Autor Thema: Der Dokumentarfilm: Der Überfall  (Gelesen 9516 mal)

Walter23

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Re:Der Dokumentarfilm: Der Überfall
« Antwort #15 am: 13.09.09 (14:51) »
Moin

Gestern lief Der Überfall auf Phoenix, wobei ich am Ende gesehen habe,
dass es sich da um Teil 2 handelte.

Die Länge der Sendung lag bei 45min.

Zur Sendung an sich:
Irgendwie machten Art und Weise der Darstellung den "durchwachsenen" Eindruck.
So kam ein dt. Infanterist zu Wort, der eben erzählte, durch Glück eine MG-Garbe ohne
Schaden am Leib überlebt zu haben und in der nächsten Szene erläuterte ein polnischer
Infanterist, dass er sah wie ein Kamerad einem Artillerieschalg zum Opfer fiel und sein
Körper noch einige Meter Kopflos umherlief. Beides wohl wirklich geschehen, aber die
Schnitte von Sichtweisen waren schon 'sonderbar'.

Auch wurde gesagt, dass die Bombardierung von Warschau an sich durch das Kriegsrecht
legitim war, aber halt dennoch "böse", zumal die Polen keine andere Wahl hatten als bis
zum Letzten verbissen zu kämpfen - Im Gegensatz dazu, aber sagte ein Pole wiederrum,
dass viele zu Anfang meinten die Besatzung dauere nur einige wenige Monate.

Also diese Doku machte zum Teil den Versuch, auch die Sichtweisen von Damals zu ergründen,
aber dann wurden einige Entscheidungen, die dann gefällt wurden durch die Verbrechen, die
später Geschahen für legitim erklärt.

Auch keine Andeutung woher diese Volksdeutschen, die im 'Wartheland' & Generalgouvernement'
angesiedelt werden sollten, eigentlich herkamen.

Gruß

Walter

StefaHHn

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Re:Der Dokumentarfilm: Der Überfall
« Antwort #16 am: 19.11.10 (10:47) »
Hitler - Stalin Pakt im historischen Waschsalon
Zitat
Der angebliche Historiker Böhler aus Rheinfelden, welcher mit einer Polin liiert ist und in Warschau lebt, hatte vor einigen Jahren eine Marktlücke endeckt und die bis dahin von Verbrechen des zweiten Weltkrieges noch relativ freigehaltene deutsche Wehrmacht, zur Mörderbande erklärt. Im Jahre 2004 promovierte Böhler gar mit "Verbrechen der Wehrmacht" an der Universität Köln und tingelt seitdem mit einer Wanderausstellung gleichen Namens auch durch deutsche Landen. Als Hauptquelle seiner Berichte über die Wehrmacht gilt das Institut der Nationalen Erinnerung (IPN) in Polen, also jener Behörde welche extra geschaffen wurde, um das angeschlagene geschichtliche Imgage Polens in der Welt zu verbessern und möglichst auch hierbei weitere Verbrechen von Ausländern aufzudecken. Durch ihren sehr dubiosen Umgang mit der Wahrheit geriet diese Behörde bereits vor Jahren im eigenen Lande in Verruf. Eine Mehrheit der Polen fordert ihre Abschaffung. Zuletzt zeigte das IPN auch in Verbindung mit jüngst entdeckten deutschen zvilen Massengräbern in Polen, dass man von jeglicher Objektivität noch weit entfernt ist. Die Vorgehensweise Böhlers, eines Mitarbeiter eines wichtigen deutschen Institutes in Warschau, zeigt worauf es Politikern ankommt: Geschichtsfälschung ignorieren und die Deutschen immer weiter auschlachten. Den Ribbentrop-Molotow Vertrag kann man getrost vergessen, alles Helden, alles Opfer .., nur die Deutschen nicht.
;)

Schön geschrieben, wenn auch vielleicht zu pointiert.  Das solche Thesen dem NDR wie gerufen kommen war doch klar. Auch wenn die Öffentlichkeit mit solchen Machwerken in die Irre geführt wird, man sollte noch anhängen das Böhler mit seinen Thesen bei allen seriösen Historikern (Hannes Herr zähle ich da jetzt mal nicht zu) ziemlich einsam da steht.
Nicht nur bspw. R.-D. Müller oder Kroener lehnen das schlichtweg ab, auch in einigen Publikationen des IfZ innerhalb des Projekts "Die Wehrmacht im Ostkrieg" habe ich zuletzt recht kritische Anmerkungen zu Böhler gelesen (von Hartmann z.B.). Und die sind nun irgendwelchen revanchistischen Ideen recht unverdächtig.
Ich habe immer nach ein paar Minuten abgeschaltet, vor Ärger. Sehr interessant auch die Opferzahlen unter den Soldaten, die polnischen um 40% zu hoch, die Deutschen um 40% zu niedrig angesetzt.

 

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