Autor Thema: Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"  (Gelesen 8818 mal)

Wibilo

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Bei Kriegsbeginn am 1. September 1939 wurden in Polen nach offensichtlich seit langem vorbereiteten Listen Massenverhaftungen durchgeführt, die in drei nach dem angeblichen Grad der Gefährlichkeit der Betroffenen gestuften Kategorien vorgenommen wurden und mehr als 15.000 Angehörige der deutschen Minderheit erfassten. Infolge der sofort eintretenden Verkehrsstörungen wurde die ursprünglich differenzierte Planung umgeworfen und alle Festgenommenen ohne Unterschied der Kategorie und ohne Rücksicht auf Frauen, Greise,Kranke und Gehbehinderte in langen Marschkolonnen in Richtung der vorgesehenen Lager Brest am Bug und Bereza Kartuska getrieben. Die Erschießung von Marschunfähigen und Ausschreitungen aller Art forderten zahlreiche Todesopfer. gleichzeitig erfolgten unter dem Eindruck der seit März 1939 verstärkt geschürten antideutschen Propaganda in vielen deutschen Siedlungen Morde und Brandstiftungen, insbesondere in Bromberg, Hohensalza und Obornik, wo am 3. September auf die falsche anschuldigung hin, es sei aus deutschen Häusern auf polnische truppen geschosen worden, allein in Bromberg mehr als 1000 volksdeutsche massakriert worden. Zahlreiche zum Heeresdienst eingezogene Volksdeutsche wurden als verdächtig unter besondere Bewachung gestellt und teilweise als angebliche Spione oder Verräter umgebracht. Von der Gesamtzahl der Getöteten konnte die nach der deutschen Besetzung eingerichtete "Deutsche Gräberzentrale Posen" (Zweigstelle Lodz) bis zum 1. Februar über 6000 identifizieren.
(Hier soll in Kurzform ein Geschichte der Arbeitweise der "Gräberzentrale" entstehen- wg. Krankenhausaufenthalt geht es erst Mitte nächster Woche weiter)

Wibilo

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Re:Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"
« Antwort #1 am: 30.07.11 (10:06) »
Die „Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher in den eingegliederten Ostgebieten“

Zwanzig Jahre lang hatte die Zwischenkriegsrepublik
Polen eine konsequente Entdeutschungspolitik betrieben, vor allem in den Westgebieten – ungleich härter, als es umgekehrt je der Fall gewesen war.1 Anfang 1939 ließ die polnische Regierung Listen aller Deutschen aufstellen, die im Falle eines Krieges zu verhaften seien. Presse, Rundfunk und die Führer der polnischen Parteien hatten schließlich die Bevölkerung Polens zur Überzeugung gebracht, daß alle Angehörigen der deutschen Minderheit Staatsfeinde und damit vogelfrei seien, obwohl ihre dienstpflichtigen Männer inzwischen eingezogen und in die polnische Armee eingereiht waren.2 Leider stimmten zahlreiche polnische Geistliche besonders lautstark in diesen Chor der Verleumdung ein. Stimmen der Nächstenliebe und christlicher Toleranz waren nur allzu selten³. Posener Akten belegen, dass die Übergriffe gegen die deutsche Minderheit nach dem 1. September 1939 politisch kalkuliert waren. „Pflicht jedes Kombattanten ist es, seinen nächsten Familienangehörigen, Freunden Bekannten und Kollegen einzuprägen, dass Polen eine Großmacht ist, dass sie die Aufgabe hat, eine historische Mission unter den slawischen Völkern zu erfüllen, sowie dass Polen niemand seiner Nachbarn fürchtet und dass es in jedem Augenblick bereit ist zum abweisen eines Angriffes, der es abgesehen hätte auf die Ganzheit der Grenze, die durch unsere Soldaten der Republik Polen geschmiedet worden ist. Jeder Kombattant muss wissen, dass im Falle eines Krieges in Verteidigung der Grenzen unseres Vaterlandes nicht nur unser geliebtes Heer, sondern das ganze polnische Volk, Greise, Frauen, Kinder überhaupt alle, die dem Vaterlande, wenn auch mit der geringsten Tat dienen können, kämpfen werden“. Diese geheime Anordnung4  des Sejm-Abgeordneten und Posener Wojewoden Jozef Glowacki, der gleichzeitig Vorsitzender der Föderation der polnischen Verbände der Vaterlandsverteidiger war, galt in der aufgeheizten Phase des sich anbahnenden Krieges gegen das Deutsche Reich im März 1939 den teilweise paramilitärischen Organisationen (Verband polnischer Legionäre, Verband der großpolnischen Aufständischen etc.) in den Westgebieten Polens, denen allein in der Stadt Posen 12.500 Mitglieder angehörten. Als die oben angeführte Befehlsinstruktion zwei Monate später öffentlich bekannt wurde, hatte Polen die Teilmobilmachung (26.März) bereits durchgeführt und die Truppen in Oberschlesien und im „Korridor“ eingesetzt. Die Anordnung, die sich bis dahin hauptsächlich gegen einen potentiellen Kriegsgegner richtete, wurde nun erweitert um die „Instruktion K 03031“, die die Verhaftung der bereits listenmäßig erfassten Deutschen, ihre Verschleppung und Ermordung anordnet: „Pflicht eines jeden Kombattanten ist es, sorgfältig und aufmerksam die nationalen Minderheiten, die auf polnischem Gebiet wohnen zu beobachten und jeden polnischen Staatsbürger, der einer Verschwörung gegen die Gesamtheit der Republik Polen verdächtig ist sofort der Polizei oder den Militärbehörden zu übergeben. Damit wurde gleichzeitig eine flächenmäßige Drangsalierung und Unterdrückung  der deutschen Minderheit – als Volksdeutsche bezeichnet – eingeleitet. Begleitend verschärfte sich eine massive Propaganda der national-polnisch geprägten katholischen Kirche, der nationalistischen Presse und paramilitärischer Kampfverbände gegen die Volksdeutschen, die von staatlichen  Stellen durch Repressionsmaßnahmen gegen deutsche Institutionen und Vereine und Enteignungen deutschen Besitzes keinerlei mäßigenden Einfluss erfuhr. am 30. Juni 1939 wurde in Polen das Sondergesetz über den Kriegszustand erlassen. Dieses Gesetz hob die bürgerlichen Rechte auf und ordnete Sondermaßnahmen an, vor allem die „Überwachung und Internierung verdächtiger Personen für den Kriegsfalls5. Das feindselige Klima und die offizielle Entrechtung bewirkte in den folgenden Monaten eine Panik und Massenflucht vieler Volksdeutscher über die „grüne Grenze“ ins Deutsche Reich- allein bis Ende August 1939 flüchteten 77.000 Menschen.( s. digitalisierten Bestände der Freiburger Zeitung vom Juli und August 1939. so lautete eine Überschrift am 21. August 1939 „Über 1000 Flüchtlinge täglich“ vgl. Schnellbrief des Reichsministers des Innern vom 28. August 1939, aus dem das Ausmaß des deutschen Exodus aus Polen im Sommer 1939 – vor dem deutschen Überfall hervorging. Mit dem Schreiben wurden die untergeordneten Behörden informiert, dass die NS- Volkswohlfahrt vom 22. August 1939 an „die fürsorgerische Betreuung aller Flüchtlinge aus Polen übernommen“. „ Die in der Anlage aufgeführten bisher von der Beratungsstelle für Einwanderer betriebene Flüchtlingslager sind auf die NSV übergegangen. Die Flüchtlingslager befanden sich in Allenstein, Elbing, Schneidemühl, Lauenburg, Forst, Lautenthal, Oberfrohna, Leipzig, Strehlen, Ottmachau b. Neisse, Friedland, Kreis Falkenburg, Gogolin, Hindenburg und Rosenberg  in Oberschlesien) habe. Ab Anfang August steigerte sich die Unterdrückung der Volksdeutschen zum offenen Terror der ostoberschlesischen Aufständischenverbände und des Westverbandes6 in Verbindung mit dem Militär und den Behörden. In den oberschlesischen Städten Bielitz und Kattowitz forderten Bombenanschläge auf deutsche Häuser mehrere Todesopfer. Deutsche Gehöfte in Posen, Westpreußen und Oberschlesien wurden angezündet und die
 
Pater Hilarius Breitinger

 
Kurt Lück

 



 
Originalbild Wiener Neuste Nachrichten 19. August 1939

 






