Autor Thema: Die gelben Teufel!  (Gelesen 14025 mal)

Offline waldi44

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Die gelben Teufel!
« am: 27.12.06 (20:40) »
Neben der Einstufung als Affen, wurden die japanischen Soldaten auch als "Gelbe Teufel" bezeichnet. Es gab Berechnungen, die dann als Rechtfertigung für die A-Bombenabwürfe galten, dass eine Bestezung des japanischen Mutterlandes bis zu einer millionen tote Soldaten kosten könnte. Woher nur kam diese Angst, denn nichts anderes war es, vor den Japanern, den kleinen schmächtigen gelben Männchen?
Schon in der Schlacht um Guadalcanar mussten die Amerikaner umdenken, ebenso wie die Japaner. Im Grunde wurden dort alle gegenseitigen Voreingenommenheiten widerlegt. Die Amerikaner verstanden es zu kämpfen, was man ihnen so japanischer seits nie zugetraut hatte, die Japaner aber auch und vor allem: sie verstanden es zu sterben.....
Aber nicht nur auf Guadalcanar:
Das kleine Aleuteninselchen Attu wurde für die Amerikaner zu einem unerwartetem Friedhof. Sie verloren 3.929 Mann: 1.481 Gefallene, 2.348 Verwundete und 100 Vermisste. 549 fielen im Gefecht, 1.148 wurden verwundet, 1.200 erlitten schwere Kälteschäden, 614 erlagen Seuchen und 318 starben aus verschiedenen Ursachen, meistens durch japanische Sprengfallen und eigenes Feuer. Insgesamt fielen etwa 25% der amerikanischen Kräfte.*
Da diese Kämpfe Zeitgleich mit der Schlacht um Guadalcanar und um die Schlacht bei Midway herum stattfanden, sind kaum bekannt.
Am 11. Mai 1943 gingen die Amerikaner siegessicher an Land, da man wusste, dass nur eine schwache japanische Kampfgruppe auf der Insel stationiert war. Sie landeten beiderseits der Massacre Bucht (Toller Name ;D und wie passend ;D), wärend die Japaner die Höhen besetzt hielten und eine Vereinigung der beiden Landespitzen erfolgreich verhindern konnten. Schliesslich sahen sich die Amerikaner gezwungen ihre ganzen 11.000 Mann zum Einsatz zu bringen und trotz pausenloser Bombenangriffe und Beschiessung durch schwerste Schiffsgeschütze war man ende Mai noch immer nicht viel weiter.
Allerdings gingen den Japanern so langsam neben den Soldaten auch die Munition und Verpflegung aus. Am 28 Mai waren von den 2.600 japanischen Verteidigern nur noch 1.000 am Leben und viele davon krankt und/oder verwundet.
Daher beschloss der die Verteidigung leitende japanische Oberst (Name mir nicht bekannt), einen Angriff gegen die Amerikaner zu führen, den man allgemein als "Banzai Angriff" oder auch "Kamikaze Angriff" (wenn auch zu Fuss)bezeichnet. Die Japener nannten das(oder sich) Kessitai. Alle nicht mehr kampffähigen Kameraden wurden getötet oder töteten sich selbst. In der Nacht von 28. zum 29. Mai traten sie zu ihrem letzten Angriff an!
Viele von ihnen hatten nur Messer oder Bajonette und mit diesen töteten sie lautlos die amerikanischen Wachen um dann das Morgengrauen abzuwarten und es wurde ein Morgengrauen. Mit mörderischem Gebrüll stürzten sie sich auf ihre Gegner. Viele von ihnen starben in ihren Schlafsäcken und im Blutrausch stürmten die Japaner auch das amerikanische Lazarett und töteten alle...
Mit zunehmender Helligkeit wurden die Amerikaner wieder Herr der Lage und begannen die Japaner schliesslich einzukreisen. Als diese nun die entgültige Aussichtslosigkeit erkannten, begingen alle die es noch konnten selbstmord- nur einige schwerverwundete konnten von den Amerikanern gefangen genommen werden.
Allein diese Wahnsinnstat der Japaner kostete den Amerikanern 600 Tote und 1.200 Verwundete.**




* Nach Wiki
** Wie man sieht- doch unterschiedliche Angaben: Kamikaze, Bernard Millot, Paul Neff Verlag.

