in Bonndorf / Baden, + 02.05.1974 in Dottingen / Baden
1937 NSDAP
01.10.1940 Oberstabsarzt der Reserve (Luftwaffe)
01.01.1942 Oberfeldarzt der Reserve
01.01.1943 Oberstarzt der Reserve
01.10.1944 Generalarzt der Reserve

Sohn des praktischen Arztes Joseph Bürkle.
Gymnasien in Freiburg, Triberg und Straßburg/Elsaß.
1914 Abitur
WW I: at last Leutnant im 5. badischen Infanterie-Regiment Nr. 113,
00.11.1918 Medizinstudium an den Universitäten Freiburg und Leipzig
00.12.1921 Staatsexamen
Mitte 1922 - April 1924 Assistent am Patholog. Institut (Geheimrat Aschoff)
00.04.1924 Assistent an der Chir. Universitätsklinik Freiburg (Prof. Lexer)
00.01.1927 - 00.06.1927 Gastassistent an der Universitätsklinik Zürich (Prof. Clairmont)
00.07.1927 - 00.12.1927 Gastassistent an der Universitätsklinik Wien (Hofrat Prof. von Eiselsberg
00.00.1929 Privatdozent für Chirurgie unter Prof. Lexer in München
00.00.1930 Oberarzt an der Chir. Universitätsklinik München (Prof. Lexer)
00.00.1933 außerordentlicher Professor für Chirurgie an der Universität München
00.12.1933 außerordentlicher Professor für Chirurgie (Lehrauftrag Unfallchirurgie) an der Medizinischen Akademie Düsseldorf, zugleich Chefarzt der chirurgischen Abteilung am Knappschafts-Krankenhaus Bergmannsheil in Bochum als Nachfolger von Prof. Magnus (siehe bei Karl Brandt)
16.08.1939 Beratender Chirurg der Luftwaffe im Heimatbereich Westfalen
00.05.1940 Beratender Chirurg beim Luftflottenarzt 2 (Oskar Schröder) in Holland, Belgien-Nordfrankreich, Russland (Nord und Mitte), Serbien, Norwegen und Finnland
initiator of the medical conferences of the Luftflotte 2 in Brüssel und Amsterdam
he developed together with Tönnis the air transport of the wounded soldiers (also the indications resp. contra-indications)
00.12.1942 Beratender Chirurg beim Wehrmachtsarzt Süd
12.12.1942 - 27.12.1942 m.d.W.d.G.b. Armeearzt der 5. Panzerarmee (Tunesien)
(succeeded by Generalarzt Dr. Walter Penner 27.12.1942 m.d.W.d.G.b. until ???)

24.05.1943 - 26.05.1943 participator of the “3.Arbeitstagung Ost der Beratenden Ärzte” (Third Eastern Working Conference of Consulting Physicians) at the “Militärärztliche Akademie” (Military Medical Academy) in Berlin. At this conference, attended by some 200 German medical professionals, SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Prof. Dr. med. Karl Gebhardt presented the results of his experiments, entitled “Special Experiments on the Effect of Sulfonamides”, in treating wounds (inflicted on female inmates of the Ravensbrück concentration camp).

16.11.1943 Beratender Chirurg beim Wehrmachtsarzt Südwest
May - September 1945 Arzt im 2. Kriegslazarett (mot.) 551, Meran

After the war again an der Medizinischen Akademie Düsseldorf and also Chefarzt der chirurgischen Abteilung am Knappschafts-Krankenhaus Bergmannsheil in Bochum
1954 Präsident de Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
1963 im Beirat (advisory board) für das Sanitäts- und Gesundheitswesen beim Bundesverteidigungsminister

Quelle: http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?f=5&t=66810&start=135

Dort findet sich auch dieses Bild:


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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #108 am: 26.03.10 (11:26) »
Hier mal noch ein Link zu einer Wikipedia-Seite zu

Heinrich Bürkle de la Camp


Zitat
Ihm zu Ehren wird von der Bundeswehr die Heinrich-Bürkle-de-la-Camp-Medaille für Verdienste in der Medizin verliehen, der Platz vor der Bochumer Klinik Bergmannsheil ist ebenfalls nach ihm benannt.


