Autor Thema: Japanische U-Boote in Europa  (Gelesen 26773 mal)

Nightwish

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Re:Japanische U-Boote in Europa
« Antwort #15 am: 14.06.10 (20:09) »


Ebenfalls an Bord von U-180 befindet sich der indische Unabhängigkeitskämpfer Subhas Chandra Bose. Wie er an Bord des deutschen U-Bootes kam, und wie sein Weg dann später weiter verlief, das ist eigentlich eine Geschichte für sich. Falls daran Interesse besteht, kann man dies an anderer Stelle noch mal aufgreifen, ...


Interesse besteht!

Und wiederholten Dank für deine Ausführungen! Wirklich interessant, was da hin und her geschickt wurde!
lerne leiden, ohne zu klagen

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Re:Japanische U-Boote in Europa
« Antwort #16 am: 14.06.10 (21:05) »
Zitat
Interesse besteht!

Ok, dann behalte ich das mal im Hinterkopf. Ich mache aber erst mal dieses Thema hier zu Ende. Ich habe momentan einige Baustellen hier im Forum, und bevor ich neue hinzufüge, dann wenigstens eines abschließen, ...  ;D


Ich habe gerade mal geschaut. Auch U-180 erreichte wohlbehalten wieder die Heimat. Am 3. Juli 1943 lief das Boot in Bordeaux ein.

Für Werner Musenberg war dies übrigens die einzige Feindfahrt als Kommandant eines U-Bootes. Da könnte man in einem neuen Beitrag zum Thema Bose auch die Frage aufstellen, warum gerade er für diesen Auftrag auserwählt wurde.

Werner Musenberg war, mit seinem Geburtsdatum 24. September 1904 ein recht betagter Kommandant, darüber hinaus mit seinem Dienstgrad Fregattenkapitän als Kommandant eines Bootes auch recht ranghoch. Am 1. April 1945 wurde er dann noch zum Kapitän zur See befördert. Mehr finde ich erst einmal nicht über ihn.


Gefunden habe ich aber noch dieses Video auf

Youtube


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Re:Japanische U-Boote in Europa
« Antwort #17 am: 14.06.10 (21:46) »
Bevor ich auf die zweite Fahrt von I-29 eingehe, muß ich etwas zu dem Kommandanten sagen, unter dem diese Feindfahrt durchgeführt wurde.

Es war dies Takakazu Kinashi. Er hatte das Kommando über I-29 im Oktober 1943 übernommen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er sich über Japan hinaus bereits einen Namen gemacht.

Bei Wikipedia gibt es eine recht ausführliche Bio über ihn:

http://en.wikipedia.org/wiki/Takakazu_Kinashi


Zitat
Kinashi was a native of Usuki in Ōita Prefecture. His early career was not promising, as he graduated in very last place as 255th of 255 cadets in the 51st class of the Imperial Japanese Navy Academy in 1920.

Auf deutsch, in seinem Jahrgang war er der schlechteste an der japanischen Marineakademie.

1927 kam er zur japanische U-Boots-Waffe.

Auf dem asiatischen Kriegsschauplatz unternahm er mit einer ganzen Reihe von Booten mehrere Feindfahrten. In die Kriegsgeschichte ging er jedoch am 15. September 1942 ein. Als Kommandant von I-19 versenkte er bei Guadalcanal den amerikanischen Flugzeugträger "USS Wasp" und den Zerstörer "USS O'Brien", außerdem beschädigte er das Schlachtschiff "USS North Carolina".

Dieser Erfolg brachte ihm sogar eine persönliche Audienz bei Kaiser Hirohito ein.

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Re:Japanische U-Boote in Europa
« Antwort #18 am: 15.06.10 (00:46) »
Nun zur Europa-Fahrt von I-29.

