Autor Thema: Die Genese der Funklenktruppe (Minenräumkompanie 1)  (Gelesen 10555 mal)

Jan-Hendrik

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Minenräumkompanie 1 Tarnname Kompanie Glienecke

FPNr. 17031

Aufstellungsbefahl erging am 1.6.1940 an die Panzertruppenschule Wünsdorf

Spezialisten & Freiwillige sammelten sich im Juli 1940 unter dem Kdo. von Major Klaus Müller in Groß-Glienecke . Ende Juli erfolgte die Verlegung nach Völklingen und Blieskastel , von wo aus erste Minenräumversuche im "Festungssektor Vogesen" unternommen wurden , hierzu wurden Borgward B1-Fahrzeuge mit angehängtem Minenroller verwendet ( Führungsfahrzeuge waren SdKfz.265 ) . Während des Sommer erreichten die ersten Borgward BII-Fahrzeuge die Einheit , die im September nach Weissenburg im Elsass verlegt wurde ( Stärke zu der Zeit ca. 400 Mann ) .

Am 1.12.1940 begann die Erweiterung zur Minenräum-Abteilung 1 , die neue Struktur war dann :

- Stabskompanie mit Nachrichten- und Reparaturzug ( behielten die FPNr. 17031 )

- 1.Minenräum-Kompanie ( FPNr. 08914 )

- 2.Minenräum-Kompanie ( FPr. 10089 )

Im Frühjahr 1941 ergab sich bei der Abteilung dann folgende Stellenbesetzung :

Abteilungskommandeur : Dipl.Ing. Major Müller
Adjudant : Leutnant Senne
Stabskompanuechef : Oberleutnant Strack
Abteilungsarzt : Dr.Wirth

1./Minenräumabteilung 1 : Oberleutnant Blau
Zugführer : Leutnant Dettmann
"   "          : Leutnant Graf von der Recke
"   "          : Leutnant Peitsch

2./Minenräumabteilung 1 :Hauptmann Weicke
Zugführer : Leutnant Fritschken
"    "         : Leutnant Fischer
"    "         : Leutnant Wispereit

Bis Ende Mai wurden im Bereich der Maginot-Linie umfangreiche Versuche mit den Borgward-Fahrzeugen durchgeführt . Am 18.Jini begann die Verlegung nach Suwalken in Ostpreussen , die Einheit wurde der Panzergruppe 3 ( Hoth ) unterstellt und machte mit selbiger Panzergruppe den Weg nach Grodno und Wilna und schließlich nach Minsk mit . Am 8.Juli wurde die Unterstellung unter Panzergruppe 3 aufgehoben und die Einheit zurück nach Wilna verlegt .Danach erfolgte die Verlegung zurück nach Wünsdorf zur Geräteüberholung sowie zur Evaluierung der Feldzugserfahrungen . Am 10.September wurde Dipl.Ing Major Müller versetzt , Hauptmann Weicke übernahm für ihn die Abteilung , die am 15.September in Panzer-Abteilung 300 umbenannt wurde.


Jan-Hendrik
« Letzte Änderung: 07.03.10 (12:44) von Niwre »

steffen04

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Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #1 am: 03.03.06 (16:04) »
Ich hab jetzt überhaupt nicht verstanden, was das mit einer Funklenktruppe zu tun hat!?

Jan-Hendrik

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Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #2 am: 03.03.06 (16:08) »
Die oben genannten Einheiten waren sozugen der Urpsrung der deutschen Funklenktruppe , hier wurden die Fernsteuerungsverfahren erprobt und verbessert . Aus der besagten Panzerabteilung 300 wurde dann nämlich die PzAbt. 300 ( Fernlenk ) :

siehe :

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/PanzerAbt/PanzerAbt300-R.htm

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/PanzerAbt/PanzerAbt301-R.htm

und hatte ihren Höhepunkt mir der Bildung der schweren Panzerabteilung 301 ( Fkl ) :

http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=3311

Jan-Hendrik
« Letzte Änderung: 02.11.07 (12:40) von Jan-Hendrik »

steffen04

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Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #3 am: 04.03.06 (17:17) »
Danke, bes.für den Panzer-Archiv-Link. Wenn ich das richtig verstehe, haben am Schluß Tiger die Sprengstoffträger geführt. Hat das nicht mehr behindert als genutzt?

