Autor Thema: SS Gebirgsjäger-Ausbildungs- und Ersatzbataillon 13  (Gelesen 23177 mal)

Königstiger

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Hier mal Allgemeines:

Kampfgruppe Semmering

Als sich Ende März 1945 die Front der 6. Armee unter starkem Feinddruck der Reichsgrenze näherte, wurden im rückwärtigen Armeegebiet alle Ausbildungs- und Ersatzeinheiten des Heeres, der Luftwaffe und der Waffen SS, dazu Landesschützen und Volkssturmverbände in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 1945 alarmiert und in Auffangstellungen eingesetzt.
Beiderseits des Semmeringpasses fanden sich in der Nacht zum und am Ostersonntag die verschiedensten Verbände und Einheiten ein, die zunächst als „KAMPFGRUPPE SEMMERING“ zusammengefasst wurden.
Aus diesem nur lose organisierten Verband entwickelte sich unter Oberst Heribert RAITHEL um den 10. April 1945 die „9. Gebirgsdivision“. Wie vielen anderen Divisionen, die aus der Not der Lage heraus in den letzten Kriegswochen auch an anderen Frontabschnitten gebildet wurden, ist auch dieser Division das Schicksal des Vergessenwerdens nicht erspart geblieben.
Sicherlich ist sie in den deutschen und österreichischen Archiven verzeichnet. Aber in die kriegsgeschichtliche Literatur ist die 9. Gebirgsdivision bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht eingetragen.

Gesamtstärke: 10.400 Mann

Die 9. Gebirgsdivision hatte in der kurzen Zeit ihres Bestehens ca. 500 bis 600 Gefallene zu beklagen. Einige ruhen am Semmeringer-Soldatenfriedhof in Frieden.

Ein Zitat von BALCK, General d. Pz. Tr. (Oberbefehlshaber der 6. Armee)

„Undenkbar wäre die Rückführung der Truppen der 6. Armee nach Deutschland gewesen ohne den Wiederstand am Semmering. Das Hunderttausende die Heimat wiedersahen und nicht in Sibirien untergingen, war mit ein Verdienst der Kämpfer vom Semmering.“


SS Gebirgsjäger-Ausbildungs- und Ersatzbataillon 13

Ursprünglich für die Gestellung des Nachersatzes der 6. SS-Gebirgsjäger Division „Nord“ verantwortlich, dann aber in den letzten Kriegswochen als „Feuerwehr“ eingesetzt. Das Bataillon wurde 1944 in Yugoslawien aufgestellt und anschließend bis zum Ende des 2. Weltkrieges in seinen Standort Leoben in der Steiermark verlegt.

Gliederung:
Bataillonsstab, Stabs-Kompanie, der die Verwaltung, die Unterkunft und Bekleidung, die Waffen und das Gerät oblagen; Ausbildungs-Kompanie 1 bis 4, 5. Kompanie eine Tragtier Kompanie mit Fuhrpark (mot.)
Bis Ende 1944 wurde das Bataillon von SS-Sturmbannführer Köhler und ab Jahresanfang 1945 von SS-Hauptsturmführer Horst Grunwald, der von der 7. SS-Freiwilligen-Gebirgsdivision „Prinz Eugen“ gekommen war, geführt. Adjutant von Grunwald war Obersturmführer Roesler.

Offiziere im Stab:
SS-Hauptsturmführer Heinrich Barth,
SS-Obersturmführer Erich Reuter, der für die Verwaltung zuständig war
SS-Hauptscharführer Flugrath, der für den Fuhrpark (mot.) verantwortlich war.
Bataillonsarzt SS-Obersturmführer Dr. Pfau

Kompanieführer:
1. Kompanie SS-Untersturmführer Michael von OSWALD – Standartenoberjunker ANWENDER,
2. Kompanie SS Obersturmführer MERGENTHAL,
3. Kompanie SS Obersturmführer SINSKE,
4. Kompanie SS Untersturmführer EWINGER,
5. Kompanie SS Untersturmführer MICHELE,
6. Kompanie SS Obersturmführer PROSCHEK
7. Kompanie SS Untersturmführer SCHWECHT,
SMG Zug SS Untersturmführer SZABO
Werfer Zug SS Unterscharführer WESSELS