Wiederum als Quelle: (eine wirklich sehr gute Seite)

http://www.combinedfleet.com/I-29.htm

Zitat
10 October 1943:
Cdr Kinashi Takakazu (former CO of I-19 and victor over USS WASP (CV-7) is assigned as the Commanding Officer. Cdr (Captain posthumously) Izu is reassigned as the Commanding Officer of I-11 and KIA in 1944.

Kinashi Takakazu übernahm also I-29 am 10. Oktober 1943. (Hier ist die Schreibweise seines Names übrigens genau entgegengesetzt zu Wikipedia, was richtig ist, ich weiß es nicht, wobei der oben genannten Seite wohl eher zu trauen ist. Ich verzichte daher auch einfach mal darauf, bei den Japanern Dienstgrade zu nennen. In den englischen Texten findet sich eh nur die englische Bezeichnung, und die Übersetzungsverhältnisse zwischen den Dienstgraden muß nicht immer eins zu eins sein.)

Zitat
5 November 1943:
Departs Kure.

Am 5. November 1943 läuft I-29 aus dem japanischen Kure aus.

Zitat
14 November 1943:
Arrives at Singapore. I-29 is loaded with 80 tons of raw rubber, 80 tons of tungsten, 50 tons of tin, 2 tons of zinc and 3 tons of quinine, opium and coffee.

Am 14. November 1943 läuft I-29 in Singapur ein und wird in den folgenden Tagen wiederum bis obenhin mit Rohstoffen beladen. Man beachte die Mengenangaben und bedenke, daß dies alles in ein U-Boot gestopft wurde, was ja nicht einfach nur zur nächsten Insel übersetzen, sondern von Singapur nach Frankreich fahren sollte !!

Zitat
5 December 1943:
Singapore. Captain Uchino Shinji's I-8 arrives from Brest, France. Cdr Kinashi discusses conditions in the Atlantic with Uchino. Kinashi then contacts the Naval General Staff through channels and requests permission to remove the I-8's FuMB 1 "Metox" radar detector that she received from the U-161 and reinstall it on I-29. The NGS grants permission.

Am 5. Dezember läuft das aus Europa zurückkommende I-8 in Singapur ein. Die beiden Kommandanten tauschen sich untereinander aus und der Kommandant von I-29 übernimmt das Metox-Radar von I-8, welches dieses Boot vom deutschen U-161 erhalten hatte.

Zitat
16 December 1943:
-29 departs Singapore for Nazi-occupied France on a "Yanagi" mission. I-29 is coded "Matsu" (Pine) by the Japanese and "U-Kiefer" by the Germans. She is the fourth IJN submarine to undertake such a mission. [3]

Among the I-29's 16 passengers are Navy officers, specialists and engineers. Most of I-29's passengers had been scheduled to depart with I-34, but she was sunk off Penang before they could board. I-29's passengers include Rear Admiral Kojima Hideo (former CO of CL KASHII), Naval Attaché to Germany, Cdr Muchaku Senmei, Naval Attaché to Spain, Cdr (later Captain) Ogi Kazuto, Assistant Naval Attaché to Germany and two Mitsubishi engineers. Cdr Nahamori Yoshio, a specialist in aircraft ordnance, carries the plans of obliquely firing cannons invented by Captain Kozono Yasuna. The Germans also use slanted "Schräge Musik" (Jazz Music) cannons in the Luftwaffe's night fighters.[

Am 16. Dezember 1943 läuft I-29 aus Singapur aus. Neben der enormen Ladung und der eigentlichen Mannschaft, befinden sich noch 16 weitere Passagiere an Bord. Die Enge an Bord muß extrem gewesen sein, ...

Hier im Forum kam vor einigen Monaten mal etwas über die sogenannte "Schräge Musik" der deutschen Nachtjagd und deren Pendant der Japaner. Auch der Austausch über diese Techniken erfolgte mittels der eingereichteten Pendel-U-Boote.

Zitat
23 December 1943:
Early in the morning, I-29 refuels from small German supply ship BOGOTA. She takes on 120-tons of diesel oil in six hours and some food. This is the only refueling I-29 undertakes during her journey to France.

