Autor Thema: Held der Sowjetunion  (Gelesen 61932 mal)

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #15 am: 07.02.11 (16:43) »
Zitat
Jefimov, Alexandr Nikolajevitsch

zweifacher Held der Sowjetunion

geb.: 06.02.1923 im Dorf Kentemirovka (heute Siedlung im Gebiet Woronesh, Russland), Sohn eines Eisenbahners


Staffelkapitän 198. Sturm-Luft-Regiment und Navigator im 62. Sturm-Luft-Regiment/233. Sturm-Luft-Division/4. Luft-Armee/2. Beloruss. Front

Eintritt Rote Armee: 1941
Fluglizenz: 1942

Teilnehmer am 2. WK ab August 1942 im 594. Sturm-Luft-regiment als Pilot. Teilnehmer der Schlachten: Wjasma, Smolensk, in Weissrussland, Polen und Deutschland. Ab November 1942 Pilot, Gruppenführer, Navigator und Kommandeur 198. Sturm-Luft-Regiment bis Juli 1944. Unternahm 100 Feindflüge und nahm am Bodenkampf teil (Fahrzeuge, Flugfelder usw.).

1. Held: Für Mut und Tapferkeit "Goldener Stern" (Nr. 4845) am 26.10.1944 als Oberleutnant

Bis April 1945 NAvigator im 62. Sturm-Luft-Regiment. Während des krieges nahm er an 222 Feindflügen mit der IL-2 teil. Ihm und seiner Gruppe gelang es 85 Flugzeuge am Boden zu zerstören und sieben im Luftkampf abzuschiessen. Darüber hinaus lebende Ziele und Technik.

2. Held: Für Mut und Tapferkeit "Goldener Stern" (Nr. 73/2) am 18.08.1945 als Hauptmann

Nachkriegsverwendung bis zum Luftmarschall.

Die 85 am Boden zerstörten Flugzeuge wurden ihm wohl auf sein eigenes Konto angerechnet. Zumindest führt Jefimov die Liste der russischen Piloten an, was die "ground victories" betrifft.

Auch steht er an der Spitze der "Tank Killers". Ihm werden 126 zerstörte Panzer angerechnet.

Jefimov ist somit der erfolgreichste russische Schlachtflieger, daher auch die zweimalige Auszeichnung.

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #16 am: 09.02.11 (18:56) »
Ich bin gerade bei ihm:

http://www.warheroes.ru/hero/hero.asp?Hero_id=3083

Wassili Iwanowitsch Maksimenko könnte der erfolgreichste noch lebende sowjetische Jagdflieger sein.

Ihm werden insgesamt 25 Luftsiege zuerkannt, davon 17 Einzelabschüsse und 8 in der Gruppe. Insgesamt flog er über 500 Einsätze.

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #17 am: 13.02.11 (16:37) »
Ich habe mir unsere Quelle gerade noch mal angeschaut, wir müssen eine kleine Einschränkung machen.

Der Titel Held der Sowjetunion wurde mit Bezug zum sogenannten Großen Vaterländischen Krieg insgesamt 11.739 Mal verliehen.

Auf der Seite sind jedoch erst 8.580 Personen aus dieser Zeit mit ihren Biographien gelistet. Lediglich von dieser Zahl ausgehend werden 326 Personen noch ohne dem Vermerk verstorben oder einem genauen Todesdatum gelistet. Wie hoch die Zahl insgesamt ist, ist also noch nicht ersichtlich.

Die Verleihungen vor dem Großen Vaterländischen Krieg, also vor dem Juni 1941, sind vollständig. Somit gibt es da wirklich nur noch einen einzigen lebenden Träger dieser Auszeichnung.

Balsi

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #18 am: 16.02.11 (09:54) »
Shuravljov, Alexandr Grigorievitsch

einfacher Held der Sowjetunion

Zugführer im 167. leichten-Garde-Artillerie-Regiment/3. Leichte Garde-Artillerie-Brigade/1. Garde-Artillerie-Division/Reserve der 60. Armee/Zentralfront - Garde-Unter-Leutnant

geb.: 17. (30). Juni 1910 in der Stadt Rjashsk, im Bezirk Rjasan. Vater war Arbeiter

Eintritt Rote Armee: 1932/33 und erneut Juli 1941.
an der Front: ab Oktober 1941
KPdSU: seit 1943

Tag der Tat: 03.10.1943. Er gehörte zu den ersten die ihr Geschütz au f das rechte Dnjepr-Ufer brachten (Dorf Domantova). Im Zuge der Verteidigung des Brückenkopfes schlugen die Artilleristen sämtliche gegnerischen Angriffe zurück und hielten ihre Positionen.

Held: 17.10.1943  Goldener Stern (Nr. 1906) +  Lenin-Orden

1946 ins Zivilleben entlassen, Wohnte in den 80/90er in Moskau.

