Autor Thema: Operation Foxley - Hitlers Ermordung?  (Gelesen 8562 mal)

waldi44

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Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« am: 24.12.09 (13:40) »
Operation Foxley

Auf Hitler wurde eine erstaunliche Anzahl von Attentaten verübt, von denen der Durchschnittsbürger kaum etwas weiss. Das bekannteste Attentat war das vom
20. Juli 1944. Dann folgt in seinem Bekanntheitsgrad wohl das vom 8. November 1939 von Georg Elsers Bombe. Darüberhinaus gab es aber noch eine ganze
Anzahl weiterer Versuche Hitler zu ermorden. Die beiden genannten und viele weitere Attentatsversuche schlugen zT. wundersamerweise fehl und ihre
Drahtzieher waren Deutsche, meist hohe Militärs.
Daneben arbeitete man auch im Ausland an der Ermordung Hitlers und anders als bei Reinhard Tristan Eugen Heydrich (Reinhard Heydrich) schlugen auch
diese ausnahmslos fehl. Einmal wurde sein Flugzeug angegriffen, ein anderes mal in Polen 1942 sein Sonderzug, was über 400 deutschen Soldaten das Leben
gekostet hat, weil ihr Zug von der Bombe die Hitler galt, von den Schienen geholt wurde.
Felix Frankfurter, ein jüdischer Student, der Mörder von Wilhelm Gustloff(1936), gehört ebenso zu den gescheiterten Attentätern wie der Engländer Alexander
Foot oder der britischen Militärattache Sir Noel Mason-McFarlane, der freilich nur die Idee zur Tat beitrug.
Professionell, weil von staatswegen widmete sich der SOE (Special Operations Executive) dieser Aufgabe. Grob übersetzt: Amt für Sabotageakte auf
feindlichem Territorium (bzw hinter den feindlichen Linien). Gegründet wurde diese Organisation unter grösster Geheimhaltung am 22. Julii 1940 in London.
Hauptziel war es, Widerstandsorganisation in den besetzten Ländern mit Waffen, Geld und Ausbildern zu versorgen.
Aus einer Sammelmappe habe ich hier ein Blatt zu diesem Thema liegen. Etwas oberflächlich, aber immerhin. Zwei Sätze fand ich besonders bemerkenswert.
1. "Warum fand die "Operation Foxley" letztendlich doch nicht statt?"
und am Schluss quasi die Antwort darauf.
2. "So scheiterte alle Attentatspläne der "Operation Foxley" an der Machbarkeit und auch an dem fehlenden politischen Willen."

