Autor Thema: Darüber lacht die Republik. Friedrich Ebert und ›seine‹ Reichskanzler in der Karikatur  (Gelesen 346 mal)

Nightwish

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Darüber lacht die Republik. Friedrich Ebert und ›seine‹ Reichskanzler in der Karikatur

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erlebte die Karikatur einen Boom: Es gab knapp 80 humoristisch-satirische Zeitschriften, die Karikaturen veröffentlichten. Dabei standen Reichspräsident Friedrich Ebert und die jeweils amtierenden Reichskanzler als die herausragenden Repräsentanten der jungen Weimarer Republik im Fokus der satirischen Kritik.
Die Ausstellung »Darüber lacht die Republik – Friedrich Ebert und ›seine‹ Reichskanzler in der Karikatur« präsentiert eine Auswahl von rund 70 Zeichnungen, die Ebert und jene Kanzler ins Visier nehmen, die er zu seinen Lebzeiten ernannt hat. Dies waren die SPD-Politiker Philipp Scheidemann, Gustav Bauer und Hermann Müller, von der Zentrumspartei Constantin Fehrenbach, Joseph Wirth und Wilhelm Marx, der DVP-Vorsitzende Gustav Stresemann sowie die parteilosen Wilhelm Cuno und Hans Luther. Zwei dieser Kanzler, Hermann Müller und Wilhelm Marx, gelangten nach dem Tod Eberts im Februar 1925 erneut ins Amt. Karikaturen aus diesen zweiten Amtszeiten finden ebenfalls Eingang in die Ausstellung, da die Kanzler im ursprünglichen Sinn zu Eberts Reichskanzlern zu zählen sind.

Dabei reicht die Spannweite von harmlos-lustigen Zeichnungen bis zu zutiefst verleumderischen Darstellungen. In drastischen Bildern belegen sie den Hass der politischen Gegner auf das sozialdemokratische Staatsoberhaupt und die demokratische Elite der Weimarer Republik. Sie greifen nicht nur Reichspräsident und Reichskanzler an, sondern auch das von ihnen verkörperte demokratische System. Die ausgestellten Karikaturen spiegeln somit die gesellschaftlichen Gegensätze der Weimarer Republik wider. Sie werfen ein Schlaglicht auf eine Epoche, in der Unsicherheit, Krisen und politische Feindschaft zur Tagesordnung gehören und das Klima prägten.

Zahlreiche Zeichnungen sind erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Fantasievolle Installationen ergänzen die Bildexponate und machen die Präsentation, die sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregt, besonders anschaulich.

Zur Eröffnung am Donnerstag, 23. Mai 2019, um. 19:30 Uhr spricht Bürgermeister Uwe Görtemöller.

Dr. Michael Braun (Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstelle, Heidelberg) führt in die Ausstellung ein.


Wo: Erich Maria Remarque-Friedenszentrum, Markt 6, 49074 Osnabrück

Wann: 23. Mai bis 8. September 2019

Öffnungszeiten: Di - Fr: 10-17 Uhr / Sa + So 11-17 Uhr

Eintritt frei
lerne leiden, ohne zu klagen