Autor Thema: Stalins "Fackelmänner-Befehl"  (Gelesen 15355 mal)

Richtschuetze

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #15 am: 25.07.06 (12:36) »
Zitat
Die Fehler in der Wehrmachtaustellung waren für Ihn nur "einige falsch beschriftete Fotos" etc.pp.


Das sagt schon einiges über diesen Menschen aus wie neutral es das alles sieht! ::)Deshalb stellt sich eigentlich die Frage ob seine Aussage bezüglich der Uniformen auch der Wahrheit entspricht?Also sind die Dokumente wirklich gefälscht worden wo Er doch so großzügig Historiker wie Franz.W Seidler etc angreifft?

Zitat
sondern auch, ähem "faschistische Banden" . Die nannten sich dann "Brandenburger" !

Rchtig Waldi nur haben die nicht die eigene Bevölkerung umgebracht/beraubt! ;)

Gruss


P.S wieso sollte Nikolaus Brauns "Version"die richtige sein und andere Lügen?ist jetzt meine Frage!

Niwre

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #16 am: 25.07.06 (13:05) »
Leute, bleibt doch mal beim Thema. Was irgendein Popanz (Brauns) meint ist doch vollkommen egal. Den Faelschungsnachweis haben Hartmann und Zarusky 2000 erbracht.
Truth is invariant under change of notation. (J. A. Goguen)
Es hat niemand die Absicht, im Privatleben harmloser Bürger herumzuschnüffeln. (W. Schäuble)

Ronny22

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #17 am: 25.07.06 (13:52) »
Leute, bleibt doch mal beim Thema. Was irgendein Popanz (Brauns) meint ist doch vollkommen egal. Den Faelschungsnachweis haben Hartmann und Zarusky 2000 erbracht.


Keinen Strohhalm auslassen den Nachweis der Fälschung, als Fälschung zu deklarieren...   ::)
Ein guter Soldat ist nicht gewalttätig.
Ein guter Kämpfer ist nicht zornig.
Ein guter Gewinner ist nicht rachsüchtig.
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Wenn ein Mann sagt er hat keine Angst zu sterben, ist er entweder ein Lügner oder ein Gurkha!
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waldi44

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #18 am: 25.07.06 (14:46) »
Leute, bleibt doch mal beim Thema. Was irgendein Popanz (Brauns) meint ist doch vollkommen egal. Den Faelschungsnachweis haben Hartmann und Zarusky 2000 erbracht.
Ich hab aber damit gerechnet, dass der Vorwurf (Beweis) der Fälschung in Frage gestellt wird. War nicht anders zu erwarten, aber so kann man beim besten Willen keine Diskussion führen. Ständig wird nach Beweisen und Quellen verlangt und liefert man diese hieb und stichfest, werden sie sofort in Zweifel gezogen. Die eigenen Quellen, hundertfach widerlegt oder als Lügengespinst enttarnt werden aber eifrigst zitiert und im Zweifelsfall sind Widersprüche oder Lügen eben zweitrangig.

Bis jetzt aber ist noch niemand auf den Inhalt des Befehls als solchen eingegange, der nämlich, so die Originalversion nichts anderes besagt, als dass dem Feind nichts in die Hände fallen darf, was er zur Kriegsführung gegen die Sowjetunion irgendwie verwenden könnte. Dabei wurde auf die Belange der Zivilbevölkerung herzlich wenig Rücksicht genommen! Stimmt!
Sieht man mal davon ab, dass es sich um die eigene Bevölkerung handelte, die dadruch besonders getroffen wurde, sehe ich darin weder einen Akt der Barbarei, noch sonstwie eines Verbrechens!
Im logischen Umkehrschluss aber, räume ich der Wehrmacht bei ihren Rückzugefechten und -schlachten das selbe "Recht" der Kriegsführung ein und verweise solche Formulierungen wie "barbarischer Akt der Vernichtung" oä. ins Reich der Polemik. Propagand und meinetwegen des Klassenkampfes ;).

Wer also den original Fackelmännerbefehl als bolschewistische Gräultat bezeichnet, der kommt nicht umhin selbiges auch von den Taten der Wehrmacht auf ihrem Rückzug zu behaupten. Wer aber die Sowjets von jeder Schuld frei spricht muss dies dann auch für die Wehrmacht tun.
Am Schluss aber, würde der Sieger dann eben die Schuldfrage stellen und "wer soll das bezahlen"  und als Sieger wohl für sich entscheiden, wie geschehen...

