Autor Thema: Staatsanwalt will 86-Jährigen wegen SS-Morden anklagen  (Gelesen 9175 mal)

Niwre

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Staatsanwalt will 86-Jährigen wegen SS-Morden anklagen

Zitat
Späte Gerechtigkeit: 63 Jahre nach Kriegsende soll sich ein mutmaßlicher SS-Mörder vor dem Aachener Landgericht verantworten. Gegen den 86-jährigen Heinrich Boere wird laut Staatsanwaltschaft "in Kürze" Anklage erhoben. [...]

"SS-Mord" aha...
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Niwre

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Re: Staatsanwalt will 86-Jährigen wegen SS-Morden anklagen
« Antwort #1 am: 17.04.08 (10:29) »
Der alte Mann, ein Prozess und der Tod

Zitat
Drei unschuldige Menschen hat der SS-Sturmmann Heinrich Boere im Zweiten Weltkrieg ermordet. Unbehelligt von der Justiz lebte der 86-Jährige bislang in einem nordrhein-westfälischen Seniorenheim. Doch jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erhoben. [...]

Zitat
Ende 1940 hatte sich der damals 18-Jährige, wie aus dem Beschluss des OLG Köln hervorgeht, freiwillig zur Waffen-SS gemeldet und fast zwei Jahre lang an der Ostfront gekämpft. 1942 kehrte er in die besetzten Niederlande zurück [...]
???
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Der stille Nachbar von der Waffen-SS
« Antwort #3 am: 31.05.09 (11:26) »
Der stille Nachbar von der Waffen-SS
Zitat
Er ist schon einige Male aufgespürt worden. Journalisten aus den Niederlanden haben seinen Wohnort zuerst entdeckt. Die Spur hat sie über Essen nach Ingolstadt geführt. Genauer gesagt in den Nordwesten, wo es leichtfällt, inmitten der Wohnsilos in der Anonymität zu leben. Hier, in einem der lang gezogenen Blöcke des Piusviertels, lebt Klaas Carel Faber mit seiner Frau. Unbehelligt, obwohl er laut Liste des Simon-Wiesenthal-Zentrums zu den zehn meistgesuchten NS-Kriegsverbrechern zählt.
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GR162

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Re: Der stille Nachbar von der Waffen-SS
« Antwort #4 am: 02.06.09 (18:29) »
In dem Artikel wird vorgeworfen das er schuldig an der Erschiessung von Wiederstandskämpfern ist.

Wenn ich es recht erinnere sind Wiederstandskämpfer die nicht uniformiert sind keine regulären Truppen und somit Guerillas bzw. Terroristen und stehen ausserhalb des Kriegsrechtes.

Somit wäre es "legitim" gewesen Paramilitärs hinzurichten,zumindest zu der damaligen Zeit auch aus Sicht der Alliierten die es nicht anders getan haben.

Ich möchte keine Taten des Mannes gut heißen oder gar rechtfertigen.

Nur müßte man die Tat,auf die nicht näher eingegangen wird mal unter dem rechtlichen Aspekt der damaligen Zeit auch aus Sicht der Gegener betrachten und bewerten.

Ich kenne die genauen Hintergründe nicht und der Artikel gibt nur wenig harte Fakten her.

Man sollte auch mal bedenken das diverse sogenannte Wiederstandskämpfer letzten Endes auch nur Mörder waren und heute teilweise auch noch sind.Wer hinterrücks in Zivil Soldaten ermordet begeht nichts ehrenhaftes auch wenn man es Wiederstandskampf nennt.

Es mag ja ehrenvoll sein für die Freiheit des besetzten Heimatlandes zu kämpfen,aber der Zweck heiligt nicht die Mittel.Ausserdem weil Deutschland den Krieg verloren hat,heißt das nicht automatisch das die Verbrechen des Wiederstandes legitim und "gut" waren.
Natürlich aus der Sicht der Landsleute sind die Wiederstandskämpfer Helden.

Natürlich gibt es kein großes Interesse daran die Taten des Wiederstandes mal etwas genauer zu beleuchten und zu bewerten.
Als Deutscher Journalist etc. könnte man sich das sowieso nicht erlauben da es den üblen Beigeschmack der rechtfertigung deutscher Verbrechen hätte.

Natürlich gab es Kriegsverbrechen und Taten die abscheulich waren,nur sollte man auch nicht zu schnell mit einem Urteil sein nur weil jemand eine SS Uniform getragen hat, muss er nicht automatisch auch ein Verbrecher gegen die Menschlichkeit gewesen sein (natürlich gab es diese Verbrecher reichlich).

Ich hoffe man versteht mich richtig,ich möchte keine Verbrechen wegreden oder gut heißen,aber man sollte alles mal etwas genauer unter die Lupe nehmen und dann erst möglichst neutral nach den Fakten und der damaligen Internationalen Rechtsprechung bewerten.