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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #109 am: 27.03.10 (08:54) »
Zitat
- Dr. Fritz Nödl, DKiG als Stabsarzt in einem Fallschirmjägerregiment

Laut diesem
Link


war Stabsarzt Fritz Nödl der Bataillonsarzt im III. Bataillon / Fallschirmjägerregiment 5 während des Einsatzes in Nordafrika.

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #110 am: 28.03.10 (08:59) »
Zitat
- Dr. Kurt Schmidt, DKiG als Stabsarzt in einem Fallschirmjägerregiment

Laut dieser Quelle

http://www.forum-der-wehrmacht.de/thread.php?postid=160489

war er von 9. Oktober 1944 bis 1945 Bataillonsarzt im Fallschirmpionierbataillon 3.

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #111 am: 29.03.10 (17:22) »
Innerhalb der Marine finde ich 5 Ärzte, die mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurden. Es sind dies:

- Dr. Friedrich-Wilhelm Schröder, DKiG am 12. März 1943 als Marinestabsarzt d.R. und Schiffsarzt auf dem Hilfskreuzer „Michel“

- Dr. Paul Pfaffinger, DKiG am 28. August 1943 als Marinestabsarzt und Schiffsarzt auf „U 441“

- Dr. Georg Hoffmann, DKiG am 23. August 1944 als Marinestabsarzt und Flottillenarzt der 2. Schnellbootsflottille

- Dr. Helmut Heising, DKiG am 20. November 1944 als Marinestabsarzt d.R. und Flottillenarzt der 3. Schnellbootsflottille

- Dr. Georg Dähne, DKiG am 30. Januar 1945 als Marinestabsarzt d.R. und Flottillenarzt der 11. Vorpostenflottille



Zu diesen Personen dürften sich Infos finden lassen, ...

Jürgen Fritsche

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #112 am: 29.03.10 (23:52) »
Moin Ingo,

mal ein Zwischenlob, damit Du Dir hier nicht so mutterseelenallein vorkommst ...  ;D

Wirklich Klasse Arbeit, das alles so gründlich und ausführlich wie möglich zusammenzutragen - und alles nur für mich  ;D  ;D  ;D
Viele Grüße,
Jürgen



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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #113 am: 30.03.10 (08:04) »
Naja, so richtig viel und vor allem ausführlich ist es ja nicht. Es bleibt mehr oder weniger nur bei namentlichen Auflistungen.

Mal ein kleiner Wink an unseren "Zerstörerfahrer", in Deiner Quelle, mit der Du mir schon einige Male geholfen hast, wird sich vielleicht etwas über die genannten Marine-Ärzte finden lassen ?

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #114 am: 09.04.10 (10:48) »
Da bin ich wohl doch muttenseelenallein, ...


Dann mache ich mal weiter mit den Trägern des Deutschen Kreuzes in Gold in den Reihen der Waffen-SS. Da kann ich vier Personen finden:

- Egon Shalka, DKiG am 14. November 1944 als SS-Hauptsturmführer und Chef der 2. / SS-Sanitätsabteilung 9 / 9. SS-Panzerdivision „Hohenstaufen“

- Dr. med. Werner Fecke, DKiG am 30. Dezember 1944 als SS-Sturmbannführer und Chef der 1. / SS-Sanitätsabteilung 5 / 5. SS-Panzerdivisin „Wiking“

- Dr. med. Hans Thon, DKiG am 30. Dezember 1944 als SS-Sturmbannführer und Kommandeur SS-Sanitätsabteilung 5 / 5. SS-Panzerdivisin „Wiking“

- Helmut Slama, DKiG am 23. Januar 1945 als SS-Hauptsturmführer und Kampfgruppenarzt der Panzerbrigade 150


Auch hier gibt es mit Sicherheit einige Quellen, wo man zu den genannten Namen etwas ergänzen könnte.
« Letzte Änderung: 09.04.10 (16:25) von IM »

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #115 am: 17.04.10 (10:44) »
Ich habe gerade noch etwas gefunden zu:

Zitat
- Dr. Günther Müller, DKiG am 16. August 1943 als Oberstabsarzt und Kommandeur der Fallschirmsanitätsabteilung 2

