Autor Thema: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura  (Gelesen 23828 mal)

merlin61

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #15 am: 26.04.06 (05:26) »
U.a. gehts auch hier => http://www.hohle-erde.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?board=HE-myt;action=display;num=1075598541
um die Villa Winter und andere Dinge auf der Halbinsel - beim Lesen sollte man allerdings Fakten von zu viel Fantasie trennen ;D
Optimismus ist ein Mangel an Information.
Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung.

hec801

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #16 am: 26.04.06 (10:29) »
...und auch diesen Link http://mitglied.lycos.de/villawinter/ mit noch mehr "BEWEISEN"!  ;D

The Real Blaze

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #17 am: 26.04.06 (18:36) »
Irgendwie haben alle da einen Denkfehler und vergleichen Ajuy mit Lorient, wo U Boote reinfahren konnten. 8) Ajuy war nur eine ausgebaute Höhle, die zur Versorgung diente, mehr nicht.


Das Wasser in der Bucht ist tief genug um fast am Ufer ankern zu können

Jan-Hendrik

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #18 am: 26.04.06 (19:15) »
Was ja auch gaaar nicht aufgefallen wär ... ;D

Jan-Hendrik

Mastercloser

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #19 am: 27.04.06 (09:59) »
Was ja auch gaaar nicht aufgefallen wär ... ;D

Och, naja, zu dem Zeitpunkt war die Halbinsel wohl tatsächlich abgesperrt, es wäre wohl schon möglich.
Allerdings auch eher unwahrscheinlich, zumahl die Boote einem eventuellen Luftangriff hilflos ausgeliefert wären.

Im Forum auf http://www.villawinter.at.tt/ findet man - wie üblich - die abstrusesten Theorien. Bis hin zu einem Zusammenhang mit der USS Skorpion.

Allerdings habe ich da auch folgendes, mir recht vernünftig erscheinendes, gelesen, geschrieben von "Winterfahrer".

Zitat
Hallo zusammen,

nachdem ich nun zum dritten Mal an der Villa war, die ganze Gegend in einem Umkreis von gut 5km abgegrast habe und so ziemlich jeden, den ich traf mit Fragen gelöchert habe, möchte ich meine eigenen Gedanken zum Thema kurz zusammenfassen:

I. Ubootstützpunkt
Horst Bredow, Gründer des Traditionsarchivs U-Boote und excellenter Kenner seines Archives verfügt über keinen einzigen Hinweis auf deutsche Boote, die Fuerteventura angesteuert haben. Die Ubootleute waren eine verschworene Gemeinschaft, die sich als Elite betrachtete und die wenigen Überlebenden des Ubootkrieges waren allesamt souverän genug, ihre Kriegserlebnisse zu schildern und zu dokumentieren. Von Fuerteventura ist niemals irgendwo die rede gewesen.
Nimmt man die Küste vor Cofete in Augenschein, fällt einem auch gleich auf, warum das so ist.
U-Bootbunker auf der anderen Seite von Jandia müssen so massiv und groß gewesen sein, dass eine Sprengung und restlose Beseitigung mehr oder weniger unmöglich wäre. Zweiflern empfehle ich einen Besuch des U-Bootbunkers Valentin in Bremen Farge, oder der Werftanlagen in den französischen Atlantikhäfen. Der Instandhaltungs- und Reparaturaufwand der WWII-Boote war so immens, dass FdU den U-Bootbestand drittelte: ein Drittel im Operationsgebiet, ein Drittel auf An- und Abmarsch und ein Drittel in der Werft. Selbst bei wohlwollender Betrachtung findet sich in weitem Umkreis um die Villa (selbst an der Ostküste) kein geeigneter Platz für Reparaturanlegen.
Versorgung mit Betriebstoffen und Torpedos von den Typ XIV (Seekuh) Booten aus war nur bei extrem ruhiger See und fernab von (Luft-)aufklärern möglich. Die Küste vor der VW ist dafür denkbar schlecht geeignet.
Ausserdem operierten die XIVer autonom und nicht in Küstennähe.
So verlockend der Gedanke an eine Versorgungsbasis gerade auch für mich als U-Bootenthusiast war: bei näherem Hinsehen spricht alles dagegen und nichts dafür - leider.

