Autor Thema: Von der Tat bis zur Verleihung  (Gelesen 12282 mal)

IM

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #30 am: 10.03.07 (21:20) »
Noch mal ein kurzes Wort zu Wittmann. Er war alles anderes als propaganda-technisch gut verwertbar. Er selbst lehnte den Rummel um seine Person völlig ab !!

Nach der Schwerter-Verleihung bot man ihm an, erst einmal in der Heimat zu bleiben und eine Propaganda-Rundreise zu machen. Wittmann wollte dies absolut nicht und wollte unbedingt zurück an die Front. Kurz darauf war er tot, ...

Hardy

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #31 am: 11.03.07 (14:20) »


@ Jan-Hendrik
Zitat
Kann nur jedem empfehlen , der mal etwas Einblick in diese verwirrende Materie bekommen möchte , sich mal mit Herrn Scherzer in Verbindung zu setzen . Wenn man einen Tag erwischt , an dem er Zeit hat setzt der Dir das auf den Punkt auseinander , und ja : auf dem Gebiet , obwohls für ihn nur ein "Nebenkriegsschauplatz" ist , reicht ihm hierzulande keiner das Wasser

Wieder mal ein super Tipp, gestern angemailt heute Morgen kam die fundierte , präzise und einleuchtende Antwort!

Ich bin mir  auch sehr sicher  zu wissen wofür er das DKiG bekommen hat, es puzzelt sich alles so langsam zusammen

Zitat
Zu klären wäre noch wie wurden die Tapferkeitstaten für das DKiG protokolliert? Strichliste? Einträge in Divisions / Regimentsbücher?

Das war noch offen aber das hab ich mir jetzt mal nach der durchsicht von Byron KTB Seiten zur 50. I.D. selbst beantwortet, da werden ja die
Tapferkeitstaten der einzelnen Personen  genannt bzw. protokolliert, aber wann war es dann so weit für das DKiG?

Zitat
Oder vielleicht doch noch eine persönlich Sache,kann man die Anzahl der Nahkampftage heute noch nachvollziehen

Hat da noch jemand eine Antwort für mich?


IM

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #32 am: 11.03.07 (14:23) »
Die Anzahl der Nahkampftage wurden ins Soldbuch eingetragen.

Hatte man genügend für die Verleihung einer Nahkampfspange wurden diese dann noch einmal einzeln im Antrag aufgeführt.

Hardy

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #33 am: 11.03.07 (14:43) »
Hm, das liegt leider unverständlicher weise nicht mehr vor, wurde das einem eigentlich abgenommen wenn man in Kriegsgefangenschaft kam?

Andere Möglichkeit die Anzahl der Nahkampftage zu erfahren gibt es nicht?

Grüße

Jan

IM

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #34 am: 11.03.07 (14:46) »
Letzte Möglichkeit wäre da die Personalakte, dort könnten ebenfalls solche Einträge zu finden seien.

Es kam sicher darauf an, in wessen Hände man in Gefangenschaft geriet, ...

Jan-Hendrik

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #35 am: 11.03.07 (14:50) »
Zitat
Wieder mal ein super Tipp, gestern angemailt heute Morgen kam die fundierte , präzise und einleuchtende Antwort!

Sag ich doch  ;)

Jan-Hendrik

Hardy

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #36 am: 11.03.07 (15:02) »

@ IM das wären dann die Briten in Lüneburg gewesen, haben die einem eigentlich auch die Auszeichnungen abgenommen?

Ich denke die höher ausgezeichneten die den Russen in die Hände gefallen sind haben die selbst abgenommen sonst hätten die doch
arge Probleme bekommen, oder?

Personalakte wäre dann WAST, aber ist nicht sicher das es dort drinsteht, oder?

@ Jan-Hendrik
wenn nur auch die WAST, Freiburg und das Krankenbuchlager so schnell und präzise wären..........wie Herr Scherzer
lohnt es sich für mich sein Buch über die DKiG Träger zu kaufen, unter dem Aspekt das mein Opa drinsteht?

Jan-Hendrik

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #37 am: 11.03.07 (15:04) »
Die Tommies haben auch geklaut wie die Raben , aber im Normalfall habense den Leuten nach der Gefangennahme wenigstens dat Soldbuch gelassen .