Die Mannschaften rekrutierten sich hauptsächlich aus Reichs- und Volksdeutschen, die aus Jugoslawien, Ungarn und Rumänien stammten. Zahlreiche Ausbilder kamen von der 7. SS-Freiwilligen-Gebirgsdivision „Prinz Eugen“. Ausgebildet wurde auf einem hügeligen Übungsgelände bei Leoben und Donawitz sowie auf einigen Hochgebirgsstützpunkten, die etwa 50 km von Leoben entfernt waren.

In den letzten Märztagen des Jahres 1945 wurden 3 Kompanien des A.- und E.-Btl. 13 in Leoben Richtung Westen in Marsch gesetzt, sie sollten laut Befehl mit der Aufklärungs- Abteilung der 6. SS-Geb.Division „Nord“ den Westen des Reichsgebiets verteidigen.
Für die in Leoben verbliebenen Reste des Bataillons erfolgte im Morgengrauen des 1. Aprils 1945 die Alarmierung. SS Hauptsturmführer Grunwald erhielt den Befehl mit seinem Bataillon unverzüglich zum Semmering zu fahren um den Semmering-Paß gegen die überraschend aus der Richtung Wr. Neustadt vorrückenden Vorhuten der Roten Armee zu sperren.
Im Laufe des Ostersonntages gelang es dem Kommandeur in der Tat, die Masse des Bataillons am Semmering in Stellung zu bringen. Im Brennpunkt des sich bald darauf entwickelnden Kampfgeschehens standen vor allem die Meierei, die Wäscherei und das Südbahnhotel, der Raum Breitenstein – Payerbach, sowie das Gebiet Eselstein – Sonnwendstein.


Ein Zitat eines Angehörigen des Geb.Jg A.-und E. Btl 13
In dieser eigenartig stillen Nacht zum 8. Mai 1945 war es dann endlich soweit. Es war eine düstere Stimmung. Man ahnte wohl dumpf, was nun wohl als letzter Akt kommen würde. Jeder ging seinen Gedanken nach. Oberst Raithel setzte die Kommandeure mit oftmals stockender Stimme davon in Kenntnis, dass um 24:00 Uhr die Waffen zu ruhen hätten – also Waffenstillstand. Alte, erfahrene und kampferprobte Kommandeure schämten sich nicht ihrer Tränen.

Hier noch was aus einer Lokal-Zeitung (2005):

Knochenfund in Breitenstein ist sowjetischer Armeeangehöriger ...

Schon an die hundert Soldaten konnte der ehemalige Gendarmerie-Diensthundeführer Friedrich Brettner durch seine Nachforschungen identifizieren. Erst vor zwei Wochen grub Brettner in Breitenstein einen russischen Armeeangehörigen aus – nach dem einem Baggerfahrer der Kopf entgegenrollte.

Am 22. Oktober wurden im Spiesgraben, auf dem Bergrücken oberhalb des Bauhofes von Breitenstein, einige menschliche Knochen freigelegt.

„Bei Grabarbeiten zu einer neuen Forstraße kullerte dem entsetzten Baggerfahrer ein menschlicher Knochenschädel entgegen“, erzählt Friedrich Brettner. „Den traf fast der Schlag.“ Der Baggerfahrer verständigte Bezirksförster Hermann D., der die Bauaufsicht über diese Arbeiten hatte. „D. ließ in diesem Abschnitt die Arbeiten an der neuen Forststraße bis zur Bergung der Knochen einstellen und rief mich an und meinte, dass sie da wieder auf einen Toten gekommen sein.“ Für Brettner, der selbst schon an die hundert Soldaten zum Großteil selbst gefunden und identifiziert hat, nicht verwunderlich: „Da ich unter anderem ein Buch über Kampfhandlungen im Semmering Gebiet geschrieben hatte, war es für mich logisch, dass dort etwas zu finden wäre. Es ist durchaus möglich, dass in diesem Gebiet noch mehrere Soldaten liegen.“