Am 23. Dezember 1943 wird das japanische U-Boot vom deutschen Versorgungsschiff "Bogota" mit Treibstoff versorgt.

Zitat
8 January 1944:
I-29 passes S of Madagascar. That same day, Allied special intelligence codebreakers decipher a signal that indicates I-29 will be at 39S, 42E on 11 January.

Am 8. Januar 1944 ist das Boot auf Höhe südlich von Madagaskar.

Zitat
16 January 1944:
I-29 rounds the Cape of Good Hope and enters the Atlantic.

Am 16. Januar 1944 wird das Kap der Guten Hoffnung passiert und die Überfahrt in den Atlantik vollzogen.

Zitat
12 February 1944:
I-29 makes a rendezvous with Oberleutnant Hans-Werner Offermann's U-518 SW of the Azores. I-29 takes aboard three German technicians who install a new FuMB 7 "Naxos" radar detector on her bridge. Then the U-518 detaches for the Caribbean.

Am 12. Februar 1944 kommt es zu einem vorher über Funk verabredeten Treffen mit dem deutschen Boot U-518. Die Deutschen installieren an Bord von I-29 das neue Naxos-Radarsystem.

Zitat
13 February 1944:
I-29 refuels from Oberleutnant Bruno Studt's U-488, a 1,668-ton surface displacement "Milchkuh" (Milk Cow). She is spotted by a RAF patrol plane but manages to escape.

Am 13. Februar 1944 wird I-29 noch einmal durch die Milchkuh U-488 aufgetankt.

Zitat
4 March 1944:
At night, off Cape Finisterre. The surfaced I-29 is illuminated by a patrol plane carrying a "Leigh Light" but manages to escape unharmed.

Am 4. März 1944 wird Kap Finisterre passiert.

Zitat
9 March 1944:
I-29 enters the Bay of Biscay. She arrives too early and spends the night at the bottom.

Am 9. März 1944 ist die Bucht der Biskaya erreicht, jedoch einen Tag früher als festgelegt. Daher legt sich das japanische Boot die Nacht über auf Grund.

Zitat
10 March 1944:
In the morning, I-29 rendezvouses with five Junkers 88C-6 escorts. In the afternoon, German destroyers Z-23 and ZH-1 and torpedo boats T-27 and T-29 arrive. They instruct Cdr Kinashi not to dive in case of an air attack. and escort the I-29 towards Lorient.

Allied communications-intelligence learns I-29's route and schedule. Four RAF de Havilland "Mosquito" FB.XVIIIs from No. 248 Squadron, escorting two Special Detachment "Tsetse" Mosquitoes armed with 57-mm cannon, are sent to attack the submarine and its escorts. The RAF finds the ships off Cape Penas being circled by eight Junkers Ju-88C-6s from Zerstörergeschwader ZG 1 at Cazaux. The Mosquito fighters attempt to draw the German fighters away so that the Tsetses can attack the ships. The fighters succeed in downing one Ju-88C-6, flown by the German flight leader. I-29 is undamaged in the action.

After 1700, I-29 and her escorts are attacked by more than ten Allied aircraft, including RAF Bristol "Beaufighter" flak suppressors and Consolidated B-24 "Liberator" bombers, but all bombs aimed at I-29 miss.

Am darauffolgenden 10. März 1944 wird das japanische U-Boot von der deutschen Kriegsmarine empfangen. Eine Eskorte, bestehend aus zwei Zerstörern, zwei Torpedobooten und einem kleinen Luftschirm soll das Boot sicher nach Lorient geleiten.

Die Briten ihrerseits versuchen das Boot zumindest anzugreifen. Hier fasse ich mich mal kurz, ...

Zitat
11 March-15 April 1944:
The I-29 arrives safely at Lorient. She anchors next to Kapitänleutnant Max Wintermeyer's U-190. The U-boat's crew cheers and waves welcoming greetings to I-29's crewmen on parade in their dress uniforms on her deck. Later, I-29 is berthed in one of Lorient's massive Keroman bunkers.