Jan-Hendrik

  • Gast
Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #4 am: 04.03.06 (17:36) »
Auf die Idee den Tiger als Leitfahrzeug einzusetzen kam man bei der Auswertung der Erfahrungen von "Zitadelle" , denn auf die Führungsfahrzeuge ( an ihren Extraantennen nun mal leicht als solche erkennbar ) konzentrierte sich fast automatisch die gegnerische Abwehr . Daher die Idee , hierfür ein Fahrzeug zu verwenden , das besonders standfest war ( und des war der Tiger auf alle Fälle  ;) ) . Allerdings wurden die Tiger auf Grund des zu diesem Zeitpunkt schon fast notorischem Mangel an schweren Kampffahrzeugen an der Front meist als "konventioneller" Kampfpanzer verwendet !

Jan-Hendrik

Jan-Hendrik

  • Gast
Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #5 am: 28.05.06 (14:52) »
Aus der Festschrift zum 50jährigen bestehen des PzRgt. 10 ( 1937-1987 ) :



Jan-Hendrik
« Letzte Änderung: 28.05.06 (14:55) von Jan-Hendrik »

Jan-Hendrik

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Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #6 am: 22.09.06 (18:36) »
Panzerkompanie (Fkl) 316

vormals 6./Panzer-Versuchs-und-Ersatz-Abteilung 300 ( Fkl )

Komapniechef : Oberleutnant Meinhardt

Zugfüher :

Leutnant H.Fischer
Leutnant F.Schneider

Funklenkoffizier :

Leutnant Stölten

Genese

Die 6.Kp wurde am 1.April 1943 aufgestellt mit der FP-Nr. 56041 .

Nach Befehl Nr. 6039/43 der OrgAbt. I OKH/GenstdH vom 13.7.1943 wurde die Kompanie in Panzerkompanie (Fkl ) 316 umbenannt . Die ursprüngliche Ausstattug sollte gemäß KStN 1171f aus 36 Borgward BIV und 10 StuGs bestehen . Die Ausrüstung wurde bis Mitte September 1943 übernommen , am 21.September erfolgte die Verlegung nach Fallingbostel wo sie dem PanzerLehrRgt. unterstellt wurde . Es folgten Übüngen und Versuche im Regimentsrahmen auf dem dortigen Truppenübungsplatz .

Am 30.September erhielt das PzLhrRgt. 3 Tiger I , am 8.Oktober 8 weitere !

Diese wurden an die PzKp. ( Fkl ) 316 weitergegeben , welche damit den Tiger I in der Rolle des Leitpanzers testeten .

Mitte Januar 1944 kam der Befehl , das die 316. als Experimentalkompanie mit Tiger II ausgestattet werden sollte , es erfolte die Umbennenung in 1.schwere Panzerkompanie (Fkl). Ende Februar 1944 erfolgte dann die Verlegung zur PanzerErsatzAbteilung 500 nach Paderborn zur Ausbildung am neuen Gerät .

Da die PzJgLhrAbt. 130 noch keine PzJg IV erhalten hatte mußte die Kp. ihre 10 StuGs an diese übergeben .

Am 14.März trafen dann die 5 Tiger II ein , am 22.März kam das nach Paderborn entsandte Personal zurück zur Einheit . An Tigern I wurde der Kompanie 3 belassen  .

Ein Zustandsbericht vom 2.April 1944 gibt folgende vorhandenen Fahrzeuge an :

5   Tiger II
3   Tiger I
51 SdKfz. 301
4   3t-Zugmaschinen
1   1t-Zugmaschine
9   schwere LKW
3   leichte LKW
1   mittlerer LKW
3   Stabs-PKW
6   Beiwagenkräder
2   leichte Kräder



Ende April 1944 bekam die PanzerLehrDivision die Order nach Frankreich zu verlegen und dort als operative Reserve zur Verfügung zu verbleiben , die Funklenk-Kompanie bezog Quartier in St.Denis
Am 18.Mai wurde seitens des Divisions-HQs befohlen ( die 5 Tiger II waren aufgrund technischer Probleme kaum einsatzbereit ) , daß die 3./PzJgLhrAbt. 130 die 10 StuGs zurückgeben mußte .