II. Bergbauaktivitäten
Mehrere Stockwerke unter der Villa halte ich für äusserst fragwürdig. Der Fels steht im Grunde direkt an der Oberfläche an und ist extrem hart. Ausschachtungen wären nicht nur äusserst mühselig gewesen, sondern hätten auch Unmengen an Aushub verursacht, der sich nicht in Luft auflösen kann. Ausserdem stellt sich die Frage, wozu Winter so tief in die Erde wollte. In der breite wäre doch Platz genug. Eine plausible Erklärung will mir nicht einfallen.
Fuerteventura ist extrem trockenes Pflaster. Gustav Winter baute Tomaten an (oder hat es zumindest versucht)Tomatenstauden brauchen Unmengen Wasser. Gustav Winter war Ingenieur (meines Wissens sogar Wasserbauwerker). Was pricht gegen die Annahme, dass er mit deutscher Gründlichkeit und deutscher Technik (alte Krupplohre) dem Wasserproblem zu Leibe rückte? Ohne großen Erfolg, wie man sehen kann.

III. Geheimhaltungssyndrom
Spanien war bis in die 70er Jahre eine faschistische Diktatur. Viele, der damals "Mächtigen" leben noch und haben unzählige Leichen im Keller; und gute Kontakte zum "System" sowieso. Keiner dieser Herren hat (verständlicherweise) Interesse daran, zu Lebzeiten auf seine Untaten angesprochen zu werden - ergo bleiben die Archive unzugänglich.
Wer in den 30er - 70er Jahren d. 20. Jhrhdts. größere Projekte in Spanien vorantreiben wollte, konnte gar nicht anders, als mit den herrschenden Faschisten zu kooperieren. Also auch Gustav Winter.

IV. Bunkercharakteristik des Gebäudes
Auch mit viel Wohlwollen kann keiner ernsthaft behaupten, die Villa sei massiv wie ein Bunker gebaut. Decken- und Wandstärken lassen diesen Schluss jedenfalls nicht zu und ich habe - dank der freundlichen alten Dame in der VW und meinem fließend spanisch sprechenden Bruder - fast jeden Winkel der Villa gesehen. Der Turm ist in der Tat etwas rätselhaft, aber in seiner Gesamtkonstruktion nicht massiv genug, um den kolportierten Geschützturm zu tragen oder irgendwelche Supermagnete, die Kompassnadeln ablenken sollten (ausserdem: die Kompasse hätten ja wie die freundliche Dame in Navigationsradio unserer Tage den direkten Weg zur Villa gewiesen...)
Die kreisrunde Öffnung im Dach halte ich schlichtweg für die Aussparung eines Wendeltreppenaufganges.
Die Elektroinstallationen scheinen mir keineswegs überdimensioniert, wenn niedrige Spannungen verwendet wurden. Hohe Ströme brauchen nunmal große Leitungsquerschnitte. Eine Spannungsreduktion um die Hälfte erfordert den vierfachen Strom, um die gleiche Leistung zu erzielen.

Fazit:
Flugscheiben, Neuschwabenlandaussenposten und all dieser Unfug sei einfach a priori ausgeschlossen; schon wegen des gesunden Menschenverstandes.
Für mich sieht es so aus, als sei die VW ein Umsteigebahnhof für Nazipromis nach Südamerika gewesen. Dieser Exodus fand bekanntlich bis ca. 10 Jahre nach Kriegsende statt. Die Abgeschiedenheit und die geographische Lage der VW scheinen mir Ideal, um diskret zu verschwinden. Und jeder, der in der Nachkriegsära mit dem Untertauchen solcher Leute zu tun hatte, hat natürlich ein vitales Interesse daran, dass es zu seinen Lebzeiten keiner erfährt.

Steinigt mich, kreuzigt mich oder verbrennt mich, aber ich kann wirklich kein großes Geheimnis um die Villa Winter sehen - obwohl ich nur zu gern daran glauben würde.

Hoth

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #20 am: 27.04.06 (10:20) »
Klingt wirklich sachlich, nüchtern und plausibel.

Erichx

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #21 am: 27.04.06 (12:57) »
Schreibt mal was über das "Castello El Dorado" in Rolândia / Brasilien. Das interessiert mich. :D Das Haus war viel interessanter als die Villa Winter. Mit Stacheldraht eingezäunt und mit Wachtürmen umgeben ... Leider gibt es nicht viel an Informationen im Netz.
http://www.acba.de/texte/faz20010127.html

hec801

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #22 am: 27.04.06 (15:17) »
Das ist eine übliche Geschichte in Brasilien, gerade in den dreißiger Jahren und dann nach dem Krieg flüchteten bzw. wanderten viele Deutsche dahin aus.