Lorient is the home of the 2nd U-Flotille "Saltzwedel" commanded by Knight's Cross winner Fregattenkapitän (later Kapitän zur See) Ernst Kals (former CO of U-130) and the 10th U-Flotille commanded by Knight's Cross winner Korvettenkapitän (later Konteradmiral, Bundesmarine) Günter Kuhnke (former CO of U-28). The German submariners entertain I-29's officers at a dockside bar at Lorient. The bar's low ceiling rafters are covered with the carved signatures of U-boat officers. I-29's Chief Engineering Officer Lt Taguchi Hiroshi, her Chief Navigation Officer Lt Otani Hideo and several other of I-29's officers carve their signatures into the rafters.

Later, the Germans host I-29's entire crew in their luxurious Château de Trévarez that overlooks the small town of Châteauneuf-de-Faou. Cdr Kinashi and I-29's crew are well fed, engage in competitive sports and party with their German counterparts. The Kriegsmarine arranges a train trip to Paris for I-29's crew. One of their sightseeing stops is at the Palais de Chaillot that houses the French Maritime Museum and overlooks the Eiffel Tower.

Am 11. März 1944 läuft I-29 unbeschadet in Lorient ein. Der Aufenthalt der Japaner dauert rund ein Moment, und ihnen wird scheinbar auch allerhand geboten, inklusive einer Fahrt nach Paris, ...  ;D

Zitat
Cdr Kinashi travels to Berlin. Adolf Hitler presents him with the Iron Cross, 2nd Class for sinking the USS WASP.

Kinashi reist in dieser Zeit nach Berlin, wo er von Hitler empfangen wird und von diesem mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet wird. Diese Verleihung erfolgte als Anerkennung für die Versenkung des amerikanischen Flugzeugträgers "USS Wasp".

(Damit man dies einordnen kann, hatte ich vorhin den kleinen Umweg über die einleitende Bio von Kinashi gemacht. Seine Erfolge bei Guadalcanal brachten ihm somit nicht nur die Audienz bei seinem Kaiser Hirohito, sondern auch die Einladung nach Berlin zu Hitler ein.)

Zitat
Meanwhile during her stay, four Japanese Type 96 25-mm AA guns are removed from the I-29 and replaced by a German 37-mm Krupp AA gun and one quad 20-mm Mauser 'Flakvierling'. I-29 embarks 18 passengers (including four Germans) and takes on an HWK 509A-1 rocket motor used on the Me-163 "Komet" interceptor and a Jumo 004B engine used on the Me-262 jet fighter.

In der Zwischenzeit wird I-29 für die lange Rückreise vorbereitet und wieder mit allerhand deutschen Rüstungsgütern und Unterlagen beladen.

Zitat
16 April 1944:
I-29 departs Lorient, escorted by seven M-class minesweepers. She carries drawings of the Isotta-Fraschini torpedo boat engine, a V-1 "buzz bomb" fuselage, TMC acoustic mines, bauxite and mercury-radium amalgam.

Technical Cdr Iwaya Eiichi carries blueprints of Messerschmitt Me-163 "Komet" rocket interceptor and Me-262 jet fighter and Captain Matsui is in possession of plans for rocket launch accelerators. The officers also carry plans for a glider bomb and radar equipment. Twenty "Enigma" coding machines are included in the cargo.

Am 16. April 1944 läuft I-29 wieder aus Lorient aus. An Bord befinden sich dieses Mal allein wiederum 20 "Enigma"-Maschinen.

Zitat
11 June 1944:
South Atlantic. I-29 and I-52, the next "Yanagi" submarine enroute to Lorient, pass each other. The submarines do not communicate, but Cdr Kinashi picks up some German radio traffic addressed to the I-52.

Am 11. Juni 1944 begegnen sich im Süd-Atlantik das nach Japan zurückfahrende I-29 und das inzwischen fünfte auf die Reise nach Europa geschickte Boot I-52, ohne daß sich jedoch beide Kommandanten miteinander austauschen.