Am 25. Oktober begab sich Brettner zu der Fundstelle. „Ich grub die restlichen Knochen aus und barg sie“, berichtete der Historiker, „Das Ganze dauerte nicht länger als eine Stunde. Der Soldat lag nur etwa 20 Zentimeter tief von der Walderde bedeckt dort.“ Die bei den Nachgrabungen gefundenen Relikte – wie ein Kopf ohne Unterkiefer, ein Schulterblatt, Oberschenkelknochen und Teile der Wirbelsäule – wurden samt den dabeiliegenden Knöpfen mit Sowjetstern, Löffel, Taschenmesser und Uniformresten Horst L., Umbetter vom Schwarzen Kreuz, zur Identifizierung übergeben. Von diesem konnte festgestellt werden, dass es sich um einen männlichen Soldaten der ehemaligen Sowjetarmee handelt. Der Unbekannte war etwa 20 – 24 Jahre alt und etwa 170 Zentimeter groß. Die Todesursache war nicht feststellbar. Das Schwarze Kreuz – eine Organisation zur Bergung von Soldaten und zur Erhaltung von Kriegsfriedhöfen – lässt den Gefallenen am Wiener Zentralfriedhof, Abteilung Sowjetischer Kriegsfriedhof, beisetzen. „Das wird aber erst im nächsten Jahr im Rahmen einer Republikfeier geschehen. Da werden auch die anderen Soldaten, die heuer gefunden wurden, begraben.

Friedrich Brettner vollendete in diesem Jahr sein zehntes Buch: „Die letzten Kämpfe des 2. Weltkrieges vom Neusiedlersee zur Donau, March und Thaya. Der Autor dazu: „Nachdem ich vor 20 Jahren erkannte, dass es über den 2. Weltkrieg kaum Literatur über die allerletzten Kämpfe in unserer Region gibt, begann ich die Geschichte dieses Zeitraumes aufzuarbeiten. Das war das letzte Buch dieser Serie.“

Bericht eines SS-Mannes der im Semmeringgebiet eingesetzt war :

.........Eines Tages, ich war wieder mal mit der Karrette und Pferd auf der Straße zum Viadukt unterwegs, als mich 2 Frauen übel beschimpften, auf meine Frage, warum sie denn so gegen mich aufgebracht seien, musste ich erfahren, sie hatten mich als SS-Soldat ausgemacht und als sie merkten, dass ich wirklich ahnungslos war, erzählten sie mir, dass an dieser Stelle, sie zeigten auf einen Baum an dem die Rinde in Fetzen hing, eine Menge Einschüsse waren zu sehen. Hier seien 2 meiner Kameraden erschossen worden, weil sie Zivilkleider angezogen hätten. Die Frau die ihnen die Kleider gegeben, hätte zusehen müssen. Der Herrgott würde uns strafen. Ich war nicht abergläubig, trotzdem beschlich mich ein ungutes Gefühl........

aus dem Buch „Die letzten Kämpfe des II. Weltkrieges um das Semmeringgebiet“.


Das war mal einiges zur Kampfgruppe Semmering und denn Alltagswirren die 1945 in der Gegend herrschten!! Sind doch einige sehr harte Sätze dabei...

Sollte jemand genauere Infos, Bilder, Karten...etc von der Kampfgruppe Semmering und deren Einheiten haben, bitte bei mir melden!!!

Mfg Königstiger

MEhT

  • Gast
ist diesbezueglich das Buch "Gebirgsjaeger der WSS im Kampf um den Semmering" zu empfehlen?

Königstiger

  • Gast
Hallo,

hast du die Chance das Buch zu kaufen...würde mich interessieren wo und um wieviel?  :o
Das Buch suche ich seit Jahren, leider nirgendwo zu finden!!

100% empfehlenswert...das es ja von GRUNWALD geschrieben wurde, er war damals Kdr. des Bataillons!!