Als am 6.Juni 1944 die Invasion der Alliierten startete ließ man die Tiger II in Chateaudun zurück .

Am 11.Juni bewährte sich die Komapnie in ihrer Rolle als Funklenkeinheit als sie einen schweren britischen Angriff in mehreren Gegenattacken abschlug . In den Tagen darauf wurden die StuGs hauptsächlich dazu genutzt die PzGrenLhrRgt. zu unterstützen , es wurden nur wenige Angriffe im Funklenkverfahren gefahren .

Am 19.Juni geriet die Kp. in einen Hinterhalt von 40 Feindpanzern , fast alle StuGs der Einheit wurden beschädigt , eine waren Totalverluste . Kompaniechef Meinhardt fiel hierbei , ebenso der Führer des 2.Zuges Lt. Fischer !

Nach diesem Ereignis war die Einheit nicht mehr operationsfähig , die Reste wurden zusammen mit den Einheiten der PanzerLehr eingesetzt .


Am 22.6.1944 kam vom AHA ( Stab I (1) ) der Befehl Nr.27220/44 , nach dem die Kompanie in 1./PanzerAbteilung (Fkl) 302 umbenannt wurde und nach Reims zur Panzerabteilung (Fkl) 302 entsandt wurde .





Panzerkompanie (Fkl) 311



Kompaniechef Oberleutnant Bachmann

Zugführer

Leutnant Epke
Leutnant Hitzdeld

Funklenkoffizier

Leutnant Werth

Feldpostnummer

17589


Genese

Aufgestellt auf Befehl des AHA vom 25.1.1943 aus der 1./Panzerabteilung 302. Austattung nach KStN 1171f mit Sdkfz. 301 und StuG IIIG.

Am 11.Juli 1943 ordnete die Operationsabteilung des Generalstabes des Heeres eine Unterstellung des Kompanie unter die III./PzRgt. "Großdeutschland" an , um so die Zusammenarbeit mit einer schweren Panzerabteilung zu erproben .

Am 18.Juli begann der Eisenbahntransport der Kompanie von Eisenach gen Charkow . Nach einigen Übungen wurde die EInheit dann ins Operationsgebiet der GD entsandt ,wo sie ihren ersten Einsatz bei einem Vorstoß von Teilen der GD aus dem Bereich Waldgebiet Achtyrka in Richtung Belsk mit dabei war . Diesen beendete die Kompanie ohne Verluste .

Danach blieb die Kompanie der GD unterstellt und machte dabei die Verteidigung und Aufgabe des Charkower Gebietes mit , den Rückzug über Poltawa nach Krementschug und die Kämpfe am Dnjepr im Raum Kriwy Rog und Kirowgrad . Danach gings Anfang 1944 Richtung Bug inkl. der Kämpfe um Targul Framos . Im April 1944 fand sich die EInheit dann am Fuße der Karparten wieder .Bei diesen Einsätzen wurden die SdKfz. 301 wiederholt sowohl zur Panzerbekämpfung als auch zur Unterstüzung der Grenadiere eingesetzt .


Am 18.5.1944 befahl das AHA den Abmarsch nach Eisenach ( die Kompanie lag zu dem Zeitpunkt in Bakau ) .

Am 22.7.1944 folgte der Befehl , daß die Kompanie als 4.Kompanie der Panzerabteilung 302 eingegliedert wird.




Panzerkompanie ( Fkl ) 312

Am 9.1.1943 ordnete das AHA die Schaffung der selbst. PzKp. ( Fkl ) 312 an , die Aufstellung sollte in Neuruppin bei der neugeschaffenen PzAbt. ( Fkl ) 301 vollzogen werden .

Die Kader für die neue Kp. kamen von der aufgelösten 2./PzAbt. 302 . In der 2.Januarhälfte kam ein Großteil der aufgelösten Kp. von Arnswalde in Pommern nach Neuruppin . Am 29.1.1943 verlegte die 312 nach Eisenach .

