Autor Thema: Hochausgezeichnete des Sanitätswesens  (Gelesen 129015 mal)

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #120 am: 01.05.10 (18:31) »
Verleihungsbegründungen lassen sich nicht finden, aber wohl ein Hinweis auf den Zeitraum der Tat und den Ort.

Mir wurde mit dem Buch schon mal hier geholfen:

http://forum.balsi.de/index.php?topic=5666.0

Das erweckt einen ungefähren Eindruck, welche Angaben sich im Buch befinden könnten.

GR162

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #121 am: 01.05.10 (18:58) »
Danke,mich interessieren halt immer die Verleihungsbegründungen oder Vorschläge und Anträge für Auszeichnungen. Speziell Ehrenblattspange und Anerkennungsurkunde bekommt man da irgendwie kaum was zu sehen. Naja ist ja schon beim manchem RK wenig zu finden.

Gruß Sascha

GR162

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #122 am: 15.05.10 (10:33) »
Ich hab im SDA Forum die 57er Feldspangen und das Ordenskissen von Dr. Heinrich Neumann gefunden,evtl. interessiert es ja jemanden.







Gruß Sascha

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #123 am: 15.05.10 (10:38) »
Eine schöne Ordensspange. Für was steht das blaue Abzeichen ?

GR162

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #124 am: 15.05.10 (10:42) »
Es handelt sich dabei um die Wehrmacht Dienstauszeichnung

http://de.wikipedia.org/wiki/Dienstauszeichnung_%28Wehrmacht%29

sind auch einige Spanische Auszeichnungen dabei.

Gruß Sascha

PS: von oben nach unten:

Ritterkreuz
EK1
EK2
Beobachterabzeichen der Luftwaffe
Erdkampfabzeichen der Luftwaffe
Fallschirmschützenabzeichen
Ostmedaille
Wehrmachtdienstauszeichnung
Kreta Ärmelband
?? Cruz Blanca ??
Spanischer Bürgerkrieg 1936-1939 Siegesstern "Cruz de Guerra" Bruststern
Spanien Erinnerungsmedaille an den Bürgerkrieg 1936-39
« Letzte Änderung: 15.05.10 (11:21) von GR162 »

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #125 am: 15.05.10 (10:49) »
Unten in der Mitte ist das spanische Cruz de Guerra.

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #126 am: 25.05.10 (19:57) »
Noch etwas zu Stabsarzt Dr. Hans-Joachim Schulz-Merkel. Folgendes habe ich gerade in der Ausgabe vom 11. Januar 1944 des Oberschlesischen Wanderers gefunden:

Stabsarzt aus Oberschlesien mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet
"Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an ... Stabsarzt Dr. Hans-Joachim Schulz-Merkel, Abteilungsarzt in einem Panzerregiment, ... .
Stabsarzt Dr. Hans-Joachim Schulz-Merkel, am 6. April 1913 als Sohn des Arztes Dr. Otto Schulz-Merkel in Oppeln geboren, zeichnete sich im Mittelabschnitt der Ostfront durch besondere Tapferkeit, Einsatzbereitschaft und Umsicht hervorragend aus. Dr. Schulz-Merkel legte am Gymnasium in Goslar die Reifeprüfung ab, trat 1933 als Fahnenjunker in das Infanterieregiment 15 ein und studierte an den Universitäten Gießen, Berlin und München. 1939 erhielt er nach Ablegung des Staatsexamens an der Universität Berlin seine Bestallung als Arzt und wurde 1942 zum Stabsarzt befördert."

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #127 am: 26.07.10 (23:28) »
Nach doch längerer Pause mache ich mal weiter, ...  ;D

Ich war bei der Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshabers des Heeres, und es fehlen noch die Ärzte, die diese Auszeichnung erhalten haben. Gefunden habe ich 20 Namen. Hier wieder die chronologische Reihenfolge der Verleihungen:

- Dr. Harr (Vorname unbekannt), AU am 20. August 1941 als Stabsarzt und Bataillonsarzt I. Bataillon / Schützenregiment 394 / 3. Panzerdivision

- Dr. Felix Kügler, AU am 15. Juli 1942 als Oberarzt und Bataillonsarzt III. Bataillon / Infanterieregiment 429 / 168. Infanteriedivision

- Dr. Karl Lins, AU am 15. Juli 1942 als Oberarzt und Bataillonsarzt III. Bataillon / Gebirgsjägerregiment 99 / 1. Gebirgsdivision

- Dr. Schmidt (Vorname unbekannt), AU am 16. Oktober 1942 als Oberarzt und Abteilungsarzt II. Abteilung / Gebirgsartillerieregiment 28 / 28. Jägerdivision

- Dr. Gerhard Stochderph, AU am 19. November 1942 als Oberarzt und Bataillonsarzt II. Bataillon / Infanterieregiment 305 / 198. Infanteriedivision

- Dr. Herbert Hirscher, AU am 27. Juni 1943 als Oberstabsarzt und Chefarzt Feldlazarett 121