Offline waldi44

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #1 am: 28.12.06 (00:39) »
Der nächste Schock erfolgte bei der Eroberung Saipans im Zuge der Mariannenbesetzung.
Im Juni 1944 fanden die Landungen auf den Marianneninseln. Die an sich schon blutigen Kämpfe fanden ihren Höhepunkt in der Eroberung von Saipan. Am 6. Juli waren zwei Drittel der Insel erobert, als sich wieder im Morgengrauen, des 7. Juli, die hoffnungslos unterlegenen Japaner unter Absingen der Kriegshymne Umi Yakaba und dem obligatorischen Banzaigebrüll, auch hier zT. nur mit Hieb- und Stichwaffen bewaffnet, auf die völlig verblüfften Amerikaner stürzten.
Man wusste, wozu die Japaner fähig waren, aber immer wieder hoffte man, dass "der Kelch" an einem selbst vorbei gehen würde. Auf Saipan aber mal wieder nicht! 3.000 Japaner griffen in Wellen und im Blutrausch völlig von Sinnen die amerikanischen Stellungen an*. Die Leichenberge türmten sich teilweise so hoch, dass die Amerikaner Stellungswechsel machen mussten, um überhaupt weiter schiessen zu können.
Als letzte Welle kamen, Zobiegleich die in blutige Verbände gehüllten gehfähigen Verwundeten. Die nicht mehr gefähigen hatte man vorher getötet...
Die Amerikaner verloren bei dieser Attacke ca. 668 Mann.
Als man schliesslich den Nordteil der Insel erreichte, erlebte man den bisher absoluten Höhepunkt an, wie es Nichtjapaner empfanden, Höhepunkt an japanischer Grausamkeit (allerdings diesmal nur gegen sich selbst).
Die eingeschlossenen Japaner begingen kollektiven Selbstmord ähnlich der Juden in Massada um die 2.000 Jahre vorher. Die Japaner erschossen sich, sprengten sich in die Luft, sprangen die Klippen hinab, schnitten sich die Bäuche oder Kehlen auf....
Die Amerikaner machten, ausser einigen ganz kleinen Kindern, keine "Gefangenen".

In einem Fernsehbericht wurde genau das von Augenzeugen beschrieben - Amerikanern natürlich - und die sagten dazu aus, dass sie auf die von den Klippen springenden Menschen schossen und dies als Akt der Gnade ansahen. Beschrieben wurde allerdings auch, dass man sich tatsächlich bemühte das Massakker zu beenden, allerdings erfolglos und das klang glaubhaft!


*Achtung: Um diese Einstellung zu Kampf und vor allem zum Tod zu verstehen, bedarf es näherer Erklärungen, an denen ich selber noch arbeite. Wer das bereits besser kann, darf ruhig dazu schreiben ;)!

Offline Ronny22

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #2 am: 28.12.06 (04:50) »
*Achtung: Um diese Einstellung zu Kampf und vor allem zum Tod zu verstehen, bedarf es näherer Erklärungen, an denen ich selber noch arbeite. Wer das bereits besser kann, darf ruhig dazu schreiben ;)!


Diese Einstellung zum Kampf und zum Tod im Kampf entspringt dem Bushido-Kodex, dem Kodex nach denen ein Samurai lebte und gegebenfalls auch starb.

Leider wurde er genau wie der Koran heute von den damaligen Offizieren missinterpretiert und aus dem Punkt der Schande für die Gefangennahme wurde der Grund für die Grausamkeit gegenüber Kriegsgefangenen.

Man sprach ihnen die soldatischen & menschlichen Rechte ab...sie waren nichts wert.



Das sepukku (der rituelle Selbstmord) ist ein Akt zur Wahrung des Gesichtes und der Ehre....u.a. die wichtigsten Elemente des Bushido.

Das dabei sich der Bauch aufgeschlitzt wurde beruht auf dem alten Glauben das die Seele im Bauch sitzt und sie so befreit wird und der Umwelt die Reinheit der Seele offenbart wird.

Es gab dazu einen Vers der das in diesem geschildeten Zusammenhang am besten widergibt:

"Ist die Ehre verloren, ist es besser zu sterben;
der Tod ist die sichere Rettung vor der Schande".


