Militärgeschichte > Nichtdeutsche Armeen im 2. Weltkrieg

Holländische Armee

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Nomen Nescio:

--- Zitat von: waldi44 am 11.03.10 (20:02) ---Ich sprach von den Deutschen aber die Alliierten hatten das gleiche Problem. Nun, mit dem Begriff "Verbrechen" halten sich diesbezüglich auch andere Quellen eher zurück. Das Argument, die Sicherheit der eigenen Truppen habe vorrang, rettete zB. Dönitz vor dem Strick in Nürnberg und ob man was hätte können, genügt nicht als Argument. Was konnte man alliierterseits und deutscherseits tatsächlich?
--- Ende Zitat ---
Waldi, du übersiehst den springenden Punkt.
Er verbot sofort nach dem Streik jede Lieferung nach dem Westen. Auch das was geliefert hätte werden können.
Und wie ich schon sagte, es gab noch das IJsselmeer. Über das Wasser hätte man eine Menge transportieren können. Aber das war davon auch betroffen. Und über das IJsselmeer gab es m.W. kein Munitionstransport.

Denke mal nach, warum es möglich war, daß Transporte der Schweden im äußersten NW des Landes - auch wenn es kaum Kapazität gab - dennoch schließlich im Westen des Landes kamen.
Das kam weil SI sein Veto ungetan gemacht hatte.

waldi44:
Man sollte aber dabei nicht den Eindruck erwecken, die Holländer hätten nichts zu Essen gehabt. Es gab massenhaft sogenannte Zentrale Küchen, bei denen es gegen ein geringes Entgeld warmes Essen gab. Die 22.000 Todesopfer sind ja nicht auf der Strasse verhungert, wie man es aus Leningrad oder anderen Orten im Osten kannte. Viele verstarben durch Mangelernährung hervorgerufene Krankheiten. Hinzu kam eine grosse Kälte in Winter 44/45 und der Mangel an Brennstoff.
Insgesamt waren wohl 4,5  millionen Menschen bei einer Bevölkerung von rund 9 Millionen von der Hungernot betroffen, von denen weniger als 1% verstarben(von den 4,5). Dahingegen war um dieen Zeitpunkt allein 1,9 millionen Niederländische Holländer ;) heimatlos 20%.
Auffallend bei meiner Recherche zum Thema: Eine gewisse Zurückhaltung in allen Beiträgen und keine direkte Schuldzuweisung. Liegt wohl daran, dass den Holländern eine gehörige Mitschuld zugewiesen wird.
Den Opfern und Hinterbliebenen ist das natürlich egal un ein Holländer wird die Sache natürlich anders Beurteilen als zB. ich. Eine Hungterblockade, die das Prädikat Verbrechen verdient war die der Briten gegen Deutschland im 1. Wk und vor allem deren Verlängerung noch Monate nach Kriegsende. Selbst der Fischfang war zeitweilig verboten. Im allgemeinen wird dort von gut 750.000 Toten bis Ende 1918 ausgegangen. Natürlich bei einer wesentlich grösseren Bevölkerung.
Übrigens:Es gab sowohl im 1.WK als auch 2. Wk eine gewisse kriegsbedingte Erhöhung der Zivilsterblichkeit, die allerdings im 1. Wk. zB in England weit unter der deutschen blieb obwohl es auch dort eine Nahrungsknappheit gab.
Noch mal daran erinnert: In dem infrage kommenden Gebiet standen 120.000 Deutsche Soldaten und deren Verbündete, die versorgt werden mussten. Ausserdem wurde ein Teil der ohnhin knappen Transportmittel für die Vorbereitung der Ardennenoffensive benötigt.

Nomen Nescio:

--- Zitat von: waldi44 am 12.03.10 (13:07) ---Auffallend bei meiner Recherche zum Thema: Eine gewisse Zurückhaltung in allen Beiträgen und keine direkte Schuldzuweisung. Liegt wohl daran, dass den Holländern eine gehörige Mitschuld zugewiesen wird.
Den Opfern und Hinterbliebenen ist das natürlich egal un ein Holländer wird die Sache natürlich anders Beurteilen als zB. ich. Eine Hungterblockade, die das Prädikat Verbrechen verdient war die der Briten gegen Deutschland im 1. Wk und vor allem deren Verlängerung noch Monate nach Kriegsende. Selbst der Fischfang war zeitweilig verboten. Im allgemeinen wird dort von gut 750.000 Toten bis Ende 1918 ausgegangen. Natürlich bei einer wesentlich grösseren Bevölkerung.
Übrigens:Es gab sowohl im 1.WK als auch 2. Wk eine gewisse kriegsbedingte Erhöhung der Zivilsterblichkeit...
--- Ende Zitat ---
Waldi, der Hungerwinter ist entstanden, weil SI befahl, daß Nahrungtransporte nach dem Westen verboten wurden. Du kannst mit vielen Gründen kommen, die auch mitspielten. Aber erster Grund ist und bleibt SIs Weigerung.

Übrigens diese «gaarkeukens» (Zentrale Küchen) waren so gut, daß ich im höchsten Maß Hungerödem hatte. Nur weil ein deutscher Arzt bei uns einquartiert war, habe ich es überlebt. Denn er sorgte dafür, daß ich in jener Zeit täglich 1/4 L Milch bekam.
Es gab diese gaarkeukens ab etwa Anfang 1944. Der Grund war, daß das Gas immer weniger bis gar nicht mehr geliefert wurde. Und man deshalb nicht mehr kochen konnte.


--- Zitat ---Aanvankelijk bestond dit eten nog uit stamppot van aardappelen en biet of kool, later werd de kwaliteit geleidelijk slechter en er werd ten slotte nog hoofdzakelijk dunne soep van aardappelen en bloembollen uitgedeeld of smerige stamppotten, waarvan suikerbieten het hoofdbestanddeel vormden.
--- Ende Zitat ---
Anfänglich bestand dieses Essen noch aus Eintopfgericht von Kartoffeln und Rüben oder Kohl. Später wurde die Qualität allmählich schlechter und wurde schließlich noch hauptsächlich eine dünne Suppe von Kartoffeln und Blumenzwiebeln verteilt. Oder ein scheußliches Eintopfgericht, wovon Zuckerrüben der Hauptbestandteil waren.

waldi44:
Ok, die Argumente zum Thema sind ausgetauscht, die Meinung bei uns zwei hat sich gebildet. Andere mögen nun für sich die Fakten abwägen und sich ihre eigene Meinung zum Thema bilden.

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