Feldpostnummer

04717

Kommandeur : Oberleutnant Nolte

Zugführer 1.Zug : Leutnant Gottschalk

Zugführer 2.Zug : Leutnant Endemann

Die Einheit wurde mit StuG III und B IV ausgestattet , es folgte intensives Training auf den TrÜbPl. Berka & Ohrdruf . Ende April 1943 kam der Einsatzbefehl , der Abtransport fand am 29.4.1943 statt.

Am 6.Mai.43 erreichte die Kp. die Gegend um Orel . sie zog in dem Dorf Sokolowka unter . Am 26.Mai kamen 2 Gefreite ums Leben , alös ein Bombenblindgänger detonierte .

Während der Zeit vor "Zitadelle" wurde die Kp. öfters von hohen Offizieren besucht , u.a. auch von Generaloberst Model und Generalfeldmarschall von Kluge , die sich die Möglichkeiten der Funklenk-Angriffe demonstrieren ließen .

Am 3. und 4.Juli verlegten die Kampfteile in die Bereitstellungsräume , wo die Kp. der sPzAbt. 505 unterstellt wurde . Diese bildete zusammen mit der 20.PzDiv. und der 6.InfDiv die Panzerbrigade 21 , deren Kdr. war Oberst Burmeister.


Am 5.Juli um 3.20 Uhr begann der Angriff , die Kp. kämpfte in den folgenden Tagen bei Podolyan , Verkh-Tagino , Step , Saborowka , Glasunowka , Trosna , Krasnikowo , Mish-Mukhhonowka und den Höhen um die letztgenannte Stadt . Im Rahmen dieser Kämpfe wurden 56 Feindpanzer , 28 Geschütze & Pak und 18 Fahrzeuge vernichtet . Die Kp. hatte während dieser kämpfe 3 Gefallene zu beklagen ( Anmerkung :  :haare:  ) .

Ein ausführlicher AfterActionReport von Olt. Nolte hierzu findet sich im NARA !

Bei Beginn der sowj. Gegenoffensive am 11.Juli mußte sich die Kp. zurückziehen , was reibungs- und verlustlos von statten ging . Sie erhielt Befehl nach Mogilew zu verlegen . Am. 1.8.43 erfolgte von Briansk aus der Abtransport nach Eisenach , wobei die Order unterwegs noch einmal abgeändert wurde , so das die Kp. letztendlich auf dem TrÜbPl. Grafenwöhr ausgeladen wurde . Ein Teil der Panzerbesatzungen wurde zum Pantherlehrgang nach Erlangen abkommandiert , da man mit dem Gedanken spielte , den Panther als Führungspanzer einzusetzen . Gleichzeitig liefen bei der PzVersuErsAbt. 300 in Eisenach praktische Versuche mit dem Panther , die aber unbefriedigend verliefen ( zuwenig Platz im Turm für die zusätzliche technische Ausstattung ! ) . Am 18.10.1943 kam der Befehl zur Verlegung nach Holland , am 23.10. erfolte der Bahntransport gen Epe . Am 20.12.1943 kam vom AHA die Order , das der Generalinspekteur der Panzertruppen die Austtattung der sPzAbt. mit einer Funklenkkompanie wünscht , so das die 312. vorgesehen war als 3.Kp. in die sPzAbt. 508 integriert zu werden . Diese Order wurde aber kurz darauf wieder annuliert .

Am 25.Januar 1944 kam die Order , das die Kp. als 3.Kp. in die sPzAbt. 507 integriert werden sollte , und zwar bis zum 31.3.1944 . Auch dies fand nicht statt da die 507. bereits vorher wieder an die Ostfront geworfen wurde .

Somit kam am 2.4.1944 die Order vom GdH/OrgAbt. , das die Kp. in die Panzerabteilung ( Fkl ) 301 integriert werden solle .

Am 17.April 1944 erfolgte die Umbenenung in :

1./Panzerabteilung ( Fkl ) 301




Panzerkompanie ( Fkl ) 317

AM 15.8.1943 wurde in Eisenach aus Kadern des aufgelösten Versuchskommando (FL) Tropen sowie der 3./PanzerVersuchsuErsatzAbtilung 300 ( Fkl ) die leichte Panzerkompanie aufgestellt .

