Autor Thema: Karl Emil Franz Kummerow  (Gelesen 201 mal)

NoSa89

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Karl Emil Franz Kummerow
« am: 11.01.26 (11:15) »
Hallo,

ich bin auf der Suche nach Informationen zu meinem Uropa Karl Emil Franz Kummerow (geb. 10.11.1919 in Kolberg). Ich habe den Namen gerade erst herausgefunden und bin über jede weitere Info dankbar.
Warum ich in diesem Forum nachfrage: ich weiß, dass er am 30. August 1943 im Feldlazarett 31766 war. Mittlerweile ist mir auch bekannt, dass es sich hierbei um eine Feldpostnummer handelt.

Vorab vielen Dank
Liebe Grüße

Alter.Sammler

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Re: Karl Emil Franz Kummerow
« Antwort #1 am: 14.01.26 (08:22) »
Hallo,

die Feldpostnummer 31766 bedeutet:

31766

 

(2.1.1940-27.4.1940) Stab Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 298,

(1.3.1942-7.9.1942) gestrichen,

(12.3.1943-7.9.1943) Kommando 384. Infanterie-Division,

(25.11.1944-Kriegsende) 20.11.1944 gestrichen.


Gruss

Flensburger

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Re: Karl Emil Franz Kummerow
« Antwort #2 am: 09.02.26 (23:34) »
die Antwort oben bezieht sich auf die normale Feldpostnummer einer Divisionseinheit.
Da dein Uropa aber in einem Feldlazarett war, handelt es sich bei der 31766 um die Kennnummer des Lazaretts selbst.

Wenn man in den Verzeichnissen der Sanitätsdienste nachschlägt:
 31766 gehörte im August 1943 zur Sanitäts-Abteilung 132 (speziell zur 2. Kompanie / Feldlazarett), die der 132. Infanterie-Division unterstellt war.

    Einsatzort im August 1943:
    Division befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem der härtesten Abschnitte der Ostfront, südlich des Ladogasees.
    Sie war direkt in die Dritte Ladoga-Schlacht (auch Schlacht um die Sinjawino-Höhen genannt) verwickelt.

    Wenn dein Uropa am 30. August 1943 im Feldlazarett war, befand er sich vermutlich im Raum Mga oder Sinjawino.
    Kämpfe dort waren extrem verlustreich, Lazarett lag meist nur wenige Kilometer hinter der Hauptkampflinie,
    um die vielen Verwundeten dieser Abwehrschlacht aufzunehmen.

Er wurd mit Sicherheit in ein Krankenbuch eingetragen. Unterlagen werden heute im Bundesarchiv (Abteilung PA) in Berlin aufbewahrt.
Stelle dort einen Forschungsantrag. Mit der Angabe des Datums und der Lazarett-Nummer lassen sich oft Diagnose und weiterer Verlegungsweg finden.
 Vor einigen Jahren wurde das gesamte Krankenbuchlager in das Bundesarchiv (Abteilung PA, Berlin-Reinickendorf) integriert.

Es gibt auch ein bekanntes Buch: "Die 132. Infanterie-Division: Eine Chronik" von Hellmuth Gottwald.

MfG

 

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