- Dr. Hermann Frank, AU am 17. Juli 1943 als Oberarzt und Regimentsarzt Gebirgsjägerregiment 91 / 4. Gebirgsdivision

- Dr. Helmuth Scholz, AU am 17. Juli 1943 als Oberstabsarzt und Chef der Sanitätskompanie 2/44 / 44. Infanteriedivision

- Dr. Hans Harth, AU am 27. Oktober 1943 als Oberfeldarzt und Divisionsarzt der 52. Infanteriedivision

- Dr. Otto Fahrenholz, AU am 25. Mai 1944 als Oberstabsarzt und Chef L.-Kriegslazarett
3/531

- Dr. Albin Hofmann, AU am 27. Juni 1944 als Stabsarzt und Regimentsarzt Grenadierregiment 457 / 257. Infanteriedivision

- Dr. Werner Lemke, AU am 27. Juni 1944 als Stabsarzt und Regimentsarzt Grenadierregiment 106 / 15. Infanteriedivision

- Dr. Ernst Michael, AU am 27. Juni 1944 als Stabsarzt und Regimentsarzt Panzergrenadierregiment 74 / 19. Panzerdivision

- Dr. Karl Redepenning, AU am 27. Juni 1944 als Stabsarzt und Abteilungsarzt III. Abteilung / Artillerieregiment 219 / 183. Infanteriedivision

- Dr. Friedrich Stammler, AU am 27. Juni 1944 als Oberarzt und Bataillonsarzt II. Bataillon / Gebirgsjägerregiment 91 / 4. Gebirgsdivision

- Dr. Ewald Jessel, AU am 7. August 1944 als Unterarzt und Hilfsarzt im II. Bataillon /Grenadierregiment 358 / 205. Infanteriedivision

- Dr. Rainer von Reinhardstoettner, AU am 7. September 1944 als Stabsarzt und Bataillonsarzt in der „Brigade von Werthern“

- Dr. Alfred Wahl, AU am 5. November 1944 als Oberarzt und Bataillonsarzt II. Bataillon / Grenadierregiment 509 / 292. Infanteriedivision

- Dr. Eduard Bulle, AU am 7. Januar 1945 als Oberfeldarzt und Divisionsarzt der Panzergrenadierdivision „Feldherrnhalle“

- Dr. Heinrich Petith, AU am 5. Februar 1945 als Stabsarzt in der 2. Sanitätskompanie der 28. Jäger-Division

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #128 am: 26.07.10 (23:38) »
Dr. Eduard Bulle hatten wir schon einmal, und zwar

hier


Er war der erste Arzt, der 1941 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurde. Anfang des Jahres 1945 erhielt er nun auch noch die Anerkennungsurkunde, welcher eine erneute Tapferkeitstat zugrunde liegen muß.

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #129 am: 27.07.10 (00:09) »
Mal noch etwas zur Anerkennungsurkunde.

Gestiftet wurde sie am 6. September 1941. Scheinbar wurden sie auch rückwirkend verliehen. Das erste Verleihungsdatum, was ich finden kann, wäre der 3. Juli 1941. An diesem Tag erhielten 8 Personen die Anerkennungsurkunde.

Die ersten Inhaber der Anerkennungsurkunde wären somit:

- Gustav Hoehne, Generalmajor und Kommandeur 8. Infanteriedivision (späterer Eichenlaubträger)

- Lüdecke (Vorname unbekannt), Oberst und Kommandeur Panzerregiment 29

- Gustav-Adolf Riebel, Oberstleutnant und Kommandeur Panzerregiment 15 (späterer Träger Deutsches Kreuz in Gold)

- Schmahl (Vorname unbekannt), Oberstleutnant und Kommandeur II. Abteilung / Panzer-Regiment 15 (eventuell Ludwig Schmahl, der später Träger des Deutschen Kreuzes in Gold ??)

- Alfred Kuhnert, Major und Kommandeur Kradschützenbataillon 38 (späterer Ritterkreuzträger)

- Wilhelm Pickel, Major und Kommandeur Infanterieregiment 524 (späterer Träger Deutsches Kreuz in Gold)

- Horst Niemack, Rittmeister und Führer Aufklärungsabteilung 5 (späterer Schwerterträger)

- Gerhard Benack, Oberleutnant und Chef 1. Kompanie / Kradschützenbataillon 38 (späterer Ritterkreuzträger)


Es sind (fast) alles Personen, die auch im weiteren Verlauf des Kriegs weitere hohe Tapferkeitsauszeichnungen erhielten.

Dr. Harr ist mit seinem Verleihungsdatum der AU vom 20. August 1941 somit eine recht frühe Verleihung.