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #19 am: 25.07.06 (15:57) »
Lieber @waldi,
der Nero Befehl auf den Du Dich beziehst, ist von den zu vollziehenden Instanzen weinig bis überhaupt nicht ausgeführt worden nimmt man ganz Deutschland als Masstab!
Mein Vater erzählte mir das in Besskow/Mark sechs Scheunen voll von Lebensmittel waren, jeder Soldat nahm das was er tragen oder transportieren konnte mit. Um den Russen nicht den Rest zu überlassen wurden extra WH Fahrzeuge( Spritmangel war ja bekannt) dazu benutzt um die Lebensmittel zu den Trecks nach Süden und Norden zu transportieren, der Rest wurde verteilt. Lt. Nero-befehl waren diese Reserven zu vernichten. Dies stimmt überein mit den Aussagen der Lager in Berlin, da wurde auch keins vernichtet, wobei der Befehlsgeber gleich um die "Ecke" saß . AEG und Rummelsburg produzierten schon wieder am 29.05 45!
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Hoth

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #20 am: 25.07.06 (17:01) »
Im Zusammenhang mit der von der Roten Armee und der Wehrmacht durchgeführten Taktik der "Verbrannten Erde" darüber zu streiten, wer was gemacht hat, geht doch am Kern der Sache völlig vorbei.

Seit es Kriege gibt wurde so ewas in der Praxis durchgeführt. Allerdings wohl nicht in dem Ausmaße und mit solchen Auswirkungen vor allem auf die Zivilbevölkerung. Und vor allem auch nicht auf die eigene Bevölkerung, wie im Bsp. der Sowjetunion. Selbst aus der nächstgrößeren Katastrophe der Menschheit, dem 1.WK, ist ein derartiges Verhalten in dieser Dimension von keiner Kriegspartei bekannt. Auch die russ. zaristische Armee hat ihre eigene Bevölkerung bei den großräumigen Rückzügen und Gebietsverlusten im 1.WK nicht in dieser Art behandelt. Insg. wurde es im 1.WK, wenn überhaupt, mit der Zerstörung milit. relevanter Strukturen bei Rückzügen belassen. Ein ähnliches Verhalten in der jüngeren europäischen Kriegsgeschichte findet man beim Angriff Napoleons auf Rußland wieder. Allerdings wurde hier die Taktik der "Verbrannten Erde" seitens der Russen "nur" in einer gewissen Breite entlang des Vormarschweges der franz. Truppen angeordnet und durchgeführt.

Insofern ist der 2.WK, oder besser gesagt, der Beginn des Rußlandkrieges, schon mal ein Rückschritt auch in zivilisatorischer Hinsicht gewesen, eine Perversierung und Barabarisierung in bisher nicht gekannter Art. Vor allem zurückzuführen seitens der Sowjets auf die traditionell schon bei den Russen geringe Wertschätzung von Menschenleben allg., und natürlich aufgrund der ideologischen Inhumanisierung des Landes seit Machtübernahme der Bolschewisten. Eine Inhumanisierung, die sich über die bekannten innenpolitischen Gräueltaten in den 20-iger und 30-iger Jahren nach Kriegsbeginn 1941 noch steigerte, da es hier um den Überlebenskampf der kommun. Ideologie ging.

Auch deutscherseits veränderte sich die Art der Kriegführung, zunächst vor allem als Reaktion auf die bisher unbekannte brutale Art und Weise der Kriegsführung des Gegners, und spätestens ab Mitte 1943 und dem Beginn des allg. Rückzuges auch als allg. Überlebenskampf.

Wurde zunächst versucht im Hinterland möglichst geordnete Verhältnisse herzustellen und zu erhalten, alles andere machte keinen Sinn, wenn sowohl die Wehrmacht aus dem besetzen Gebiet versorgt werden sollte und dazu noch das Reich und die russ. Bevölkerung, hat man beim Rückzug darauf dann keine Rücksicht mehr genommen.

Insofern ist vom Fakt her die Furie des Krieges über die leidgeprüfte russ. Bevölkerung zweimal hinweggegangen, einmal von den eigenen Machthabern und dann von den Besatzern. Darüber kann es keinen Zweifel geben.

Allerdings wurde nach dem Krieg und wird auch heute immer noch gern so getan, als wenn allein die Wehrmacht für diese großen Zerstörungen verantwortlich ist. Es wird hierzu gern unterschlagen, daß zum einen die reinen Kriegshandlungen beider Parteien und schwere Kämpfe mit oftmals hin-und herwogenden Fronten allein schon naturgemäß größte Schäden anrichteten, und zum anderen die Taktiken der "Verbrannten Erde" beider Armeen vielen Landstrichen nochmals schwer schadeten.