Mfg Königstiger

MEhT

  • Gast
Hallo KT

Mir geht es ebenso. Suche das Ding seit langem. Preise sind meist zwischen 120- 150 Euro. (war wohl nur eine Kleinstauflage)

Gruss,
MEhT

KGR Wahl

  • Gast

Möchte als Nachtrag speziell auf die angesprochenen 3 Kp. die nach dem "Westen" in Marsch gesetzt wurden ergänzend eingehen, da sowas nicht untypisch war, und man Verbände hundete von Kilometern "verschob".

Es wurden 2 Gruppen eingeteilt,die verschiedene Wege gingen.

Die 1. Gruppe wurde per LKW in den Raum Aspach bei Backnang verbracht. Von dort wurde der Kontakt zur sogenannten "SS-Kampfgruppe Nord" gesucht.die eigentlich nichts mit der Div. "Nord" mehr zu tun hatte. Sie bestand zum Hauptteil aus der Aufklärungsabteilung mot. 6.

Mit Befehl vom AOK1 hatte sie sich per 3.4.45 22.00 Uhr der 17. SS-Pz.-Gren. Div. zu unterstellen
und wurde dem Pz.-Gren. Rgt. 38 unterstellt.

Kommandeur war Ostuf. Picksak.

Somit hatten die Gebirgsjäger des SS-Geb.Jg. Ausb.-und Ers. Btl. 13 ihren 1. Einsatz ab dem 3. April 1945 im Raum Bad Friedrichshall Jagstfeld und Kochendorf. Dies kostete einen heftigen Blutzoll und etwa 15 Angehörige dieser Ausbildungseinheit ruhen auf den dortigen Friedhöfen.

Bereits am 8.4.1945 endete das Unterstellungsverhältnis zur GvB und die "Kampfgruppe Nord"
wurde zur 19. VGD überstellt, die dem XIII. SS-Armee Korps ( Simon) unterstand.

Als selbstständige Kampfgruppe nahm sie an den heftigen Kämpfen um die Orte Ruppertshofen, Obersteinbach,Jungholzhausen,Orlach, Ilshofen und Wolpertshausen teil. ( Alle Kreis Schwäbisch-Hall )

Hier wurden weit über 50 Mann,hauptsächlich Angehörige dieser Ausb.-Einheit nach der Gefangennahme erschossen. Diese Vorgänge beschäftigen selbst die Amerikaner,da sie in dem Jahre 1996 CID Agenten vor Ort schickte, um zu ermitteln.

Anstoss waren entsprechende Presseberichte.

Wie erwartet verlief diese Aktion im Sande. Special Agent Scott von Haden und Investigator P. Wilson erhielten zwar erschöpfende Auskunft von damaligen "Augenzeugen" aber in letzter Konsequenz "wollte" man nicht die Einheit finden,die diese Orte einnahm.

Das mir vorliegende KTB des 255. Inf. Regt. der 63. ID "Blood an Fire" sagt aber aus,dass in dem
Ort Jungholzhausen die "K" Kp. annähernd 60 Krauts eleminierte.

Zu 90 Prozent Angehörige des A.u.E. 13.

Die Toten durften,verständlicherweise hatten über 80 Prozent Kopfschüsse,nicht von den Deutschen bestattet werden,sondern wurden im Sammeltransport nach Bensheim verbracht,wo sie heute noch ruhen. - RIP -

Die Gebirgsjager wurden von Hstuf. Zimmermann geführt,mit dem ich mich lange unterhalten haben. Sein Adjutant,und Führer der 1. Kp. Siegfried Unger fiel auch bei diesen Kämpfen.

Die 2. Gruppe erreichte Aalen etwas verspätet und entsetzte die Stadt Crailsheim mit dem sogenannten Alpenjägerregiment,das auch aus Teilen des SS-Pz.-Gren. Ausb.-und Ers. Btl 3 und 5 bestand. ( Ausbildungsort Ellwangen an der Jagst )

Bei Ilshofen wurden nach diesen Kämpfen auch 12 tote Gebirgsjäger der obigen Einheit gefunden,die Zitat: "Wie an einer Kette aufgereiht,  Mann an Mann mit Kopfschüssen aufgefunden und auf dem dortigen Friedhof bestattet wurden."

