Autor Thema: Attentat auf Stalin  (Gelesen 31363 mal)

oberfeldmaus

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #15 am: 11.12.06 (09:00) »
Zitat
wohl niemand umbringen? War lebend wohl wertvoller als tot !

 ;D

Aber gab es nicht was von Seiten der Westalli. da eine Idee Rastenburg zu Überfallen?

Gruss


Die Idee hat man gleich wieder fallen lassen weil man zu dem Schluss gekommen ist das ein lebender Hitler wohl besser wäre weil dümmer und wenn der beseitigt wäre dann vielleicht ein cleverer Heerführer mehr Schaden bedeuten könnte.

So zumindest habe ich das in einer Doku vor einer knappen Woche gesehen und gehört, denke aber mal das das Für und Wieder schlecht abzuschätzen war weil hätten sie Erfolg gehabt dann hätte die Wehrmacht und das ganze Volk vielleicht noch verbissener gekämpft - nach den Prinzip jetzt erst recht-...die haben ja mit ihrem Bombenterror gegen die unschuldige Zivilbevölkerung auch nichtz wirklich etwas bewirkt.


mfg

Richtschuetze

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #16 am: 11.12.06 (13:13) »
@Oberfeldmaus wie wahr wie wahr! ;)

waldi44

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #17 am: 11.12.06 (15:07) »
Ich bin ja bekanntermassen ein Gegner von Verschwörungstheorien. Dennoch denke ich, dass zumindest Churchill an einer Ermordung Hitlers, also seinem Vorzeitigen Verschwinden kein Interesse hatte und Stalin sowieso nicht!

Im Grund war man sich damals wie heute darüber einig, dass der 2.Wk im eigentlich Hitlers Krieg war. Ohne ihn wäre sicher alles anders gekommen und daran hatte man, nachdem es so gekommen war, wie es gekommen ist, kein Interesse. Stalin hatte die einmalige Gelegenheit als Befreier ein rotes Imperium ganz nach seinen Vorstellungen zu errichten und gleichzeitig seinen grössten Widersacher in Europa ein für alle mal auszuschalten.
Ähnliches führte Churchill im Sinn und das konnte er nur, wenn der stärkste europäische Rivale diesmal entgültig vernichtet worden wäre.
Wie aber wollte man die Fortsetzung eines Krieges seinem eigenem Volk gegenüber erklären, wenn der offizielle Kriegsgrund weggefallen ist und die neue deutsche Führung den Kriegsgegnern ein Friedensangebot unterbreitet hätte und je nachdem, wann Hitler beseitigt worden wäre, hätte man deutscherseits ja noch einiges zu bieten gehabt!

Hat man eigentlich versucht Churchill "ans Leder" zu gehen?

hec801

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #18 am: 11.12.06 (15:38) »
Hat man eigentlich versucht Churchill "ans Leder" zu gehen?

Der "gelandete Adler" sollte ihn doch richten, gel!  ;D  ;)
« Letzte Änderung: 11.12.06 (15:40) von 801 »

Mario

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #19 am: 11.12.06 (19:50) »
Also, das Unternehmen "Zeppelin" wird auch in dem Buch  "Im Duell mit der Abwehr", Militärverlag der NVA, sowie in einem anderen Buch beschreiben. Da weiss ich aber zur Zeit den Titel nicht, nur, das da zwei Fälle behandelt werden: Im ersten Teil geht es um den Wettlauf zwischen polnischer Staatssicherheit und der Organistation Gehlen, der zweite Teil heisst " Unternehmen Zeppelin", da wird dann auch die Vorgeschichte des Gesamtunternehmens beschrieben. War wohl aus dem Aufbau-Verlag, frühe 60er Jahre. Zwar stark eingefärbt, aber im Kontext mit heute erhältlichen Büchern hintergründig beleuchtet.

In diesem Sinne
Tschaudi


Richtschuetze

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #20 am: 11.12.06 (20:09) »

Zitat
Im Grund war man sich damals wie heute darüber einig, dass der 2.Wk im eigentlich Hitlers Krieg war.