Fand schon die Wehrmacht beim Vormarsch in vielen Dörfern und Städten durch Abbau von lebensnotwendigen Einrichtungen oder deren Zerstörung, durch Vernichtung der Ernten und Anbauflächen, durch Tötung oder Wegtrieb von Nutzvieh seitens der Sowjets vor, die damit die Bevölkerung praktisch dem Hungertod preisgaben, werden all diese Fakten, die sich zumeist erst nach einem längeren Zeitraum voll auswirken mußten, der dt. Seite zugeschoben.

Es geht also gar nicht darum, ob so etwas stattgefunden hat, natürlich hat es das, auch deutscherseits, sondern wem auch in dieser Frage immer wieder eine Allein-und Globalschuld zugesprochen wird.

Und solchen Unsinn und so eine eindeutige Lüge kann man nun wirklich bald nicht mehr hören!
« Letzte Änderung: 25.07.06 (17:33) von Hoth »

merlin61

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #21 am: 25.07.06 (17:05) »
Hat eigentlich keiner eine Meinung zu den Nachkriegsurteilen, welche - zumindest laut den einschlägigen Quellen -
in der großen Mehrzahl der Fälle "einzig" aufgrund des Alters der Angeklagten mit einem Freispruch endeten ?



Ich mutmaße einfach mal - und ich denke ich liege damit auch nicht arg weit daneben - das die nach Jahrzehnten
vorgelegten Beweise(= Zeugenaussagen usw.) für eine "zweifelsfreie" Verurteilung nicht ausreichend genug waren.
Dargestellt werden die Fälle aber i.d.R. so, als ob dies der Fall gewesen ist - und nur deren Alter sie davor bewahrte.

Ein zweifelsfrei erwiesener Mord wird nicht nur heute, sondern dieser wurde auch im DR und davor von der Justiz bestraft.
Denn: Eine Abgrenzung zwischen einem "Mord mit Überlegung" und einem "Totschlag im Affekt" gibt es in Deutschland ...
... seit dem Jahr 1941 nicht mehr!


D.h. aber auch, das in jedem Fall "ausreichend" zu prüfen ist, wie die jeweilige Gesetzeslage zum jeweiligem Zeitpunkt / Tatort war.
Wobei in Kriegszeiten völlig andere Gesetze zur Anwendung gekommen sind als wir diese heute in Friedenszeiten allgemein kennen.
Für die meisten Länder war Krieg aber alles andere als ein rechtsfreier Raum - geprägt war die Justiz oft vom Verhalten des Gegners.
Optimismus ist ein Mangel an Information.
Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung.

The Real Blaze

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #22 am: 25.07.06 (17:22) »
Zitat
Bei anderen "verfälschten Dokumenten" warst du weniger kulant
Ja wo? Ich denke ,daß ich mich hier das erstemal mit sowas befasse. Was ist also so wichtig an einen verfälschten Befehl, wen  es die tatsächlichen Auswirkungen dazu gegeben hat? Da kannst du das "verfälschte" ruhig in die Mülltonne werfen und sich rein faktisch damit beschäftigen. Angefangen vom NKWD und seinen Millionen Opfern bis zur politischen Führung im bolschewistischen Bandenkampf. Da der Bandenkampf schon in Räumen organisiert war, die noch kein deutscher Soldat betreten hatte, wurde dort auch alles planmäßig umgesetzt, was Stalin befahl, inklusive Terror und Vernichtungsbefehle.

Brandenburger die sich hauptsächlich mit  Kommando Ops beschäftigen kann man überhaupt nicht mit bolschewistischen Banden oder gar den NKWD vergleichen. Den Unterschied solltest du eigentlich erkennen.



Mario

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #23 am: 25.07.06 (19:53) »
@The Real Blaze

Es ging hier auch nicht darum, die Brandenburger mit irgendwelchen "bolschewistischen Banden" ( waren das alles Bolschewisten,oder gabs da auch ein paar Patrioten, die für Mütterchen Rußland kämpften??? ) oder dem NKWD zu vergleichen. Aber: Gegnerische Uniformen haben sie alle genutzt, die taktischen Ziele waren nur anders gelagert !

