Autor Thema: Behandlung ausländischer Kriegsgefangener  (Gelesen 2320 mal)

Sturm

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Behandlung ausländischer Kriegsgefangener
« am: 02.02.10 (13:55) »
 Habe mal eine Frage an Euch viel Belesenen ,

in Russland kämpften 1942 , 68 Divisionen der Verbündeten. Es waren Rumänen, Italiener ,Ungarn und Slowaken.Die HiWis nicht eingeschlossen.
Wie wurden die von den Russen während und nach dem Krieg behandelt ? Gibt es Quellen darüber ? Mich würde auch interessieren ,ob diese von den Partisanen ebenso massakriert wurden , wie die Deutschen Soldaten ?
Und wie war die Behandlung nach der Gefangenschaft in ihren Herkunftsländern ? Bei den Italienern, kann ich mir vorstellen, gab es bestimmt keine Repressalien. Bei den Ostvölkern , kann ich mir da nicht Gutes vorstellen ! Also, gibt es da Quellen ect.  ?

MfG.  Wolfgang.

P.s. Eine Quelle habe ich schon gefunden : http://www.gratis-homepage.net/templates/026/view.php?userid=ungarndeutsch&mitgliederbereich=&part=&PHPSESSID=ce8f83909bd5ffa9d00fc4fba82f635c

Ronny22

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Re:Behandlung ausländischer Kriegsgefangener
« Antwort #1 am: 02.02.10 (23:04) »
Für die Italiener:

Zitat
Bis heute liegen keine genauen Zahlen darüber vor, wie viele italienische Soldaten im Kampf gefallen, während des Rückzugs umgekommen oder in Gefangenschaft geraten sind. Sicher ist nur, dass rund 95.000 Mann fehlten, als die Reste der 8. Armee von März bis Mai 1943 nach Italien verlegt wurden. Von diesen dürften rund 70.000 in Kriegsgefangenschaft geraten sein, die jedoch für viele erschreckend kurz war. Rund 22.000 Man kamen gar nicht erst in den Lagern an; sie verloren ihr Leben bereits auf den eisigen Pisten der russischen Steppe oder während der Eisenbahntransporte. 38.000 italienische Kriegsgefangene starben in den Lagern - die meisten von ihnen noch in den ersten Monaten des Jahres 1943. Lediglich 10.032 ehemalige Soldaten der 8. Armee sahen Italien wieder, wobei die letzten Kriegsgefangenen erst 1954 entlassen wurden.

http://www.sehepunkte.de/2004/04/5470.html
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Field Marshal Sam Maneksha

Sturm

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Re:Behandlung ausländischer Kriegsgefangener
« Antwort #2 am: 03.02.10 (09:28) »
Danke Ronny ,

auch erschreckende Zahlen -95.000 Mann fehlten- !

Gruß  Wolfgang.

waldi44

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Re:Behandlung ausländischer Kriegsgefangener
« Antwort #3 am: 03.02.10 (12:02) »
Mein Wissensstand dazu ist, dass die Sowjets die meisten "Verbündeten" deutlich milder behandelten als die deutschen Kriegsgefangenen. Das aus zwei Gründen. 1. Man hatte mit den Satelitenstaaten seine eigenen Nachkriegspläne. 2. wurden aus Freiwilligen aus diesen Ländern Kampftruppen aufgestellt. Vorwiegend um Punkt 1. umzusetzen.
Ausserdem wurden diese Einheiten gezielt angesprochen, da ihre mangelnde Moral und ihr fragwürdiger Kampfwert bekannt war. Bekannt geworden sind Angriffe, bei denen diese Einheiten bewusst überschossen und die deutschen Sicherungstruppen dahinter unter Beschuss genommen wurden. Bei der oft vorhandenen Feuerüberlegenheit währe beides möglich gewesen.
Tja und was nun die Verluste der Italiener anbelangte: Sie waren eben "Kinder des warmen Südens"!

Richtschuetze

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Re:Behandlung ausländischer Kriegsgefangener
« Antwort #4 am: 04.02.10 (07:26) »
Morgen Sturm,

auch im Buch von Carell "Die Gefangenen" wird auf die deutschen Verbündeten eingegangen! Aus dem Kopf raus meine ich das er schreibt, Ihnen erging es teilweise schlechter!

Gruss

Sturm

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Re:Behandlung ausländischer Kriegsgefangener
« Antwort #5 am: 04.02.10 (09:00) »
Danke für eure Antworten .

Waldi :  Sie waren eben "Kinder des warmen Südens"!  In Afrika haben sie auch nichts "gebacken" bekommen  ;) ;) ;)! Es lag aber auch an der Behandlung durch ihre Vorgesetzten . Aber wie schon Rommel sagte : "Lieber kein Verbündeten , als die Italiener". Ausnahmen bestätigen die Regeln.

Gruß  Wolfgang.

Richtschuetze

  • Gast
Re:Behandlung ausländischer Kriegsgefangener
« Antwort #6 am: 04.02.10 (09:10) »
Es gab wohl eine Aussage von A.H dazu, er sagte gegen Ende des Krieges das "Die Achse" ein großer Fehler war!

Gruss

 

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