Autor Thema: Nakajima J1N - japanischer Nachtjäger v. 1941 - schon mit "schräger Musik"...  (Gelesen 6960 mal)

Offline Ronny22

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Die sog. "Schräge Musik" wurde in Deutschland erst ab 1943 eingeführt bzw. getestet, während die Japaner schon 1941 über einen Nachtjäger mit dieser Bewaffnung verfügten.

Wurde diesmal umgekehrt "nachgebaut" !?  ;)

http://de.wikipedia.org/wiki/Nakajima_J1N
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Field Marshal Sam Maneksha

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Die "schräge Musik" soll auf Eichenlaubträger Rudolf Schoenert zurückgehen. Mir hat dies mal ausführlich sein ebenfalls mit dem Ritterkreuz ausgezeichneter Bordfunker Johannes Richter erzählt.

Bei Interesse müßte ich das mal hervorkramen, ...

Offline waldi44

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"...die Maschine hatte aber Probleme mit der Leistung in großen Höhen. So wurden gegen Ende des 2. Weltkrieges eine ganze Reihe als Kamikazeflugzeuge eingesetzt."
Irgendwie war das mit allem so, was die Japaner in's Feld führten. Ein Jäger zur Bomberjagd, der in grosser Höhe Probleme mit der Leistung hatte ::)! B-17: Dienstgipfelhöhe 11.920 m, B-29: Gipfelhöhe: 10.250 m, Consolidated B-24: Dienstgipfelhöhe  8.550 m....

Nakajima J1N: Dienstgipfelhöhe    9.320 m

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Daher vielleicht auch von Anfang an die nach oben gerichteten Waffen ??

Offline waldi44

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Daher vielleicht auch von Anfang an die nach oben gerichteten Waffen ??
Logisch ;D! Aber ich stelle mir ein Schiessen und Treffen als recht schwierig vor, noch dazu über eine Distanz von mehreren hundert Metern. Sehr erfolgreich wird das Ding sicher nicht gewesen sein :P!
Mit welchen deutschen Fleugzeugen wurde denn diese "Schräge Musik" praktiziert und mit welchen Resultaten?

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Hier ist es ganz gut beschrieben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%A4ge_Musik

Da wird auch die Sache mit Schoenert erwähnt, ...

Offline waldi44

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Komisch, dass ich bei "Schräger Musik" ganz woanders gelandet bin, aber nicht auf dieser Seite. Aber wieder ein Beweiss, dass man nie auslernt. Kannte ich nicht, nie von gehört 8)!
Aber wie ich mir schon dachte:"Da die in einem etwa 70-Grad-Winkel nach oben wirkenden Bordwaffen starr eingebaut waren, musste der Pilot das ganze Flugzeug ausrichten, um den Bomber anzuvisieren. Gezielt wurde mit einem im Kabinendach angebrachten optischen Reflex-Visier auf eine Tragfläche des Bombers; das Ziel war, die Motoren und den Treibstoff in Brand zu schießen. Auf den Rumpf durfte nicht gezielt werden, da die Bombenladung getroffen werden und explodieren konnte; der Nachtjäger wäre dabei verloren gewesen. "
Also doch höher als ich annahm, zumindest was die deutschen "Musiker" anbelangte:"Die Schräge Musik blieb bis Ende 1943 von den Alliierten unbemerkt, obwohl die Flugzeugverluste auffällig hoch wurden...."
Bei den Japaner wohl eher doch nicht, weil diese dann ihre "Musiker" als Kamikaze verramschten.
"Deutsche Jäger konnten mitunter minutenlang unentdeckt unterhalb eines Bombers fliegen, was zu Überlegungen führte, wie man den Bomber beschießen könnte, ohne diese sichere Position zu verlassen." Aha, daher die Idee- logisch, man muss aber erst mal drauf kommen. Hat man sich dan nun doch von den Japse abgekuckt oder spielten hauptsächlich eigen Erfahrungen und Überlegungen die Hauptrolle? Die Japaner und ihre Nachtjäger werden nämlich überhaupt nicht erwähnt.
"In der Regel waren alle bei Tage fliegenden Bomber mit einem unterseitigen Waffenstand ausgerüstet, der ein unbemerktes Annähern und Einnehmen der idealen Schussposition unmöglich ..." Das waren hauptsächlich die Amerikaner.

Scherzkoks

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Zitat
  "In der Regel waren alle bei Tage fliegenden Bomber mit einem unterseitigen Waffenstand ausgerüstet, der ein unbemerktes Annähern und Einnehmen der idealen Schussposition unmöglich ..." Das waren hauptsächlich die Amerikaner.
Genau, denn die meisten britischen Bomber (welche meist in der Nacht flogen) hatten nach unten keinen Waffenstand/Fenster.

Offline Ronny22

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Die Japaner setzten verschiedene bereits vorhandene Flugzeugmuster als Nachtjäger ein, mit Vorliebe Aufklärungsmaschinen und schwere Jäger.





Hier sieht man gut die Schrägbewaffnung der J1N1.....





Kawasaki Ki.45 KAIc Toryu
Bewaffnung: 1x - 37 mm Ho-203 Kanone, 2 x - 20 mm Ho-5 Kanonen als "Schräge Musik" und 1 x 7.92 mm MG im Heck
kein Radar
Dienstgipfelhöhe: 10.000m





Kawasaki Ki.102c
Bewaffung: 2 x 30 mm 30mm Ho-105 Kanonen, 2 x - 20 mm Ho-5 Kanonen als "Schräge Musik" im Rumpf
Radarausgerüstet
Dienstgipfelhöhe: 13.500m







Mitsubishi Ki.46 III KAI




"...die Maschine hatte aber Probleme mit der Leistung in großen Höhen. So wurden gegen Ende des 2. Weltkrieges eine ganze Reihe als Kamikazeflugzeuge eingesetzt."
Irgendwie war das mit allem so, was die Japaner in's Feld führten. Ein Jäger zur Bomberjagd, der in grosser Höhe Probleme mit der Leistung hatte ::)! B-17: Dienstgipfelhöhe 11.920 m, B-29: Gipfelhöhe: 10.250 m, Consolidated B-24: Dienstgipfelhöhe  8.550 m....

Nakajima J1N: Dienstgipfelhöhe    9.320 m

Trotzdem wurden auch B-29 abgeschossen.....bei einem Luftkampf sogar 8 Maschinen durch Ki-45 KAIc....... ::)
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