Bewohner ermordet. In den oberschlesischen Gruben und den Industriebetrieben von Teschen, Bielitz und Lodz wurden Deutsche wg. ihrer Volkszugehörigkeit entlassen.
Am 20. August 1939 rief der oberschlesische Woiwode Grazynski7 dem Verband der Aufständischen Polens in öffentlicher Versammlung die Worte zu: »Schlagt die Deutschen nieder, wo ihr sie trefft!« Diese Parole wurde der schreckliche Leitsatz für das Inferno der letzten Wochen vor Kriegsausbruch und danach. Am 25. August 1939, also vor Kriegsausbruch, begann die Verhaftung und Verschleppung von 15000 Deutschen ins Landesinnere.8  Am 24. August ereignete sich in einem provisorischen Truppenlager bei Lodz ein furchtbares Gemetzel, bei dem 24 Menschen niedergemacht wurden. Etwa 30 Volksdeutsche aus Lodz und mehrere Ukrainer, die zum Militär eingezogen worden waren und mit einem größeren Truppentransport nach Nordpolen befördert werden sollten, weigerten sich polnische Uniformen anzuziehen. Die Dienstverweigerer wurden daraufhin von einem größeren Aufgebot von Feldgendarmen entwaffnet, von der Truppe abgesondert und ausserhalb des Lagers dicht zusammengetrieben. In die wehrlosen Menschen, die sich weigerten gegen ihre eigenen Landsleute zu kämpfen, wurde dann ohne weitere Vorstellungen oder Strafandrohung mit einem Maschinengewehr hineingeschossen. Nach wenigen Augenblicken bedeckten 24 Tote als Opfer dieses Verbrechens den Boden9. Die o.a. Listen boten vor und nach Kriegsbeginn die Unterlage für eine Verhaftungsaktion sowie für nachfolgende Verschleppungsmärsche, bei denen gegen die in Richtung Bereza Kartuska in den Pinsker Sümpfen fortgeführten Volksdeutschen zahllose Brutalitäten und Gewalttaten sowie auch Morde in nicht geringer Zahl verübt wurden. Mehr als 5000 Volksdeutsche fanden bei den Verschleppungen und örtlichen Massakern – vor allem im Korridorgebiet und in Westposen – den Tod. Der dänische Historiker Mads Ole Balling machte in diesem Zusammenhang auf das Schicksal volksdeutscher Parlamentarier aufmerksam, die nach Kriegsausbruch 1939 von den polnischen Verschleppungsmärschen betroffen waren. U.a. erwähnt er Dr. Eugen Naumann, führender Politiker der deutschen Minderheit in Polen, „markantester Deutschtumsführer“ (Balling), Spitzenfunktionär des Europäischen Nationalitätenkongresses, 1922 – 1939 im Sejm Fraktionsführer der deutschen Abgeordneten und Senatoren: „ Er ist nach Verhaftung durch die polnischen Behörden unweit Pakosch am Goplosee auf dem Verschleppungsmarsch  am 7. September erschossen worden bzw. von einer verhetzten Volksmenge erschlagen“. Er fand seine letzte Ruhestätte auf seinem Gut Suchorenz im Kreis Schubin10
Bis heute gehört die Opferzahl zu den neuralgischen Punkten im deutsch-polnischen Verhältnis. In sämtlichen deutschen Schulbüchern wird den Septembermorden keine Aufmerksamkeit geschenkt. Immer wieder begegnet man in der Zeitgeschichtsforschung Verdrehung von Tatsachen, wenn es darum geht, die Geschehnisse Anfang September 1939 in der damaligen Republik Polen darzustellen, die Verschleppungen und Ermordungen deutscher Menschen zu vertuschen. Von der Minimierung der Opferzahl bis zur Übernahme der grotesken NS-Darstellung von 58000 Ermordeten11 reicht die Spannweite der Darstellungen.
Das Andenken der Opfer jener Septembertage 1939 hat dadurch schwer gelitten, daß man ihre Zahl verzehnfacht hat. Ein Unheil ist durch jene ›Sprachregelung‹ des Reichspropaganda-Ministeriums vom 7. 2. 1940 angerichtet worden, durch die die Zahl von über 5000 Toten auf 58000 erhöht wurde. Als der Nationalsozialismus zusammengebrochen war, brach auch diese Fälschung zusammen. Jetzt setzte der Fluch der falschen Zahl ein. Er gab beflissenen deutschen Historikern und der polnischen Seite die Möglichkeit, nun alles als Fälschung zu bezeichnen, was im Zusammenhang mit den Septembermorden ermittelt und veröffentlicht wurde. Jetzt wurde nicht nur die Ermordung der 58000 Deutschen als unwahr hingestellt, sondern auch die Ermordung der 5000 Volksdeutschen geleugnet. Im folgenden soll auf die Verzerrungen der nationalsozialistischen Propaganda hingewiesen und in Verteidigung der Opfer aus den Reihen der deutschen Volksgruppe die annähernd richtige Zahl herausgestellt werden.
Durch die Eigeninitiative des volksdeutschen Historikers Dr. Kurt Lück12 wurde Anfang Oktober 1939 in Posen die ›Zentrale für die Gräber der ermordeten Volksdeutschen in den eingegliederten Ostgebieten‹ eingerichtet. Ihr Sitz war am Kaiserring, einem Teil des breiten Posener Parkgürtels, in einem kleinen Landhaus. OStR. W. Gerke schildert die Gründung der „Gräberzentrale“ so: “ Am 8. Oktober 1939 fand ein Suchkommando unter dem Volksdeutschen Fiedler (Wreschen) das Massengrab der Sockelsteiner in Wierzbie nördlich Kolo. Daraufhin entstand am 13. Oktober die Gräberzentrale, die zunächst fast ausschließlich aus Privatmitteln finanziert und von Volksdeutschen betrieben wurde. Später wurde sie staatlicher Leitung unterstellt. Im September 1941 zeigte sich, dass weitere Nachforschungen nach Ermordeten nicht mehr zum Ziele führten, so dass die Arbeit der Gräberkartei im Mai 1942 eingestellt wurde.“13 Aus den Akten der „Gräberzentrale“ geht hervor, dass zunächst Regierungsassessor Dr. Korth als formeller Leiter fungiert- ab Juli 1940 Dr. Arthur Schmidt aus Breslau.
Zur Person Kurt Lück: Bei Kriegsausbruch sollte Lück wie andere führende deutsche Männer von den Polen verschleppt werden, doch konnte er fliehen und sich in einer abgelegenen Siedlung verbergen. Schließlich doch
noch von einem polnischen Soldatentrupp aufgespürt und zur Exekution abgeführt, konnte er sich dank seiner Sprachkenntnisse und seiner psychologischen Kenntnis der Polen herausreden und bis zum Einmarsch der deutschen Truppen verborgen halten. Da er zu den wenigen führenden. Männern gehörte, die in Posen zur Stelle waren, als die Wehrmacht14 einmarschierte, wurde ihm die Leitung der ›Geschäftsstelle der Volksdeutschen‹ in Posen übertragen, außerdem regte er die Gründung der ›Gräberzentrale‹ an. Hier leitete der 1900 in Kolmar/Provinz Posen zur Welt Gekommene die Untersuchungen über die Verschleppungen und Ermordungen der Volksdeutschen und sammelte dabei das Material für die beiden Publikationen Marsch der Deutschen in Polen und Volksdeutsche Soldaten unter Polens Fahnen, in denen er das tragische Schicksal vieler Volksdeutscher enthüllte, die zugrunde gegangen waren.
In einem Gespräch15 mit dem Journalisten Heinz Bürger  vom NS- Leitmedium VB erläuterte Lück seine Vorgehensweise und bezog Stellung zu einer ersten Opferbilanz. Zunächst wurden alle neu geschaffenen Landratsämter aufgefordert, statistisches Material zu übersenden, wie viele Vermißte es in jedem Dorf, in jeder Stadt, in jedem Kreis gab und wie sie hießen. Lück und auch seine engen Mitarbeiter, Dr. Schmidt (Breslau) und Pfarrer Lic. Karl  Berger,16 wiesen auf die Notwendigkeit hin, ermordeten Volksdeutschen, die wie Hunde verscharrt worden waren, ein anständiges Grab zu verschaffen und den Angehörigen Gewißheit zu geben. Berger, eine der großen Hoffnungen der Posener Kirche, hatte selbst den Todesmarsch nach Lowitsch vom 3- 17. September mitgemacht und die Qual und das Sterben vieler Deutscher miterlebt. Daher stellte er sich nach seiner Heimkehr zur Verfügung, um die noch vermissten oder ermordeten Volksdeutschen nach ihrer Verschleppung durch die polnischen Sicherheitsbehörden zu suchen und – was noch schwerer war- zu identifizieren. Er berichtet selbst darüber: „So konnte eine einheitliche Ausrichtung der Arbeit erreicht werden. Die Angehörigen wussten nun, an wen sie sich in ihrer Not und Trauer in dem Verlangen nach den Gräbern ihrer Toten wenden sollten“. Pfarrer Berger verwies in diesem Zusammenhang auf die Bergungsfahrten, die bis zum Einbruch schweren Frostes durchgeführt worden waren. Wenn die Ermordeten, die, irgendwo auf einem Acker am Waldrand oder an einer Mauer verscharrt, nach oft schwierigen Suchen gefunden worden waren, war es oft schwer, ihre Namen und ihre Herkunft ausfindig zu machen. Die oft schrecklich verstümmelten Toten waren ausnahmslos bestohlen worden – auch die Papiere fehlten meistens. Anhand von Stoffproben und sonstigen Kennzeichen, die nach einer sorgfältigen Reinigung ausgestellt wurden, ferner anhand genauer Beschreibungen und einer Erkennungsmarke konnte die Identität der Toten dann mit Hilfe ihrer Verwandten festgestellt werden. Wertvolle Beweismittel waren unter anderem Augenbinden, Kugeln und Fesseln, die darauf hinwiesen, wie ein Opfer getötet wurde. Einzel- und Massengräber lieferten entscheidende Beweise für die Verfolgung von Kriegsverbrechen, insbesondere jene, bei denen es um außergerichtliche Exekutionen (hier in jedem Falle) und Angriffe gegen Zivilpersonen ging. Bis zum 20. Dezember 1939 sind allein von Posen aus 26 Suchexpeditionen unternommen worden. Dabei konnten 455 Ermordete geborgen und bestattet werden. 285 Tote wurden zweifelsfrei identifiziert. (Die Zahl bezieht sich auf Westposen.) Die Todesursache zu bestimmen ist eine komplexe Wissenschaft. Ein Experte, der eine Schußwunde untersucht, kann bestimmen, wo eine Person erschossen wurde, aus welcher Entfernung und in welchem Winkel die Kugel eintrat – alles Hinweise darauf, ob jemand hingerichtet wurde oder nicht.

