Autor Thema: Suche  (Gelesen 280 mal)

Offline fuzzy

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Suche
« am: 21.11.17 (11:33) »
Hallo

ich bin neu hier und bedanke mich hier erstmal für die Aufnahme.

Nun hätte ich aber auch noch die eine oder andre frage an euch,und zwar würde mich interessieren ob man heute noch herausbekommen kann was mein Vater im 2 WK gemacht hat .
Als kind hat er immer auf nachfrage davon erzählt das er in Russischer Kriegsgefangenschaft war ,und hatte auch ein Tattoo auf dem linken unterarm in form einer Brieftaube ,könnte es sein das hier nur ein anderes Tattoo abgedeckt wurde.Mich würde interessieren wo er war SS ,Waffen SS usw ist es möglich das heute noch rauszubekommen .
Mein Vater wurde 1902 geboren .
Für Antworten wäre ich euch dankbar.

gruß fuzzy

Offline Balsi

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Re: Suche
« Antwort #1 am: 21.11.17 (19:03) »
Hallo fuzzy,

wende Dich dazu doch bitte an die Deutsche Dienststelle (WASt) in Berlin, die können Dir sicherlich helfen.

grüsse

Offline Jürgen Fritsche

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Re: Suche
« Antwort #2 am: 26.11.17 (22:59) »
wende Dich dazu doch bitte an die Deutsche Dienststelle (WASt) in Berlin, die können Dir sicherlich helfen.

Moin zusammen,

zur Information: Bei Waffen-SS-Zugehörigkeit ist die Chance auf Auskunftsmöglichkeit durch die WASt (= Wehrmachts-Auskunftsstelle) grundsätzlich sehr gering ...

Verlustmeldungen der Truppe für Soldaten der Waffen-SS wurden damals bei der "Auskunftstelle für Kriegerverluste der Waffen-SS" in der Neuen Residenz in Bamberg registriert (aus Berlin 1943 dorthin ausgelagert). Deren Bestände sind jedoch kurz vor Kriegsende weitgehend verbrannt, insbesondere Erkennungsmarken-Listen. Reste wurden von der US-Armee am 13.04.1945 beschlagnahmt. Zeitweise (und allenfalls bis Ende 1944) wurden die Waffen-SS-Verlustmeldungen allerdings in Kopie informativ auch der WASt zugeleitet, so daß u. U. ein Teil der Meldungen dort noch vorhanden sein könnte. Allerdings hatte auch die WASt Verluste in ihren Beständen durch Beschlagnahme durch die Alliierten.

Die Wehrmachts-Auskunftsstelle (WASt), Berlin, informiert hierzu wie folgt:
Zitat
"Die Waffen-SS und die Polizei hatten eigene Personalverwaltungen und Auskunftsstellen über Personalverluste mit vermutlich ähnlicher Aufgabenstellung wie die der Wehrmachtsauskunftsstelle (WASt). Nach unserer Information ist der größte Teil des Schriftgutes der Waffen-SS kurz vor Kriegsende bei der Auskunftsstelle für Kriegerverluste der Waffen-SS in Bamberg vernichtet worden.
Die Aufzeichnungen der Polizei-Regimenter bzw. der SS-Polizei-Regimenter, die der Ordnungspolizei unterstanden, sind vermutlich ebenfalls größtenteils vernichtet worden. Von beiden Stellen sind allerdings einige wenige Fragmente erhalten geblieben, die in unserem Hause mit dem Wehrmachtschriftgut vereint wurden. Hierzu gehören Verlustlisten und Karteiunterlagen. Erkennungsmarkenverzeichnisse stehen von diesen Einheiten kaum zur Verfügung."

Trotzdem sollte die Möglichkeit einer Auskunft durch die WASt in Betracht gezogen werden, wenn man direkter Nachkomme eines Soldaten und damit auskunftsberechtigt ist. Zumindest erfährt man so, ob dort überhaupt etwas an Dokumentation vorliegt.

Die derzeitige Bearbeitungsdauer liegt z. Zt. allerdings schon bei etwa zwei Jahren! Das liegt nicht zuletzt auch an den stark ansteigenden Zahlen von unberechtigten Anträgen auf Auskunft (Anträge von nicht Auskunftsberechtigten, denn aus Daten- und Persönlichkeitsschutzgründen haben nur direkte Angehörige der Soldaten gesetzliches Recht auf Auskunft), die von einer trotz erhöhtem Anfrageaufkommen gleichbleibenden Anzahl der WASt-Mitarbeiter ebenso bearbeitet, aber negativ beschieden werden müssen.
Viele Grüße,
Jürgen



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Offline fuzzy

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Re: Suche
« Antwort #3 am: 27.11.17 (14:32) »
Hallo

ich danke euch erst mal für eure Antworten.

Ich dachte nicht das es doch eher schwierig ist etwas über den Vater heraus zu bekommen ,ich weis zwar das er in Russland in Gefangenschaft war ,aber halt nicht was sein Status war im Krieg wie zB Gefreiter ,Leutnant ........usw und wo er war SS oder Waffen SS oder nur ein Gefreiter .Allerdings die Brieftaube aufm linken unterarm blieb mir ganz gut im Gedächtsniss,wo sich mir halt schon immer  die frage gestellt hat ,ob da früher was andres war was in der Gefangenschaft oder danach überstochen wurde.
Man muss auch berücksichtigen das wir ,aus einem damals 1000 Seelen Dörfchen kommen wo eigentlich jeder jeden kennt ,allerdings hat nie jemand darüber gesprochen ,aber auf alten Bildern sieht man die Fahnen wehen,und ich muss auch gestehen das meine Neugier darüber was mein Vater im Krieg gemacht hat nicht weniger wurde mit den Jahren ,wobei mein Vater schon im Jahre 1979 im alter von 77 Jahren verstarb.

gruss fuzzy