@ Thema
Und, um es mal so zu sagen: Ich kann doch mein Land so verteidigen, wie ich es für richtig halte, wenn ich angegriffen werde. Dieses dann als Angreifer genauso zu machen, wenn die Reise wieder rückwärts geht, ist, zumindest im angegriffenen Land, für mich ein Verbrechen. Ergo: Wäre die Wehrmacht nicht in Rußland einmarschiert, hätten die Sowjets ihre Länderein nicht verteidigen und unbrauchbar machen müssen, also hätten auch die "überrollten Zivilisten" nicht zu sterben brauchen !!!
Und wenn man sich die geografische Seite verdeutlicht, erkennt man und mußte man erfahren, daß es eben kein "normaler"
Kriegsschauplatz war. Hätten die Belgier ihre Städte oder Dörfer angezündet, wäre man einfach weiter gefahren, wäre ja kein "Beinbruch" für den Angreifer, die nächste Stadt hätte keiner mehr abgefackelt. Aber Russland, wo man Raum hinter der Front hatte, da konnte man sowas organisieren. Und der teils fanatisch organisierte Wiederstand der Truppen gab eben den Kommunisten die Zeit, die Partisanenbewegung ( icjh spreche hier nicht von Banden, da Banden eigentlich auf kriminellen Gewinn aus sind! ) zu organisieren. Dann waren eben Kommandostrukturen schon fertig oder im Aufbau, als die Front über die Landstriche hinweg rollte. Wenn andere Länder in Europa das nicht schafften, will man die Koljas dafür verurteilen ?
Und zum NERO-Befehl: Wenn der nicht so durchgeführt wurde, wie er befohlen war, dann doch eigentlich nur deshalb, weil führende Größen sahen, daß es keinen Platz zum Rückzug und zur Reorganisation nach russischem Vorbild gab. Und sichcer auch deshalb, weil sie ihre Fühler ausgestreckt hatten und merkten, daß nicht alles Friede Freude Eierkuchen bei den Alliierten war. Und den Willen der Westalliierten, Deutschland als Staat doch nicht sterben zu lassen, merkte man sicher auch noch vor der Kapitulation.

In diesem Sinne
Tschaudi

waldi44

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #24 am: 25.07.06 (20:14) »
Zitat
Bei anderen "verfälschten Dokumenten" warst du weniger kulant
Ja wo? Ich denke ,daß ich mich hier das erstemal mit sowas befasse. Was ist also so wichtig an einen verfälschten Befehl, wen  es die tatsächlichen Auswirkungen dazu gegeben hat? Da kannst du das "verfälschte" ruhig in die Mülltonne werfen und sich rein faktisch damit beschäftigen. Angefangen vom NKWD und seinen Millionen Opfern bis zur politischen Führung im bolschewistischen Bandenkampf. Da der Bandenkampf schon in Räumen organisiert war, die noch kein deutscher Soldat betreten hatte, wurde dort auch alles planmäßig umgesetzt, was Stalin befahl, inklusive Terror und Vernichtungsbefehle.

Brandenburger die sich hauptsächlich mit  Kommando Ops beschäftigen kann man überhaupt nicht mit bolschewistischen Banden oder gar den NKWD vergleichen. Den Unterschied solltest du eigentlich erkennen.




Ich kann mich an diverse Bilder erinnern, anhand du "beweisen" wolltest, wie man uns Nachgebore betrügt. In die "Mülltonne" werfen, weil beim Lügen erwischt? Es geht dabei nicht um die "Fackelmänner" von damals, sondern um die braunen "Fackelmänner" von heute, denen selbst Lügen nicht fremd sind, wenn sie nur ihr krudes Weltbild vom bösen Feind aufbauen helfen,
Selbstverständlich vernichtet man für den Feind wertvolle Güter, die man nicht abtransportieren kann, BEVOR der Feind da ist und man wartet nicht bis er da ist! Auch die Deutschen organisierten ihren Werwolf in noch lange nicht vom Gegener eroberten Gebieten und auch die Briten bereiteten schon mal alles vor für den Fall einer Landung und zwar VOR der Landung!
Wenn man will und etwas grosszügig ist, kann man sie durchaus vergleichen und wie Mario richtig sagte: Gegnerische Uniformen trugen sie alle , aber den Russen wird es zum Vorwurf gemacht. Naja, "bolschewistische Banden" mit Messern zwischen den Zähnen eben contra "strahlend blonde Edelgermanen" ;D!

@logo: Nicht nur auf den Nerobefehl*, denn der soll ja erst 1945 erteilt worden sein, die "Verbrannte Erde" begann aber deutscher Seits schon viel früher.