Gesamtverluste der Volksdeutschen                        (Stand 20. Dezember 1939)
Lück stellte fest, daß die meisten Vermißten der Zahl der Toten hinzurechnen seien. Für die alte Provinz Posen ergaben sich aus den Listen 1500 Tote (Ende Januar 1940 allerdings bereits 1888 Tote) und Vermißte, für das Korridorgebiet ungefähr 2000 Tote.17 Die Dokumentensammlung des Auswärtigen Amtes Weißbuch Nr. 1 meldete dann Ende Dezember 1939: 5437 Ermordete. Diese Zahlenangaben sollten sich sowohl in der Abschlußbilanz der Gräberzentrale im Mai 1942 als auch durch die Untersuchungen des Bundesarchivs 196918 sowie durch weitergehende Untersuchungen (die unveröffentlicht blieben wegen des Todes des Bearbeiters) der Landeskundlichen Kommission für das Deutschtum in Posen und Polen bestätigen. Lücks Zahlenangabe (es lag erst wenig Material vor) für Kongreßpolen, Galizien, Wolhynien und Ostoberschlesien erwies sich später als zu hoch gegriffen. Zu den vorsichtigen Zahlenangaben siehe die vom Autor dieser Zeilen neu geschriebene Statistik nach den Unterlagen von Dr. Müller.
Aus dem vorliegenden Tatsachenmaterial ging mit eindringlicher Klarheit hervor, daß sich die Internierung, Verschleppung und Ermordung der Volksdeutschen im ganzen Land unter den gleichen äußeren Umständen abspielten. Überall wurden die gleichen konstruierten Vorwürfe vorgebracht: Spionage, Beschießung, Sabotage.
Am 9. Januar 1940 veröffentlichte Lück eine Zwischenbilanz im Ostdeutschen Beobachter für die ehemalige Provinz Posen: Unter den 1030 einwandfrei als tot nachgewiesenen Opfern (weitere 858 galten als vermißt und 244 vermißte volksdeutsche Soldaten – also insgesamt 2132 Opfer nur für die alte Provinz Posen, Stand Ende Januar 1940) befanden sich 70 weibliche Personen, von denen die jüngste 15 Jahre und die älteste 79 Jahre alt war. 26 weitere Frauen, die verschleppt worden waren, galten als vermißt. Die Altersgliederung der Volksdeutschen männlichen Geschlechtes sah folgendermaßen aus:
Kinder bis zu drei Jahren: 3
Männer von 17 bis 60 Jahren: 894
Greise von 61 Jahren bis 86 Jahren: 47
In keinem Fall erfolgten standrechtliche Erschießungen, denen ein Gerichtsverfahren vorangegangen wäre. Vielmehr handelte es sich um einen von höchsten polnischen Behörden monatelang vor Kriegsausbruch organisierten Terror. Tatsächlich machten polnische Armeeverbände es bei den in die Nähe von Warschau gelangten Verschleppungszügen so, daß sie wahllos Handgranaten in die Reihen der Volksdeutschen warfen oder mit Maschinengewehren hineinschossen. Ein hoher Prozentsatz der Leichen wies außer Schußverletzungen auch Spuren von Schlägen mit stumpfen Gegenständen sowie Spuren von Stichen auf. Lücks seriöse Forschungsergebnisse wurden allerdings durch die berüchtigte ›Sprachregelung‹ des Reichspropaganda-Ministeriums vom 7. 2. 194019 konterkariert, durch die die Zahl von 5437 Ermordeten (Stand November 1939 und bis Ende Januar 1940 nur leicht gestiegen, wegen des starken Winters ruhten weitgehend die Grabungsaktionen) im Weißbuch Nr. 1 jetzt in der 2. Auflage des Weißbuches (Hans Schadewald (Hg.), Die polnischen Greueltaten an den Volksdeutschen in Polen, Berlin 1940 – Die erweiterte 2. Auflage erschien unter dem Titel: Dokumente polnischer Grausamkeit)  auf 58000 verzehnfacht wurden. Die 2. Auflage ging jetzt auf höhere Weisung von 58000 Vermißten und ermordeten Volksdeutschen aus. Von diesen 58000 seien 12857 (die Entstehung dieser genauen Zahl ist ungeklärt) mit Sicherheit identifizierte Ermordete. Die Zahl von 13000 Ermordeten hielt auch der Generalreferent und Neffe von Gauleiter Greiser in seinen Memoiren (Harry Siegmund, Rückblick. Erinnerungen eines Staatsdieners in bewegter Zeit, Kiel 1999, S. 196) für durchaus möglich. Daß die Zahl von 58000 nichts mehr mit der Wirklichkeit gemein hatte, war damals unter den volksdeutschen Eliten durchaus bekannt, was allerdings Amateur-Historiker bis heute nicht daran hindert, in rührender Naivität diese absurde Zahl aufzugreifen.20

