Autor Thema: Vermisster U-Bootfahrer WW2  (Gelesen 16196 mal)

Chris

  • Gast
Vermisster U-Bootfahrer WW2
« am: 14.09.10 (13:20) »
Hallo,

ich versuche mal über dieses Forum an eine Information eines vermissten Familienangehörigen zu kommen.

Er war auf einem U-Boot gefahren, die einzigen Informationen, die ich habe, sind folgende:

Johann Wahlers, geb. 05.11.1924

er wird als vermisst gemeldet am 31.07.1943, vor Oerel.

Ich konnte leider nicht herausfinden, weder welcher Ort mit Oerel gemeint ist, noch auf welchem Boot er war. Das einzige, welches ich als am 31.07.1943 gesunken gefunden habe, ist mitten im Atlantik versenkt worden.

Vielleicht hat jmd. Informationen hierüber bzw. weiß, wo man an solche kommen kann.

Vielen Dank schon mal für Antworten.

Christian

Seawave

  • Gast
Re:Vermisster U-Bootfahrer WW2
« Antwort #1 am: 14.09.10 (14:25) »
Sollte es vielleicht Oesel heißen.
Das ist eine estnische Insel.

IM

  • Moderator
  • Stammmitglied
  • *****
  • Beiträge: 7658
Re:Vermisster U-Bootfahrer WW2
« Antwort #2 am: 14.09.10 (15:57) »
Das mit der Insel Oesel war auch mein Gedanke, aber da läßt sich für diesen Raum kein U-Boots-Verlust finden.

Woher stammen denn die Angaben ?

Anlaufstelle wäre vielleicht das U-Boot-Ehrenmal in Möltenort. Dort sind die Namen der gefallenen U-Boot-Fahrer verzeichnet.

http://www.ubootehrenmal.de/de/index.htm

Seawave

  • Gast
Re:Vermisster U-Bootfahrer WW2
« Antwort #3 am: 14.09.10 (17:04) »
Unter U-bootfahrer.net stehen folgende Boote welche aus Kiel in die Ostsee gelaufen sind.

13.5.43  U 199 nicht zurückgekehrt

22.7.43  U 489 nicht zurückgekehrt

22.7.43  U 647 nichtzurückgekehrt

Vielleicht, vielleicht..........?????


IM

  • Moderator
  • Stammmitglied
  • *****
  • Beiträge: 7658
Re:Vermisster U-Bootfahrer WW2
« Antwort #4 am: 14.09.10 (18:51) »
U 199 sank im Südatlantik östlich Rio de Janeiro.

http://uboat.net/boats/u199.htm


U 489 sank südöstlich Island.

http://uboat.net/boats/u489.htm


U 647 wird seit dem 28. Juli 1943 nördlich der Shetland-Inseln vermißt.

http://uboat.net/boats/u647.htm

Heimatschuss

  • Gast
Re:Vermisster U-Bootfahrer WW2
« Antwort #5 am: 16.09.10 (20:36) »
Guten Abend!

Hier der Eintrag in www.volksbund.de für den Mann:

Nachname:     Wahlers
Vorname:    Johann
Dienstgrad:    
Geburtsdatum:    05.11.1924
Geburtsort:    
Todes-/Vermisstendatum:    01.07.1943
Todes-/Vermisstenort:    Russland
   

Nach den uns vorliegenden Informationen ist die o. g. Person seit 01.07.1943 vermißt.

Nicht vom Vermisstendatum irritieren lassen. Beim Volksbund heißt 01.07.1943 entweder genau 01.07.1943 oder einfach Juli 1943.
Davon, daß der Name auf dem U-Boot-Ehrenmal oder dem Marine-Ehrenmal verewigt ist, steht nichts da. Wahlers war also offensichtlich nicht Teil einer Schiffsbesatzung.

Das bringt mich zu der Idee, er könnte bei Orel (auch Orjol genannt) in Rußland gefallen sein. Orel wurde in den ersten Augusttagen 1943 von der Roten Armee nach schweren Kämpfen zurückerobert. Todesdatum und Ort würden dann Sinn machen.

Viele Grüße
Torsten   

Balsi

  • Moderator
  • Stammmitglied
  • *****
  • Beiträge: 6573
Re:Vermisster U-Bootfahrer WW2
« Antwort #6 am: 17.09.10 (11:26) »
habe ihn auch nicht bei den Besatungslisten der U-Boote gefunden ...

