Autor Thema: Angehörige der OrPo  (Gelesen 3085 mal)

mzklinik

  • Gast
Angehörige der OrPo
« am: 16.12.11 (23:10) »
Hallo, ich bin neu und beeindruckt was es alles gibt, was alles hier zusammengetragen wurde!
Gibt es jemanden der Ausführungen zur in Crossen an der Oder ( heute Krosno - Polen ) ansässigen Ordnungspolizei machen kann.
Nach Auskunft meiner Großmutter war mein Großvater dort als Polizeiinspektor für das Beschaffungs- und Unterkunftswesen verantwortlich, d.h. ja nichts anderes, dass er eine Verwaltungsaufgabe hatte.
Die Ausbildung hatte vorher an der staatlichen Verwaltungsschule für den gehobenen Polizeivollzugsdienst in München - Haar stattgefunden. Andere Mitglieder der Familie behaupten, dass er an Erschießungen in Sümpfen teilgenommen hatte, da er Nierenkrank 1945 in seiner Heimat Plauen ankam und daran verstarb! Er hatte laut Auskunft Bundesarchiv in Berlin die Aufgabe Baumaterial und Verbrauchsmittel an die verschiedenen Kasernen der OrPo auszuliefern.
Waren für Erschießung nicht Polizeibatallione / Kompanien zuständig????
Als sich dann die Russen näherten wurde er Ende 1944 nach Berlin in das Polizeibeschaffungsamt versetzt, von dort flüchtete er in die Heimat und wurde in einem Handwagen vom Bahnhof Plauen von seiner Schwester abgeholt.
Er konnte nicht mehr laufen, die Stiefel mussten dann aufgeschnitten werden!
War mein Großvater in seiner Funktion auch ein Waffenträger, niemand aus der Familie konnte mir das bislang beantworten?
Mir liegt hier ein Foto vor, da schreibt er auf der Rückseite " Besuch bei den Erdhöhlenbewohnern zwischen Sosnowitz und Myslowitz, 8-10 Personen wohnen in solch einer Pension" und zeigt Ihn inmitten einer Familie!
Haben die Menschen dort in Erdhöhlen gehaust, wieso überhaupt??? Es gab doch die nahen Städte bis hin Kattowitz usw. Bekanntermaßen war Sosnowitz ja auch ein Außenlager von Auschwitz.
1944 wurde er zur Uniformierung vorgeschlagen, nachdem was ich selbst an Akten einsehen konnte wurde nicht jeder hierzu vorgeschlagen!
Zu dicke oder zu schlampige OrPo`s wurden abgelehnt und zurück in das Reich beordert! Mann war da was los, was wurde da für ein Aufwand betrieben!
Kann jemand sagen was er an Reichsmark verdient haben könnte, verheiratet mit 2 Kinder! Die Heimatdienststelle von meinem Großvater war die Polizeiverwaltung Chemnitz, er hieß DIETZEL, Werner. Können sich noch woanders Quellen erschließen lassen außer im Bundesarchiv???????
Wer weitere Informationen zu dieser Verwaltungslaufbahn oder der Schule in München Haar benötigt der melde sich bei mir! Sollte irgendjemand etwas hierzu beisteuern können, würde mich das sehr freuen!
Ich habe beinah lückenlos die Akte zur Verfügung gehabt, betreffend die Lehrgänge von 1940 bis Ende 1944! Mein Großvater war kein Mitglied der SS aber der NSDAP.

Gruß Frank

 

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