Die Gräberzentrale mußte ihre Arbeit im Mai 194221 einstellen – zu diesem Zeitpunkt war Dr. Lück bereits als Dolmetscher an der Ostfront bei Orsza, Weißrußland,  gefallen (5. 3. 1942). Da Lück mit der brutalen Germanisierungspolitik von Gauleiter Greiser im Reichsgau Wartheland alles andere als einverstanden war, bot sich für ihn in kritischer Betroffenheit nur der Ausweg zur Front an. Eine mögliche Professur an der neuen Reichsuniversität Posen wurde ihm seitens der NS-Machthaber nicht angeboten22. Ihre unvollständige Abschlußbilanz sah folgendermaßen aus: Insgesamt waren 7004 Karteikarten (darunter auch für Russen, Polen und Ukrainer = 20 Tote u. 66 Vermisste) angelegt worden. Nach Bereinigung der Kartei verblieben 3453 Tote und 2339 Vermißte (von diesen kehrte niemand zurück). Trotz ihres aufopferungsvollen Bemühens muß die Bilanz als unvollständig angesehen werden. Ein Datenabgleich mit der Wehrmachtuntersuchungs-Stelle (WUST) sowie der Danziger Vermißtenstelle des Roten Kreuzes (siehe Danziger Neueste Nachrichten vom 15. Oktober 1939) wurde nicht vorgenommen. Hugo Rasmus vermerkt dazu in seiner vorzüglichen Studie Pommerellen/Westpreußen 1919–1939, München 1989, S. 143 völlig zutreffend: »Spätere Todeserklärungen durch Gerichte konnten danach nicht mehr registriert werden. Erheblich dürfte die Zahl der unbekannt gebliebenen und der nicht aufgefundenen ermordeten Deutschen sein, die in der Gräberzentral-Kartei kaum registriert worden sein dürften. Es ist zweifelhaft, ob die nicht identifizierten Toten, die lediglich eine Bergungs - Nr. erhielten, in der übermittelten Kartei der GZ enthalten sind.« Ungeklärt sind ebenfalls die Verlustziffern der volksdeutschen Soldaten in polnischer Uniform. Nicht wenige der während des deutsch-polnischen Krieges getöteten deutschstämmigen Soldaten kamen nicht an der Front ums Leben, sondern wurden von ihren eigenen „Kameraden“ ermordet.( s. den ausführlichen Bericht „Volksdeutsche wurden gekennzeichnet. Wer einen schwarzen Stempel im Militärpaß hatte, wurde erschossen  im Ostdeutschen Beobachter, 14.2. 1940) Häufig war es so, dass die Volksdeutschen aus den Truppenteilen, bei denen sie sich zu stellen hatten, ausgesondert wurden, um – häufig nicht einmal eingekleidet und immer ohne Schusswaffen – unter militärischer Bewachung nach Ostpolen abgeschoben zu werden, wo sie angeblich zu irgendwelchen Diensten oder Arbeiten verwendet werden sollten. Diesem Verfahren, das ja in entsprechender Weise auch gegen Zehntausende volksdeutscher Zivilpersonen angewandt wurde, lag offenbar die Absicht zugrunde, die deutschen Volksangehörigen als Geiseln sicherzustellen.. Alle Deutschen, die dem Gestellungsbefehl folgten, waren sich vom ersten Tag an bewusst, dass sie in den Augen ihrer polnischen „Kameraden“ und Vorgesetzten Verräter, Saboteure und Spione waren. Wer bei der Truppe als Volksdeutscher bekannt war, war seines Lebens nicht sicher. Manchen gelang es nur dadurch, sich dem drohenden Verhängnis zu entziehen, dass sie sich im allgemeinen Chaos der sich abzeichnenden Niederlage von ihren Truppenteilen entfernten, ihre Militärpapiere , in denen sie als Deutsche gekennzeichnet waren, vernichteten, sich als Versprengte einem anderen Truppenteil anschlossen und sich dort als Polen ausgaben. In den meisten Fällen waren polnische Offiziere die übelsten Aufwiegler gegen die volksdeutschen Soldaten, an denen sie ihre Wut über den Zusammenbruch der Fronten ausließen und die sie vor ihren Mannschaften als „Spione“ für den polnischen Zusammenbruch und das Vordringen der Wehrmacht verantwortlich machten. 1940 nannte das Deutsche Rote Kreuz eine Zahl von 4970 nicht zurückgekehrter volksdeutscher Soldaten23 der polnischen Armee; zu dieser Zeit befanden sich noch fast eintausend Deutschstämmige als ehemalige Armeeangehörige in sowjetischer Kriegsgefangenschaft.
Bei der feigen Flucht von Gauleiter Greiser und seines Stabes am 20. Januar 1945 vor den anrückenden sowjetischen Armeen verblieb der umfangreiche Aktenbestand und die Kartei in Posen. Durch Vermittlung des polnischen Historikers Altman vom polnischen West-Institut gelangte eine Kopie der Kartei 1959 ins Bundesarchiv. Der umfangreiche Aktenbestand ›Zentrale für die Gräber der ermordeten Volksdeutschen in den eingegliederten Ostgebieten‹ kann heute problemlos im Staatsarchiv Posen (Archiwum Panstwowe w Poznaniu) eingesehen werden, ein Findbuch erleichtert das präzise Arbeiten. Bis heute haben lediglich OSTR .Gerke sowie E. Eckert in anderem Zusammenhang  die mehr als 500 Archiveinheiten durchgesehen.
Untersuchungen nach Kriegsende
Durch Initiative der Zeitschrift Der Westpreuße  wurden in den fünfziger Jahren Erlebnisberichte gesammelt, diese vier Aktenbände sind heute im Bundesarchiv unter der Kennung ›Ost Dok. 7‹ zu finden. Aus diesen Erlebnisberichten, der Kartei der GZ sowie der Befragung von 6000 noch lebenden Zeitzeugen errechnete das Bundesarchiv24 1969 (an der Arbeit des Bundesarchivs wurde Kritik laut, da Zeitungsberichte nur bis zum 15. 11. 1939 ausgewertet wurden) eine Opferzahl von mindestens 3841 Personen (jeder Mordfall durch zwei Zeugen bestätigt). Es handelt sich hier um den absolut untersten Wert.
Seit mehr als 35 Jahren ist nun von der ›Historisch-Landeskundlichen Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen‹ die umfassende und abschließende Untersuchung über das Schicksal der deutschen Volksgruppe im September 1939 angekündigt. Obwohl sie schon 1979 (!) veröffentlicht werden sollte, ist sie bis heute nicht abgeschlossen worden. Mehrere an der Arbeit beteiligte Historiker (Prof. Rhode, Dr. Breyer, Dr. Müller, Dr. Krämer, Dr. Kohte) sowie alle Zeitzeugen sind nun inzwischen über diesen langen Zeitraum verstorben. In der „Niederschrift über das Ergebnis der Besprechung über die Dokumentation September 1939 am 26. Juli 1977 in Mainz“, die Prof. Dr. Gotthold Rhode selbst anfertigte, wurde festgehalten“ dass die noch fehlenden Manuskripte bis Frühjahr 1978 vorliegen müssten“. Ausser Dr. Müller sollten noch acht weitere Autoren (Rhode, Krannhals, Heike u.a.)Beiträge abliefern. Der Gesamtumfang der Arbeit sollte 540 Seiten nicht überschreiten.; Erlebnisberichte sollten auf keinen fall aufgenommen werden. Aus ungeklärten Gründen kam es nie zu einer Veröffentlichung, das Projekt wurde nicht weiter verfolgt.. Immerhin konnte Freiherr Hans von Rosen seinen Teilbeitrag (90 S.) über die Verschleppungsmärsche unter der Herausgeberschaft der „Historisch-Landeskundlichen Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen 1990 (!) im Westkreuz-Verlag veröffentlichen. Die wissenschaftliche Einleitung schrieben denn auch Prof. Rhode, Dr. Breyer und Haiko Swart. Parallel dazu erarbeitete der Journalist Aurich aus den Beständen des Bundesarchives (Ost.Dok.7) (Peter Aurich, Der deutsch-polnische September, Bonn 1969) eine gut lesbare Darstellung über den September 39,die  erlebte immerhin drei Auflagen erlebte, konzentrierte sich aber ähnlich wie die Weißbücher zu 95 Prozent auf Korridorgebiet und Posen. Das Werk wurde auch bei Erscheinen von betroffenen volksdeutschen Zeitzeugen heftig kritisiert. Die Hauptarbeit an der o.a.  geplanten Veröffentlichung übertrug Prof. Dr. Rhode 1971 Dr. August Müller, der zu diesem Zeitpunkt bereits 76 Jahre alt war.25 Nichtsdestotrotz machte sich der ehemalige Oberschulrat des Regierungsbezirkes Bromberg mit Eifer an die Arbeit.
Müller konnte noch viele Zeitzeugen (dabei handelte es sich allerdings nur um den Teil der Zeugen, die zwischenzeitlich nicht verstorben, nicht gefallen waren oder die Vertreibung überlebt hatten; Überlebende in der DDR und in Polen Verbliebene konnten nicht befragt werden) befragen und ermittelte akribisch die noch in den siebziger Jahren festzustellende Zahl der Ermordeten.26 Seine handschriftlich und maschinenschriftlich vorliegenden Forschungsarbeiten ruhen heute in der Dokumenten-Sammlung des Herder-Institutes Marburg. Bis in seine letzten Lebensjahre arbeitete er unermüdlich an der geplanten Dokumentation der Ereignisse des September 1939 in Polen. Wegen Krankheit mußte August Müller 1985 seine Arbeit praktisch beenden. Zu einem Gesamtbericht kam der über Neunzigjährige nicht mehr. Er verstarb am 24. April 1989 in Bad Schwartau – seine wertvollen Arbeitsergebnisse sind erst seit einem Jahr zugänglich. Dr. Müller konnte noch insgesamt 4332 Ermordete und Vermißte (Namen für Namen akribisch belegt) Anfang der achtziger Jahre feststellen.
Die von Müller ermittelte Zahl der Ermordeten weicht nur geringfügig vom Ergebnis des Bundesarchivs
von 1969 ab. Insgesamt ist somit die Mindestzahl der ermordeten Volksdeutschen in den ersten Kriegstagen auf 4332 Menschenleben festzusetzen.27 Man beachte in diesem Zusammenhang nochmals den Verlust vieler Zeitzeugen, unersetzlicher Archivbestände – so sind die Akten der WUST vor Rückgabe an die bundesdeutschen Archivbehörden nochmals gesäubert worden. Generell hat es auch die WUST versäumt, in ihren Denkschriften die Zahl der ermordeten Volksdeutschen annähernd festzustellen. Einschließlich der Dunkelziffer geht auch das Bundesarchiv von mindestens 5000 Opfern aus – diese Zahl wird häufig von deutschen Osteuropa-Historikern28 (Prof. Rhode/Prof. Hoensch) genannt. Man beachte in diesem Zusammenhang, daß der damalige Chefermittler des Reichskriminalpolizeiamtes, Dr. Bernd Wehner, in einer Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft Mannheim am 20. 5. 1964 erklärte, »daß die Gesamtzahl der Getöteten bei 6300 gelegen hat«.
Bluttaten an Deutschen bei Kriegsbeginn bis zum Einmarsch der Wehrmacht waren in ganz Polen zu verzeichnen. Allerdings lassen sich mehrere Schwerpunkte der Ausschreitungen erkennen. Besonders schweren Massakern waren die aus dem Gebiet von Posen und dem Korridor kommenden Verschlepptenzüge29 ausgesetzt, die im Raum zwischen Sompolno und Kutno marschierten, wo polnische Truppenverbände eingeschlossen waren. Dies bleibt in der neuen Ausstellung »Größte Härte« selbstverständlich unerwähnt. Die zu Tausenden zählenden Verschlepptenkolonnen waren hier Haß und Vergeltung der in einem erbitterten Abwehrkampf stehenden polnischen Soldaten ausgesetzt.
Neben den bekannten blutigen Ereignissen in Bromberg (981 Ermordete) registrierte man im Nachbarkreis Hohensalza, 471 Ermordete.30 Im Posener Gebiet ragen der Kreis Obornik31 mit 215 Toten und Vermißten, der Kreis Kosten mit 153 und der Kreis Wreschen mit 96 Opfern hervor.32 Hoch war die Zahl der ermordeten Volksdeutschen auch unter den Deutschen in Mittelpolen.
Hier wurden besonders die Kreise Nieszawa mit 165 und Lipno mit 80 Toten und Vermißten getroffen. Allein in dem 1606 gegründeten deutschen Dorf Slonsk in der Weichselniederung bei Ciechocinek wurden 38 Personen, darunter ein Junge von 15 Jahren ermordet. Hohe Verluste unter den Deutschen in Mittelpolen gab es außerdem in den Kreisen Sochaczew (154), Lodz (97), Lask (40), Gostynin (34) – in diesen Kreisen existierten viele deutsche ländliche Siedlungen.33 Die ›Landeskundliche Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen‹ hat sich mittlerweile umbenannt – ihr Interesse am Schicksal der volksdeutschen Opfer ist aber dadurch nicht gestiegen.
Es bleibt festzustellen, dass mit diesen Ausschreitungen gegen die wehrlosen und friedlichen Volksdeutschen die Brutalisierung des Krieges in Polen  ihren Anfang nahm. Die Mitschuld an diesen, die ganze weitere Entwicklung aufs schwerste belastenden Haßausbrüchen trugen die alles Maß übersteigende Hetze der polnischen Presse in den letzten Monaten vor dem September 1939 sowie die Gerüchtemacherei, alle Deutschen wären Angehörige einer ›Fünften Kolonne‹, einer Spionage- und Sabotageorganisation.34