Für einen japanischen Soldaten war es durch seine Ausbildung einfach nicht möglich zu kapitulieren, er hätte sein Gesicht vor seiner Familie und vor dem Kaiser verloren. Und es war erstrebenswert die Familienehre hochzuhalten und für den Kaiser zu fallen. 

Fiel der Sohn einer Familie kamen die Nachbarn herbei und beglückwünschten die Eltern des Gefallenen und seine Seele wurde dann im Yasukuni-Schrein in Tokio veehrt

Daher nahmen die Amerikaner auch so wenige Japaner gefangen, meist nur die in den Wehrdienst gezwungene Asiaten wie z.B. Koreaner, die nichts mit dem Bushido am Hut hatten.

Wenn die G.I.s ihnen dann auch die Chance gaben sich zu ergeben dann hoben diese Soldaten die Hände.  :-\




Ein guter Soldat ist nicht gewalttätig.
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Offline waldi44

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #3 am: 28.12.06 (10:55) »
"Als sich einmal zwei Samurai auf der Treppe begegneten, grüsste der eine den andern nicht, weil er glaubte, der andere sei von niederer Abstammung. Der verschmähte Samurai beging kurz darauf Seppuku und hinterliess folgendes Abschiedsgedicht: "Mein Mut verwandelt mein Blut, so dass es dem Deinigen höherrangig ist". Als diese Worte dem ersten Samurai überbracht wurden, rief dieser aus: "mein Blut ist dem Deinigen nicht unterlegen !" und beging ebenfalls Seppuku. "
http://www.wakagi.de/y_mai00/bushido.html

Aus unserer Sicht wohl eher "bekloppt", aber die Japaner sahen (sehen?), das eben etwas anders.



Übrigens fand der Bushido mit dem Ende der Feudalgesellschaft und der Öffnung Japans nach aussen und innen auch Eingang in bisher davon wenig betroffene Volksschichten. Besonders die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht und die Abschaffung der Privilegien der Samurai, die nun wie das einfache Volk im Heer dienen mussten, trugen dazu bei, das die Tradition des Bushido sich auf ALLE japanischen Bevölkerungsschichten und in ALLE Lebensbereich ausbreitete.
DAS war auch der Grund, warum sich viele japanische Zivilisten das Leben nahmen.

Übrigens war es in der japanischen Armee üblich, das Ertragen von körperlichen Schmerz zu "trainieren"(Körperstrafen waren an der Tagesordnung) und die Erfüllung des Seins in einem ruhmreichen Sieg zum Wohle des Kaisers zu sehen oder, so dies nicht möglich war, im Tod um am Ende bei den Ahnen als Gleicher unter Gleichen weilen zu dürfen!

« Letzte Änderung: 28.12.06 (12:25) von waldi44 »

Offline steffen04

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #4 am: 28.12.06 (16:19) »
guter beitrag, waldi - insbesondere der Teil über Attu. Hats du mal den Roman Alatna von H.-O. Meissner gelesen? Ein zwangsrekrutierter amerikanischer Trapper verfolgt einen japanischen Meteorologen quer durch Alaska. Eine der besten Jagd-Geschichten, die ich kenne.

Ich möchte aber gerne noch eine Frage stellen, die das Bushido und das Verhalten der japanischen Soldaten betrifft und mich schon länger beschäftigt:
 bis zur Öffnung Japans (Meiji-Restauration) waren die Samurai eine zahlenmässig kleine Kriegerkaste. Sie wurde im Zuge der Verwestlichung ihrer Traditionen weitgehend beraubt, zum Teil durch die neuen Massenheere auch militärisch beseitigt. Die Massenheere rekrutierten sich in den unteren Rängen aus den bisher von den Samurai unterdrückten Bauern. Das japanische Offizierskorps rekrutierte sich teilweise aus Samurai, zum grösseren Teil aber aus dem Nichtadel - Unteroffiziere und Mannschaften waren sowieso nichtadlig.

Wie haben die Japaner es geschafft, die doch eher seltsamen Adelsbräuche innerhalb weniger Jahrzehnte bis zum letzten Hilfskoch durchgängig zu verankern?