Nun, was die "Machbarkeit" anbelangt, habe ich da meine Zweifel. Dass soetwas machbar war, haben sie mit dem Attentat auf Heydrich bewiesen. Wo ein
Wille ist, ist auch ein Weg. Schlussendlich hat es bei den Deutschen nach ettlichen Anläufen auch geklappt, wenn der Ausgang auch anders als erhofft war...
Wer Fotos vom Berghof anfertigen kann,. der kann den Fotographen auch mit einem Scharfschützengewehr ausstatten.
Ich denke, es fehlte einfach der politische Wille und vielleicht, strecken- bzw zeitweilig die Machbarkeit.
Es steht die Frage im Raum, welchen Vorteil hätte es den Alliierten gebracht, Hitler zu ermorden? Das Kriegsende zB. wird man denken, aber hatten die
Alliierten tatsächlich ein Interess an einem vorzeigen Kriegsende? Die Menschen JA, die Soldaten JA, aber die Politiker? Welche Interessen sollten Churchill
und Stalin an einem vorzeitigen Kriegsende gahabt haben, nachdem die Anfangsschwierigkeiten nicht zuletzt wegen der Amerikaner erfolgreich überwunden
werden konnten?
In dieser schweren Anfangsphase wäre es denkbar gewesen, dass sie sich ein erfolgreiches Attentat auf Hitler gewünscht hätten, aber danach? Wie halb-
herzig die ganze Planung war, sieht man schon daran, dass die SOE auf Nachrichten vom Geheimdienst(SIS) angewiesen war, die dieser je nach Lust und
Laune oder auf Weisung von Oben weitergab oder eben nicht. Man hatte keine eigene Funküberwachung und es gab seitens der Regierung keine Anweisung zur
Sammenarbeit für den Geheimdienst.
Ausserdem hatte der SOE kaum Beziehungen zum deutschen Widerstand, dafür um so mehr zu den nationalen Widerstandsorganisationen in den besetzten
Ländern. Ideen aber Hitler umzubringen gab es reichlich, von Bomben über Gift zum Scharfschützen. Umgesetzt wurde letztendlich nichts davon. Aber immerhin
hatte man mit dem SOE zwei "Fliegen" mit einer Klappe geschlagen. Erstens man konnte, wenn man wollte- soll heissen, die Voraussetzungen für ein Attentat
waren vorhanden und zweitens im Blick auf die Zeit nach dem Krieg konnte man "beweisen", dass es einem Ernst war Hitler zu beseitigen, so oder so und dass
es nicht geklappt hat, lag an der "Machbarkeit" bzw. eben der "Nichtmachbarkeit"!
Neben der allgemein so beliebten Verschwörungstheorie von der Vernichtung Deutschlands und blablabla...gibt es aber auch ganz nüchterne Fakten, die ein
Weiterleben Hitlers bis zum bitteren Ende für die Alliierten erstrebenswert erscheinen liess, denn Hitler war der Garant für die Fortsetzung des Krieges bis zum
Untergang. Die Verschwörungstheoretiker wird's freuen, weil das ihrer Vorstellung von der totalen Vernichtung Deutschland durch die Alliierten schon sehr nahe
kommt.
Die Westalliierten sahen wohl eher mit Genugtuung, wie sich ihre beiden ärgsten Weltfeinde, das nationalsozialistischen Deutschland und das kommunistische
Russland gegenseitig zerfleischten und schwächten. Besonders in Bezug auf die Sowjetunion war man wohl hoch erfreud, gab es doch bis Kriegsende
Stimmen, die die Fortsetzung des Krieges, diemal gegen die Russen, forderten und erträumten und je mehr Deutschland im Osten verlor (Menschen, Waffen, Boden) und gebunden war, um so weniger konnte es im Westen zum Einsatz bringen.
Dennoch gingen die Westalliierten gemächlich in Breiter Front gegen Deutschland vor. Die Kämpfe an der Ostfront möglichst nicht behindernt. Nicht umsonst
musste Stalin immer wieder Druck machen. Aber auch Stalin profitierte vom Krieg. nachdem er die Niederlagen des ersten Jahres überwunden hatte. Nimmt
man an, dass er sowieso Krieg führen wollte, so ist er unverhofft aus der Rolle des Aggressors in die Rolle des Befreiers geschlüpft und konnte so, nun sogar
mit Hilfe des Westens, soweit nach Westen vordringen, wie kein Russe (ok er war Georgier ;)) vor ihm und falls es seine Pläne gewesen sein sollten, würde sich
ihm eine bessere Gelegenheit sie zu verwirklichen nicht mehr bieten.
Würde Hitler ermordet werden, würde wahrscheinlich der Krieg in kürzester Zeit beendet sein und dann stand da die Frage im Raum, ob sich alle an die bisher
gefassten Beschlüsse halten würden oder ob die "Karten" dann neu gemischt hätten werden müssen? Warum also ein unnötiges Risiko eingehen, wenn seit
1943 feststand, wer wohl den Krieg siegreich beenden würde. Menschenleben waren da nur bedingt von Interesse und Russland hatte davon wohl noch
reichlich..
Abschliessend behaupte ich: Die Beseitigung Hitlers durch ein Attentat mit ausländischer Beteiligung wäre machbar gewesen aber politisch nicht gewollt!





Ronny22

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #1 am: 24.12.09 (13:56) »
Abschliessend behaupte ich: Die Beseitigung Hitlers durch ein Attentat mit ausländischer Beteiligung wäre machbar gewesen aber politisch nicht gewollt!

Zustimmung!!!  ;)


Verschwörungstherorien hin oder her, man wollte auf westallierter Seite sicherstellen das von Deutschland kein Krieg mehr
ausgeht. Wäre Hitler vorher beseitigt worden, hätte man sich vielleicht auf Friedensverhandlungen eingelassen und die
Wehrmacht hätte sich auf die Reichsgrenzen zurückgezogen.
Aber niemand hätte garantieren können da ein paar Jahre später der Tanz von neuem losgegangen wäre.

Und Stalin wollte in Europa seinen Fuß in der Tür haben, er konnte so auch ganz Osteuropa unter seine Fuchtel bringen, vorher
wäre ihm dies nur durch Krieg gelungen.