PS:"Nerobefehl" = anderes Thema!

The Real Blaze

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #25 am: 25.07.06 (20:16) »
Zitat
das alles Bolschewisten,oder gabs da auch ein paar Patrioten, die für Mütterchen Rußland kämpften???


Die Partisanenbanden wurden von Sowjetkommisaren geführt. Alle Aperatschicks die mit berechtigten Volkszorn rechnen mußten gingen ebenfalls in den Wald. Da war schon vom ersten Zeitpunkt an, die ideologische Basis vorhanden. Und wer da nicht ins Sowjethorn blies wurde aussortiert(ermordet). Dazu kamen dann versprengte Truppen und Zwangsrekrutierte.  Alle anderen Freiwilligen waren dann auf jeden Fall Opfer der bolschewistischen Propaganda, aber auch unmittelbare Opfer deutscher Gegenmaßnahmen und tatsächlicher Verbrechen der Einsatzkommandos.

Grundsätzlich war also der Bandenkampf ein  bolschewistischer.  Patrioten gab es natürlich auch, sie hatten aber nur eine Chance sich zu beweisen, wenn sie sich den Kommisaren und der bolschewistischen Ideologie unterordneten. Nach dem Krieg gab es ja auch weiterhin Partisanen , die für die Unabhängigkeit ihrer Länder kämpften(Litauen , Ukraine) Und genau dort findest du auch den wirklichen patriotischen Geist, befreit von jeder Ideologie.

PS: bolschewistisch ist die maßgebliche damalige Bezeichnung für die Staatsideologie. Es wäre also unsinnig da etwas anderes zu erfinden, wenn es realer Sowjetsprachgebrauch war. Wenn du also Bolschewistisch anführst("  "), stellst du einen realen historischen Fakt in Frage. Und genau deshalb verzichte ich darauf, weil es halt ab 1917 so war.

The Real Blaze

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #26 am: 25.07.06 (20:22) »
Zitat
Naja, "bolschewistische Banden" mit Messern zwischen den Zähnen eben contra "strahlend blonde Edelgermanen"

Ja Waldi so war es eben damals  ;) Nur hatte der bolschewistische Waldmob meist russische und erbeutete deutsche Maschinenpistolen. Von Banditen ermordete deutsche Soldaten wurden meist nackt aufgefunden, beraubt der Uniform und sonstigen von Wert. Umgedreht hat kein deutscher Soldat einen Partisanenleichnam gefleddert 8)

Ronny22

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #27 am: 26.07.06 (02:35) »
Zitat
Naja, "bolschewistische Banden" mit Messern zwischen den Zähnen eben contra "strahlend blonde Edelgermanen"

Ja Waldi so war es eben damals  ;) Nur hatte der bolschewistische Waldmob meist russische und erbeutete deutsche Maschinenpistolen. Von Banditen ermordete deutsche Soldaten wurden meist nackt aufgefunden, beraubt der Uniform und sonstigen von Wert. Umgedreht hat kein deutscher Soldat einen Partisanenleichnam gefleddert 8)


"Bolschewistischer Waldmob".....  ::)

Das die Russen auch extra ausgebildete Partisanen per Fallschirm absetzten und auch Fallschirmjäger und versprengte russische Soldaten Bestandteil der Partisaneneinheiten waren ist dir unbekannt?

Das waren nicht alles bewaffnete Bauern oder ähnliches, wie Waldi schon erwähnt wurden diese Einheiten vorher schon formiert und vorbereitet.

So wie du das beschreibst könnte man denken das waren besoffene Lynchmobs die einfach alles erschlugen was ihnen vor die Hände kam ohne Sinn und Verstand.

Das die Partisanen sich nicht an geltenes Recht hielten ist bekannt, sie selbst standen ja selbst außerhalb von diesem.

Und auch wenn deutsche Soldaten Partisanenleichen fledderten (was sollten sie auch mit deren Klamotten???) war die deutsche Partisanenbekämpfung auch kein Kindergeburtstag. Da wurden ganze Dörfer auf Verdacht plattgemacht, mitsamt Bewohnern...egal ob Frau, Kind oder Greis.