Loerscher

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #130 am: 31.07.10 (11:44) »
Hallo Ingo,

HEINRICH Luedecke, * 30.05.1882 / + 12.08.1941

Oliver

Dr. Pfeifer

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #131 am: 08.08.10 (15:07) »
Dr. med. Carl Langemeyer

geboren am 6. August 1907 in Holzminden
verstorben am 25. Juli 1982 in Holzminden

Dr. Langemeyer kam als Arzt 1939 zur Fallschirmtruppe. Er sprang über Holland und Kreta und kämpfte später in Rußland und Italien. Als Stabsarzt und Chef der 1. Kompanie der Fallschirm-Sanitätsabteilung 2 wurde er am 12. Dezember 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet.

1944 wurde Dr. Langemeyer Kommandeur der Fallschirm-Sanitätslehrabteilung in Nancy. Es folgte der Einsatz in der Normandie. Im September 1944 wurde die Sanitätsabteilung als Infanterieeinheit bei den Kämpfen im Raum Nancy-Luneville eingesetzt. Für diesen Einsatz wurde Dr. Langemeyer am 18. November 1944 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.

Vielleicht kann wieder jemand im Buch über die RKT der Fallschirmtruppe nachschauen, wofür genau die Verleihung erfolgte ?

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #132 am: 15.08.10 (09:57) »
Innerhalb der Luftwaffe gab es als weitere Auszeichnung den Ehrenpokal für besondere Leistungen im Luftkrieg.

Ich habe hier gerade einen interessanten Fall gefunden, einen der bisher nicht in der Literatur zu finden ist (aus dem bekannten Problem)

Joachim Kirsch erhielt den Ehrenpokal am 17. August 1941 als Oberarzt und Kommandeur der Fallschirmsanitätsabteilung.

Anlaß der Verleihung war sein Einsatz beim Kreta-Unternehmen.


Quelle:
http://www.ww2awards.com/person/35983


Diese Auszeichnung stellt insofern etwas Besonderes dar, da der Ehrenpokal eh nur an sehr wenige Fallschirmjäger verliehen wurde.

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #133 am: 15.08.10 (11:01) »
Es gibt noch einen weiteren Inhaber des Ehrenpokales:

Dr. Adolf Eiber erhielt den Ehrenpokal am 9. März 1942 als Stabsarzt in einem Fallschirmjägerregiment.

Näheres läßt sich leider auf die Schnelle nicht finden, ...

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Re:Hochausgezeichnete des Sanitätswesens
« Antwort #134 am: 20.08.10 (00:06) »
Bisher hatte ich 4 Ärzte aus den Reihen der Waffen-SS genannt, die mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurden:

Zitat
- Egon Shalka, DKiG am 14. November 1944 als SS-Hauptsturmführer und Chef der 2. / SS-Sanitätsabteilung 9 / 9. SS-Panzerdivision „Hohenstaufen“

- Dr. med. Werner Fecke, DKiG am 30. Dezember 1944 als SS-Sturmbannführer und Chef der 1. / SS-Sanitätsabteilung 5 / 5. SS-Panzerdivisin „Wiking“

- Dr. med. Hans Thon, DKiG am 30. Dezember 1944 als SS-Sturmbannführer und Kommandeur SS-Sanitätsabteilung 5 / 5. SS-Panzerdivisin „Wiking“

- Helmut Slama, DKiG am 23. Januar 1945 als SS-Hauptsturmführer und Kampfgruppenarzt der Panzerbrigade 150

Es gibt noch weitere Truppenärzte mit dem DKiG, die für mich nicht auf dem ersten Blick erkennbar waren, auf die ich heute jedoch aufmerksam gemacht wurde:

- Dr. Wolfgang Rabe, DKiG am 14. November 1944 als SS-Hauptsturmführer und Truppenarzt in der schweren SS-Panzerabteilung 101

- Dr. Claus Günther, DKiG am 18. Dezember 1944 als SS-Obersturmbannführer und Truppenarzt in der 10. SS-Panzerdivision "Frundsberg"

- Dr. August-Georg Loderhose, DKiG am 20. Januar 1945 als SS-Hauptsturmführer und Truppenarzt im SS-Panzer-Artillerie-Regiment 11 / 11. SS-Freiwilligen--Panzergrenadierdivision "Nordland"

- Dr. Hans Korndörfer, DKiG am 24. März 1945 als SS-Hauptsturmführer und Truppenarzt im SS-Panzer-Grenadier-Regiment 3 "Deutschland" / 2. SS-Panzerdivision "Das Reich"

- Dr. Ludwig Rameis, DKiG am 24. März 1945 als SS-Hauptsturmführer und Truppenarzt in der IV. Abteilung / SS-Panzerartillerieregiment 2 "Das Reich" / 2. SS-Panzerdivision "Das Reich"

- Dr. Arno Berger, DKiG am 30. März 1945 als SS-Obersturmführer und Truppenarzt in der SS-Panzeraufklärungsabteilung 17 / 17. SS-Panzergrenadierdivision "Götz von Berlichingen"


Somit hätten wir jetzt mindestens 10 Truppenärzte aus den Reihen der Waffen-SS, die mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurden.

 

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