(Anm.: Mglw. Verbleib unbekannt)

Balsi

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #19 am: 16.02.11 (10:08) »
Kalinin, Konstantin Nikolaewitsch

einfacher Held der Sowjetunion

Gruppenführer im 948. Schützen-Regiment/257. Schützen-Division/51. Armee/4. Ukr. Front - Oberfeldwebel

geb.: 02. (15.) Mai 1910 in der Siedlung "Tschernui Rynok" (Schwarzer Markt) im Bezirk Dagestan - Vater war Bauer

Eintritt Rote Armee: 1934 - 36 und erneut 1941.
an der Front: ab 1941
KPdSU: seit 1944

Tag der Tat: 11. April 1944

Als Gruppenführer, im Rahmen der Kompanie, eroberte er den Landstrich zwischen den Kiatsko- und dem Krasnoe-See am Zugang zur Krim. Im Verlaufe des Tages wehte er mindestens 14 Gegenangriffe ab, wurde dabei verwundet, bleib aber auf seinem Posten

Held: 16.05.1944, Goldener Stern (Nr. 2287) + Lenin-Orden.

1945 ins Zivilleben überführt. Lebt in Stavropol.

Anm: Damit könnte er im Frühjar 1944 Gegner der 50. ID an den Zugängen zur Krim gewesen sein.

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #20 am: 19.02.11 (15:14) »
Robert, ich bin gerade bei ihm:

http://www.warheroes.ru/hero/hero.asp?Hero_id=6737

Wie ist es da mit dem Dienstgrad ?

красноармеец = Rotarmist ?

Also war er einfacher Soldat ??


Balsi

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #21 am: 19.02.11 (21:42) »
ja das kann man so übersetzen..letztlich unterster Dienstgrad..= Soldat

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #22 am: 24.02.11 (09:52) »
Bevor ich mit der Reihenfolge der Geburtsjahrgänge weitermache, mache ich mal einen kleinen Ausflug ins Jahr 1942, denn der ist in der Quelle komplett.

Aus dem Jahr 1941 gibt es keinen lebenden Träger dieser Auszeichnung mehr. Aus dem Jahr 1942 sind es auch nur noch wenige.

So muß ich auch meine Aussage korrigieren, daß Maksimenko mit seinen 25 anerkannten Abschüssen der erfolgreichste noch lebende sowjetische Jagdflieger sein könnte.

Jetzt habe ich diesen hier:

Sergej Fedorowitsch Dolgushin

http://www.warheroes.ru/hero/hero.asp?Hero_id=2589

Dolgushin kam bei Kriegsende auf 28 ihm zuerkannte Luftsiege.

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #23 am: 25.02.11 (21:44) »
Dieser hier

http://www.warheroes.ru/hero/hero.asp?Hero_id=2555

ist von den noch lebenden aus der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges der, der die Auszeichnung am längsten trägt.

Jefim Anatoljewitsch Dyskin erhielt die Auszeichnung Held der Sowjetunion am 12. April 1942, als damals 19jähriger einfacher Soldat. Es gibt keinen mehr, der noch lebt und die Auszeichnung vor April 1942 erhielt, sieht man von jenem aus dem Sowjetisch-Finnischen Krieg von 1939/40 ab.

Wenn ich es (mit meinen nicht vorhandenen Russisch-Kenntnissen) richtig überblicke, erwarb sich Dyskin diese Auszeichnung am 17. November 1941 als Richtschütze an einem Flakgeschütz während eines deutschen Panzerangriffes in Richtung Moskau.

Flak = Luftwaffe oder Heer ?? Das wäre noch die Frage.

Balsi

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #24 am: 25.02.11 (23:17) »
gut Frage...unterstellt war er einen Panzerjäger-Regiment..

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #25 am: 27.02.11 (16:45) »
So, und damit wären die noch lebenden mit Verleihungsjahr 1942 auch schon alle erfaßt, es sind maximal nur noch fünf.

Aber eines fällt mir an unserer langsam entstehenden Übersicht auf. Wie funktioniert das mit der Verleihungsnummer ? Wenn man nach dem Verleihungsdatum listet, dann passen die Verleihungsnummern nicht in die Reihenfolge.

IM

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #26 am: 05.03.11 (08:17) »
Dieser hier ist der ranghöchste noch lebende, zumindest was den Dienstgrad seiner Verleihung betrifft:

http://www.warheroes.ru/hero/hero.asp?Hero_id=1805

Oleg Alexandrowitsch Losik erhielt die Auszeichnung am 4. Juli 1944 als Garde-Oberst und Kommandeur einer Panzerbrigade. Anlaß war die Eroberung von Minsk.