Zum Buch : kann ich Dir nicht sagen da es ja noch nicht veröffentlicht ist  ;)

Jan-Hendrik

IM

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #38 am: 11.03.07 (15:06) »
Tja, wenn es so einfach wäre, ... Leider weiß man nie, wo etwas liegt und ob überhaupt noch etwas zur jeweiligen Person erhalten geblieben ist. Dazu kommt, daß ich mir sicher bin, daß eine Auskunft "Da gibt es nichts mehr" auch nicht unbedingt zutreffend sein muß.

Die Auszeichnungen wurden einem immer als erstes abgenommen, egal in wessen Hände man geriet. Die Auszeichnungen vor der Gefangenschaft abzulegen, half sicher manchmal die ersten Tage zu überstehen, sprich dem Siegesrausch zu entgehen. Sogar die Russen wußten später aber alles über ihre Gefangenen, ...

Hardy

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #39 am: 11.03.07 (15:27) »
@ IM bekam man die Auszeichnungen später wieder zurück?

Zitat
.......eine Auskunft "Da gibt es nichts mehr" auch nicht unbedingt zutreffend sein muß

Du meinst eine solche Auskunft von den Behörden, sollte man nicht unbedingt akzeptieren?

Also zumindest sein EKI hat den Krieg überdauert, das hat er leider vor meiner Geburt einem meiner Cousins zum Geburtstag geschenkt!!!!!
Warum auch immer, ich hab ihm zu Lebzeiten schon meine Meinung zu gesagt, hätte ruhig mal auf mich warten können! :)

Mein Cousin ist leider einen Monat nach meinem Großvater im Alter von 40 Jahren verstorben, sein Vater übrigens 2 Wochen nach meinem Opa, war ein komisches Jahresende damals  93 für die Familie und ich bin mir sicher das er das einfach  verscherbelt hat, Stichwort taxifahrenderlangzeitstudent! (keine wertung!)  :D

@ Jan-Hendrik
Ich dachte es gab bereits Ausgaben, finde im www. Hinweise auf Bücher zu dem Thema von ihm von 2001 & 2003!? Preise von 75-138€
Dachte die beiden Bände die da jetzt Ende März erscheinen solllen wären so eine Art Taschenbuch Variante!?









IM

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #40 am: 11.03.07 (15:31) »
In den wenigsten Fällen erhielt man gestohlene Auszeichnungen zurück.

Es bleibt gar nichts weiter übrig, als die Auskünfte der Behörden zu akzeptieren. Wollte damit nur hinweisen, daß die Bearbeiter der Anfragen teilweise gar nicht wissen, was sie alles so verwalten, ...

Hardy

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #41 am: 11.03.07 (15:47) »
Na das Problem hat man ja auch oft im normalen Leben!
Nicht nur mit Behörden sondern auch mit Behördenartigen Institutionen ;)

Solang man die Möglichkeit hat an die  Unterlagen heranzukommen, ist ja alles noch ok.
Doch wenn man selbst keine Möglichkeit hat die Aussagen zu wiederlegen, dann wird es blöd.

Na Fakt ist EKI hat er noch gehabt, trotz britischer Gefangenschaft und zu meiner Überraschung hortet  meine Oma auch noch einige
Verleihungsurkunden, welche weiß ich nicht, aber ich fahre sie ja bald  besuchen.
Wie sie die 36 Jahre vor mir versteckt hat, keine Ahnung!? Ich hab sonst immer alles gefunden! :D

Grüße

Jan



Hardy

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #42 am: 03.04.07 (23:46) »
So jetzt sitze ich hier bei meiner Oma und bestaune eine Besitzurkunde für das EK I unterzeichnet im Januar 43 von Thomaschki, einer für die Ostmedaille und einer für das Verwundetenabzeichen in schwarz.....die restlichen haben die Zeit leider nicht überdauert, aber ich bin zufrieden.

Und übermorgen geht's nach Freiburg in Bundesarchiv!



Balsi

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Re: Von der Tat bis zur Verleihung
« Antwort #43 am: 04.04.07 (08:07) »
na super... sowas ist doch immer herrlich, wenn man sowas retten kann..;-)))

 

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