Autor Thema: Hochausgezeichnete des Sanitätswesens  (Gelesen 106692 mal)

Jürgen Fritsche

  • Mitglied
  • **
  • Beiträge: 348
Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #135 am: 20.08.10 (18:35) »
Moin Ingo,

nochmals danke für Deine gute und intensive Bearbeitung dieses Themenkomplexes.

Schönes Wochenende!
Viele Grüße,
Jürgen



(Aktives Banner, bitte anklicken ...)

racker

  • Gast
Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #136 am: 14.05.12 (07:30) »
Hallo,

hat jemand genauere Angaben zu dem Stabsarzt Prof.Dr.med. Fritz Nödl,
geboren am 20.01.1912 in Brüx/Sudeten
verstorben am __.__.1994 in ____________

Er soll nach dem Krieg Professor für Hauterkrankungen und Chefarzt an einer Süddeutschen Klinik gewesen sein.

Ich suche das genaue Verleihungsdatum des DKiG - 01.01.1945 ??? -, sowie Angaben zu seinem zivilen Werdegang.

IM

  • Moderator
  • Stammmitglied
  • *****
  • Beiträge: 7637
Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #137 am: 14.05.12 (07:45) »
Wenn Du bei Google die Stichworte "Prof.Dr.med. Fritz Nödl" eingibst, dann erscheinen einige Bruchstücke seines zivilen Werdeganges.

Hier ist sogar ein Bildchen mit abgebildet:

http://www.uniklinikum-saarland.de/fileadmin/UKS/Aktuelles/Zeitschrift_UKS_Report/2007/UKS_2007_IV_Sonder.pdf

IM

  • Moderator
  • Stammmitglied
  • *****
  • Beiträge: 7637
Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #138 am: 17.05.12 (10:27) »
Zitat
- Dr. Heinz Meyer, DKiG am 16. Oktober 1944 als Stabsarzt in der I. Abteilung / Panzerregiment 36 / 14. Panzerdivision

Über ihn habe ich einen Zeitungsartikel anläßlich der Verleihung des Deutschen Kreuzes in Gold gefunden. Er ist ein Beispiel für eine Verleihung an einen Arzt, der sich die Auszeichnung nicht im direkten Kampfeinsatz, sondern für die Bergung und Versorgung von Verwundeten aus dem Kampffeld verdiente.


JakeV

  • Mitglied
  • **
  • Beiträge: 294
Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #139 am: 16.10.13 (00:05) »
Hallo,

hat jemand genauere Angaben zu dem Stabsarzt Prof.Dr.med. Fritz Nödl,
geboren am 20.01.1912 in Brüx/Sudeten
verstorben am __.__.1994 in ____________

Er soll nach dem Krieg Professor für Hauterkrankungen und Chefarzt an einer Süddeutschen Klinik gewesen sein.

Ich suche das genaue Verleihungsdatum des DKiG - 01.01.1945 ??? -, sowie Angaben zu seinem zivilen Werdegang.

Aus "Internationaler Nekrolog" (1994):

03.11.1994 in Homburg/Saar

Jake

maha

  • Gast
Re: Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #140 am: 19.10.13 (22:51) »
Gibt es evtl. auch Infos zu einem Stabsarzt Dr. Bismarck? Habe leider keinen Vornamen.

Jürgen Fritsche

  • Mitglied
  • **
  • Beiträge: 348
Re: Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #141 am: 20.10.13 (02:01) »
Gibt es evtl. auch Infos zu einem Stabsarzt Dr. Bismarck? Habe leider keinen Vornamen.
Moin "maha",

diese Anfrage haben wir hier doch schon - doppelte Postings verwirren nur ...

Ist er denn "Hochausgezeichneter des Sanitätswesens"?
Viele Grüße,
Jürgen



(Aktives Banner, bitte anklicken ...)

maha

  • Gast
Re: Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #142 am: 21.10.13 (20:56) »
Sorry, ich wusste nicht worunter ich es einsetzen sollte, daher die doppelte Anfrage. Vielleicht kann jemand das andere Posting löschen. Habe dir per Email die wenigen mir bekannten Daten geschickt.

MM

  • Mitglied
  • **
  • Beiträge: 855
Re: Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #143 am: 03.07.15 (15:47) »
Hier hat jemand IM´s Daten geklaut und sie chronologisch nach dem Verleihungsdatum in einer Liste zusammengefasst - Stand 19.02.11
~ sic transit gloria mundi ~

Suche Informationen, Unterlagen, Fotos, Urkunden und Sonstiges zum Transportgeschwader 5 (vormals KGzbV 323), der schweren Panzerjägerabteilung 560 u.d. Artillerieregiment 155
Ausserdem Feuerzeuge die in Kriegsgefangenschaft in Tunesien/Afrika hergestellt wurden.