1 Siehe dazu allgemein Alfred Kotowski, Polens Politik gegenüber seiner deutschen Minderheit, 1919–1939, Wiesbaden 1998. Sehr verdienstvolle Studie, da eine Gesamtauswertung polnischer Quellen und Akten vorliegt. Kotowski umschreibt das auf s. 333 vornehm: „In Regierungskreisen herrschte die Meinung, dass die Unterdrückung der deutschen Minderheit fortgesetzt werden sollte. Dies verdeutlichen die Äußerungen des Ministerpräsidenten Slawoj-Skladkowskii, zugleich Innenminister…“
2 Die knappen, aber prägnanten Aufsätze von Dr. Breyer sprechen mehrfach dieses Problem an. Richard Breyer, »Die Septemberereignisse 1939 in polnischer Sicht«, in: Jahrbuch Weichsel-Warthe 1969; ders., »Die Haltung unserer Volksgruppe im 2. Weltkrieg«, in: Jahrbuch Weichsel-Warthe 1980; ders., »Die deutsche Volksgruppe in Polen und der Kriegsausbruch 1939«, in: Westpreußen-Jahrbuch 1969; ders., »Die Passion der Deutschen in Polen 1939«, in: Der Kulturwart, 13. Jg. April-Heft, 1965, ders., »Bis zur Vernichtung gefährdet. Vom Deutschen Pogrom bis zum Bromberger Blutsonntag«, in: Beiträge zur Geschichte Westpreußens Nr. 15 (1995), S. 135–141. S. auch das Kapitel „The september pogrom“, in Richard Blanke, Orphans of Versailles. The Germans in Western Poland 1918 – 1939, University Press of Kentucky 1993, s. 232f, ferner S. 207f u. S. 218-220
3 (Pater Hilarius Breitinger: Als Deutschenseelsorger in Posen und im Warthegau 1934-1945, Mainz 1984 sowie DSHI (Dokumentesammlung Herder-Institut) 100 Bestand 43 „Die katholischen Priester hetzen“)
4 (s. Ostdeutscher Beobachter Nr. 255, Freitag, den 13, September 1940 „Beweise für die Schuld der polnischen Behörden. Die Hetze gegen das Deutschtum staatlich gefördert.- Geheimanordnung des Posener Wojewoden über die Behandlung der Deutschen von Eugen Petrull)
5 (Kotowski a.a.O.S.324ff.)
6 ( Der 1921 gegründete „Verband zur Verteidigung der Westgebiete“/ Zwiazek Obrony Kresoch Zachodnich wirkte publizistisch und propagandistisch für die Verbreiung der Problematik und Probleme der Westgebiete- Oberschlesien, Posen, Pommerellen. S. Brier, Robert: Der polnische Westgedanke. Digitale Osteuropa-Bibliothek: Geschichte 3(2003) http://www.vifaost.de/digbib/brier-west
7 Grazynski, ein unversöhnlicher Feind der Volksdeutschen, entging der Wehrmacht 1939 nur knapp. Von Kattowitz aus über Rumänien flüchtete er nach London; nach Polen kehrte er nicht zurück. Siehe dazu: Henry Rechowicz, Wojewoda slaski M. Grazynski, Warszawa 1988.
8 Hans Freiherr von Rosen, Dokumentation der Verschleppung der Deutschen aus Posen – Pommerellen im September 1939, Berlin 1990, S. 19–21. Nach amtlichen Angaben war die Internierung von 39 577 Personen aus ganz Polen vorgesehen.  S. dazu: Waldemar Rezmer: Polski plan uniieruchomienia w razie wojny tzw. Elemetow antypanstwowych (1931-1939)   der polnische Plan der Internierung der sogenannten staatsfeindlichen Elemente im Falle eines Krieges 1931-1939, in: Polska i jrj sasiedzi w czasach najnowszych, /Polen und seien Nachbarn in der neuesten Zeit. Hrsg. Von Mieczyslaw Wojciechowski. Torun 1995, S. 136-143
9 ( Karl Schwarz (Hrsg.): Chronik des Krieges. Dokumente und Berichte Band I/II Der Krieg, seine Vorgeschichte und seine Entwicklung bis zum 1. Februar 1940, Berlin 1940, S. 59)
10 ( Balling, Mads Ole: Von Reval bis Bukarest . Statistisch-biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheit in Ostmittel und Südosteuropa 1919 – 1945, Kopenhagen 1991, Bd. 1 S. 195f, 228ff, 239; Bd. 2, S.759,770 vgl. Fritz Weigelt:: Von unserer Art. Wuppertal 1973, s. auch http:// www.ostdeutsche-biographie.de/naumeu89.htm
11 So operieren bis heute einige Pseudo-Historiker mit dieser Zahl so: Joachim Nolywaika, Mit dem Recht für das Recht, Rosenheim 2002, S. 37. In völliger Unkenntnis konstatiert er die Zahl der Ermordeten von Bromberg mit 5437. Er verwechselt die Gesamtzahl aller in Polen ermordeten volksdeutschen Opfer und bezieht sie auf Bromberg. Noch grotesker wird es auf S. 103: Dort behauptet er, vor Kriegsbeginn wären 3000 Volksdeutsche ermordet worden, und führt als Beleg Dahms Standardwerk, Der Zweite Weltkrieg, an. In allen Auflagen des Standardwerkes ist davon nichts zu lesen. Prof. Loesch (Die Verlustliste des Deutschtums in Polen, Berlin 1940, S. 71) verzeichnet 12 ermordete Volksdeutsche vor dem 1. September 1939, andere Verfasser gehen von annähernd 70 Ermordeten aus. Ebenso grotesk: Historische Tatsachen Nr. 94, 32, verfaßt von William W. Douglas: »bis annähernd 50000 zivile Opfer gibt es nicht den geringsten Zweifel«. Selbstverständlich macht Douglas (Pseudonym) sich nicht die Mühe, irgendwelche Belegstellen anzuführen!
12 W. Kuhn, »Kurt Lück zum Gedächtnis, in: Der Kulturwart. Heimatfragen – Kulturprobleme, Nr. 85/86 (1967), S. 16–20. Kritisch zu Lück s. Hans Werner Rautenberg: Das historiographische Werk Kurt Lücks, in: Zwischen Konfrontation und Kompromiss. Oldenburger Symposium: „Innerethnische Beziehungen in Ostmitteleuropa als historiographisches Problem der 1930er/1940er Jahre (= Schriften des Bundesinstituts für ostdeutsche Kultur und Geschichte,8). München 1995, S.95-107
13 ( Wilfried Gerke: Beiträge zur Geschichte der Deutschen in Polen während des Zweiten Weltkrieges 1939-1945 Teil I. Im Reichsgau Wartheland. Herne 2004, S. 62)
14 Heinrich Schwendemann, Wolfgang Dietsche, Hitlers Schloß. Die Führerresidenz in Posen, Berlin 2003, S. 78 f., sowie Deutsche Rundschau Bromberg, Nr. 218 vom 28. 9. 1939: »Das Deutschtum Posens jubelt« und die Artikelserie von W. Gerke, »Vor 50 Jahren«, in: Posener Stimmen 9/89, S. 4 f. Zur polnischen Sicht s. Marian Olszewski: „Straty i martyrologia ludnosci polskiej w Poznaniu w latach 1939 – 1945, Poznan 1973, (deutsch:“Die Verluste und das Märtyrertum der polnischen Bevölkerung in Posen in den Jahren 1939-1945“) sowie Czeslaw Luczak: „Dzien po dniu w okupowanym Poznaniu“, Poznan 1989 (deutsch: „Tag für Tag im besetzten Posen). Den Forschungsstand zusammenfassend hinsichtlich der polnischen Wahrnehmung: Verbrechen der Wehrmacht in Polen im September 1939- in „Grösste Härte…“ Verbrechen der Wehrmacht in Polen September/Oktober 1939- Ausstellungskatalog. Hrsg. vom Deutschen Historischen Institut Warschau 2005 Redaktion J. Böhler, s. 39-51

