Autor Thema: Japanischer Kannibalsimus  (Gelesen 18506 mal)

Offline waldi44

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Japanischer Kannibalsimus
« am: 11.11.07 (22:41) »
Irgendwo hat mal jemand nach Kannibalismus im 2. WK gefragt. Habe den Thread aber nicht gefunden. Na sei es drum ;)!

Gestern kam im Fernshen ein Beitrag über Kannibalismus unter anderen mit folgendem Beitrag:
"Weitere Fälle von Kannibalismus während des Zweiten Weltkrieges ereigneten sich im Pazifik. 1942 waren 160.000 Japaner auf Papua-Neuguinea stationiert und kämpften dort gegen die Alliierten. Die Japaner wurden von der eigenen Armee nicht mehr mit Nahrung versorgt, und die Nahrungssituation dort spitzte sich rasch zu. Daher wurden zunächst gefallene Australier verspeist. Doch rasch wurden zum Verzehr auch lebende australische Kriegsgefangene getötet, vereinzelt auch japanische Soldaten. Von den japanischen Soldaten überlebten nur rund 10.000. Der japanische Historiker Yuki Tanaka geht heute davon aus, dass der Großteil dieser Überlebenden dem Kannibalismus verfallen sein dürfte. Ähnliche Berichte von japanischen Soldaten sind auf den Philippinen bekannt."

Der stammt zwar von Wiki :http://de.wikipedia.org/wiki/Kannibalismus, umreisst aber in etwa den Beitrag und bestätigt die darin gemachten Behauptungen. Ich ergänze mal aus dem Gedächnis:
Besagter Professor entdeckte in Australien Akten mit dem Vermerk "Japanische Kriegsverbrechen"- Ort, Datum sonst nichts. Es gab viele solcher Akten und das machte ihn neugierig. Auf Verlangen wurden sie ihm dann ausgehändigt. Alles dokumentierte Fälle von japanischem Kannibalismus an Kolonialsoldaten, aber auch Australiern.
Eine Perversität wurde vom Professor aufgedeckt und bestätigt: Man schnitt den Opfern das Fleisch bei lebendigem Leibe vom Körper. Das geschah aber nicht aus perversen Gelüsten, sondern aus der praktischen Erwägung heraus, dass sich das Fleisch an einen "Lebenden" länger essbar halten würde, als an einer Leiche. Haltbarmachen konnte man es anscheinend nicht.
Diese Ereignisse sind das Ergebnis einer völlig verfehlten Strategie der Japaner, die ihre Soldaten mit der berühmten "Hand voll Reis" in den Krieg geschickt haben und ansonsten glaubte, ihre Flotte könne all die Inselstützpunkte ausreichend versorgen. Die Amerikaner machten diesen "Plan" zunichte, indem sie die japanische Handelstonnage fast vollständig auf den Meeresgrund schickten, während die Japer schlussendlich ihre U- Boote als "Versorgungsdampfer" einsetzen mussten!

Offline Ronny22

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #1 am: 12.11.07 (07:28) »
Was aber ein wenig daran stört ist die Sache von wegen bei lebendigem Leib das Fleisch runterschneiden???

Wozu sollte man bei mehr als 10000 Soldaten die "Gefangenen" am Leben lassen, damit das Fleisch haltbar bleibt?

Ich denke es gab genug "Abnehmer" für die "Nahrung".... da brauchte ja nichts haltbar bleiben.   :-X


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Offline waldi44

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #2 am: 12.11.07 (10:42) »
Habe mir auch meine Gedanken gerade DAZU gemacht. Wenn ich den Bericht aber richtig verstanden habe, hab kamen auch Zeitzeugen zu Wort, die das bestätigten. Ich weiss nicht, inwieweit die Japaner auf der Insel überhaupt als geschlossener Truppenkörper agierten. Die Insel ist Gebirgig mit tropischen Dschungel bedeckt. Wer weiss, was da im Wald oder abgelöegenen Tälern alles passierte.
Fakt ist, dass im Dschungel ein toter Mensch sicher nach nur wenigen Stunden nicht mehr "geniessbar" sein dürfte. An einen "nur angeknabberten" kann man am nächsten Tag "weiternagen"! Für die Wahrheit der Behauptung verbürge ich mich allerdings nicht und nur weil das im Fernsehen kam und der Professor ein Buch darüber geschrieben hat, muss es nicht zwangsläufig wahr sein - kann es aber!