Offline Tobias G

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #5 am: 28.12.06 (16:26) »
Hallo waldi,

magst du mal alle verwendeten Literaturquellen dafür angeben? Das lässt deine Beiträge gleich doppelt so gut wirken! ;)

Gruß
Tobias
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Offline steffen04

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #6 am: 28.12.06 (16:32) »
Hallo waldi,
magst du mal alle verwendeten Literaturquellen dafür angeben? Das lässt deine Beiträge gleich doppelt so gut wirken! ;)

hat er

Offline Tobias G

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #7 am: 28.12.06 (16:37) »
Hallo,

irgendwie gehen die unter! Magst du sie mir mal zeigen? Literaturangaben gehören, der Übersicht halber, am Ende eines jeden Beitrages! ;D

Gruß
Tobias
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Offline waldi44

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #8 am: 28.12.06 (19:35) »
Hallo,

irgendwie gehen die unter! Magst du sie mir mal zeigen? Literaturangaben gehören, der Übersicht halber, am Ende eines jeden Beitrages! ;D

Gruß
Tobias

Steht am Ende des ersten Beitrages:** Wie man sieht- doch unterschiedliche Angaben: Kamikaze, Bernard Millot, Paul Neff Verlag.

Offline waldi44

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #9 am: 28.12.06 (19:56) »

Wie haben die Japaner es geschafft, die doch eher seltsamen Adelsbräuche innerhalb weniger Jahrzehnte bis zum letzten Hilfskoch durchgängig zu verankern?

Zwei Faktoren spielten meiner Meinung nach eine Wichtige Rolle:
Zwar wurden die Samurai "entmachtet", aber durch ihre oft höhere Stellung (oft bedeutet aber nicht nur oder immer) fand ihr Geist Eingang in das japansiche Massenheer und wurde dort den Rekruten im wahrsten Sinne des Wortes eingebläut und sie nahmen diesen Geist mit aus den Kasernen heraus.
Der zweite, wohl eher wichtigere Punkt aber ist in den japanischen Religion, dem Shintoismus, zu suchen und zu finden. Eine Religion, die sich auch verschiedener Elemente anderer Religionen bediente, so dem Zen Buddusmus, dessen "zentrale Lehre darin besteht, körperlichen Schmerz und Tod für nichts zu achten. Der Tod wird nicht als Ende betrachtet, nicht als Schritt ins Nichts oder ins Unbekannte, sondern als Akt der Reinigung und als Weg ins Paradies der verehrten Ahnen."

Also, ich kann in diesem Zusammenhang das von mir erwähnte Buch wärmstens empfehlen. Es ist eine Ausgabe von 1971 und beinhaltet vielleicht noch nicht die allerneuesten Erkenntnisse zum Thema, aber das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein!

guter beitrag, waldi - insbesondere der Teil über Attu. Hats du mal den Roman Alatna von H.-O. Meissner gelesen? Ein zwangsrekrutierter amerikanischer Trapper verfolgt einen japanischen Meteorologen quer durch Alaska. Eine der besten Jagd-Geschichten, die ich kenne.


Nein, das Buch kenne ich nicht. Aber mir ist da eine Paralle zu Deutschland aufgefallen: Die Deutschen hatten ja auch ein Zipfelchen ihres Erzfeindes England erobert; die vier winzigen Kanalinseln und die Japaner diese zwei Inselchen vor Alska- immerhin gehörte Alaska ja zu den USA ;)!
« Letzte Änderung: 28.12.06 (20:01) von waldi44 »

Offline Ronny22

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #10 am: 29.12.06 (00:39) »
guter beitrag, waldi - insbesondere der Teil über Attu. Hats du mal den Roman Alatna von H.-O. Meissner gelesen? Ein zwangsrekrutierter amerikanischer Trapper verfolgt einen japanischen Meteorologen quer durch Alaska. Eine der besten Jagd-Geschichten, die ich kenne.

Kannst du einen Kurzabriss geben?

Also was der Japaner da treibt und ob es wirklich durch ganz Alaska geht.
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Offline Tobias G

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #11 am: 29.12.06 (00:57) »
Hallo,

ah, übersehen, entschuldige!

Gruß
Tobias
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Offline steffen04

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #12 am: 30.12.06 (10:21) »
Kannst du einen Kurzabriss geben?

