Autor Thema: Plöger: Von Ribbentrop zu Springer  (Gelesen 641 mal)

Niwre

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Plöger: Von Ribbentrop zu Springer
« am: 26.04.10 (13:40) »
Rezension

Autor(en): Plöger, Christian
Titel: Von Ribbentrop zu Springer. Zu Leben und Wirken von Paul Karl Schmidt alias Paul Carell
Verlag: Tectum - Der Wissenschaftsverlag
Jahr: 2009
Umfang/Preis: 478 S.; € 34,90
Truth is invariant under change of notation. (J. A. Goguen)
Es hat niemand die Absicht, im Privatleben harmloser Bürger herumzuschnüffeln. (W. Schäuble)

steffen04

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Re:Plöger: Von Ribbentrop zu Springer
« Antwort #1 am: 26.04.10 (16:48) »
trotz allem: ich mag den immer noch, hab ihn auch im Schrank stehen und da bleibt er auch.

Nach meiner Erinnerung hat er immer die Linie vertreten, daß die Wehrmacht einen extrem erfolgreichen Krieg geführt hat, ihn aber aufgrund der Dummheit der politischen Führung verlieren musste.

In seinen Büchern hat er sich rein auf´s militärische beschränkt, über Kriegsverbrechen hat er nie ein Wort verloren (angeblich hat er in all seine Büchern nicht ein einziges mal das Wort Jude benutzt), aber das war a)  der Zeit geschuldet und b) auch nicht sein Thema.

Keinen Zweifel liess er daran, daß die Wehrmacht 1941 im Wetsen der SU begeistert empfangen wurde, die Stimmung aber aufgrund der deutschen Besatzungspolitk in wenigen Monaten ins Gegenteil umschlug. Da war der alte Nazi wesentlich realistischer/ehrlicher, als die aktuelle "wir haben doch gar nichts gemacht"-Fraktion.

Der Schreibstil ist aus heutiger Sicht natürlich gewöhnungsbedürftig,  "Landser" für Abiturienten halt, aber die eleganteren Darstellungen von z.b. Churchill und Lidell-Hard gab´s in unserer Dorf-Bücherei halt nicht. 






 

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