Überlebende- wenige waren es,erreichten versprengt Jagstzell,Ellwangen,Aalen und schliesslich
Dillingen an der Donau.

Irgendwann sollten die spärlichen Reste dann der 38. Nibelungen bei Bad Aibling eingereiht werden,was aber bei diesem Durcheinander nicht mehr gelang,da der Tot oder die Gefangenschaft dazwischenkam.

Nun kurz noch zu Horst Grunwald.

1993 teilte er mir folgendes mit:

"Nach Ausheilung meiner am 07.10.44 erlittenen Verwundung als Führer einer Kampftruppe der "Prinz Eugen" nahm ich von Januar bis Ende Februar 1945 an einem Btl.-Führer Lehrgang an der Geb.Jg.Schule in Mittenwald teil und wurde ab Mitte März 1945 als Btl.-Kdr. zum SS-Geb.Jg. A.u.E. Btl. 13 versetzt.

Mitte April 1945 wurde mein Btl. im Zuge der aus den dortigen Alarmeinheiten u.a. das Kampfgeschw. "Boelcke" neugebildeten 9.Geb.Div. - Heer in die Geb.Aufkl. Abt. 56 umgetauft."

Man wird ihm wohl als Btl.-Kom. glauben dürfen. Nachrecherchiert habe ich das nicht.

Übrigens trug Horst Grunwald das "Deutsche Kreuz in Gold" noch bis zum Schluss auf seiner
Uniform als Oberst im BGS. Ein Foto so abgelichtet liegt mir hier vor.

Das Vorgehen gegen Angehörige des SS-Geb.-Jg. Ausb. u. Ers. Btl. ist eigentlich ein gesamtes Buch wert.

Hier greifen verschwiegende Kriegsverbrechen in den letzten Tagen des Krieges ein.

Ein Hochrechnen sollte es nicht sein,doch die Frage darf man sich stellen,wieso man Jugendliche des Jahrgang 1927 die sich einfach ergeben haben-als Volksdeutsche hauptsächlich automatisch in die Waffen-SS eingezogen- auf den Boden zwingt, einsperrt um ihnen danach den Schädel halb wegzuschiessen oder einfach auf offener Strasse hinterrücks mit der MP beim angeblichen Abtransport  den Rücken zerfetzt ?!

So geschehen Mitte April 1945 und ungesühnt bis heute,da ein Überleitungsvetrag das strafrechtlich verhindert.

Ich denke,die Soldaten Christi müssen oder mussten es sich bis zu ihrem Ende mitschleppen,auch wenn man ihnen nie den Prozess machte.

Oder eben,es waren nur ein paar junge fanatische Nazis,die kein Recht trotz einer Uniform hatten,weiterzuleben,da sie eben die falsche Uniform trugen.

-Wehe den Besiegten-

 







Ronny22

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@KGR Wahl

Die Amerikaner die so gehandelt haben machen sich da heute keine Gewissensbisse, die rechtfertigen alles mit deutschen Verbrechen und das eben Krieg war.

Hört und sieht man oft in Interviews amerikanischer Veteranen...  :-\
Ein guter Soldat ist nicht gewalttätig.
Ein guter Kämpfer ist nicht zornig.
Ein guter Gewinner ist nicht rachsüchtig.
Shaolin-Weisheit

Wenn ein Mann sagt er hat keine Angst zu sterben, ist er entweder ein Lügner oder ein Gurkha!
Field Marshal Sam Maneksha

KGR Wahl

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Schon Ronny.

Aber für manche,die heute krank im Bett liegen,glaubs mir,da kommt schon was hoch.

Das Rechtfertigen alleine bringt es nicht. Die träumen sicher von den angstvollen Augen ihrer Opfer,zumindest labilere
Charaktere.

Manches in der Vergangenheit holt auch die ein,kenne ja viele der 63. ID. und glaubs mir,auch schönen Tränen.

Hart sind eben nicht alle!