Balsi

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #27 am: 05.03.11 (09:13) »
Kolzov, Pavel Fedorovitsch


einfacher Held der Sowjetunion

Kommandeur einer MG-Gruppe im 905. Schützen-Regiment/248. Schützen-Division/5. Stoß-Armee/1. Weissrussische Front - Unterfeldwebel

geb.: 18.01.1910 in Wladiwostok als Sohn eines Arbeiters - Russe

Eintritt Rote Armee: 1932 - 35 und erneut Juni 1941.
KPdSU: seit 1949

eingesetzt als Fahrer, Richtschütze und Kommandant einer MG-Gruppe im Süden, an der 3. Ukr. Front und 1. Weissruss. Front. Nahm Teil an Kämpfen: am Dnjestr, südlichen Bug, Dnepr, Molochnaja, im Raum Kachovka, Melitopol, an der Verteidigung des Donbass, Rostov am Don, Batasik (1941-1942); an den Kämpfen zur Befreiung Odessas, Jasko-Kichiniev-Operation und an der Befreiung Kichinevs - 1944; an der Warschau-Posen-Operation, Übersetzen des Flusses Pielitz, Oder und Halten der Brückenköpfe, Berliner Operation, Seelower Höhen, Kampf um Berlin, an der Reichskanzlei - 1945

Tag der Tat: 17. April 1945

Der Kommandeur einer MG-Gruppe im 905. SchtzRgt. Unterfeldwebel Kolzov, nahm an den Übergängen der Oder im Raum Alt Rosental, südl. Wriezen, teil. Unter Einsatz seines Lebens stieß er vorwärts und nahm den Gegner in der Flanke unter MG-Feuer. Dabei tötete er 85 Gegner. Als die eigenen Linien unter Feuer lagen und Kolzov verwundet wurde eröffnete er dennoch das Feuer auf die gegnerischen Gräben. Als beim Gegner eine Panik ausbrach stieß er vor und nahm die Verteidigungslinie des Gegners.
Während der Kämpfe in Berlin vom 27.04.1945 bis 02.05.1945 erledigte Kolzov persönlich 105 Gegner.


Held: 15.05.1946, Goldener Stern (Nr. 5901) + Lenin-Orden.

1945 ins Zivilleben überführt als Feldwebel. Lebte bis 1950 in Maikop, dann in Suirjanovsk. Seit 1969 in Rente

« Letzte Änderung: 06.03.11 (08:24) von Balsi »

Balsi

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #28 am: 05.03.11 (09:32) »
Strishatschenko, Aleksei Abramovitsch

einfacher Held der Sowjetunion

Bataillonskommandeur 1118. SchtzRgt./333. Schützen-Division/12. Armee/Südwest-Front - Hauptmann

geb.: 04. (17.).03.1911 im Dorf Belosorje im Bezirk Tscherkassy - Ukrainer

Eintritt Rote Armee: 1933 - 35; 1940 und erneut August 1941.
An der Front ab: August 1942
KPdSU: seit 1942

Zunächst bei der Kavallerie, beendete die Obere Schule. Kam dann in eine MG-Eskadron.
Teilnehmer an Sowjet.-Finn.-Krieg. Im August 1941 eingezogen, beendete er 1942 die Kavallerieschule in Tambov. Im Verlauf seiner Karriere vom Kompaniechef zum Regimentskommandeur. Zweimal verwundet.
Am 19.11.1942 erhielt Leutnant Strishatschenko den Befehl: Nachtangriff auf das Dorf Golovskoy und die dortige Marschkolonne angreifen. Im Lichte der Leuchtraketen sahen die Deutschen dioe näherkommende Kolonne und hielten diese für eigene Soldaten. Als die Kolonne im Dorf ankam, gab Strishatschenko das Signal zum Angriff. Der Gegner völlig verunsichert, zog sich in Panik zurück oder ergab sich. Im Dorf hjatten die Stäbe zweier Divisionen gelegen.

Bei diesem Angriff wurden der Stab einer Division, 980 Offiziere und 1020 Soldaten gefangengenommen. Dabei eine große Anzahl an Waffen und Gerät erbeutet. Strishatschenko erhielt dasfür den Orden des Vaterländisachen Krieges 1. Klasse.

Tag der Tat: 26.09.1943

In der Nacht zum 26.09.1943 nahm sein Bataillonna den ersten Kämpfen zum Übersetzen über den Dnjepr bei Petro-Svistunov  (Saporoshje) teil und griff deutsche Gräben an. Im Nahkampf tötete er persönlich 10 Gegner. An fünf Tagen hielt das Bataillon sämtlichen Angriffen stand und sicherte den Brückenkopf.

Held: 19.03.1944, Goldener Stern (Nr. 3275) + Lenin-Orden.

1944 beendet er die Kriegsakademie Frunse. 1946 entlassen als Major, Lebt in Alma-Ata (Kasachstan)

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Re:Held der Sowjetunion
« Antwort #29 am: 05.03.11 (09:42) »
Ist ergänzt.


In meiner Übersicht ist der Dienstgrad младший сержант Unteroffizier. Unterfeldwebel hat es damals so scheinbar nicht gegeben. Es war wörtlich ein Dienstgrad unter dem Feldwebel.


Für die Übergangskämpfe über den Dnjepr scheint es sehr viele Verleihungen gegeben zu haben.