Autor Thema: soldaten mit Körperpanzerung?  (Gelesen 21893 mal)

Mario

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Re: soldaten mit Körperpanzerung?
« Antwort #30 am: 05.02.06 (10:47) »
@Ronny
Das meinte ich: Nachher kann man alles präsentieren, und vom Ami sind wir ja in dieser Beziehung letzte Zeit sehr verwöhnt worden ;D! Und Dragunovs und Kaschis liegen dort ja scheinbar an jeder Ecke umher, wenn schon jeder Zweite mitte RPG-7 umherstolziert.
@Hoover
Hast recht, die Muni ist nicht austauschbar. Daher dürfte die Durchschlagswirkung des Dragunow noch höher sein.

Und wie gesagt: Wenn die GIs den Schützen sehen können, war erwirklich Anfänger. Aber selbst bei der Entfernung müßte die Weste eigentlich durch sein. Und genau 90 Grad Auftreffwinkel, da waren aber wirklich alle Schutzengel auf Posten!
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Ronny22

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Re: soldaten mit Körperpanzerung?
« Antwort #31 am: 05.02.06 (11:14) »
@Ronny
Das meinte ich: Nachher kann man alles präsentieren, und vom Ami sind wir ja in dieser Beziehung letzte Zeit sehr verwöhnt worden ;D! Und Dragunovs und Kaschis liegen dort ja scheinbar an jeder Ecke umher, wenn schon jeder Zweite mitte RPG-7 umherstolziert.

Und wie gesagt: Wenn die GIs den Schützen sehen können, war erwirklich Anfänger. Aber selbst bei der Entfernung müßte die Weste eigentlich durch sein. Und genau 90 Grad Auftreffwinkel, da waren aber wirklich alle Schutzengel auf Posten!
IMMER NOCH SKEPSIS !!

Naja, es wurde auch die Kamera präsentiert mit der der Anschlag gefilmt wurde.

Und es gibt mehrere Videos auf denen G.I.s nach Treffern auf ihre Westen wieder aufstehen und in Deckung gehen können.

Ein Video ist besonders kurious, der Schütze verwendet hörbar einen Repetierer und feuert auf eine Gruppe G.I.s, die SICHTBAR an der Brust auf ihre Westen getroffen werden. ABER in keiner Weise reagieren und in Deckung gehen, sie besehen sich offenbar die Treffer und bleiben stehen. Nach dem 3. so platzierten Schuss scheint der Heckenschütze nun höher zu zielen und streckt 2 G.I.s offenbar tödlich nieder.

Ich weiß nicht ob diese G.I.s dumm oder überheblich waren, aber sie haben wohl gegen alle Ausbildungsgrundsätze verstossen.

Wie gesagt stammen die Videos von der Internet-Seite eines G.I.s der im Irak war und dort lauter solche Videos von beiden Seiten online gestellt hat.
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waldi44

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Re: soldaten mit Körperpanzerung?
« Antwort #32 am: 18.03.06 (13:26) »
Ich finde es dennoch bemerkenswert und verwunderlich, dass deutscherseits kaum irgendwelche Anstrengungen in diese Richtung unternommen wurden. An allem möglichen wurde geforscht und entwickelt, aber an Schutzvorrichtungen für die eigenen Soldaten kaum.
Der neue Stahlhelm kam sehr spät und wurde abgelehnt. Was gab es sonst noch für Schutzvorrichtungen für die Soldaten, die im 3. Reich entwickelt wurden und erfolgreich zum Einsatz kamen?
Oder stellen wir die Frage andersrum: Was hätte man für sie entwickeln können? Helm hatten sie, Gasmaske hatten sie...

Hoover

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Re: soldaten mit Körperpanzerung?
« Antwort #33 am: 18.03.06 (13:37) »
Ich denke, man ist einfach einen Kompromiss eingegangen.

Nutzen und Aufwand standen mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln in keiner Relation.
die erste wirklich brauchbare Splitterschutzweste kam 1952 mit der weste M1952 der Amis, die in Korea sehr gut und beliebt war. Das machte aber erst die Verbindung von Nylonlagen mit Baumwolle im sandwichsystem möglich. Im 2. Wk waren die meisten Westen eher eine psychologische Hilfe. Und die Flak-Vest der USAAF war sehr schwer und für den Erdkampf nicht zu gebrauchen.

Kleinalrik

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Re: soldaten mit Körperpanzerung?
« Antwort #34 am: 07.12.08 (21:39) »
Nochmal zu den "Hörnchen" der M1916 und M1918:

Die eigentliche Funktion der Durchstanzung des Helems an dieser Stelle ist die Befestigung des Innengestelles und die Entlüftung des Helmes. Dazu genügte aber ein flacher Ringniet.
Bei der Gelegenheit nutzte man aber die nunmal vorhandene Befestigungsmöglichkeit und verwendete einen verlängerten Röhrenniet.
Auf diesem wurde der Stirnpanzer aufgehängt. Die "Hörnchen" selbst haben tatsächlich nur die Funktion, den Stirnpanzer zu halten.
Stirnpanzer wurden an MG-Schützen und an Wachposten ausgegeben und bei Wachwechsel bzw. MG-Übergabe mit übergeben.
Sie waren einzeln schwerer als der gesamte Helm und unbeliebt, auch wenn sie einen Treffer zuverlässig abhalten konnten.
Aus einer älteren Visier habe ich herausgelesen, dass die Stirnpanzer häufig zweckentfremdet wurden, um Stellungen gegen Beschuss zu festigen (allerdings stelle ich mir das schwer vor, solche Miniplatten an der Grabenwand zu befestigen, geschweige denn, ausreichend davon für einen vernünftigen Schutz aufzutreiben).

Die Lamellenpanzer sollten in erster Linie Bajonettstiche abhalten, schränkten aber die Beweglichkeit der Träger demaßen ein, dass sie ebenfalls als ungeliebte Ausrüstungsstücke zurückgelassen wurden.