Diese leKp. war lediglich als Kadereinheit gedacht .

Kommandeur : Oberleutnant Faßbeck

Zugführer 1.Zug : Leutnant Knoblauch

Zugführer 2.Zug : Leutnant Graf Kinsky


Fahrzeugausstattung hatte die Einheit in diesem Zustand keine , sie war diesbezüglich auf die Unterstützung der Eisenacher 300 ( siehe oben ) angewiesen .

Erste Überlegungen die Kp. mit 10 StuG III auszustatten finden sich im Befehl Org.Nr. 1780/43 geKos vom 4.11.1943 seitens des GenInspdPzTruppe , es gab zu diesem Zeitpunkt allerdings noch keinen Befehl zur Aufstellung der Panzerkompanie ( Fkl ) 317 , obwohl Soldbücher aus dieser Zeit bereits für die Kadereinheit diese Bezeichnung ausweisen . .


Am 6.April 1944 wurde die Einheit auf den TrÜbPl. Fallingbostel verlegt wo sie die nächsten 8 Wochen verblieb.

Bei Beginn der all. Invasion wurde die Verlegung ins Gebiet nördlich Reims durchgeführt , das neue Quartier befand sich in Vouziers .

Am 16.6.1944 erfolgte endlich der offizielle Befehl zur Aufstellung der PzKp..(Fkl ) 317 . Ein paar Tage später ordnete das AHA ( I (1) 27220/44 ) an , das die Kp. in 3./Panzerabteilung (Fkl) 302 umbenannt wird und so in die neugeschaffene Panzerabteilung ( Fkl ) 302 integriert wird .






Panzerkompanie ( Fkl ) 315

Auf Befehl des AHA ( I u. II , Nr. 25489/43 geheim ) vom 6.Juli 1943 wurde in Eisenach die Panzerkompanie (Fkl) 315 aufgestellt , und zwar aus Personal von der Kompanie Abendroth und der 1./Panzerabteilung ( fkl) 301.

Die Komanie übernham als Feldpostnummer die 08914 der 1./Panzerabteilung (fkl) 301 .

Kommandeur : Oberleutnant von Abendroth

Funklenkoffizier : Leutnant Pieperhoff

Zugführer 1.Zug: Leutnant Teich

Zugführer 2.Zug : Leutnant Quilitz

Ab Mitte Juli 1943 begann die Kp. ihre Ausrüstung zu erhalten , am 15.8.1943 meldete sie Einsatzbereitschaft . SIe hatte nagleneue StuG IIIG erhalten während die zugeteilten B IV älterer Ausführung waren , die von den Werkstatteinrichtungen in Eisenach überholt worden waren .

Die Kompanie nahm an einigen Übungen in Berka und Ohrdruf im Verband mit der Eisenacher ErsuVrsAbt. teil , dabei wurden auch Vorführungen für Offiziere der In6 eingelegt .

Am 23.9.43 kam die Order zur 25.PzDiv unter dem Kdo. OB West zu verlegen , der Eisenbahntransport begann am 27.9.43 . Die Einehit wurde in die Gegend um Arras verlegt und bezog Quartier in Oeuf.

Die taktische Unterstellung erfolgte unter das PzRgt. 9 . Am 21.10.43 kam die Order vom GdH sämtliche Funklenkausrüstung aus den Fahrzeugen zu entfernen , die StuGs wurden der 25.PzDiv übergeben , die damit die 3.(StuG)/PzJgAbt. 87 ausrüstete .Dies wurde wieder rückgängig gemacht als kurzfristig der Befehl für die 25 eintraf nach Rußland zu verlegen .

Die PzKp. wurde daraufhin nach Clairy-Saulchoix bei Amiens verlegt .Hier wurde sie der 9.SS-PzGrenDiv Hohenstaufen unterstellt , Anfang Dezember wurde sie dann verwaltungstechnisch der PzAbt. ( fkl) 301 beigeordnet . Die Taktische Unterstellung blieb bei der "Hohenstaufen , die grade zur Panzerdivision umgegliedert wurde.