Mario

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #3 am: 13.11.07 (10:29) »
Ich kann mich irren, aber: Will uns der Treadautor mit dem Titel irgendetwas sagen ;D  ???  ;D

In diesem Sinne
Tschaudi

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #4 am: 13.11.07 (10:55) »
Du meinst bestimmte Rezepte ??

Offline steffen04

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #5 am: 13.11.07 (15:51) »
Du meinst bestimmte Rezepte ??

Ich find keins für Balsi-Mus in meinen Kochbüchern. Auch nicht unter Kanni-Balsi-Mus. Wahrscheinlich muss man einen Balsi schön weichkochen, salzen (nicht zuviel!!), Pfeffer, Piment, ne Spur Koriander und Ingwer damit´s japanisch schmeckt und dann mit dem Pürierstab hinterher bis er schön sämig kommt. Vorher ausbeinen nicht vergessen!! Und Gallenblase raus, sonst scheckt der zarteste Balsi gallenbitter.


Offline steffen04

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #6 am: 13.11.07 (16:08) »
Was aktuelleres aus Al Venters "War Dogs - The Modern Mercenary in Combat" (frei übersetzt):

"Als MacKenzie (ein amerikanischer Söldner, der1994  in Sierra Leone für GSG einen Einsatz leitete) tot war, rissen sie ihm das Herz heraus und assen es roh. Das kann als ein Tribut an einen tapferen Mann gelten. Die Gruppe kochte ihn dann und aß Teile von ihm, inclusive seiner Handinnenflächen. Dem Bericht der Nonnen (Geiseln) zufolge, gestalteten Juju-Priester die Zeremonie während Trommeln Botschaften über die Hügel zu den naheliegenden Dörfern sandten. Es war ein makabres, furchterweckendes Ritual."



Das Buch ist übrigens empfehlenswert für alle, die sich im kalten Winter nicht mit dem noch kälteren Russlandfeldzug beschäftigen wollen. Al Venter ist ein Jane´s-Redakteur, Afrika und Söldner-Experte. Im Buch geht´s um die vorletzte Söldner-Generation, Executive Outcomes und Zeitgenossen, die späteren amerikanischen Companies wie Blackwater werden nur im Ausblick behandelt. Auch ein netter Rückblick auf die alten Kongo-Affreuses incl. Siegfried Kongo-Müller mit seinem EK.

Offline Ronny22

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #7 am: 13.11.07 (18:56) »
Habe mir auch meine Gedanken gerade DAZU gemacht. Wenn ich den Bericht aber richtig verstanden habe, hab kamen auch Zeitzeugen zu Wort, die das bestätigten. Ich weiss nicht, inwieweit die Japaner auf der Insel überhaupt als geschlossener Truppenkörper agierten. Die Insel ist Gebirgig mit tropischen Dschungel bedeckt. Wer weiss, was da im Wald oder abgelöegenen Tälern alles passierte.
Fakt ist, dass im Dschungel ein toter Mensch sicher nach nur wenigen Stunden nicht mehr "geniessbar" sein dürfte. An einen "nur angeknabberten" kann man am nächsten Tag "weiternagen"! Für die Wahrheit der Behauptung verbürge ich mich allerdings nicht und nur weil das im Fernsehen kam und der Professor ein Buch darüber geschrieben hat, muss es nicht zwangsläufig wahr sein - kann es aber!

Ich habe vor einiger Zeit mal Fotos von einer Hinrichtung aus dem China der Jahrhundertwende gesehen. Bei der das Opfer, zu Tode "geschnitten" wurde. Also bei lebendigem Leib über Tage zerstückelt und die arme Seele musste dabei solange wie möglich am Leben bleiben, sonst wärs dem Henker genauso ergangen.

Da mir das daher alles sehr ähnlich klingt, könnten hier auch 2 Tatsachen zu einer verwoben sein. Und grade amerikanische Autoren neigen dazu, den japanischen Soldaten des 2.Weltkriegs zu "vertieren" um den amerikanischen Umgang mit ihrem asiatischen Gegner zu verharmlosen.

Das es diesen Kanibalismus gab denke ich ist unbestritten, aber die Steigerung durch diese Geschichte halte ich für überzogen.
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oberfeldmaus

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #8 am: 22.11.07 (09:06) »
musste mich jetzt echt vor ekel überwinden das bild nochmal zu suchen aber ich will es euch nicht vorenthalten und zu o.g. post mal die quelle angeben:

[--]

zu finden auf

http://www.thenausea.com/

@[Niwre]Edit: Bild entfernt
« Letzte Änderung: 23.11.07 (08:53) von Niwre »

Offline Ronny22

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #9 am: 22.11.07 (23:01) »
@oberfeldmaus

Exakt......grausam wozu Menschen fähig sind....und sich noch Schaulustige dazu finden.