Königstiger

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@KGR Wahl

Sehr sehr interessante Details, die ich trotz intensiver Recherche auch noch nicht in Erfahrung bringen konnte.
Ich beschäftige mich seit Jahre mit dem SSGebJg.AuE.Btl13....

Werde dir mal eine PN schicken... ;)

Mfg Königstiger

KGR Wahl

  • Gast
Gerne Königstiger.......

leben noch einige,noch...........sind ja rechnerisch in diesem Jahr runde 80,ein hohes Alter.

Aber ein Langzeitgedächtnis sool ja bekanntlich vorhanden sein.

Arminius

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Hallo, ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und freue mich, zum A.-u.E-Btl.13 etwas sagen zu können.
Die 1. Kompanie war eine reine Führeranwärterkompanie und wurde Ende März 1945 nach Nordheim bei Heilbronn
verfrachtet, wo sie den Resten der AA (mot) der 6. SS-Geb.Div. NORD zugeteilt wurde. Die Kompanie bestand nur aus
"Reichsdeutschen", während ein Teil der Ausbilder Volsdeutsche waren. (In Leoben wurden übrigens zur gleichen Zeit
auch Muselmanen für die Handschardivision ausgebildet).
Die Einsätze ab Nordheim gingen in Richtung Schwäbisch Hall, Jungholzhausen, Orlach usw. über Ellwangen und Dillingen
Richtung Oberbayern, der  Rest unter Untersturmführer Hans Meyer (RK-Träger) kam noch über Kufstein nach Wörgl/Tirol,
wo uns die Kapitulation  erreichte.
Die armen Kerle, die zum Semmering verfrachtet wurden, haben die dortigen Kämpfe nicht überlebt.In Erinnerung ist
mir noch Untersturmführer Wigant Weltzer, der dort eine Kompanie führte und voriges Jahr gestorben ist. Er war auch
Volksdeutscher.
Bei den vielen Treffen nach dem Krieg konnte ich leider  keinen Kameraden aus der damaligen Zeit antreffen.

Arminius

Ronny22

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In Leoben wurden übrigens zur gleichen Zeit auch Muselmanen für die Handschardivision ausgebildet


Hallo Arminius

Mein spezielles Interesse is wiedermal geweckt....

Kannst du näher auf die Moslems eingehen, welche Ausbildung (Führer, Unterführer oder allgemein?) fand dort statt und wohin gings danach?
Ein guter Soldat ist nicht gewalttätig.
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Shaolin-Weisheit

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Field Marshal Sam Maneksha

Arminius

  • Gast
Hallo Ronny,
meiner Erinnerung nach wurden die Muselmanen zur späteren Verwendung bei der Handschar-Division ausgebildet, und
zwar von deutschen Ausbildern. Es handelte sich nicht um Führer- oder Unterführerausbildung, sondern um die normale
Ausbildung zum Gebirgsjäger.
Arminius

steffen04

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Und bitte auch auf die gebirgsspezifischen Teile der Ausbildung eingehen, oder anders ausgedrückt, was unterschied eine SS-Gebirgseinheit von einer leichten Infanterieeinheit?

Arminius

  • Gast
Die Ausbildung zum SS-Gebirgsjäger unterschied sich von der eines "normalen" Fußlatschers lediglich durch die Übungen
und Unterweisungen in den Bergen, wo z.B. in Klettergärten geübt wurde. Bekannte Ausbildungsstätten waren z.B. die
Hochgebirgsschulen in Predazzo oder in Neustift/Stubaital.
Die Grundausbildung war bei beiden Sparten gleich. Die Gebirgsjäger hatten den Vorteil. dass sie den kurzen Karabiner
gestellt bekamen, der leichter war. Dagegen waren die damals üblichen genagelten Bergstiefel bei langen Märschen nicht
gerade angenehm.

Arminius

waldi44

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Ich denke,die Soldaten Christi müssen oder mussten es sich bis zu ihrem Ende mitschleppen,auch wenn man ihnen nie den Prozess machte.


Wen meist Du denn damit?

 

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