Auf Befehl Nr. 15255 des AHA I wurde die Kp. am 15.1.1944 der 21.Panzerdivison unterstellt , woraufhin am 21.1.1944 die Verlegung nach Vesly bei Gisors begann ( östlich Rouen ) . Ende April wurde dann Quartier in Sassy , 35 km südöstlich Caen , gemacht . In den Wochen vor der Invasion wurden dann die Sicherheitsvorkehrungen verschärft und der Unterkunftsraum nach Möglichkeit befestigt , wobei die Kp. Mitte Mai auch zum Aufstellen der sog. Rommelspargel herangezogen wurde . Jeweils 5 StuG standen am Nird- und Südausgang der Stadt Wache , die Fahrzeuge wurden getarnt und mind. ein Stug mit voller Besatzung in 24Std.-Eisatzbereitschaft gehalten .

Am 6.Juni 1944 wurde die Kp. in den Bereich Caen in Marsch gesetzt , wobei die alliierte Luftherrschaft den Verlegungsmarsch erheblich behinderte . Die EInheit überquerte die Orne in nordwestlicher Richtung , wurde aber kurz darauf gezwungen , sich über eine schwer beschädigte Brücke zurückzuziehen . Daraufhin zog die Kp. beim Flugfeld von Carpiquet unter . Die ständig wechselnde Situation verlangte eine mehrfache Verlgeung , ohnde das die Einehti allerdings in Feindberührung kam ..

Am 9.Juni wurde Lt. Quilitz , der bereits am ersten Tag verwundet worden war , bei einem Bombenangriff auf das Militärhospital Alencon getötet .

Der erste Feindkontakt der Kp. war am 18.6.44 Im Wald von Bavent nordöstl. Caen , welchen die Kp. zusammen mit Begleitinfanterie säubern sollte . Hier traten Schwierigkeiten durch versteckte Baumschützen auf .

Am 23.Juni erfolgte in selbigem Wald der erste "scharfe" Funklenkeinsatz , in der Nähe von St.Honorine la Chadronette wurden vorstoßende brit. Einheiten im Rahmen der Kampfgruppe von Luck angegriffen .Auffgrund des starken feindl. Pakfeuers konnten keine Erfolge erziehlt werden , ein StuG wurde beschädigt .

In den Tagen darauf wurde die Kp. wiederholt zusammen mit gepanzerten Kampfgruppen der 21.Panzerdivision und der 12.SS-Panzerdivision gegen die im Rahmen der brit Offensive Epsom angreifenden brit. Truppen eingesetzt .

Ende Juni hatte die Kompanie noch 5 einsatzbereite StuGs und 19 funktionstüchtige B IVs .

Währenddessen kam dia auf den 15.Juni 1944 datierte Order Nr. 27220/44 des AHA Stab I (1) , daß die Kp. in 2./Panzerabteilung ( Fkl ) 302 umbenannt wurde und der Abteilung in ihren Aufstellungsraum Reims zugeführt werden soll .




Jan-Hendrik







waldi44

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Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #7 am: 23.09.06 (10:19) »
Als Ergänzung denke ich, sollte man diesen Link lesen, falls es einem so geht wir mir und man nicht ganz genau weiss, was mit Funklenktruppe gemeint ist. Mir fiehl dazu nämlich auch nur der "Goliath" ein....
Es sind ja schon drei Links gelegt, aber dieser führt direkt zuu allgemeinen Erklärung.
http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=2642&postdays=0&postorder=asc&start=0&sid=6c49b099b6225258f6c1f19eafa61126

Nun interessiert mich mal, wieviel Ladungsträger ungefähr insgesamt zum Einsatz kamen, ich meine nur die offiziell gebauten und bei welchem Einsatz die meisten und wieviel es waren? Eine andere Frage in diesem Zusammenhang: Wie effektiv waren diese Ladungsträger eigentlich? Gibt es irgendwelche spektakulären Einsätze/Erfolge? Wieviel Ladungsträger wurden von einem Führungsfahrzeug gelenkt und wie erfolgreich setzten sie sich gegen eine Abwehr durch?
Andersrum gefragt; lohnte es sich Tigerpanzer als Führungspanzer einzusetzen. Waren ja immerhin einige.
Das Thema ist ja wirklich nicht so alltäglich.