Schau mal in den Süden, vor allem in den Bundesstaat Santa Catarina (oder auch Rio Grande do Sul), so in die Ecke, Pommerode, Blumenau und Joinville. Da spricht man heute noch ganz normal Deutsch, wenn Du zum Bäcker Eggert gehst, wenn Du beim Fleischer Schumann vorbeischaust oder beim jüdischen Juwelier Stern oder wenn der lateinamerikanisch aussehende Moderator des Oktoberfests in Blumenau, welcher im Übrigen Paulo Siegfried Wagner heisst, Dich mit bayrischem Akzent im Bierzelt begrüsst.

Dass nun auch gerade Nazis nach dem Kriege in Brasilien Unterschlupf gesucht und gefunden haben, ist Geschichte und nicht zuletzt eine Folge der starken Deutschen Gemeinde, welche natürlich auch Deutsche jüdischen Glaubens umfasst - für mich ganz selbstverständlich.

Der Film ist allerdings sicher sehr interessant, schade, dass der vor 5 Jahren gelaufen ist...  :-\

Gruss

Hannes

Erichx

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #23 am: 27.04.06 (16:23) »
Eine Emigrantengemeinde ist nicht neues. Aber das Haus. So eine Art Festung. Und schon 1942 geplant oder gebaut ? Ich warte jetzt auf Real Blazi - er hat sicherlich irgendwelche "belegte" Geschichtln auf Lager. Direkt aus erster Hand. ;)

The Real Blaze

  • Gast
Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #24 am: 27.04.06 (18:06) »
Zitat
Allerdings auch eher unwahrscheinlich, zumahl die Boote einem eventuellen Luftangriff hilflos ausgeliefert wären.

was soll da unwahrscheinlich sein? Wenn es geheim war und die Engländer auf Verdacht Spanien angriffen, war die Neutralität zu Ende. Und die hat man sich mit Millionen Pfund bei Franco 1941 gesichert. So einfach war das nicht, es gab genug Spielraum, daß der Versorgungsbunker relativ unbehelligt bleiben konnte.

Erich was willst du den für Geschichten?  Mir reichen vorerst die Fotos , wo offensichtlich keine Erosion Bunkerstrukturen erschaffen hat und irgendwann schau ich mir das vor Ort an. Ist ja kein Sperrgebiet mehr.

Jan-Hendrik

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #25 am: 27.04.06 (18:11) »
 ;D ;D

Die hätten sich auch grade ein U-Boot auf dem Präsentierteller entgehen lassen ....

Zum Thema England und neutrale Staaten , sagt dir der "Altmark"-Zwischenfall etwas ??

Jan-Hendrik


Erichx

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #26 am: 27.04.06 (20:11) »
Erich was willst du den für Geschichten ?
Gemeint war eher Castello El Dorado. Ich dachte da kommt 'was im Nexusboardforum.

The Real Blaze

  • Gast
Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #27 am: 27.04.06 (22:45) »
Zitat
Die hätten sich auch grade ein U-Boot auf dem Präsentierteller entgehen lassen


Ja ok du billigst halt den Engländern, Kriegsallwissenheit zu. Schaute irgendwo auf dem Weltmeer ein U Bootturm aus dem Wasser, haben die Engländer das sofort gewußt, also durchgehend von 39- 45  ::)  Komisch das die Engländer nicht in spanische Häfen rein sind, weil doch dort von geparkten Handelsschiffen aus U Boote unterstützt wurden...und das obwohl die das wußten...oder wußten die doch davon nichts?

Erichx:    was für ein Castello? Eldorado ist nur eine überwiegend deutsche  Kolonialstadt in Misiones. Mehr ist nicht und was in den 30ern und 40 ern  dort ablief ist kaum der Rede wert.

Jan-Hendrik

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Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #28 am: 27.04.06 (23:08) »
Beschäftige er sich doch bitte mal a bisserl mit der Materie bevor er rumschwätzt ... ;)

Jan-Hendrik

The Real Blaze

  • Gast
Re: Weltkriegs-Mysterium von Fuerteventura
« Antwort #29 am: 27.04.06 (23:44) »
Zitat
Beschäftige er sich doch bitte mal a bisserl mit der Materie bevor er rumschwätzt


 
gehts nicht noch etwas nebulöser? Erst kam die Erosion, dann die Altmark und dann wußten die Engländer alles. Vielleicht kannst du einpaar alte Bletchley Infos hier zum Besten geben ...  :P