Nun ich denke das der Krieg nicht nur alleine Hitlers Krieg gewesen ist.Früher oder Später hätte Stalin los geschlagen.Was ja seine Raubzüge gegen seine Nachbarländer beweisst!
England die USA und auch Frankreich hatten so lange sich Deutschland "Gutmütig"gibt keinen Grund loszuschlagen da ja bist eben zum 1.9.1939 nichts schlimmes passiert ist!Polen war für mein dafür halten ein "Unruhestifter"da es Oberschlesien/Westpreussen nicht bereit war gerecht aufzuteilen und selber Stimmung gegen Deutschland und die Deutschen machte!Selbst Angriffs Pläne wurden entworfen!
Sicher ist auch ohne einen Hitler hätte es höchst wahrscheinlich keinen Krieg gegeben aber ohne das Diktat von 1919 auch keinen Hitler!

Gruss

T-34

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #21 am: 06.01.07 (23:27) »
Schilo sollte 1932 ins Gefaengnis kommen - wegen Geldunterschlagung auf seiner Dienststelle. Nach sienem gelungenen Fluechten machte er falschen Pass unter Namen v. Tawrin. Vor dem Krieg begab er sich in eine Unteroffizierschule. 1942 wurde er unter Verdacht der militaerischen Abwehr geritten, deswegen hatte er endlich auf deutsche Seite ueberlaufen.
Geschichte ist also in der Wirklichkeit etwas anders  ;)
Sein Versuch Stalin zu toeten scheiterte weil alles sehr oberflaechlich vorbereitet war. Ausserdem hatte man den Flugzeug gesehen und sofort nach seinen Landungsplatz gesucht.
Tawrin hatte zu viel hoehere Orden, welche dazu Vorschriftswidrig angeordnet hatte. Seine "Frau" und er hatten zu viele Papiere, sogar einen Zeitungsausschnitt mit gefaelschtem Foto v. Heldsternwidmung. Ihre Schuhen und ihr Kraftfahrrad waren absolut nicht geschmutzt... Das alles zusammen machte sofort einen entschprechenden Eindruck auf Streifwache, so das die beiden sofort verhaftet wurden.
Die Geschichte ist eigentlich schon lange kein Gecheimnis mehr.


Was Stirlitz anbetrifft, er ist ne Person aus einer modernen Buchverfilmung ;)
Die Russen hatten keinen Spion in RSHA

"Stirlitz" ist auch in "Krieg und Frieden" zu treffen:

Ronny22

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #22 am: 07.01.07 (10:55) »
Tja manchmal ist weniger eben mehr...  ::)

Durch die vielen Orden hätte er ja auch in Russland einen gewissen Bekanntheitsgrad haben müssen, da die russische Propaganda ja ziemlich viel Wind um ihre Helden gemacht hat.

Naja ziemlich beschämend für die deutsche Abwehr das es an solchen "Kleinigkeiten" scheiterte...
Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre.
Bertrand Russell

Ein guter Soldat ist nicht gewalttätig.
Ein guter Kämpfer ist nicht zornig.
Ein guter Gewinner ist nicht rachsüchtig.
Shaolin-Weisheit

T-34

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #23 am: 07.01.07 (11:46) »
2 Ronny22:
Propaganda koennte da kaum helfen, das Fehler gehoerte zu anderen Kleinigkeiten: die 2 Orden (Alexander Newski und der Rote Stern) sollte man auf anderer Brustseite tragen (neue Verordnung war schon 1 Jahr gueltig)

Die dt. Abwehr war sehr schwach gegen Russen als Aufklaerungsdienst in den nicht besetzten Gebieten.

wal

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #24 am: 07.01.07 (16:56) »
Hat jemand das Buch:  "Special task", "The memoirs of Pavel Sudoplatov" gelesen? Pavel Sudoplatov war einen Chef von russischen Geheimdiensten in der Kriegszeit. Er schrieb ueber den Kampf gegen deutsche "Abwer".
Aber, es scheint mir, dass sie "einen Kampf" nur  inszeniert haben.
 Bezonders verdaechtig ist eine Operation von Nikolay Kuznetsov, einen russischen "Held". Kuznetsov hatte "freundliche Beziehung" mit Hans Oster (einen Stellvertreter von Canaris)! Gauleiter Erich Koch, Einen Administrator von Poland und Galitsia hat ihm ueber den zukunftigen deutschen Angriff nach Kursk informiert! Spaeter hat Kuznetsov ihm getoetet.
Kann  man das alles glauben? Wenn ja, dann kan ich nur sagen das deutsche und russische Geheimdiensten nicht Gegners aber Kollegen waren. Kuznetsov und seine Kameraden wurden nach der Operation getoetet (ich vermute, von eigenen Geheimdiensten).
 Russische Original von dieses Buch kann man kostenlos downloaden.

