Militärgeschichte > Wehrmacht
Fünfte Kolonne
waldi44:
Na endlich mal jemand, der weiss wovon er spricht und auch belegen kann, worüber er spricht! Da kann sich jetzt jeder selbst einen Raim auf die friedliche Besetzung der CSR und die Rolle der Sudetendeutschen machen. Ähnlich verhielt es sich später auch beim Überfall auf Polen. Huch, hab ich "Überfall" geschrieben ::)...
Jan-Hendrik:
Tja , wenn man die Frage gelesen hätte und dazu meine Antwort ...
Es ging um den Einmarsch der Wehrmacht ins Sudetenland , und der erfolgte nunmal nach & gemäßt dem Münchener Abkommen . Das die Tschechen das gefreut hat habe ich nirgends geschrieben und nach den Vorkommnissen im Vorfeld hatte er nicht gefragt ... ::)
Jan-Hendrik
AK 74 ZF:
Nun ja Waldi ... man darf aber auch die ganze Vorgeschichte nicht vergessen. Denn im eigentlichen wurzelt da vieles an der Festlegung bestimmter Grenzen nach dem 1. WK. ... Und den sich daran hochschaukelnden Haß zwischen jahrhundertelang halbwegs friedlich miteinander zusammenlebenden Völkern. ... Im Prinzip ... Geschichte. Auch wenn manch Schatten der Geschichte auch heute noch das Miteinander trübt. Deutsche und auch Tschechen (und Polen) sollten und müssen ihre Geschichte, im Herzen Europas, irgendwann einmal wirklich gemeinsam und auch gründlich aufarbeiten. Solange dies nicht passiert, zeigt sonst immer einer auf den anderen und schiebt "Schuld" rüber. Schuld gab es auf beiden (allen) Seiten.
Und leider war damals Gewalt ein noch "legitimes" Mittel bzw. ein aktzeptiertes Mittel zur Durchsetzung der jeweiligen Ziele.
Auch wenn man auf "Friedensdiplomatie" setzte ... zur Erreichung der damaligen Forderungen und Durchsetzung der nationalen Interessen griffen alle Seiten zu üblen Mitteln. ....
Fakt ist, daß Deutschland bereit und Willens war, zur Lösung der "Sudetenfrage", notfalls auch Gewalt anzuwenden.
Daß es in diesem Fall nocheinmal mittels "Diplomatie" und Verträgen , auf Kosten der CSR (welche ja im Endeffekt völlig von den Allierten geopfert wurde) ging, wurde damals ja noch als Erfolg der diplomatischen Kunst des Führers betrachtet/verkauft. ... War im Prinzip viel Glück dabei. ... Aber "Glück" ist eine trügerische Sache.
Viele der fürchterlichen Exzesse der Polen und Tschechen (sowie anderer Völker) nach 1945, waren eine Folge des angestauten nationalistischen Hasses aus dem Gefühl der Erniedrigung durch die vorherigen Niederlagen und Demütigungen durch die Besetzung. ... Auch eine späte Folge der "friedlichen Besetzung". ... Ich zumindest seh da durchaus einen Zusammenhang.
@ Jan Hendrik ... auch während der "friedlichen Besetzung" des Sudetenlandes war die "5. Kolonne" aktiv. Sicherung/Besetzung neuralgischer Punkte, Niederhalten von Widerstand und Aufspüren/Zerschlagen von Widerstand tschechischer Nationalisten. ... Wobei da einige auch noch ganz privat ihr Mütchen an ihren tschechischen Nachbarn kühlten und alte Rechnungen beglichen. ... Darüber wirst Du aber in den offiziellen Regimentsgeschichten nichts finden. Denn das "Sudetendeutsche Freikorps" war ja (trotz Führung/Unterstützung durch die Abwehr) eher ein "Freikorps".
StabFeld:
Alle Achtung und Lob an AK 74 ZF,
habe ja nicht mit solch einem Zuspruch gerechnet.
Hierzu muß ich noch beifügen, dass es Wochen und Tage vor dem Einmarsch Tote auf beiden Seiten gab. Schießereien auf beiden Seiten.
"Einheiten" dieser 5 Kolonne gab es im Sudetenland und auf deutscher Seite. Unterstützt von der Sudetendeutschen Arbeiterpartei. Sudetendeutsche gingen in den Untergrund und leisteten zuerst passiv, dann aktiv Widerstand gegen die tschechische Unterdrückung. Mein Vater musste 1938 aus politischen Gründen fliehen und gehörte zu dieser 5.Kolonne. Er erzählte, dass er Wochen vor dem Einmarsch in den Wäldern von Dippoldiswalde war und dort für den Tag X vorbereitet wurde.
Seine Gruppe " marschierte " Stunden vor der Wehrmacht in sein Heimatland ein. u.s.w.
Aber ich finde das Toll, dass ich nicht alleine mit meinem Wissen da stehe.
Nochmals Bravo, dass ich ein Thema einstellen durfte, dass ich hier noch nicht gefunden hatte.
Noch eine Frage: Woher beziehst Du deine Informationen?
Meine Quelle war mein Vater bzw. ein altes Sudetendeutsches Buch, und das verbotene Reichsheft, an deren Quelle ich momentan nicht komme.
Gruß StabFeld
Richtschuetze:
Stunden vor der Wehrmacht in sein Heimatland ein.
@waldi siehste das hörte garnicht den Tschechen ;D
Gruss
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