Zitat
29 June 1944:
I-29 enters the Indian Ocean.

Am 29. Juni 1944 hat I-29 wieder den Indischen Ozean erreicht.

Zitat
14 July 1944:
I-29 transits the Straits of Malacca and arrives safely at Singapore at 1030. I-29's passengers, including Iwaya and Matsui, disembark at Singapore with their plans and documents and proceed by air to Japan, but most of the German scientific cargo remains aboard.

Am 14. Juli 1944 läuft I-29 in den Hafen von Singapur ein. Die Passagier verlassen das Boot und wollen die Reise nach Japan mit dem Flugzeug fortsetzen. Die Unterlagen und Dokumente nehmen sie mit. Die materiellen Rüstungsgüter verbleiben an Bord.

Zitat
15 July 1944:
Allied codebreakers intercept a signal that indicates the I-29 arrived at Singapore the previous day. Soon thereafter, Allied communications-intelligence intercepts a message to Tokyo from Berlin that details the I-29's strategic cargo.

20 July 1944:
I-29 transmits its detailed itinerary to Japan. The U.S. Navy's Fleet Radio Unit, Pacific's (FRUPAC) communications-intelligence at Hawaii intercepts and deciphers the message. FRUPAC alerts CINCPAC of I-29's planned route and schedule from Singapore to Japan. COMSUBPAC sends an "Ultra" signal to Cdr W. D. Wilkins' wolfpack ("Wilkin's Wildcats") consisting of Wilkins' USS TILEFISH (SS-307), ROCK (SS-274) and SAWFISH (SS-276) to intercept I-29 in the Luzon Strait.

22 July 1944:
At 0800, I-29 departs Singapore for Kure with ten cadets of the submarine and navigation schools embarked.

Am 22. Juli 1944 läuft I-29 wieder aus Singapur aus, um das japanische Kure anzulaufen. Die Allierten haben jedoch inzwischen vom Boot und vor allem auch von der Ladung erfahren.

Hier mache ich es wieder kurz. Die Jagd auf I-29 war letztendlich erfolgreich. Am 26. Juli 1944 wurde es vom amerikanischen U-Boot "Sawfish" versenkt. Die für Japan so wichtigen Rüstungsgüter gehen verloren.

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Re:Japanische U-Boote in Europa
« Antwort #19 am: 18.06.10 (18:49) »
Im letzten Beitrag hatte ich I-52 bereits erwähnt. Dieses Boot war das letzte japanische U-Boot, welches nach Europa entsandt wurde.

Als Quelle nutze ich wiederum:

http://www.combinedfleet.com/I-52.htm

Zitat
10 March 1944:
I-52 is reassigned to SubRon 8, SubDiv 11, Sixth Fleet at Penang, Malaya. She departs Kure via Sasebo for Singapore on a Yanagi mission according to standing Taikai Order No. 322. [1]

I-52 carries strategic metals including 9.8-tons of molybdenum, 11-tons of tungsten, 2.2-tons of gold in 146 bars packed in 49 metal boxes and 3-tons of opium and some caffeine. The gold is to be used to purchase German optical technologies. I-52 also carries 14 passengers including engineers and technicians from Nihon Kogaku K.K. who are to study German AAA gun sights and from the Denki K. K. and the Mitsubishi Instrument Company who are to study German AAA directors. Another engineer aboard is to study Daimler Benz's techniques for building engines for torpedo boats.

Ausgangspunkt für diese erneute Langstreckenfahrt ist wiederum Singapur.

Zitat
April 1944:
I-52 arrives at Singapore and loads 120-tons of tin in ingots, 59.8-tons of caoutchouc (raw rubber) in bales and 3.3-tons of quinine.

Auch dieses Boot wird wieder mit einer enormen Ladung versehen.