Elbpirat

  • Gast
Re:Vermisster U-Bootfahrer WW2
« Antwort #7 am: 24.09.10 (11:28) »
Hallo Chris,

nächste Anlaufstelle wäre dann für dich die WASt, wenn du noch die Möglichkeit hast, einen Verwandten 1.Grades zu finden. (Vater, Mutter, Kinder, Bruder, Schwester).

Die WAST - Wehrmachtsangehörigen Sammelstelle hat eventuell Unterlagen zu seinen Einheiten, Einsatzräumen, Verwundungen und Auszeichnungen.
Mit diesen ließe sich dann arbeiten! Leider ist die Wartezeit bis zur Abarbeitung eines Antrages sehr lang. Du kannst mit mindestens 12 Monaten rechnen.
Ein Suchantrag kann Online oder postalisch an die WASt erfolgen. Der im Antrag angegebene nächste Verwandte erhält dann einen Brief mit der Bitte sich zu autentifizieren, bzw. kannst du im Antrag gleich dazu schreiben, daß der Antragsteller eben Vater, Mutter, Kind, Bruder, Schwester, des Wehrmachtsangehörigen ist.

Gruß
Christian

signe veje

  • Gast
Re:Vermisster U-Bootfahrer WW2
« Antwort #8 am: 16.05.11 (09:10) »
Sehr geehrter Damen und Herren

Ich bin eine dänischer Journalistin in Los Angeles, der die Geschichte der deutschen U-Booten erforscht die der beteiligt war an der Operation Paukenschlag (Special U701 und U576, die ab sank an die North Carolina / Virginia Küste).

Ich arbeitet für eine amerikanische Produktionsfirma an einem Dokumentarfilm über das Thema.

Wir sind bekannt mit einer Auflistung mit Nahmen das gesamte Mannschaft aber suchen Leute der Beziehung damit hatten.

Wir suchen zB nach Familiemitglieder der Mannschaft, der in das Programm über die persönliche Geschichte einer von der deutschen Seglermannschaft erzählen können.

Da wir mit einer relativ kurzen Frist Arbeitet , würden das mir freuen bald von Ihnen zu hören

Email: signebassen@gmail.com

Mit freundlichen Grüßen Signe Veje

kaleu_frank

  • Gast
Re:Vermisster U-Bootfahrer WW2
« Antwort #9 am: 24.12.11 (19:17) »
Hallo Christian,

Ich habe da vielleicht eine Möglichkeit, dir bei deiner suche zu helfen, das ich auch sehr gerne machen würde und vielleicht wendest du dich mal an U-Bootarchiv in Cuxhafen, da bekommst du denke ich mal auf jedenfall von über deinen Johann Wahlers raus, da ich in diesem Fördervein FTU.ev mitglied bin, der dieses Archiv unterstüzen tut kann ich dir nur diesen rat geben!, der Ansprechpartner ist ein ehemaliger 2. WO aus dem Zweitenweltkrieg Horst Bredow.

hier die Internetadresse von diesem Archiv: www.deutsches-u-boot-museum.de, so müßte eigendlich die Internetadresse sein, bin jetzt auch nicht zuhause, sonst hätte ich mal nachgeaschaut.

Du kannst mir auch ne email schicken unter: kaleu_frank_geschichtswerstatt.dill@hotmail.de

Balsi

  • Moderator
  • Stammmitglied
  • *****
  • Beiträge: 6573
Re:Vermisster U-Bootfahrer WW2
« Antwort #10 am: 24.12.11 (19:49) »
genauer gesagt lautet die Adresse: http://www.dubm.de

Gebirgsmarine

  • Gast
Re:Vermisster U-Bootfahrer WW2
« Antwort #11 am: 24.12.11 (22:01) »
Hallo Zusammen!

Meine Vermutung geht eher dahin, daß der Mann in einer Bewährungseinheit war.
Ein Großteil der Marineangehörigen ist dabei gefallen, ehe sie ihre Bewährungszeit
um hatten. Die Glücklicheren kamen zurück zur Marine.

Noch schöne Weihnachtsgrüße

die Gebirgsmarine