Autor Thema: Beste U-Boote des Krieges  (Gelesen 36339 mal)

Wolf310

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #15 am: 14.08.08 (19:30) »
Ein Kommandant eines Japanischen U-Boot lief an einem Deutschen vorbei, keiner der deutschen Posten im Turm schaute zu Ihnen rüber jeder behielt die angewiesene Richtung im Auge, dass hätte er so noch auf keinem U-Boot erlebt!!

Ich mein das war jap. Versorger oder Kriegsschiff und kein U-Boot, in einem meiner Bücher ist ein Foto von dieser Begegnung.


Zitat
Aber auch andere bauten Uboote. Waren die wirklich um so vieles schlechter?

Wenn der Kapitän von nem US-U-Boot im Ölzeug vor dem Periskop steht, weil die Boote nicht dicht sind, sind sie schlechter.
Ne Klimaanlage macht aus nem Trabbi nunmal kein gutes Auto

Richtschuetze

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #16 am: 15.08.08 (07:34) »
@Wolf310

Ich will mich da nicht festlegen was es genau war, aber die Aussage des Japaners fande ich interessant!

Zitat
Aber auch andere bauten Uboote. Waren die wirklich um so vieles schlechter? Bei den Panzern stellte sich so nach und nach auch raus, dass andere auch gute Panzer bauen konnten....

Nun die deutschen Boote konnte schneller und tiefer tauchen sowie die besseren Systeme an Bord! Das alleine macht schon viel aus wer das beste hat!

Du kennst es doch noch von den Panzer her in einem 1 zu 1 Kampf ist jeder Panzer der Alliierten einem Königstiger unterlegen! Das man schneller einen T-34 bauen kann als einen Panther etc hat nichts mit der Leistung des Panzers zutun!
Wie halt bei den U-Boote und der Klima! ;D

Gruss



Simon H.

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #17 am: 15.08.08 (11:09) »
ich finde die besten war die  schiffsklasse der auch die wilhelm bauer angehört

waldi44

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #18 am: 22.08.08 (16:12) »
USA  28 U-Boote/1079 Handelssch./201 Kampfsch.(in der Masse gegen Japan bei einer unzureichenden U-Bootabwehr).
Zahlen aus Bagnasco "Uboote im 2.Weltkrieg"
mfg karat

Ich wusste es doch, dass mit der Zahl 28 irgend etwas nicht stimmt ;)! Habe nämlich das gleiche Buch ;D. Dort steht, dass die USA insgesamt 52 Boote mit 3.500 Mann verloren. Die erwähnten 28 gingen von den 203 während des Krieges neu gebauten verloren. Da die USA zu Kriegsbeginn (je nach Zählung und Zähler 8) auch abweichende Zahlen)112 Boote hatten, waren also 24 Uboote alte und 28 neue Uboote, insgesamt 52, welche die USA verloren.

Tja und die Frage nach dem besten Boot ist noch immer ungeklärt. Ob ein Boot vom Typ XXI mit den pazifischen Verhältnissen bzw dem pazifischen Einsatzgebiet klar gekommen wäre? Es ist doch so wie mit den Panzern - kommt immer drauf an, was man damit machen will und vielleicht auch wo!

Wolf310

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #19 am: 22.08.08 (17:48) »
Ob Atlantik oder Pazifik spielt beim Typ XXI keine Rolle.

Mal ein paar Daten Typ XXI/Balao-Klasse (von den Amis)

Reichweite bei 10kn: 15.500/11.000sm
Tauchtiefe: 300-350m/120m
Reichweite/Einsatzdauer unter Wasser: 490sm bei 3kn (ca 1 Woche)/max. 48 Stunden
Antrieb: 2x 6-Zylinder 4-Takt-Diesel mit je 2000PS, 2x E-Motor mit 2500PS, 2x E-Motor mit 113PS/4x 16 oder 10-Zylinder-Diesel mit je 1350PS, 4x E-Motor mit insgesamt 2740PS
Über/Unterwassergeschwindigkeit: 18kn;16,5kn/20kn:8,5kn

Und auch wenn ich mich wiederhole, im 2.WK gab es nichts besseres als den Typ XXI und die Walter-Boote.

brandis

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #20 am: 22.08.08 (21:48) »
U47

waldi44

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #21 am: 23.08.08 (15:42) »
U47

Ja, man kann es natürlich auch auf das Boot selbst beziehen ::). Allerdings wäre das vielleicht anderen Ubooten (natürlich meine ich damit deren Besatzung) gegenüber ungerecht. Nämlich jenen, die zu ganz anderen Zeiten unter ganz anderen Bedingungen zum Einsatz kamen. Ihre Erfolge waren vielleicht weniger spektakulär, dafür aber schwerer erkämpft ???. In späteren Zeiten galten drei vier überlebte Feindfahrten mit ein, zwei, drei Treffern schon als erfolgreich.
An mehr war oft nicht zu denken, es sei denn als "Fliegender Holländer" ;)!
Allerdings meinte ich doch eher die technische Seite ;D.