In der Bibel steht:derjenige der frei von Schuld ist,werfe den ersten Stein

Abgesehen davon ist der im Artikel genannte Mann von der deutschen Justiz freigesprochen worden.Wäre das was die Presse da so nett betreibt nicht sogar rechtlich gesehen Rufmord ?

Ich würde mir eine einfache wertfreie Berichterstattung wünschen,auch bei vielen aktuellen Dingen.

Die Pressefreiheit ist zwar super,aber wo ist die Moral so mancher Journalisten ?

Da wird schnell in der Presse  vor verurteilt und ganze Existenzen werden vernichtet zugunsten einer tollen Auflage.

Juristisch erfochtene Gegendarstellungen werden dann so minimal klein irgendwo abgedruckt das sich am Ende eh nur alle an die Falschmeldungen und Lügen erinnern.

Niwre

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Re: Der stille Nachbar von der Waffen-SS
« Antwort #5 am: 02.06.09 (21:13) »
Wenn ich es recht erinnere sind Wiederstandskämpfer die nicht uniformiert sind keine regulären Truppen und somit Guerillas bzw. Terroristen und stehen ausserhalb des Kriegsrechtes.
Es geht hier nicht um Partisanen. "Antideutsche" Einstellung reichte schon.
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Re: Der stille Nachbar von der Waffen-SS
« Antwort #6 am: 02.06.09 (22:35) »
Ich bezog meine Antwort auf diese Aussage in dem Artikel:

Im Krieg war er demnach an Erschießungen von Widerstandskämpfern beteiligt.

Ein Wiederstandskämpfer ist für mich etwas anderes als jemand mit einer Anti Deutschen Einstellung.

Wiederstandskämpfer habe ich mit Wiederstand mit Waffengewalt gleichgesetzt.

Sicher gibt es auch Wiederstand ohne Gewalt das ist klar.

Laut Artikel setze ich Wiederstand mit bewaffnetem Wiederstand gegen die Besatzer gleich und das sind anders genannt Partisanen die ausserhalb des Kriegsrechtes standen.Wurden auch von den Alliierten hingerichtet.

Hat der besagte Herr denn nun Wiederstandskämpfer/Partisanen erschossen oder harmlose Zivilisten mit anti Deutscher Einstellung ?  Das ist ein nicht gerade unwichtiger Punkt auch wenn klar ist das bei beiden Varianten am Ende der Tod von Personen stand.

Ich denke so einige kennen die Berichte wo Besatzungssoldaten ihre Kameraden am Morgen nach der Wache mit durchschnittener Kehle gefunden haben.
Ist so eine Vorgehensweise weniger verwerflich zumal Armee und regierung kapituliert haben ?

Ist schon klar das die Presse sich das ganze so darstellt wie es passt,es entsteht auf jeden Fall ein gewisser Eindruck(der natürlich gewollt ist) über die genannte Person den man zumindest nicht einfach so schlucken sondern zumindest hinterfragen sollte.

Man sollte generell alles erstmal hinterfragen wenn zu wenig Fakten bekannt sind,

Nicht alles was im Fernsehen gezeigt wird oder in der Zeitung steht ist wahr auch wenn die meisten das denken.

Natürlich ist ein Freispruch vor Gericht durch Mangel an Beweisen noch lange kein Unschuldsbeweis.Die Vorwürfe konnten ja offenbar nicht bewiesen aber auch nicht entkräftet werden.


Niwre

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Re: Der stille Nachbar von der Waffen-SS
« Antwort #7 am: 03.06.09 (10:29) »
Hat der besagte Herr denn nun Wiederstandskämpfer/Partisanen erschossen oder harmlose Zivilisten mit anti Deutscher Einstellung ?

Zitat
In den Niederlanden werden die Fabers mit den so genannten Silbertannenmorden in Verbindung gebracht, der Erschießung von über 50 unbewaffneten Menschen durch die Waffen-SS.

Das waren typische Vergeltungsaktionen. Die Täter konnte man nicht fassen, also nahm man welche, die auffällig wurden (Denunziation reicht auch).
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Re: Der stille Nachbar von der Waffen-SS
« Antwort #8 am: 03.06.09 (11:47) »
Ok,das ist dann diese Typische Aktion 10 Personen aus einem Dorf als Vergeltung für einen umgebrachten Soldaten.

Das ist natürlich ein vollkommen andere Sache als einen aufgegriffenen Partisanen zu erschiessen.

Aber sie werden mit den Morden in Verbindung gebracht ist offensichtlich kein greifbarer Beweis sonst wäre der Herr nicht von einem Deutschen Gericht freigesprochen worden.
Meines Wissens nach gilt jemand dessen Schuld nicht bewiesen wurde immer noch als unschuldig.

Wenn man aber Anschuldigungen erhebt die nicht bewiesen werden können und sogra schonmal ein Freispruch vor Gericht erfolgte,ist das üble nachrede,Verleumdung,Rufmord sowas in der Art.