Im Gefechtsbericht las sich das dann beispielsweise:

- 342 Feindtote
- erbeutete Waffen: 2 Gewehre, 1 MP und 2 Handgranaten.....  ::)
- eigene Verluste: 3 Verwundete

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waldi44

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #28 am: 26.07.06 (12:39) »
Zitat
Naja, "bolschewistische Banden" mit Messern zwischen den Zähnen eben contra "strahlend blonde Edelgermanen"

Ja Waldi so war es eben damals  ;) Nur hatte der bolschewistische Waldmob meist russische und erbeutete deutsche Maschinenpistolen. Von Banditen ermordete deutsche Soldaten wurden meist nackt aufgefunden, beraubt der Uniform und sonstigen von Wert. Umgedreht hat kein deutscher Soldat einen Partisanenleichnam gefleddert 8)

Sprichst Du jetzt von den Mörderbanden, äh Partisanen nach 45, die sich "Waldbrüder" nannten ::)? Ach nein, das sind ja für dich die wahren Patrioten ;D!
Ups nicht gefledder? Ich frage mich, woher die deutschen Soldaten so auffallend viele russische Winteruniformstücke hatten? Aus Wehrmachtsbeständen nicht und da spielt es auch keine Rolle, ob diese Teile von Partisanen oder regulären Sowjetsoldaten stammten. Gefleddert ist gefleddert auch wenn es nicht die berühmte "Uhri" war, sondern die lebensrettenden Filzstiefel oder Fellmützen!
Du fragst, was sie mit den Klamotten wollten? Vielleicht nur überleben...?
Es ist nicht von Beutewaffen die Rede, denn deren Benutzung nach deutlicher Kennzeichnung ist legitiem. Das Aussziehen und weiterbenutzen fremder Uniformteile ist zwar auch nicht verboten, aber Fledderei allemale. Esy ist übrigens schon sehr verwegen von dir, für 11 millionen deutsche Soldate incl. der Mörderbande eine Dirlewangers deine Hände ins Feuer zu legen, von wegen:"Umgedreht hat kein deutscher Soldat einen Partisanenleichnam gefleddert."
Also überleg, Real, was du schreibst!
Mit dem Begriff des "Bolschewisten" hast du natürlich recht, aber dann muss man sich auch den ebenfallst nicht falschen Begriff "faschistisch" gefallen lassen.
"Alle anderen Freiwilligen waren dann auf jeden Fall Opfer der bolschewistischen Propaganda..."- Richtig, das trifft für die, der faschistischen Propaganda zum Opfer gefallenen, ebenso zu!

ABER: Wir sind schon wieder in den idiologischen Bereich abgeglitten, statt uns 1. ünber die "Rechtmässigkeit" einer/dieser Fälschung zu unterhalten und 2. über die Kriegstaktik der "Verbrannten Erde" auf beiden Seiten!

The Real Blaze

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Re: Stalins "Fackelmänner-Befehl"
« Antwort #29 am: 26.07.06 (17:16) »
Zitat
Ich frage mich, woher die deutschen Soldaten so auffallend viele russische Winteruniformstücke hatten?
Hallo Waldi... ;) ich hab deutlich Partisanenleichnam  geschrieben(dort war sogut wie nichts verwertbares dran...). Du mußt mir also nicht den Frontalltag im Winter erklären 8)

Zitat
Sprichst Du jetzt von den Mörderbanden, äh Partisanen nach 45, die sich "Waldbrüder" nannten

Njet, von den tatsächlichen Unabhängigkeitskämpfen ;) Les doch mal das Buch von Bruno Sutkus darüber, wie es sich zum Beispiel in Litauen verhielt. Da kannst du deine "Mörderbanden" ganz geschwind verschwinden lassen. Das trifft eher auf den Großteil sämtlicher bolschewistischer Banden zu, die auch ihre eigene Bevölkerung ermordeten.
 
Und da immer wenn es um böse rote Waldbuben geht, das Werwolf argument gezogen wird, nur mal eine kleine Anmerkung: Rein zahlenmäßig kannst du das übertrieben aufgebauschte Werwolfgetümmel in Deutschland ganz schnell vergessen. Da gabs null operative Auswirkung auf dem krieg. Das waren nicht mal "Nadelstiche".

Zitat
ebenfallst nicht falschen Begriff "faschistisch" gefallen lassen.

was ich nicht so sehe. Faschistisch war sehr viel weniger Sprachgebrauch in Deutschland, es wurde hauptsächlich von der Feindpropaganda bemüht. In Deutschland benutzte man hauptsächlich nationalsozialistisch. Man wollte sich da schon etwas abgrenzen, den mit Faschismus meinte man meist Mussolinis Erfindung, also etwas "italienisches". Und je mehr Italien zum Klotz am Bein der Achse wurde, desto stärker war dieser Trend.
« Letzte Änderung: 26.07.06 (19:53) von The Real Blaze »