Zitat
23 April 1944:
1-52 sorties from Singapore via the Sunda Strait for the Indian Ocean to attempt a passage around Cape Horn, Africa, enroute to the German U-boat base at Lorient, France. I-52, code-named "Momi" (Evergreen), is the fifth IJN submarine to attempt such a passage to France. Cdr Uno travels submerged during the day and surfaces at night to charge I-52's batteries.

Am 23. April 1944 läuft I-52 aus Singapur aus und steuert durch den Indischen Ozean das Kap der Guten Hoffnung an, Zielhafen soll das französische Lorient sein. I-52 ist das fünfte japanische U-Boot, welches eine derartige Reise antritt.

Zitat
15 May 1944:
After passing the Cape of Good Hope and entering the Atlantic, Cdr Uno sends his first message to the Germans. By this time in the war, the British and Americans have broken both Germany and Japan's military codes. Allied intelligence intercepts and deciphers Uno's reports to Tokyo and Berlin including his daily noon position reports. When the I-52 enters the Atlantic, the code-breakers relay her position and predicted route to an American Navy task force.

Das Kap wird am 15. Mai 1944 passiert. Im Atlantik angekommen, gibt der Kommandant von I-52 eine erste Nachricht Richtung Deutschland ab, dies wird ihm später zum Verhängnis werden. Die Codes, sowohl der Japaner als auch der Deutschen, werden auf alliierter Seite bereits mitgelesen. Die Position von I-52 ist nunmehr bekannt.

Zitat
6 June 1944:
Berlin. Rear Admiral Kojima Hideo (former CO of KASHII), the Naval Attache, signals Tokyo and I-52. He indicates that the Allies have landed at Normandy. Kojima notes that arrival at Lorient will be dangerous and, depending on the situation, I-52 may have to proceed to Norway. He further instructs the Captain of the Momi to rendezvous on 22 June with a U-boat at 2115 (GMT) at 15N, 40W.

Kojima indicates that on 6 June I-52's position is approximately 35N, 23W. The radio transmission is intercepted, decoded and passed by special- intelligence "Ultra" signals to an American ASW group operating near the Azores.

Am 6. Juni 1944 waren die Alliierten in der Normandie gelandet. Diese Vorgänge werden auch I-52 mitgeteilt. Als Ausweichziel wird statt Lorient Norwegen in Erwägung gezogen.

Zitat
16 June 1944:
Off Western Africa. I-52 sends a coded transmission that her position is 10N, 31W and she is making 11 knots.

Am 16. Juni 1944 sendet I-52 westlich von Afrika erneut seine Standortposition.

Zitat
22 June 1944:
850 miles W of the Cape Verde Islands. At 2115, I-52 makes a rendezvous with Kapitanleutnant Kurt Lange's U-530 that departed Lorient on 22 May 1944 for Trinidad, West Indies.

I-52 takes Leutnant Schafer aboard to help navigate the end-leg of the journey. I-52 also takes aboard two radio operators, Petty Officers Schulze and Behrendt and a Naxos FuMB 7 radar detector. The Naxos is to be installed and operational by the time I-52 reaches European waters. The exchange goes well except the radar detector falls into the sea, but a Japanese seaman jumps in and retrieves it.

U-530 is detached and heads for Trinidad.

Am 22. Juni 1944 kommt es 850 Meilen westlich der Kap Verden zu einem Zusammentreffen zwischen I-52 und dem deutschen U-530. I-52 übernimmt zwei deutsche Funker und ein Naxos-Gerät.

Zitat
23 June 1944:
850 miles W of the Cape Verde Islands. I-52 is running on the surface at night in bad weather at 15 knots. About 2340, a Grumman TBF "Avenger" torpedo bomber of VC-69 from Captain A. B. Vosseller's escort carrier USS BOGUE (CVE-9) piloted by LtCdr Jesse D. Taylor picks up the I-52 on radar. Taylor drops flares that illuminate the huge 2,564-ton Type C3 submarine on the surface making about 12 knots. He drops two 354-pound Mark 54 depth bombs, but I-52 dives and successfully evades his attack.