http://www.feldgrau.net/phpBB2/viewtopic.php?p=142092&sid=3324b5c55393d9b67ae7d778808cf1d1
« Letzte Änderung: 23.09.06 (10:51) von waldi44 »

Jan-Hendrik

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Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #8 am: 24.09.06 (11:02) »
Die ersten zwei wirklich strategischen Einsätze , Sewastopol und Kursk , entsprachen vom Einsatzerfolg her definitiv nicht den Erwartungen der Führung , allerdings ist selbige daran auch nicht ganz unschuldig . Das Sewastopol von der Topographie her ein Alptraum sein würde für einen solchen Einsatz hätte bei den höheren Stäben klar sein müßen , oder man hätte wenigstens die "Praktiker" vorher fragen müßen ob das überhaupt hinhauen kann .

Bei Kursk scheiterte der Einsatz im Rahmen des PzJgRgt. 656 am bekanntem mangeldem Pioniereinsatz , der ja auch dem ersten Einsatz der "Ferdinante" nicht wirklich gut bekam .

Beim Warschauer Aufstand 1944 im Straßenkampf hingegen waren die eingesetzten Truppenteile sehr erfolgreich .

Allgemein muß man allerdings sagen , das nach "Zitadelle" die wirklichen Funklenkeinsätze wesentlich rarer wurden , da die Führungsfahrzeuge oft als "normale" Kampffahrzeuge" gebraucht wurden ( so er ging es im Großen und Ganzen auch den Tiger der 3./504 ; 3./508 und sPzAbt.301 ( fkl ) ) .

Der Tiger wurde genommen um ein möglichst beschußsicheres Führungsfahrzeug zu haben , da an der Ostfront sich z.b. beim auftreten von Gioliaths das russ. Abwehrfeuer automatisch auf die an ihren Zusatzantennen leicht erkennbaren Führungsfahrzeuge konzentrierte , was den kl. StuGs dauerhaft nicht wirklich bekam .

Versuche mit dem Panther bei der PzVersuAusAbt. 300 in Weimar waren unbefriedigend , auch dieser war nicht standfest genug . Blieb halt nur noch der Tiger ...

Jan-Hendrik

waldi44

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Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #9 am: 24.09.06 (12:16) »
Kamen ferngelenkte Fahrzeuge auch in anderen Armeen zum Eisatz und wieviel ferngelenkte Fahnrzeuge hatte die PzAbt. 300 ( Fernlenk ) und ihre Nachfolger so im Schnitt. Kampfeinheiten besitzen doch einen Kampfsatz Munition und eine gewisse Reserve. Wie sah es damit aus?
Konnte darüber nichts finden, vielleicht gibt es ja auch nichts.
Jedenfalls ist die Idee eines Fernlenkfahrzeuges grundsätzlich ja nicht schlecht. Hab übrigens wo gelesen, dass manche (die ersten?) Fahrzeuge per Draht gesteuert wurden. Verlesen? Falsch verstanden? Drahtgelenkte Fahrzeuge bzw. Geschosse gab es nach dem Krieg ja auch noch....

Jan-Hendrik

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Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #10 am: 24.09.06 (12:30) »
Ja , es gab auch Versuche mit Drahtlenkung ( ist aber bei so langsamen Fahrzeugen im Gefecht eher unpraktisch ) .

Alles weitere findet sich in Markus Jaugitz' wunderbarem Werk Funklenkpanzer :

http://www.amazon.de/Funklenkpanzer-History-German-Remote-Radio-controlled/dp/0921991584/sr=8-2/qid=1159093795/ref=sr_1_2/028-1420828-0944530?ie=UTF8&s=books-intl-de

Dort wird so ziemlich jede Frage eingehend abgehandelt .

Da ich das Buch gestern seinem Besitzer zurückgeschickt habe kann ich derartiges leider nicht mehr nachschlagen ...