Wäre mal ein interessantes Szenario, was wäre wenn Hitler 1943 oderso einem Attentat zum Opfer gefallen wäre!?
Ein guter Soldat ist nicht gewalttätig.
Ein guter Kämpfer ist nicht zornig.
Ein guter Gewinner ist nicht rachsüchtig.
Shaolin-Weisheit

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waldi44

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #2 am: 24.12.09 (14:21) »
In Teheran fand vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 die Konferenz der "Grossen Drei" statt, in der das Vorgehen gegen Deutschland abgesprochen wurde, ebenso wurden die Nachkriegspositionen (Grenzen) festgelegt. Eine "Landung" hätte in jedem Fall stattgefunden, nur wären die Truppen vomöglich gleich in Hamburg, Bremen und Kiel an Land gegangen. Ob neu verhandelt worden wäre kann bezweifelt werden!

Ronny22

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #3 am: 24.12.09 (15:08) »
Naja aber was wäre mit der Wehrmacht geschehen!?

Wenn Sie sich hätte hinter die Grenzen zurückgezogen, wäre sie immernoch eine große Bedrohung gewesen. Man hätte sie
versorgen und auffrischen können. Man hätte sich ja ohne allierte Luftangriffe frei bewegen können, Ergänzungen durchführen können, genau wie Umgruppierungen und Stellungen ausbauen können.

Man hätte ja nicht sicher sein können, das die Wehrmacht nicht Monate später wieder erneut losschlägt. Und im Osten das
Gleiche, die Russen hätten auf halbem Weg Halt machen müssen, die Länder die noch nicht von den Russen erobert worden
wären, hätten sich selbstständig machen können und die Reichgrenzen waren noch in weiter Ferne.
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Field Marshal Sam Maneksha

Nomen Nescio

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #4 am: 24.12.09 (15:31) »
Abschliessend behaupte ich: Die Beseitigung Hitlers durch ein Attentat mit ausländischer Beteiligung wäre machbar gewesen aber politisch nicht gewollt!
Ich denke, daß du hier eine falsche Schlußfolgerung machtest, Waldi.

Ein Grund kann ich so nennen:
Es war 1943, als Oberst?? von Tresckow eine Bombe mitgab, die Hitlers Flugzeug hätte explodieren müßen. Daß die Bombe (von den Briten bekommen) nicht zündete, geschah, weil sie nicht in der Kabine sondern im kalten Gepäckraum gelegt wurde. Dadurch wirkte die Zünder nicht gut. Daran hatten nicht die Briten Schuld.

Für die meisten Amerikaner galt, anders als bei Präsident Roosevelt, Japan als Hauptgegner. Wenn bekannt wäre, daß es eine derartige Möglichkeit gegeben hätte, hätten sie sofort den Präsident "gezwungen"auf Verhandlungen einzugehn.
Es war der Präsident, der nicht glauben konnte/wollte, daß es tatsächlich einen organisierten Widerstand geben konnte. Nicht daß er wollte, daß die Amerikaner weiter auf dem Schlachtfeld fielen, aber er konnte es sich einfach nicht vorstellen. Leider.

waldi44

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #5 am: 24.12.09 (15:52) »
@Nomen Nescio
"Daß die Bombe (von den Briten bekommen)`?"  Nanu? Ich dachte, das währe ein Beutestück gewesen? Wo finde ich einen Hinweis darauf, dass Tresckow Verbindung zum britischen Geheimdienst oder der SOE hatte?

Nomen Nescio

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #6 am: 24.12.09 (16:39) »
Da muß ich wieder meine Bücher durchschauen. Das wird einige Tage dauern.  ::)

Richtschuetze

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #7 am: 29.12.09 (07:16) »
Zitat
das währe ein Beutestück gewesen?

Das war ein Beutestück! ;)

Ich denke mal man muß sich mal überlegen wie ein Mord an Hitler von den Deutschen damals gesehen wurde, auf jedenfall mit großer Ablehnung !


Zitat
Dass soetwas machbar war, haben sie mit dem Attentat auf Heydrich bewiesen

...und auch die Folgen die von den Alliierten in Kauf genommen wurden! ::)


Gruss

Nomen Nescio

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #8 am: 29.12.09 (11:13) »
@Nomen Nescio
"Daß die Bombe (von den Briten bekommen)`?"  Nanu? Ich dachte, das währe ein Beutestück gewesen? Wo finde ich einen Hinweis darauf, dass Tresckow Verbindung zum britischen Geheimdienst oder der SOE hatte?
Ich kann es nicht so auf Anhieb finden. Es blieb aber hängen. Soweit ich mich erinnere, könnte die Bombe durch Oster geliefert sein worden.
Und Oster könnte natürlich sowas bekommen.