karat

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #22 am: 23.08.08 (18:41) »
Hallo
Also wenn bestes U-Boot  bedingen sollte daß auch irgendwelche Versenkungserfolge zu nennen sind und das ist in meinen Augen eine Grundvoraussetzung dafür, so kann weder der Typ XXI noch die Walter-U-Boote dafür in Frage kommen,denn da gibt es keine.Sie waren zwar richtungsweisend für den Bau moderner konventioneller U-Boote,es hat aber nie,von U 2511mal abgesehen,eine Feindfahrt gegeben.
Das andere Elektro-Boot ,der Typ XXIII ,war mit 10 Feindfahrten und 6 versenkten Frachtern  erfolgreicher.Da er aber konstruktiv auf eine Minimierung der Tauchzeit ausgelegt war und nur ein Reservedeplacement von 10,5% hatte,kam es zu Unfällen bei Wassereinbrüchen .Davon waren U 2331 und U Hai (ex.U 2365 )betroffen.Die berechneten Tauchtiefen wurden nicht erreicht,was zum Verlust von U 2326 bei einem französischen Tieftauchversuch am 6.12.1946 führte.
Die Konstruktionstauchtiefe von U Hai und U Hecht wurde auf 80m begrenzt.
Wenn man ,wie ich es vor ein paar Tagen vorgeschlagen habe ,Erfolge und Verluste miteinander vergleicht könnte man völlig emotionslos zu einem Ergebnis kommen.
mfg karat

brandis

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #23 am: 23.08.08 (20:36) »
U47

uwys

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #24 am: 24.08.08 (09:30) »
@brandis?
es gab boote mit mehr versenkungserfolgen, ebenso gab es kommandanten die bessere erfolge erzielten!
Keine Macht den doofen!
www.deutsche-ehrenmale.de

Andreas

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #25 am: 24.08.08 (13:15) »
Zitat
...Alarmtauchzeit: 30 sec (Anmerk. des Kaleu: Sehr knapp und nur mit eingespielter Mannschaft)
...wurden die Azubis ca. 8 – 12 Wochen mit auf See genommen und dort auf ihre neue Aufgabe vorbereitet.
Für die Mannschaft bedeutete dies Alarmtauchen, anblasen, Alarmtauchen, anblasen usw.

Quelle: http://www.u-776.de/

Was bezeugt die obige Aussage: Ein Uboot ist nur gut wenn die (eingespielte) Mannschaft gut ist.

waldi44

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #26 am: 24.08.08 (14:28) »

Was bezeugt die obige Aussage: Ein Uboot ist nur gut wenn die (eingespielte) Mannschaft gut ist.

Richtig, aber eine eingespielte Mannschaft wird nicht gebacken. Dazu braucht man Zeit und Gedult. Die hatten die deutschen Besatzungen aber nicht mehr. Das trifft aber für alle Waffengattungen zu. Somit hätte auch das beste Uboot (technisch gesehen) nichts genutzt, wenn man den Besatzungen keine Zeit gelassen hätte erstens die Technik als solche kennen und beherrschen zu lernen und zweitens ein eingespieltes Team zu werden.
Wäre Prien mit U47 nicht in Scapa Flow eingedrungen und hätte dort einen mässigen Erfolg errungen, wäre er wohl "nur" ein guter Ubootoffizier unter vielen anderen geblieben oder wer kennt zB. U 18 unter Kapitänleutnant Heinrich von Hennig aus dem 1. WK. Ihm gelang das gleiche, nur fand er keine lohnenden Ziele vor.

Wolf310

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #27 am: 24.08.08 (21:55) »
Das erfogreichste Boot war U-48, 12 Feindfahrten, 52 versenkte Schiffe (307.935BRT).
Der erfolgreichste U-Boot-Typ war IX-B.

Von der technischen Seite war aber trotzdem der Typ XXI der beste.


Zitat
Da er aber konstruktiv auf eine Minimierung der Tauchzeit ausgelegt war und nur ein Reservedeplacement von 10,5% hatte,kam es zu Unfällen bei Wassereinbrüchen .Davon waren U 2331 und U Hai (ex.U 2365 )betroffen

Der Untergang von U Hai ist auf Umbaumaßnahmen (gekürzter Zuluftmast) nach dem Krieg zurückzuführen.

Hast du zu den "Wassereinbrüchen" und nicht erreichter Tauchtiefen ein paar Quellen für mich?
Ich konnte davon auf mehreren I-Netseiten nichts finden.

karat

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #28 am: 25.08.08 (22:16) »
Hallo
Kein Problem,Eberhard Rössler Geschichte des deutschen U-Bootbaus Bd .2 S.435-441
mfg karat

Wolf310

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Re: Beste U-Boote des Krieges
« Antwort #29 am: 27.08.08 (18:14) »
Das andere Elektro-Boot ,der Typ XXIII ,war mit 10 Feindfahrten und 6 versenkten Frachtern  erfolgreicher.Da er aber konstruktiv auf eine Minimierung der Tauchzeit ausgelegt war und nur ein Reservedeplacement von 10,5% hatte,kam es zu Unfällen bei Wassereinbrüchen .Davon waren U 2331 und U Hai (ex.U 2365 )betroffen.Die berechneten Tauchtiefen wurden nicht erreicht,was zum Verlust von U 2326 bei einem französischen Tieftauchversuch am 6.12.1946 führte.
Die Konstruktionstauchtiefe von U Hai und U Hecht wurde auf 80m begrenzt.

Ich hab mir jetzt das Buch "U-Boottyp XXIII" von Rössler besorgt und ein paar Kapitel gelesen.
Bei U-Hai/Hecht wurde die Gebrauchstiefe auf 65m festgesetzt, die Konstruktionstiefe war weiterhin 100m.
Die "Gefechtstiefe" von 150m wurde bei einem Tauchversuch im Oslofjord erreicht (im 2.WK).

Ich vermute mal das bei den Nachkriegsberechnungen auch die Umbaumassnahmen eine Rolle gespielt haben.

Zu U-2326 und dem Unfall hab ich bis jetzt noch nichts gefunden.