Ich finde da ist die Schreibweise des Artikels unangemessen und man sollte etwas sachlicher berichten.
Die Art der Schreibweise des Artikels ist eine Vorverurteilung die nicht in Ordnung ist.

Mal ganz allgemein gesprochen ohne näher auf den Herrn einzugehen,was wenn sowas passiert und die betroffene Person wirklich unschuldig ist ?

Vorgestern kam erst im Fernsehen ein Film über Kurt Gerstein der für SS Verbrechen verurteilt wurde,dann aber 20 Jahre später rehabilitiert wurde.

Ich finde die Pressefreiheit sollte etwas sachlicher angewendet werden ohne eine nicht beweisbare Vorverurteilung zu praktizieren.

Mir geht es hier um die bewusst reisserische Schreibweise in der Dinge als Fakten und Wahrheiten dargestellt werden die nicht beweisbar sind.

So eine nicht neutrale unsachliche Berichterstattung fällt für mich unter den Begriff Journaille und nicht unter ordentlichen Journalismus.

Solche Dinge kann man natürlcih auch bei ganz aktuellen Geschehnissen oder Personen etc. erkennen und da ärgert es mich genauso.

Ich möchte korrekt und sachlich informiert werden um mir ein eigenes Bild machen zu können. Abernicht eine vorgefertigte unsachliche Behauptung des Artikel Verfasser präsentiert bekommen.Hat man sowas im Journalismus Studium nicht gelernt ?
Von der Bild ist man ja sowas gewohnt aber bei anderen "seriösen"Zeitungen finde ich es ziemlich daneben.

Niwre

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Re: Der stille Nachbar von der Waffen-SS
« Antwort #9 am: 03.06.09 (11:56) »
Ich finde da ist die Schreibweise des Artikels unangemessen und man sollte etwas sachlicher berichten. Die Art der Schreibweise des Artikels ist eine Vorverurteilung die nicht in Ordnung ist.
Vor allem die Nennung des Namens finde ich bei solchen Themen unangebracht. Wer weiß, welche Spinner da wieder Selbstjustiz üben wollen.
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Re: Der stille Nachbar von der Waffen-SS
« Antwort #10 am: 03.06.09 (12:36) »
Da gebe ich Dir Recht,das ganze birgt nicht nur die Gefahr des Rufmordes sondern auch eine echte Gefahr für Leib und Leben der Person.
Oder noch schlimmer die Adresse wird zum Pilgerort für rechtsgesinnter Zeitgenossen.


Niwre

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Re:Der stille Nachbar von der Waffen-SS
« Antwort #11 am: 28.10.09 (16:35) »
Nach 65 Jahren: Mordprozess gegen SS-Mann
Zitat
Drei Menschen soll der frühere SS-Mann Heinrich Boere während des zweiten Weltkriegs erschossen haben - mehr als sechs Jahrzehnte später muss er sich vor dem Landgericht Aachen verantworten.
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Nomen Nescio

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Re:Der stille Nachbar von der Waffen-SS
« Antwort #12 am: 28.10.09 (21:08) »
Nach 65 Jahren: Mordprozess gegen SS-Mann
Zitat
Drei Menschen soll der frühere SS-Mann Heinrich Boere während des zweiten Weltkriegs erschossen haben - mehr als sechs Jahrzehnte später muss er sich vor dem Landgericht Aachen verantworten.
Zitat
Er bestätigt dem Vorsitzenden Richter auf Nachfrage sein Geburtsdatum und den Geburtsort, auf die Frage nach seiner Staatsangehörigkeit sagt er leise „staatenlos“. Danach hört er meist zu, wendet sich nur selten an seine Verteidiger. In den Sitzungspausen wird der 88-Jährige, der wegen eines Herzleidens nur eingeschränkt belastbar sein soll, medizinisch betreut.

Boere war 1947 aus der Kriegsgefangenschaft nach Eschweiler bei Aachen geflohen, wo er als Bergmann arbeitete. 1949 wurde er in Amsterdam in Abwesenheit zum Tode verurteilt, später wurde die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt. Diese hat der ehemalige SS-Sturmmann nie verbüßt: Die deutsche Justiz lieferte ihn nicht aus, da er mit Eintritt in die Waffen-SS möglicherweise die deutsche Staatsbürgerschaft erworben haben könnte.
Wie ist das möglich? Hat man das denn nie geprüft? Oder war das Absicht?

Niwre

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Re:Staatsanwalt will 86-Jährigen wegen SS-Morden anklagen
« Antwort #13 am: 29.01.10 (11:12) »
Ex-SS-Mann soll in weitere Morde verwickelt sein
Zitat
Drei Zivilisten hat der SS-Mann Heinrich Boere im Zweiten Weltkrieg erschossen, deswegen steht er inzwischen in Aachen vor Gericht. Jetzt erheben die Nebenkläger neue Vorwürfe gegen den 88-Jährigen: Er soll an der Ermordung sieben weiterer Menschen beteiligt gewesen sein.
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