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #9 am: 29.12.09 (15:14) »
Ich stimme waldi in seinem Fazit auch zu.
Ronny hingegen ist zu antworten, das der Krieg viele Väter hatte und es mitnichten weder der Entente im WKI noch den Alliierten im WKII darum ging das von deutschen Boden kein Krieg mehr ausging, das sind die Phrasen die man in Ost und West den Leuten beigebracht hat, damit sie ja auch ihrer "Befreiung" zustimmten. Es ging und geht noch heute um Machtpolitik und die wurde vorrangig im 18.-20. Jahrhundert mit einem Krieg ausgefochten, der weitaus mehr Parteien zusammenfaßte wie vorher. Eine Mitteleuropamacht lehnten alle anderen großen Mächte ab, deshalb gab es Kriege .
Völlig abenteuerlich wird es wenn user Ronny meinte die Whrmacht wäre eine Bedrohung gewesen nach einenm Attentat (der auch immer ein Putsch gewesen wäre), sie stand immer im Eid der jeweiligen Regierung die der Nachfolger gewesen wäre. Die Nachfolgerregierung wollte aber Frieden zumindestens im Westen...
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Vormeister

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #10 am: 29.12.09 (21:05) »

Ein Grund kann ich so nennen:
Es war 1943, als Oberst?? von Tresckow eine Bombe mitgab, die Hitlers Flugzeug hätte explodieren müßen. Daß die Bombe (von den Briten bekommen) nicht zündete, geschah, weil sie nicht in der Kabine sondern im kalten Gepäckraum gelegt wurde. Dadurch wirkte die Zünder nicht gut. Daran hatten nicht die Briten Schuld.



Das stimmt so nicht ganz.

Es waren tatsächlich britische Zünder, aber die hat er nicht von den Briten bekommen (wie denn auch?), sondern von Canaris-Mitarbeitern aus sichergestellten Sabotagematerial, welches von den Briten in großen Mengen über Frankreich, Belgien, Holland etc. abgeworfen wurde und natürlich auch in deutsche Hände fiel.

Hätten die Bombenleger nur die beliegende Gebrauchsanweisung gelesen!!  Da stand nämlich drin, daß man zur Sicherheit IMMER  zwei Zünder verwenden soll.

lg aus Wien

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waldi44

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #11 am: 29.12.09 (22:11) »

Das stimmt so nicht ganz.

Es waren tatsächlich britische Zünder, aber die hat er nicht von den Briten bekommen (wie denn auch?), sondern von Canaris-Mitarbeitern aus sichergestellten Sabotagematerial, welches von den Briten in großen Mengen über Frankreich, Belgien, Holland etc. abgeworfen wurde und natürlich auch in deutsche Hände fiel.

Hätten die Bombenleger nur die beliegende Gebrauchsanweisung gelesen!!  Da stand nämlich drin, daß man zur Sicherheit IMMER  zwei Zünder verwenden soll.

lg aus Wien

Vormeister

Eben, so meine ich es auch gelesen zu haben. Naja, mit den Gebrauchsanweisungen ist das so eine Sache. Frauen lesen sie im Algemeinen, Männer und dann noch Generale eher seltener, erst wenn's gar nicht mehr geht. In diesem Fall jedenfalls zu spät ;), wenn denn überhaupt noch ;)!
Die Allierten hatten sehr wenig Kontakt zum deutschen Widerstand, gerade so, als hätten sie Angst ein Hitlerattentat könnte erfolgreich enden....

Nomen Nescio

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #12 am: 30.12.09 (00:36) »

Ein Grund kann ich so nennen:
Es war 1943, als Oberst?? von Tresckow eine Bombe mitgab, die Hitlers Flugzeug hätte explodieren müßen. Daß die Bombe (von den Briten bekommen) nicht zündete, geschah, weil sie nicht in der Kabine sondern im kalten Gepäckraum gelegt wurde. Dadurch wirkte die Zünder nicht gut. Daran hatten nicht die Briten Schuld.



Das stimmt so nicht ganz.

Es waren tatsächlich britische Zünder, aber die hat er nicht von den Briten bekommen (wie denn auch?), sondern von Canaris-Mitarbeitern aus sichergestellten Sabotagematerial, welches von den Briten in großen Mengen über Frankreich, Belgien, Holland etc. abgeworfen wurde und natürlich auch in deutsche Hände fiel.