15 Siehe Völkischer Beobachter vom 23. Dezember 1939. Das Gespräch wurde unter der Überschrift »Unermüdliche Suche nach den Vermißten – Mahnmale für das ganze Land« veröffentlicht. Abgedruckt in: Anton F. Schimmelpfennig (Hg.), Der Bromberger Blutsonntag, Euronet-Verlag, Linz 2004, S. 143.
16 Karl Berger, »Der Leidensmarsch der Volksdeutschen im deutsch-polnischen Kriege«, in: Dichter auf den Schlachtfeldern in Polen, Leipzig 1939. Pfr. Lic. Berger publizierte auch einige Berichte im „Ostdeutschen Beobachter“- so am 22. November 1939 „Gräber des Grauens: Aus der mühevollen Arbeit der Männer, die Gräber ermordeter Volksdeutscher suchen“. Das o.a. angeführte Zitat findet sich bei Richard Kammel: Kriegsschicksale der deutschen evangelischen Gemeinden in Posen und Westpreußen. 2. Auflage, Berlin 1941,S.89- Über Bergers Tätigkeit in der Gräberzentrale und die ersten Monate unter dem NS-Terror berichtete seine Sattin in ausführlichen Briefen an ihre Schwester. S. dazu: S. Breitenfeld: Zeit, die nicht wiederkommt. Bromberg – Berlin – Schroda 1935-1945. Nordostdeutsches Kulturwerk Lüneburg 1999, S. 102- 108. der entschiedene Pfr. Berger galt trotz seiner Tätigkeit in der Gräberzentrale nicht als unabdingbar und wurde auf Anweisung des extremen kirchenfeindlichen Gauleiters Greiser eingezogen. Er fiel nach Beendigung des Lehrganges als Offiziersbewerber bei seinem ersten Fronteinsatz in den Abwehrkämpfen am Kuban-Brückenkopf am 6. 9. 1943

17 Kurt Lück, »Die Blutopfer im Reichsgau Wartheland«, in: Landwirtschaftlicher Kalender für Posen 1940, S. 30–34.
18 Zu dieser absoluten Mindestzahl (3841 Personen) des Bundesarchivs äußerten sich die renommierten Osteuropa-Experten Breyer, Kohte und Rhode in einem gemeinsamen Aufsatz: »Zur Problematik einer Darstellung der Deutschen in Polen im September 1939«, in: Kulturwart Nr. 97/Sept. 1969 S. 2–15. Jeder ermordete Volksdeutsche war hier durch zwei Nachkriegszeugen belegt. Der polnische Prof. Pospieszalski, Sprawa 58000 Volksdeutschow (Angelegenheit der 58000 Volksdeutschen), Poznan 1959, zitiert nach der 3. Aufl. 1981, gesteht zu, »sie seien vereinbar mit seinen Forschungsergebnissen«. S. Günther Schubert, Das Unternehmen Bromberger Blutsonntag, Köln 1989, S. 199. Das hindert aber antideutsche Historiker, festangestellt beim Dt. Historischen Institut Warschau, nicht, selbst diese Mindestzahl noch weiter herunterzurechnen. So Jochen Böhler, Auftakt zum Vernichtungskrieg. Die Wehrmacht in Polen, Frankfurt 2006. Er ist jetzt bei ›2000‹ Ermordeten angelangt, S. 136.
19 Helmut Krausnick, Hitlers Einsatzgruppen. Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD 1938–1942, Stuttgart 1981, S. 267, Anm. 140 sowie Schubert a.a.O., S. 191–206. Schubert vertritt weitgehend die polnische Diktion, dennoch vermittelt das Buch einen ausgezeichneten Überblick über die polnische Forschung. Die Sprachregelung wurde der Gräberzentrale per Funkspruch übermittelt. Der Text, aufgenommen von der Polizei-Funkstelle Posen, befindet sich im Besitz des polnischen West-Instituts.  Siehe: Dieter Schenk, Hitlers Mann in Danzig. Gauleiter Forster und die NS-Verbrechen in Danzig–Westpreußen, Bonn 2000, S. 155. Ausserdem in den Akten der Gräberzentrale Findbuch 303/Bestand 17 Geheim. Dr. SchmidtII / Odpis telegramu z 7.2.1940…
20 Arthur Rhode, Die Evangelische Kirche in Posen und Pommerellen. Erfahrungen und Erlebnisse in drei Jahrzehnten 1914–1945, Lüneburg 1984, S. 15–42. In Teil II des Werkes im Ostdeutschen Beobachter wurde dann die völlig haltlose Zahl hinausposaunt unter der Überschrift: »58000 Opfer des polnischen Mordterrors. Eine Liste beim Chef der Zivilverwaltung in Posen weist allein über 45000 Vermißte aus«. Siehe Ausgabe vom 11. Februar 1940, Nr. 42 (sonntags). Offiziell kommentierte Lück diese Phantasiezahlen. In einer privaten Unterredung mit Dr. Jan Baumgart, polnischer Angestellter der Posener Universitätsbibliothek, gab Lück zu- „diese Zahlenangabe sei eine Erfindung der NS-Behörden“ s. Pospiezalski a.a.O. S. 69
21 Die Abschlußbilanz ihrer Tätigkeit wurde nicht veröffentlicht. Bei der Flucht der NS-Behörden vor der Roten Armee am 20. Januar 1945 verblieb der gesamte Aktenbestand in Posen. Lediglich eine Kopie der Karteikarten übermittelte der polnische Historiker Altman dem Bundesarchiv 1959. Armin Ziegler, Posen Januar 1945. Evakuierung und Flucht der deutschen Zivilbevölkerung der Stadt Posen im Januar 1945, Privatdruck, Schönaich 1989, S. 62 f. Eine Übersicht des Aktenbestandes befindet sich im Findbuch 303 (insgesamt 503 Einheiten) des Hauptstaatsarchivs Posen.  Weitere Akten der Gräberzentrale befinden sich im Bestand „Reichstatthalterei“.
22 ( Richard Breyer, W. Gerke, J. Rogall, Die Deutschen in Polen im Zweiten Weltkrieg in: Rogall, Joachim (Hrsg.) Deutsche Geschichte im Osten Europas. Land der großen Ströme. Von Polen nach Litauen, Siedler-Verlag 1996, S. 430
23 ( Wolfgang Jakobmeyer: Die deutschen Minderheiten in Polen und in der Tschechoslowakei in den dreißiger Jahren, in Politik und Zeitgeschichte/Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament B 31/86,2.8.1986, S. 17 – 25- anhand der Akten der Gräberzentrale nicht belegbar „Im September 1939 haben mehr als 5.000 ihr Leben in polnischer Uniform verloren“) (von weit geringeren Verlustziffern geht W. Jastrzebski aus. Ders.: Die deutsche Minderheit 1939 in Polen, in Sonderheit in Bromberg. In Beiträge zur Geschichte Westpreußens. Nr. 18, Münster 2002 S. 161f.)
24 »Die Septemberverluste der Deutschen in Polen« (Bundesarchiv), in: Der Kulturwart, Sept. 1989 (17. Jahrgang), Heft 97, S. 15. Übersicht zusammengestellt nach Unterlagen des Bundesarchivs in Koblenz.
25 Am 8. November 1971 gratulierte Prof. Dr. Gotthold Rhode Dr. Müller (geb. 1894) zur Bereitschaft für dieses wichtige Vorhaben. Siehe DSHI (Dokumente Sammlung Herder-Institut Marburg) Bestand 100 Nr. 4.
26 DSHI 100 Bestand 55 Übersichten über die Zahl der ermordeten und vermißten Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Polen während des Septemberfeldzuges 1939 in den Wojewodschaften Pommerellen, Posen, Mittelpolen, Süd- und Ostpolens.