Also was der Japaner da treibt und ob es wirklich durch ganz Alaska geht.


Ist schon ein Vierteljahrhundert her, daß ich es gelesen habe, aber es geht um folgendes: Japan beschäftigt sich mit der Idee, in Alaska zu landen, um die Amerikaner dort zu binden. In der unwirtlichen Gegend ist das Wetter ein entscheidender Faktor für militärische Operationen, deshalb wird ein Meteorologe dort abgesetzt, der regelmässige Wetterberichte nach Hause funkt. Der Japaner ist outdoorerfahren und schlägt sich allein durch die Wälder. Da seine Sendungen abgefangen werden, bekommen die Amerikaner bald mit, daß sich der Feind im eigenen Wintergarten herumtreibt und verpflichten einen Trapper und schicken ihn dem "Spion" hinter her. Der Japaner liiert sich mit einer Eingeborenen, der Titelheldin Alatna.

Ich weiss nicht mehr genau, wo die Geschichte spielt, meine aber, (auch) auf den Aleuten. Die Geschichte zieht sich über einen längeren Zeitraum, ein Jahr oder mehr, so daß der Autor alle Jahreszeiten mit ihren Besonderheiten unterbringen kann.

Der Autor Meissner war ein hohes Tier im Auswärtigen Amt und in den 60er/70ern ein sehr bekannter Reise- und Jagdgeschichtenschreiber, besonders das südliche Afrika und der amerikanische Norden hatten es ihm angetan - merkt man auch im Buch.

Alatna ist kein Kriegsroman, geschossen wird glaub ich gar nicht, Uniformen gibt es keine und was die beiden da oben treiben ist für den großen Krieg letztendlich wurscht. Beide, Japaner und Amerikaner sind darüberhinaus erklärte Anti-Soldaten, Einzelgänger, die sich in der Massentierhaltung der Armeen nicht zurechtfinden. Und recht schnell merken, daß sie sich gegenseitig besser verstehen, als z.B. ihre jeweiligen Vorgesetzten. Im Grunde ist es eine Jagdgeschichte, mit vielen Tricks und Kniffen über das Überleben draussen.

An einen Trick kann ich mich noch erinnern, habe es aber bisher nie ausprobiert: mit Wasser vollgesogene, durchgefrorene Flußsteine sollen explodieren, wenn man sie schnell erwärmt. Als der Ami seinem Wild schon dicht auf den Fersen ist, legt der Japaner solche Steine um sein erkaltendes Lagerfeuer und verschwindet. Der Amerikaner entfacht das Feuer neu - und wumms!

Sie überlebens alle, der Japaner bleibt bei Alatna und der Amerikaner schickt ihm jedes Jahr einen Thanksgiving-Truthahn.

Da hab ich mich doch noch schön erinnert. Aber was hab ich eigentlich gefrühstückt?

Mit dementen Grüssen

Steffen




Offline Ronny22

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #13 am: 30.12.06 (14:05) »
@Steffen

Danke!  ;)

Buch is bestellt...für 6,30 Euro  ;D


An einen Trick kann ich mich noch erinnern, habe es aber bisher nie ausprobiert: mit Wasser vollgesogene, durchgefrorene Flußsteine sollen explodieren, wenn man sie schnell erwärmt. Als der Ami seinem Wild schon dicht auf den Fersen ist, legt der Japaner solche Steine um sein erkaltendes Lagerfeuer und verschwindet. Der Amerikaner entfacht das Feuer neu - und wumms!

Die Sprengfalle des einsamen Mannes aus dem Wald...  ;D


Da hab ich mich doch noch schön erinnert. Aber was hab ich eigentlich gefrühstückt?

Mit dementen Grüssen

Steffen

Frag doch mal deinen Zivi, was er Dir heute früh kredenzt hat...  ;D  ;D  ;D
« Letzte Änderung: 30.12.06 (14:12) von Ronny22 »
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Offline steffen04

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Re: Die gelben Teufel!
« Antwort #14 am: 30.12.06 (14:19) »
Frag doch mal deinen Zivi, was er Dir heute früh kredenzt hat...  ;D  ;D  ;D

der kann sich kaum erinnern, wo er seinen Joint gelassen hat.

Viel Spass beim lesen

 

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