Jürgen Fritsche

  • Mitglied
  • **
  • Beiträge: 348
Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #144 am: 15.07.15 (18:38) »
Dann gehe ich mal über zu den Ärzten innerhalb der Luftwaffe die mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurden. Auch hier sei wieder der Hinweis angefügt, die Auflistung muß keineswegs vollständig sein.

[...]

- Dr. Günter von Nordheim, DKiG am 22. Mai 1943 als Stabsarzt und Chef der 1. Kompanie / Fallschirmsanitätsabteilung

[...]

Dies wären erst einmal 14 Namen. Allerdings sind wir sofort wieder beim Thema, daß die Datenlage für das Deutsche Kreuz bei der Luftwaffe einfach ein Graus ist. Dies beginnt mit der obigen Auflistung, einige Einheitsbezeichnungen sind unvollständig. Bei den Fallschirmsanitätsabteilungen blicke ich noch nicht durch, mal sind sie mit Nummern angegeben, mal ohne. Ich fürchte, die Liste ist so noch nicht komplett richtig.

[...]

Moin Ingo,

ja, bspw. bei Dr. Nordheim fehlt die Angabe, um welche Fallschirmsanitätsabteilung es sich handelte (Nummer fehlt).

Hinweis: Alle San.-Einheiten führten (wie auch alle sonstigen Truppenteile) zwangsläufig immer eine Nummer oder Bezeichnung, über die sie hinsichtlich ihrer Zugehörigkeit identifizierbar waren.

Henry deZeng und Douglas G. Stankey hatten ja, jahresweise bis zuletzt 2015 aktualisiert, die Lebensläufe von Luftwaffen-Offizieren für 1935 - 1945 zusammengestellt, aus denen ganz offensichtlich (oder woher?) auch Deine Daten stammen ...

Mit anderen Worten, Du kennst aufgrund der Datenherkunft die Nummer seiner Fsch.San.Abt. auch nicht, immer noch nicht - richtig? Die wäre mir mal wichtig.

Wollte für alle Fälle trotzdem mal Rückfrage gehalten haben ...  ;)


Nachtrag:

http://gliederungundstellenbesetzung.blogspot.de/2012/06/fallschirmjager-regiment-1-fschjagrgt1.html
Offizierstellenbesetzung 10.05.1940
I. Bataillon (I./FJR1)
Bataillonsarzt Dr. Günther von Nordheim

Falls dies derselbe Arzt sein sollte (bei Henry deZeng übrigens ohne "von" im Namen) und falls er innerhalb der 7. Fliegerdivision -> 1. Fallschirmjäger-Division geblieben sein sollte, müßte es sich oben um die Fallschirm-Sanitäts-Abteilung 1 gehandelt haben ...

« Letzte Änderung: 15.07.15 (18:55) von Jürgen Fritsche »
Viele Grüße,
Jürgen



(Aktives Banner, bitte anklicken ...)

IM

  • Moderator
  • Stammmitglied
  • *****
  • Beiträge: 7637
Re: Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #145 am: 15.07.15 (19:52) »
Nein, zu Northeim kann ich leider nichts Neues ergänzen.

Zwischen der Stellungbesetzung zum 10.05.1940 und der Verleihung des DKiG am 22.05.1943 liegen drei Jahre. Gerade die Fallschirmtruppe erlebte ja nach dem Westfeldzug einen regen Zuwachs. Da wäre es mit der Einheitszugehörigkeit wohl eher reine Spekulation.

Jürgen Fritsche

  • Mitglied
  • **
  • Beiträge: 348
Re: Hochausgezeichnete des Sanitätswesens / 24. Pz.Div.
« Antwort #146 am: 21.07.15 (00:44) »
Moin zusammen,

hier noch einige EK-I-Ausgezeichnete:

Eisernes Kreuz 1. Kl.