Soweit ich mich noch erinnere, war der Grund dafür das der Delinquent ein Mitglied des Kaiserhofes vergiftet hat, oder es zumindest versucht hat.

Ohne darauf einzugehen wer die Hintermänner der Tat waren......nur die arme Sau die es ausführen sollte musste dafür grausam bezahlen.  :-X
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Offline waldi44

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #10 am: 23.11.07 (11:58) »
Nun weiss ich leider nicht, um welches der vielen Bilder es sich konkret handelt, aber lange suchen muss man nicht, will man mit eigenen Augen sehen, wozu Menschen fähig sind. Mitunter stellt sich aber auch die Frage nach dem Warum. Reine Mordlust? Lust am Quälen? Ausleben perverser Wesenszüge oder steckt in mancher Brutalität doch ein  tieferer Sinn.
Was kann sinnvoller sein Menschen zu töten und zu essen, als das eigene Überleben zu sichern. In sofern mache ich zB. den Japanern diesbezüglich keine Vorwürfe, zumal gerade wir Deutschen und das meine ich OHNE erhobenen Zeigefinger, in der Zeit des Nationalsozialismus gezeigt haben, dass es ausser Gründe des Überlebenskampfes, noch viele andere gibt, Menschen zu Foltern und zu töten. Mit dem anschliessenden Aufessen hatten es die Nazis da wohl weniger eilig ::)!
Dennoch finde ich es schon pervers, wie die Japaner kämpften und welche Mittel sie mitunter benutzen. Daran aber sieht man, was jahrhundertelange Tradition bei entsprechender "Gehirnwäsche" und dieser waren japanische Soldaten permanent ausgesetzt, bewirken kann. Statt zu kapitulieren ass man lieber seine Gegner auf oder beging Harakiri, wobei letzteres eher einer heren militärischen Tradition entsprach und einem tapferen Krieger würdig war, als das unter Naturvölkern weit verbreitete Ritual des Verzehrs des besiegten Feindes, um an seine geistigen und körperlichen Kräfte zu gelangen. So viele Feinde gab es aber für die Japer gar nicht und wenn doch, so konnte kein Mensch, auch kein Japaner, jemals so viel essen, um das vorhandene Defizit auf diese Weise auszugleichen ;)!

Offline Ronny22

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #11 am: 25.11.07 (18:50) »
@[Niwre]Edit: Bild entfernt

Danke!!!  ;)

Das Bild ist einfach zu hart!!!!!!


Statt zu kapitulieren ass man lieber seine Gegner auf oder beging Harakiri, wobei letzteres eher einer heren militärischen Tradition entsprach und einem tapferen Krieger würdig war....

Das Wort Harikiri ist mehr eine Erfindung des Westens und auch eher eine Herabsetzung des rituellen Aktes der Selbsttötung.....es heisst Seppuku  ;)

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #12 am: 26.11.07 (15:58) »
Falsch Ronny ... beide Begriffe sind japanisch und bezeichnen im Prinzip den selben Vorgang. Der Begriff Harakiri den "technischen" Teil ... Harakiri heißt soviel wie die Mitte zerstören (von mir aus übersetz es auch mit Bauch aufschlitzen) und Seppuku ist die Bezeichnung dieses rituellen Selbstmordes, als "stilvolle" Form der Selbstentleibung. Du hast aber insofern Recht daß im japanischen meist die ehrenvolle Bezeichnung Sepppuku für dieses Ritual benutzt wird.

Offline Ronny22

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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #13 am: 30.11.07 (19:26) »
Falsch Ronny ... beide Begriffe sind japanisch und bezeichnen im Prinzip den selben Vorgang. Der Begriff Harakiri den "technischen" Teil ... Harakiri heißt soviel wie die Mitte zerstören (von mir aus übersetz es auch mit Bauch aufschlitzen)...

Ok.

Aber ich denke mit "die Mitte zerstören" ist dann eher das freisetzen der Seele gemeint, die ja nach dem Budo im Unterbauch wohnt.  ;)
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Re: Japanischer Kannibalsimus
« Antwort #14 am: 05.12.07 (21:33) »
@waldi

unterschätze den selbsterhaltungstrieb nicht, kennst doch die geschichte mit der fusballmanschaft die in den anden abgestürzt ist und sich aufgegessen hat.

bevor ich draufgehe würde ich auch ALLES tun um zu überleben und dann muss es halt sein! Wer behauptet lieber zu sterben ist entwerde ziemlich dumm oder er lügt.

mfg

 

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