Jan-Hendrik

Jan-Hendrik

  • Gast
Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #11 am: 17.10.06 (12:59) »
Hier z.B. eine Gliederung na KStN 1171f von 1944 auf Christoph Awenders großartiger Seite :

http://chrito.users1.50megs.com/kstn/kstn1171f1jun44.htm

Wer möchte zuschlagen ?

http://cgi.ebay.de/Orig-Kleinbildfilm-Panzer-Kompanie-beim-Appell_W0QQitemZ170038027182QQihZ007QQcategoryZ15504QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem

Der Linke ist definitiv Oberleutnant Faßbeck , Kdr PzKp. 317 (Flk):





Jan-Hendrik



Jan-Hendrik

  • Gast
Re: Die Genese der Funklenktruppe
« Antwort #12 am: 01.11.07 (17:17) »
Panzerkompanie (Fkl) 319

Aufgestellt bei der Panzer-Versuchs-und Ersatz-Abteilung 300 (Fkl) in Eisenach auf nach Befehl AHA I Nr. 39923/44 geh. vom 28.8.1944 aus Angehörigen der 2.-4.Kp. selbiger Abteilung

Kompaniechef: Oberleutnant Schlüter

Da die Nummer 318 bereits von einer Beutepanzerkompanie belegt war wurde die Kompane die Nummer 319.

Bereits am 28.8.44 erfolgte die Verlegung per Bahn gen Westen, aufgrund des alliierten Vormarsches auf belgischem Gebiet. Eilig wurde die Kompanie aufgrund das alliierten Durchbruchs auf Lüttich in diesem Raum zum Einsatz gebracht, hierbei erfolgten u.a. auch Funklenk-Einsätze gegen die Maasbrücken zwischen Lüttich und Verviers.

Mit der 116.PzDiv. zusammen erfolgte der Rückzug in den Raum Aachen, die Kompanie verlegte zur Auffrischung und Instandsetzung nach Sindorf bei Elsdorf.

Anfang Oktober waren nur noch vier StuG zbd 14 Sprenstoffträger einsatzbereit. Von den beim Oberquartiermeister West bereitgestellten 43 B IV waren nur 23 fahrbereit, diese sollten dann im Auffrischungsraum kraftfahr- und funktechnisch hergerichtet werden. Dazu trafen am 24.10.44 vier neue Stug III bei der Kompanie ein.

Mit dem Eintreffen von Lt. Keitel als neuen Kp.Chef ergab sich folgende Stellenbesetzung:

Kompaniechef: Leutnant Dr.Keitel

Zugführer 1.Zug:  Leutnant Schmidt
Zugführer 2.Zug: Leutnant von Hoven

Fkl-Offizier: Leutnant Lindmüller

Anfang November waren dann neun StuG III und 26 B IV einsatzbereit, am 4.11.44 konnte Lt. Keitel dem übergeordnetem LXXXI.AK die Einsatzbereitschaft des Fkl-Verbandes melden.

Nachdem am 16.11.44 der US-Großangriff auf Immendorf startete, und dieser erfolgreich über Geilenkirchen auf Würselen und Stolberg weitergeführt wurde wurde die Kompanie an die Front verlegt und dort zusammen mit der sPzAbt.(Fkl) 301 eingesetzt. Hier erfolgten schwere Kämpfe bei Merzenhausen, wobei die Kompanie einige beschädigte StuGs und 7 Tote zu verzeichnen hatte. Am 23.11. wurde ein erfolgreicher Funklenk-Einsatz durchgeführt.

Bei den anschließenden Kämpfen im Raum Eschweiler-Linnich- Jülich wurde die Kp. nur zum Panzerkampf eingesetzt. Am 29.11.44 führte der zum Oberleutnant beförderte Dr. Keitel einen Vorstoß auf Lochberg, mußte allerdings nach erfolgreichem Eindringen in den Ort wieder umkehren, da die Infanterie nicht gefolgt war.

Am 14.1.45 verfügte der Generalstab des Heeres die Eingliederung der Kompanie als 3.Kp. in die Panzer-Abteilung (Fkl) 303. Die Einheit wurde Anfang Februar in Horrem bei Köln verladen und nach Grafenwöhr abtransportiert.


Jan-Hendrik