Autor Thema: reichserbhöfe  (Gelesen 10399 mal)

Jan-Hendrik

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Re: reichserbhöfe
« Antwort #15 am: 24.07.08 (11:57) »
Zitat
Ähnliches wäre dem kleinen Bauern mit Sicherheit über kurz oder lang auch im 3. Reich wiederfahren.

Von einem Plan zur Kelloktivierung des Agrarlandes habe ich bei der NSDAP bisher nichts lesen können...

Jan-Hendrik

steffen04

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Re: reichserbhöfe
« Antwort #16 am: 24.07.08 (14:40) »
Keine Kollektivierung, eher das Gegenteil. Die kleinen Höfe, die wirtschaftlich nicht lebensfähig waren und eh Nebenerwerbshöfe waren, erfuhren nur keinen Schutz durch das Erbhofgesetz. Eine Veräusserung an grössere, leistungsfähigere Betriebe war erwünscht und sollte nicht behindert werden. Was absolut vernünftig ist. Zwang zur Betriebsaufgabe gab es systematisch nicht, zumindest hier in Südwestdeutschland sind die durch die Realteilung entstandenen Kleinbetriebe erhalten geblieben.

Das die großen Güter im Osten bis Kriegsende erhalten blieben und nicht in grossem Stil aufgeteilt wurden, ist m.E. allgemein bekannt. Die Rittergüter ("kein Bauernland in Junkerhand" oder so ähnlich) wurden erst durch die Sowjets enteignet. Übrigens Bestandteil des 2+4 Vertrags zur deutschen Wiedervereinigung, diese Verstaatlichungen sollen nicht rückgängig gemacht werden dürfen. Falls nötig und gewünscht kann ich, besser sicher noch Waldi, ein paar Quellen raussuchen.