Hätten die Bombenleger nur die beliegende Gebrauchsanweisung gelesen!!  Da stand nämlich drin, daß man zur Sicherheit IMMER  zwei Zünder verwenden soll.
Dann hab ich da fehlinterpretiert. Denn Abwehr wußte ich noch.
Und es gab ja Kontakte zwischen Abwehr und MI 6 (ist das nicht hier zuständig?? ). Sonst hätten 1943 Canaris und die Häupter der Amerikanischen und Britischen Geheimdiensten einander nie begegnen können. Ich dachte in Spanien. Sie redeten da über n Putsch gegen Hitler. Zwischen ihnen gab es Übereinstimmung. Leider glaubte Roosevelt nicht daran und er verbot es.

alarich

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #13 am: 30.12.09 (17:28) »
Hallo,
zwei Anmerkungen dazu.Es ist inzwische historisch belegt,das die Attentaeter des 20.Juli,zwar Hitler und nach Moeglichkeit auch Himmler beseitigen wollten,die Gauleiter und alle anderen Goldfasane entmachten und auch die SS und SA mit allen ihr angeschlossenen Formation entlassen,bzw. in das Heer uebernehmen wollten,aber den nationalsozialistischen Staat als solchen weiterfuehren zu gedachten.Natuerlich unter Rueckzug auf hinter die deutsche Grenzen,Aufloesung der KL und Entlassung aller politischen Haeftlinge etc.etc.
 Attentate und Planungen dazu, auf Hitler soll es laut Will Berthold 42 Stueck gegeben haben(Die 42 Attentate auf
Adolf Hitler - Wilhelm Goldmann und Blanvalet Verlag Muenchen)

Die Ermordung Heydrichs wurde durch versch. Umstaende erleichtert.Reinhardt Heydrich fuhr immer die gleiche Strasse von seinem Haus ausserhalb Prags ueber die Holochowitzer Landstrasse,kam an eine Haarnadelkurve,gegenueber dem Krankenhaus Bulovka ,im Stadteil Líben,um danach weiter ueber die schnurgerade Hauptstrass,zur Trojabruecke und zu seinem Amtssitz der Prager Burg zu fahren. In dieser Haarnadelkurve ,in der der Fahrer fast auf Fussgaengergeschwindigkeit runter gehen musste lauerten die Attentaeter und hatten dadurch leichtes Spiel,zumal Hydrich im offenen Mercedes und ohne jeglichen Begleitschutz fuhr.Im Uebrigen und das ist vielleicht wichtig starb Hyedrich in eben diesem Krankenhaus an einer Sepsis,die durch eingedrungenes Polstermaterial verursacht worden war und nicht an der Schwere seiner Verwundung.So viel ich weiss,sprang er sogar noch aus dem Wagen und feurte mit seiner 08 hinter den Fluechtenden Attentaetern her.


Gruss Alarich

waldi44

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Re:Operation Foxley - Hitlers Ermordung?
« Antwort #14 am: 30.12.09 (18:33) »
Im Uebrigen und das ist vielleicht wichtig starb Hyedrich in eben diesem Krankenhaus an einer Sepsis,die durch eingedrungenes Polstermaterial verursacht worden war und nicht an der Schwere seiner Verwundung.So viel ich weiss,sprang er sogar noch aus dem Wagen und feurte mit seiner 08 hinter den Fluechtenden Attentaetern her.


Gruss Alarich

Während des ganzen Attentes setzten er und seiner Fahrer sich mit ihren Dienstwaffen zur Wehr. Im Übrigen und DAS finde ich wichtig (wobei man natürlich trefflich darüber streiten kann, ob das Attentat auf Heydrich nun gelungen oder eben nicht gelungen war), ohne Attentat keine Verwundung und ohne diese durch das Attentat hervorgerufene Verwundung, keine Sepsis und somit kein toter stellvertretenden Reichsprotektor.
Ob Heydrich nun den Kugeln/Granaten der Attetäter direkt erlegen war oder an den direkten und auch unmittelbaren Folgen seiner durch sie verursachten Verwundungen starb, meine ich, ist egal! Anders währe es, wenn er erst Jahre später an den Spätfolgen verstorben währe.

Richtig ist aber auch, dass bei Hitler die Sache etwas anders lag. Scharfe Bewachung und keine erkennbare kontinuität im Tagsablauf.