T-34

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #25 am: 07.01.07 (18:32) »
Quatsch, haben Sie das selbst gelesen?
Kusnetsow, ein Oberleutnant. Freund vom Gauleiter Ostpreussen und Reichskomissar Koch, na ja...

Seine Gruppe war wirklich erfolgreich (Koch wurde mit Hilfe eigener Hausfrau aka Agentin v. Kusnetsow getoetet)
Sein Basis hatte er in einer Partisanengruppe, davon aus hatte er einige erfolgreiche Operationen persoehnlich durchgefuehrt, als Offizier der WH und WL.
Aber James Bond war er nicht. Kaffe mit Koch und Oster gabs nicht.

Lesen Sie selbst den erwaehnten Sudoplatow, das Buch ist wirklich inhaltsreich. Dann werden Sie vielleicht solche Vermutungen ueber Kusnetsow`s Tod nicht aussprechen. Getoetet wurde Kusnetsow nicht von "blutgierigen Stalin u. Beria". Er wurde bei seiner Rueckkehr zur Frontlinie auf besetztem Territorium Ukrainas von einer UPA-Gruppe (ukrainische Nationalisten) erschossen.

« Letzte Änderung: 07.01.07 (18:44) von T-34 »

Jan-Hendrik

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #26 am: 07.01.07 (18:50) »
Zitat
Koch wurde mit Hilfe eigener Hausfrau aka Agentin v. Kusnetsow getoetet

Wie bitte  ??? Aus welchem Märchenbuch stammt denn diese Räuberpistole ?

Erich Koch verstarb am 12.11.1986 November in einem polnischem Gefängnis auf ostpreußischem Boden  ;)

Jan-Hendrik

T-34

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #27 am: 07.01.07 (20:05) »
Na, sehen Sie, wirklich rasche Reaktion  8)
Natuerlich, gesprengt wurde ein anderer Reichskommissar  :P und Kusnetsow hatte nichts damit zu tun

Parteigenosse Koch hatte mit Kusnetsow nur einen Gespraech wegen eine fuer den deutschen Offizier notwendige Heiratserlaubnis. Kusnetsow wollte den Fall ausnutzen um Koch zu toeten. Genau aus diesem Gespraech konnte Kusnetsow feststellen, wo die dt. Wehrmacht ihre Sommeroffensive vorbereitet.

Jan-Hendrik

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #28 am: 07.01.07 (20:20) »
Zitat
Parteigenosse Koch  hatte mit Kusnetsow nur einen Gespraech wegen eine fuer den deutschen Offizier notwendige Heiratserlaubnis. Kusnetsow wollte den Fall ausnutzen um Koch zu toeten. Genau aus diesem Gespraech konnte Kusnetsow feststellen, wo die dt. Wehrmacht ihre Sommeroffensive vorbereitet.

Mit Verlaub gesagt halte ich auch dies für ein Märchen , denn einerseits bezweifle ich arg das Koch über die nötigen operativen Informationen verfügte ( weil absolut nicht sein Sachgebiet ) und andererseits konnte die Rote Armee den Aufmarsch der dt. Armee nördlich und südlich Kursk ( auch durch die mehrfache Verschiebung der Operation ) auch problemlos via Luftaufklärung und mit Hilfe von Partisanen aufklären .

Insofern neige ich immer noch dazu das in der Kategorie "Räuberpistole" abzuhaken  ;)

Jan-Hendrik

T-34

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Re: Attentat auf Stalin
« Antwort #29 am: 07.01.07 (20:25) »
Dank eigener Wachdienst blieb Koch am Leben. Aber auch Kusnetsow haette im Fall eines Attentats keine Chancen. Letztendlich hatte die russische Kriegsleitung aus Bericht v. Kusnetsow wichtige Information fuer Bestaetigung ihrer Vermutungen bekommen.

 

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