27 DSHI- Marburg, Bestand 100, Nr. 14. In diesem Bestand befindet sich ebenfalls ein unvollendetes Typoskript von Dr. Müller »Das Mordgeschehen daheim« – der gesamte Nachlaß ist schwer lesbar. Verschiedene Typoskripte von Dr. Müller sind wegen des schlechten Maschinendrucks nur mit äußerster Konzentration lesbar. Wegen extremer Sparsamkeit schrieb Dr. Müller auch handschriftlich auf Schmierzettel, die jetzt von Archivmitarbeitern mit Schnüren zusammengebunden wurden. Dennoch sind seine Arbeitsergebnisse von unschätzbarem Wert. Hugo Rasmus (Pommerellen/Westpreußen 1919–1939, München 1989) benutzte für sein herausragendes Werk partiell seine Forschungen für Westpreußen – ohne Dr. Müller auch nur mit einem
einzigen Wort zu erwähnen. Im Bestand finden sich einige Schreiben von Rasmus um Hilfestellung.
28 Theodor Schieder (Hg.), Handbuch der deutschen Geschichte, 7/2, dort: Gotthold Rhode, Polen von der Wiederherstellung der Unabhängigkeit bis zur Ära der Volksrepublik 1918–1970, Stuttgart 1979; Osteuropa-Handbuch, Polen, Köln 1959. Siehe auch: Wissenschaftlicher Dienst für Ost-Mitteleuropa, Jg. 9 (Dez. 1959) Heft 12: »Polnische Äußerungen zum Bromberger Blutsonntag 1939«, S. 401–403.
29 Siehe hierzu Dr. Kohnert (späterer Vorsitzender der LM Westpreußen): »Blutsonntag und Verschlepptenzüge. Polnische Verbrechen vor einem Jahr«, in: Ostdeutscher Beobachter, Dienstag 3. September 1940, Nr. 245.
30 Im Hohensalzaer Heimatbrief Nr. 28 (2005) sind unveröffentlichte Erlebnisberichte von Überlebenden abgedruckt; ebenso in der Ausgabe Nr. 16/1999. Die Zahlen werden von polnischen Historikern nicht bestritten – siehe Heimatbrief Nr. 28.
31 DSHI-Marburg Bestand 55, »Übersichten über die Zahl der ermordeten Volksdeutschen«.
32 DSHI 100 Bestand 55, »Übersicht über die Zahl der ermordeten Volksdeutschen in den Kreisen der Wojewodschaft Posen«.
33 DSHI 100 Bestand 55, »Übersichten Wojewodschaften Mittelpolen«.
34 So kündigte der Kurjer Poznanski (I7. Juni 1939, 34. Jg., Nr. 372) mehrere Monate vor Kriegsausbruch die Greuel gegen Deutsche an. Siehe dazu den Artikel von Eugen Petrull im Ostdeutschen Beobachter, 10. 2. 1940, S. 3. In vielen Artikeln der polnischen Presse wurde mit zynischer Offenheit angekündigt, daß die Deutschen in Polen im Falle eines Krieges ihr Leben lassen sollten. Siehe auch allgemein dazu: Der polnische Angriff. Polnische Pressestimmen aus jüngster Zeit, Berlin 1939 ohne Verfasser und Herausgeberschaft. Als Übersetzer wird der junge Gotthold Rhode, später Prof. für Osteuropakunde in Mainz, vermutet.
Zur angeblichen fünften Kolonne, siehe dezidiert: Hanns D. Krannhals, »Massenhysterie beim Ausbruch des deutsch-polnischen Krieges«, in: Deutsche Studien VIII, Lüneburg 1970, Bd. 30, S. 131–137, ebenso: Hugo Rasmus, »Zur Bewertung der September-Ereignisse 1939 in Polen, besonders in Bromberg«, in: Beiträge zur Geschichte Westpreußens, Nr. 18, Münster 2002, S. 165–185. Gegenteiliger Meinung (partiell) sind Kotowski a.a.O., S. 338–344 und Wlodzimierz Jastrzebski, »Die deutsche Minderheit im September 1939 in Polen«, in: Sonderheit in Bromberg, S. 155–165, in: Beiträge zur Geschichte Westpreußens, Zeitschrift der Copernicus-Vereinigung für Geschichte und Landeskunde Westpreußens e.V. Nr. 18, Münster 2002 sowie im gleichen Band  Hugo Rasmus: Die Bewertung der September-Ereignisse 1939 in Polen, besonders in Bromberg a.a.O. S. 165- 186. Ausserdem die aktuellen Bromberg-Hefte der Heimatkreisgemeinschaft Bromberg Nr. 131 (S. 71 f.). Interview mit Prof. Dr. Jastrzebski, der eine Diversion vorsichtig verneint, was ihm mittlerweile in Polen erheblichen Ärger einbrachte. Dieser Spezialist für neueste und gegenwärtige Geschichte von Pommerellen und Kujawien und Direktor des Instituts für Geschichte der Akademia Bydgoska ist Verfasser und Mitautor von über 250 Publikationen. Das Institut für Nationales Gedenken in Warschau veröffentlichte 2008 eine umfangreiche Studie in der von etwa 300 getöteten Deutschen in Bromberg ausgegangen wird. S. Bydgosz 3-4 wresnia 1939. Studia i dokumenty, (Bromberg 3. und 4. September. Studien und Dokumente) , hrsg. von Tomasz Chincinski /Pawel Machcewicz, Warszawa 2008; zur angeblichen „Diversion“ dort zahlreiche Hinweise.

Technischer Hinweis: die in meinem Ursprungsscript vorhandenen Bilder von Breitinger und Lück sowie das Bild aus den Wiener Neuesten Nachrichten sind im Netz vorhanden. Wäre schön, wenn ein technisch versierter Interessent die Bilder reinposten würde. Ich gebe dann noch Hinweise auf weitere Bilder.
Obenstehender Text ist lediglich eine Zusammenfassung eines etwa 100 S. umfassenden Textes von mir, der noch der Ergänzung bedarf.
            



« Letzte Änderung: 30.07.11 (11:24) von Wibilo »

Offline Niwre

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Re:Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"
« Antwort #2 am: 30.07.11 (12:32) »
Obenstehender Text ist lediglich eine Zusammenfassung eines etwa 100 S. umfassenden Textes von mir, der noch der Ergänzung bedarf.
Und weshalb steht er schon nahezu 1:1 dort? http://www.nexusboard.net/sitemap/6365/polnische-kriegsverbrechen-gegen-volksdeutsche-t296565/
Truth is invariant under change of notation. (J. A. Goguen)
Es hat niemand die Absicht, im Privatleben harmloser Bürger herumzuschnüffeln. (W. Schäuble)

Alfons Zitterbacke

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Re:Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"
« Antwort #3 am: 30.07.11 (13:19) »
Obenstehender Text ist lediglich eine Zusammenfassung eines etwa 100 S. umfassenden Textes von mir, der noch der Ergänzung bedarf.
Und weshalb steht er schon nahezu 1:1 dort? http://www.nexusboard.net/sitemap/6365/polnische-kriegsverbrechen-gegen-volksdeutsche-t296565/

Vllt. hat der Mann keinen Hrsg./Verl. gefunden. ;D
Diese "ellenlange" Beiträge liest doch niemand komplett; mich hat schon nach einigen Zeilen der "Kopfschmerz" übermannt. ;D ;D ;D
Der "Link" hätte auch gereicht, aber vllt. wartet er hier im Forum auf Reaktionen (Beifall/Schelte), oder die Seite wird vom Netz verschwinden und der Text brauchte lediglich eine "neue Heimat".
 ???

Wibilo

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Re:Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"
« Antwort #4 am: 30.07.11 (14:14) »
Die Kritik ist stark überzogen!Der Text stand so- mit den ausführlichen Anmerkungen nicht bei nexusboard er ist einerseits leicht ergänzt bzw. stark gekürzt.. Im übrigen scheinen mir die Kopfschmerzen bei niwre und zitterbacke daher zu kommen, dass hier von Verbrechen an(!!!) Deutschen die Rede ist!Der Text bei nexusboard ist von mir- im übrigen wurde dieses stark frequentierte Board(3000 Klicks pro Tag), wegen eines einzigen Artikel von einem administrator über ein KZ abgeschaltet, obwohl direkt unter dem Artikel ein weiterer gepostet war, der genau das Gegenteil besagte. Die Behörden haben halt eine Handhabe gebraucht!
Ausserdem: Zur "Gräberzentrale" gibt es keine einzige Veröffentlichung.

Alfons Zitterbacke

  • Gast
Re:Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"
« Antwort #5 am: 30.07.11 (17:03) »
Im übrigen scheinen mir die Kopfschmerzen bei niwre und zitterbacke daher zu kommen, dass hier von Verbrechen an(!!!) Deutschen die Rede ist!

"Humbug"! :'(
Ich persönlich finde, dass Du hier das Forum für eine "Relativierung" und "Auf- bzw. Abrechnung" nutzen willst, welche vllt. dem Forum nicht zur Ehre gereicht.

Da ich z.B. die Bücher von Alfred M. de Z a y a s, Theodor S e i d e l, Werner A r n d t, Claus N o r d b r u c h und James B a c q u e  gelesen habe, bist Du bei mir an der "falschen Adresse".

Denn ich habe auch folgende Bücher gelesen:
Medizin ohne Menschlichkeit Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses
Auschwitz Geschichte und Wirklichkeit des Vernichtungslagers
Der SS-Staat
Der Orden unter dem Totenkopf
Geschichte der Gestapo
Nicht ermittelt ...
Die Truppe des Weltanschauungskrieges
SS im Einsatz
Wehrmachtsverbrechen Dokumente aus sowjetischen Archiven

Als "Ausgleich" kam dann das hier:
Quelle: forum.panzer-archiv

Erstmalig werden mobile "Einsatzgruppen" der "Geheimen Staatspolizei und des SD-RFSS" im Zusammenhang mit der Besetzung (Annexion) der Sudetengebiete erwähnt.
Weiterhin eine aufgestellte Einsatzgruppe "Dresden" und Einsatzgruppe "Wien". Diese beiden Einsatzgruppen - hier wird die Bezeichnung Einsatzgruppe vmtl. erstmalig verwendet - unter der Leitung von SS-Oberf. Oberregierungsrat Jost bzw. SS-Staf. Regierungsdirektor Dr. Stahlecker, sollten in Prag und Brünn jeweils einen Haupteinsatzstab errichtet werden.
Beim Einmarsch in die Rest-Tschechoslowakei (15.03.1939) kamen "Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei" (Sipo) zur Verwendung. Jedenfalls bestanden 6 Tage später eine "Einsatzgruppe I Prag" (mit 4 Einsatzkommandos in Budweis, Prag, Kolin und Pardubitz) sowie eine "Einsatzgruppe II Brünn" (mit 3 Einsatzkommandos in Olmütz, Brünn und Zlin), außerdem ein "Sonderkommando Pilsen".