Taylor and his crew lay sonobuoys over a square mile of sea and track the submarine. Within minutes, the Avenger's crew can hear clearly I-52's propellers in their headsets. Taylor maneuvers into position and drops a new top secret Mark 24 "Fido" acoustic homing torpedo. After a long wait, Taylor's crew hears a loud explosion.

Nur einen Tag später, am 23. Juni 1944 haben die alliierten Suchkommandos I-52 gefunden. Das Boot wird aus der Luft angegriffen, kann einem ersten Angriff noch überstehen, wird bei einem zweiten jedoch beschädigt.

Zitat
24 June 1944:
Another Avenger, piloted by Lt William D. Gordon, arrives and drops more sonobuoys. They pick up the sounds of the damaged submarine's propellers. At about 0100, Gordon drops another Fido that finds the submarine. Gordon and his crew hear the submarine breaking up underwater. I-52 sinks with all 95 crewmen, 14 passengers and the three German sailors near 15-16N, 39-55W.

Am 24. Juni 1944 wird I-52 erneut angegriffen und versenkt. Das Boot geht mit der kompletten Ladung und allen an Bord befindlichen Personen unter.

Zitat
30 July 1944:
A coded signal is received that indicates the I-52 is 36 hours from port. Later, it is determined that the signal is false, perhaps a ruse by the British.

Am 30. Juli 1944 wird ein Funksignal aufgefangen, welches I-52 zugeschrieben wird. Darin gibt das Boot an, es sei nur noch rund 36 von seinem Zielhafen entfernt. Es liegt die Vermutung nahe, daß die Briten eine Falschmeldung in die Welt gesetzt haben.

Zitat
1-4 August 1944:
Lorient. I-52's planned arrival date passes. A German ship stands by in vain waiting to escort I-52. Diplomats are scheduled to return to Japan aboard I-52. At dockside, 35 to 40-tons of secret documents and drawings and strategic cargo await loading for I-52's return trip to Japan: T-5 acoustic torpedoes, a Jumo 213-A motor used on the long-nosed FW-190D, radars, vacuum tubes, ball bearings, bombsights, chemicals, alloy steel, optical glass and 1,000-lbs of uranium oxide. The Germans also intended to equip the I-52 with a snorkel.

Somit wird alles für den Empfang des japanischen Bootes vorbereitet, ... nur dieses Mal wartet man umsonst.

Es ist jedoch wiederum sehr interessant, was man den Japanern für die Rückreise alles mit an Bord geben wollte, sogar mit einem Schnorchel sollte das japanische U-Boot ausgerüstet werden.

Zitat
8 August 1944:
Berlin. Rear Admiral Kojima radios in the blind to I-52 that since the Allied landings at Normandy in June, arrival at Lorient is too dangerous and directs I-52 to proceed to Norway .

Am 8. August 1944 ist I-52 noch immer nicht in Lorient eingelaufen. Der japanische Admiral in Berlin funkt daher, daß es aufgrund der alliierten Landung in der Normandie eh zu gefährlich sei, und das Boot Norwegen anlaufen soll.

Seit der Versenkung von I-52 waren rund 6 Wochen vergangen.

Zitat
30 August 1944:
The Kriegsmarine officially declares I-52 as presumed sunk in the Bay of Biscay as of 25 Jul 1944 with her crew of 95 and 14 passengers. After the failure of I-52's mission, the Imperial Japanese Navy no longer tries to send its submarines to Europe.

Am 30. August 1944 gibt die deutsche Kriegsmarine I-52 als verloren auf. Aufgrund des Funkspruches vom 25. Juli nimmt man an, das Boot sei in der Biskaya versenkt worden.

Nachdem I-52 sein Ziel hat nicht erreichen können, und sicher auch aufgrund der veränderten Lage auf dem europäischen Kriegsschauplatz, beschließt man in Japan, kein weiteres Boot mehr nach Europa zu schicken.

 

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