Über ihn hatte Hannes mal etwas gefunden:

Zitat
Dr. Günther Müller
geb.: 14.09.1911 in Werlau

Fallschirmschützenabzeichen am 5.11.37 als Oberarzt
Flugzeugführerabzeichen am 1.12.38 als Oberarzt
Medaille "1. Oktober 1938" mit Spange am 20.06.39 als Stabsarzt
EK II am 18.05.40 als Stabsarzt
EK I am 18.05.40 als Stabsarzt
Ärmelband Kreta am 20.05.43 als Oberstabsarzt bei FschJgRgt. 1
DKiG am 16.08.43 als Oberstabsarzt

Co-Autor des bekannten Buches "Sprung über Kreta", letzter Festungsarzt in Brest
1944 amerikanische Kriegsgefangenschaft, zuletzt Oberfeldarzt
nach dem Kriege Gynäkologe

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #116 am: 26.04.10 (15:40) »
Ich merke noch einmal an, daß es durchaus möglich ist, mit vorhandener Literatur über die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold aus den Reihen der Marine oder auch der Waffen-SS zu der ein oder anderen Person noch einige Infos zu finden. Ich selbst habe da leider nichts vorliegen, ...

Daher mache ich mal weiter mit den Inhabern der Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshaber des Heeres. Ich beginne wiederum mit den Sanitätern.


- Fritz-Eitel Pommerening, AU am 28. April 1943 als Sanitäts-Unteroffizier in der 3. Kompanie / Grenadierregiment 411 / 122. Infanteriedivision

- Hermann Lailach, AU am 15. Januar 1944 als Sanitäts-Feldwebel in der 7. Kompanie / Panzergrenadierregiment 113 / 1. Panzerdivision

- Jakob Faust, AU am 17. Oktober 1944 als Sanitäts-Unteroffizier in der 3. Kompanie / Pionierbataillon 227 / 227. Infanteriedivision

- Georg Hanig, AU am 5. Dezember 1944 als Sanitäts-Oberfeldwebel in der 1. Kompanie / Panzerpionierbataillon 220 / 21. Panzerdivision

- Kurt Gutzentat, AU am 7. Dezember 1944 als Sanitäts-Feldwebel im Stab des Divisionsfüsilierbataillon 1 / 1. Infanteriedivision

- Heinz Wedler, AU am 7. Dezember 1944 als Sanitäts-Unteroffizier in der 6. Kompanie / Grenadierregiment 994 / 278. Infanteriedivision

- Walter Miericke, AU am 7. Dezember 1944 als Sanitäts-Unteroffizier in der 1. Kompanie / Panzergrenadierregiment 12 / 4. Panzerdivision

- Johann Drost, AU am 25. Februar 1945 als Sanitäts-Obergefreiter in der 6. Kompanie / Grenadierregiment 273 / 93. Infanteriedivision


Gibt es nicht auch über die Inhaber der Anerkennungsurkunde Literatur ??

Loerscher

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #117 am: 01.05.10 (17:40) »
Hallo Ingo,

es gibt ein Buch von Manfred Dörr "Die Inhaber der Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshabers des Heeres 1941-1945", Biblio-Verlag 1993.

Ich hatte das mal ausgeliehen und die Männer der Panzertruppe rausgeschrieben, ich besitze es aber leider nicht.

Also bei ZVAB gibt's das ab ca. 30 EURO, oder eben per Fernleihe in die Finger kriegen  ;D

Oliver

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #118 am: 01.05.10 (18:05) »
Genau das Buch meine ich. Liege ich richtig, daß dort die Angabe mit drin steht, wann sich der so Ausgezeichnete sich die AU verdiente und vor allem auch wo ?

Die namentliche Auflistung der Träger dieser Auszeichnung habe ich, so konnte ich ja auch die Sanis finden, die Ärzte werden noch folgen.

GR162

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #119 am: 01.05.10 (18:28) »
Es würde mich auch interessieren ob das Buch über die reine Auflistung hinausgeht sondern halt auf die Umstände die zur Auszeichnung führten genauer eingeht.

Gruß Sascha

 

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