Unter dem Decknamen "Unternehmen Tannenberg" wurden für den Polenfeldzug - entsprechend der Aufstellung von 5 Armeen - ursprünglich 5 Einsatzgruppen gebildet und jeder Armee zugeteilt. Vorerst wurden diese nach ihren "Sammelplätzen" Wien, Oppeln, Breslau, Dramburg/Pommern und Allenstein/Ostpr. benannt. Sie wurden dann 3 Tage nach Kriegsbeginn in der obigen Reihenfolge mit den röm. Ziffern I - V versehen. Nachträglich kam speziell für die "Provinz Posen" eine in Frankfurt/Oder aufgestellte "Einsatzgruppe VI" hinzu; diese überschritt die poln. Grenze am 11.09.1939 und rückte einen Tag später in Posen ein.
Auf direkten Befehl von Himmler (v. 03.09.1939) wurde für das ostoberschlesische Industriegebiet noch eine "Einsatzgruppe z.b.V." (manchmal auch als "Allgemeine polizeiliche Einsatzgruppe z.b.V." bezeichnet) gebildet; die zwar über ein Sipo-Einsatz-Kdo. von 350 Mann verfügte, aber größtenteils aus der Männern der Orpo bestand und von dem eigens zum "Sonderbefehlshaber der Polizei" ernannten SS-Ogruf. Udo v. Woyrsch kommandiert wurde.
Wie ihre 'Vorgänger' in der Tschechoslowakei führten auch die Einsatzgruppen des Polenfeldzugs (obwohl die Zusammenfassung der Spitzenämter von Sipo und SD durch Schaffung des RSHA bevorstand) noch nicht (wie 1941) den Namen "Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und SD", sondern hießen nur "Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei", obwohl eine Reihe von aktiven SD-Leuten in ihnen Dienst taten und alle Angehörigen dieser Formationen die Felduniform der SS-Verfügungstruppe (SS-VT) mit der SD-Raute am linken Unterarm trugen.
Jede der Einsatzgruppen I - VI bestand aus 2 - 4 Einsatzkommandos von jeweils 120 bis 150 Mann. Es gab insgesamt zunächst 14, ab dem 12.09.1939 spätestens 16 Einsatzkommandos (Gesamtstärke ca. 2.700 Mann), wobei neben dem aus Angehörigen der Danziger Gestapo nachträglich gebildeten "selbständigen Einsatzkommando 16" noch ein in Allenstein aufgestelltes, offenbar ebenfalls selbständiges "SD-Einsatzkommando Bromberg" bzw. "SD-Einsatzkommando 16" im Raum Bromberg-Graudenz-Thorn tätig wurde, ferner ein wesentlich aus Angehörigen der Danziger Polizei gebildete "Einsatzkommando 18" im Raum von Gdingen.

Die »Einsatzgruppen und Einsatzkommandos der Sicherheitspolizei« wurden mit Erlass vom 20.11.1939 für aufgelöst erklärt.
Die Zuteilung des bisherigen Personals der betreffenden Einsatzgruppen richtete sich in diesen „eingegliederten Gebieten“ (z.B. Danzig-Westpreußen, Wartheland) nach dem auch sonst im Reich geltenden Prinzip einer Trennung der Gliederungen von Gestapo, Kripo und SD – mit einem jeweils gemeinsamen Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD. So „traten“ gemäß obigem Erlass nunmehr im Reich die Angehörigen der Gestapo der bisherigen Dienststellen Danzig und Bromberg des Eins.Kdo. 16 zu den Staatspolizeistellen Graudenz und Bromberg; die Angehörigen der Geheimen Staatspolizei des Gruppenstabes der bisherigen Eins.Gr. VI zum Stab des (neuen) Inspekteurs der Sipo und des SD in Posen; die Angehörigen der Stapo des Eins.Kdo. „11“ der bisherigen Eins.Gr. VI (d.h. des Ende Okt. nach Hohensalza entsandten, damaligen Eins.Kdo. 1 der Eins.Gr. V) zur Staatspolizeistelle Hohensalza; diejenigen, des bisherigen Eins.Kdo. „14“ der (in der ehem. dt. Provinz Posen verwendeten) Eins.Gr. VI zur Staatspolizeistelle Lodz (sic); diejenigen des Eins.Kdo. „15“ der bisherigen Eins.Gr. VI zur Staatspolizeileitstelle Posen. Im (neuen) Regierungsbezirk Kattowitz traten die Angehörigen der Gestapo der bisherigen „Einsatzgruppe z.b.V.“ zur Staatspolizeistelle Kattowitz.

Im »Generalgouvernement« schließlich, wo gemeinsame Dienststellen vorgesehen waren, traten gemäß dem Erlass vom 20.11.1939 die „Angehörigen der Geheimen Staatspolizei und des SD“ der Einsatzgruppen I, II, III und IV zu den neuen stationären, zunächst nur als »Kommandeure der Sicherheitspolizei« – durch Erlass des RFSS Himmler v. 16.12.1939 dann aber als »Kommandeure der Sicherheitspolizei und des SD« – bezeichneten Dienststellen in Krakau, in Lublin, in Radom und in Warschau – unter dem früheren Chef der Einsatzgruppe I, SS-Brigadeführer Streckenbach, als „Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD“ im Generalgouvernement (kurz: GG).
« Letzte Änderung: 30.07.11 (17:24) von Alfons Zitterbacke »

Offline Balsi

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Re:Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"
« Antwort #6 am: 30.07.11 (17:07) »
also ich bin auch nicht der Freund solcher Abhandlungen.. entweder man will eine Diskussion bzw. sich austauschen..oder aber man will derartige Beiträge die keiner liest verbreiten...

Wibilo

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Re:Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"
« Antwort #7 am: 30.07.11 (18:22) »
@Zitterbacke  Die von Dir angeführten Werke und Verweise kenne ich alle. Die Debatte um die sogen. "Aufrechnung" ist schon x-mal geführt worden. Seltsamerweise nimmt mit zunehmender zeitlicher Distanz die psychologische Kriegsführung gegen die Deutschen immer hysterischere Formen an. Die Kriegsverbrechen der Alliierten reduzieren sich  auf sonderbare Weise zu medial kaum noch wahrnehmbaren "Kollateralschäden", wie es zu schön heißt.
Und noch was: Zu den Verbrechen an der polnischen Intelligenz habe ich von Dir keinerlei Nachhilfe notwendig- ich habe in deutscher Sprache alle Standardwerke dazu gelesen. Auch so seltene wie "Stätten des Kampfes und des Märtyrertums- Jahre des Krieges in Polen 1939-1945. Warschau 1965 oder das Buch von Christian Jansen: Der "Volksdeutsche Selbstschutz" in Polen 1939/1940 München 1992 oder die Biographie von Schenk über Gauleiter Greiser und die NS-Verbrechen oder das Buch von Prof. C. Epstein: Model Nazi. Arthur Greiser AND THE OCCUPATION OF Western Poland. Oxford 2010 oder die Bücher von Böhler etc. etc.
In polnischer Sprache (besitze nur geringe Lesekenntnisse) das Buch Czeslaw Luczak:Arthur Greiser, Poznan 1997
Ich bin sehr gut über deutsche Kriegsverbrechen an Polen informiert- das füllt dort ganze Bibliotheken und wird bei uns in zahlreichen Publikationen, Fernsehen etc. ausgebreitet!
Mein Beitrag zur "Gräberzentrale" ist absolut sauber belegt!

Wenn ihr euch abarbeiten wollt- dann guckt euch mal bei metapedia- den tatsächlich von massiven Fehlern gekennzeichneten Artikel"Chronologie der antideutschen Ausschreitungen" von Administrator "rauhreif" an. Der fälscht offen die Geschichte, indem er von "60.000 Volksdeutschen spricht" die angeblich von 1919 nis 1. Sept. 1939 ermordet worden seien.
Den könnt ihr belehren!!!!!

Offline Balsi

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Re:Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"
« Antwort #8 am: 30.07.11 (18:27) »
Wenn ihr euch abarbeiten wollt- dann guckt euch mal bei metapedia- den tatsächlich von massiven Fehlern gekennzeichneten Artikel"Chronologie der antideutschen Ausschreitungen" von Administrator "rauhreif" an. Der fälscht offen die Geschichte, indem er von "60.000 Volksdeutschen spricht" die angeblich von 1919 nis 1. Sept. 1939 ermordet worden seien.
Den könnt ihr belehren!!!!!

Der wird sagen Du fälschst die Geschichte.. wie du siehst das führt zu nix.. und ehrlich gesagt entscheiden wir doch ganz gern selbst.


Wibilo

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Re:Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"
« Antwort #9 am: 31.07.11 (11:38) »
Meine zurückhaltenden Zahlenangaben über die Verluste der Volksdeutschen werden von allen Standardwerken gedeckt (de Zayas, Rasmus, von Rosen, Osteuropa-Handbuch- Polen, Volksdeutscher Selbstschutz).
Der betreffende Beitrag bei metapedia von "rauhreif" lässt sich relativ schnell als reine Legendenbildung entlarven. In dem von Prof. A Brackmann hrsg. Standardwerk "Deutschland und Polen. Beiträge zu ihren geschichtlichen Beziehungen". Berlin 1933 findet sich dazu kein Wort. Ebensowenig in dem Buch von F.W. Oertzen: Das ist Polen, Berlin 1939(2. Auflage). Weder in der deutschen Minderheitenpresse Polen (Posener Tageblatt, Bromberger Rundschau) noch in Veröffentlichungen des Ostmarkenverbandes bzw. seines nachfolgers Bzbd _Deutscher Osten

Offline Balsi

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Re:Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"
« Antwort #10 am: 31.07.11 (12:35) »
die Bücher sind fast 70 Jahre alt...

Offline Niwre

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Re:Die "Zentrale für die Gräber ermordeter Volksdeutscher"
« Antwort #11 am: 31.07.11 (12:45) »
die Bücher sind fast 70 Jahre alt...
Genau darauf will er ja hinaus. Sie hätten es seiner Meinung nach schon damals erwähnt.
Truth is invariant under change of notation. (J. A. Goguen)
Es hat niemand die Absicht, im Privatleben harmloser Bürger herumzuschnüffeln. (W. Schäuble)