Anstett, Dr. Claus, Ass.Arzt, Pz.Gren-Rgt. 21, 24. Pz.Div. - 02.10.1942
Donner, Dr. Kurt, Oberarzt d.R., II./Pz.Gren.Rgt. 21, 24. Pz.Div. - 12.08.1942
Grübner, Dr. Ernst, Stabsarzt, Stab/Pz.Jg.Abt. 40, 24. Pz.Div. - 02.08.1942
Heimbrock, Josef, San.Uffz., Pz.Pi.Btl. 40, 24. Pz.Div. - 03.08.1942
Müller, Heinz, San.OFw., Pz.Gren.Rgt. 26, 24. Pz.Div. - 12.08.1942
Palkus, Heinz, San.Fw., Pz.Gren.Rgt. 21, 24. Pz.Div. - 12.08.1942
Schumacher, Dr. Ernst, Stabsarzt, Pz.Rgt. 24, 24. Pz.Div. - 26.08.1942
Spode, Dr. Günter, Oberarzt, Pz.Art.Rgt. 89, 24. Pz.Div. - 04.09.1942

Quelle: Jason D. Mark, Death of the Leaping Horseman: The 24th Panzer Division in Stalingrad. 2003.

Anm.: Hatte sie auch hier thematisch passend zur 24. Pz.Div. ergänzt ...
Viele Grüße,
Jürgen



(Aktives Banner, bitte anklicken ...)

Jan-Hendrik

  • Gast
Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #147 am: 14.01.18 (14:21) »
Dr. med. Heinrich Hüls

geboren am  14. August 1915
gefallen am 16. August 1944 bei Raseinen in Ostpreußen

Dr. med. Heinrich Hüls erhielt das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes posthum am 21. September 1944 als Oberarzt und Hilfsarzt in der II. Abteilung des Panzerregiments 11 / 6. Panzerdivision.

Dr. med. Hüls ist der einzige von den 10 Ärzten, die mit dem Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurden, der im Krieg sein Leben verloren hat.

In der Grafinger Zeitung vom 16. / 17. Dezember 1944 findet sich folgender kleiner Artikel:

"40 Verwundete mit seinem Leben gerettet
Oberarzt Dr. Heinrich Hüls gab als Abteilungsarzt einer westfälischen Panzerabteilung bei den Kämpfen um Raseinen in höchster Pflichterfüllung sein Leben, um 40 Verwundete zu retten. Für sein vorbildlich tapferes, zum Letzten entschlossenes Handeln verlieh ihm der Führer noch nachträglich das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes."

Mal etwas zum letzten Lebenstag des Dr. Hüls...

Aus einem Schreiben von Hauptmann Klaus Michaelis an die Eltern von Dr.Hüls:

Am 16.8.1944 trat die Abteilung aus dem Raum Asmoniskiai (7km nordwestlich Schirwindt an der deutschen Reichsgrenze) zu einem Stoß in allgemein südlicher Richtung an. Der Angriff, den Dr.Hüls als vorbildlicher Arzt in einem Schützenpanzerwagen begleitete, ging anfänglich gut und schneidig voran, bis durch zahlenmäßig weit überlegene feindliche Panzerabwehr, die zum Großteil in die Flanke des Angriffsverbandes schoß, ein Panzer nach dem anderen durch Volltreffer ausfiel und ausbrannte. In selbstlosem und vorbildlichem Einsatz versorgte Dr.Hüls im stärksten Feinfeuer eine große Anzahl verwundeter Kameraden. Rings von feindlichen Soldaten umgeben, tat er dies in derselben selbstverständlichen Ruhe, die man an ihm bewunderte. Schließlich, gegen 9.30 Uhr, wurde auch sein Schützenpanzerwagen abgeschossen. Dr.Hüls konnte sich mit geringfügigen Verwundungen retten und ging seinem Samariterwerk weiter nach. Bei einem Angriff von etwa 100 Russen auf seine zusammengeschmolzene Gruppe baute er das MG aus und verteidigte seine Verwundeten mit großem Erfolg.

Nun galt es die eigenen Linien zu erreichen, ein Unternehmen, dem sich fast unüberwindliche Schwierigkeiten entgegenstellten durch die vielen Verwundeten, die es mitzunehmen galt. Kilometerweit schleppte Dr.Hüls mit einem anderen Offizier den verwundeten Abteilungsführer Hauptmann Schmidt. Immer wieder mußte vor feindlichen Granaten in Deckung gegangen werden, immer wieder mußten rücksichtlos angreifende Russen mit dem MG niedergekämpft werden. In einem Graben mit den anderen Verwundeten Deckung suchend, wurde Dr.Hüls durch Splitter am rechten Oberschenkel getroffen. Diese Wunde band er ab und verband sie mit Hilfe seines ebenfalls verwundeten Sanitäts-Unteroffiziers. Er verbat sich aber jede Hilfe beim Weitermarsch. Beim Sprung in ein Kornfeld wurde er in einen Nahkampf mit einem russischen Soldaten verwickelt und fiel durch Kopfschuß.


Er wurde posthum zum Stabsarzt der Reserve befördert.

Jan-Hendrik

 

post